Starke Muskeln schützen vor Krebs

16. November 2009 | Von | Kategorie: Aktuelles, Bodybuilding, Sportnahrung, Training

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Wenn Sie Muskelmasse und Muskelkraft aufbauen, schützen Sie sich auch gleichzeitig gegen Krebs. Zu dieser Schlussfolgerung sind Forscher an der University of South Carolina bei einer Studie gekommen, die in dem Journal  Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention veröffentlicht wurde.

Die Amerikaner untersuchten die Daten von über zehntausend Menschen, die an einer Studie der Cooper Klinik in Dallas zwischen den 1980er Jahren und dem Jahr 2003 teilgenommen haben. Das Ergebnis: Die Männer, die schwerere Gewichte beim Bankdrücken, bei Beinpressen usw. bewegten, sind weniger häufig an Krebs gestorben.

 

Geringere Krebsgefahr durch Muskeln

Bei Menschen mit mittlerer oder hoher Muskelkraft ist die Gefahr einer Krebserkrankung um dreißig Prozent niedriger, als bei Menschen mit geringer Muskelkraft. Hohe Muskelkraft schützt etwas besser als mittlere Muskelkraft, aber der Unterschied ist vernachlässigbar.

Die Forscher entdeckten ferner, dass die Muskelkraft die Möglichkeit der Entwicklung einer tödlichen Form von Krebs reduziert unabhängig von dem Körpergewicht.

Auch die Einteilung der Probanden nach Körperfett, liefert die gleichen Ergebnisse. Männer mit einem niedrigeren Fettgehalt sind zwar besser gestellt, aber selbst bei einem höheren Körperfettanteil hat die Muskelmasse noch eine schützende Wirkung.

Die Forscher untersuchten verschiedene Arten von Krebs in ihrer Studie. Muskelkraft schutzt gegen alle Arten von Krebs außer Prostatakrebs. Die schützende Wirkung war am größten genüber Krebs des Magen-Darm Traktes.

 

Auch Fitness schützt vor Krebs

Am insgesamt besten schnitten die Probanden ab, die gleichzeitig fit und stark waren. Wenn Sie also nicht fit sind, dann verringert sich die Schutzwirkung Ihrer Muskelkraft bzw. Muskelmasse.

 

Erklärungsansatz

Die Forscher vermuten, dass die schützende Wirkung von Muskelmasse auf der Tatsache beruht, dass Muskelzellen die anabolen Hormone im Körper besser ausnutzen bzw. deren Niveau dann niedriger ist. Denn die Hormone, die für Muskelwachstum (wie zbsp. IGF-1) verantwortlich sind, stimulieren auch das Wachstum von Tumoren.

 

Fazit

Die Forscher reden nicht um den heißen Brei herum, wenn es um die Ergebnisse ihrer Studie geht. “Es ist biologisch plausibel Krebssterblichkeit bei Männern zu verringern durch regelmäßigen Krafttraining unter Einbeziehung der wichtigsten Muskelgruppen der oberen und unteren Extremitäten mindestens 2 Tage pro Woche. Dabei sollten sich Krafttraining wie auch kardiovaskuläres Training gegenseitig ergänzen.”

 

Mit sportlichem Gruß
Ihr Peak Team

 

Quelle: Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 2009 May; 18 (5) :1468-76.

 

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