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 Betreff des Beitrags: @ Armin: Phosphatidylserin
BeitragVerfasst: Fr M√§r 25, 2005 21:10 

Registriert: Mo Jan 03, 2005 21:19
Beiträge: 1500
Wohnort: Chemnitz
Hallo Armin.

Ich habe in letzer Zeit sehr viele positive Aussagen zu diesem Stoff und seiner Funktionalität gehört.
Es soll den Cortisolspiegel nachhaltig senken und stark antikatabol sein.

Was hälst Du davon bzw. planst Du es einzusetzen und wenn nein, warum?

Danke im Vorraus.

_________________
MfG Uwe

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BeitragVerfasst: Fr M√§r 25, 2005 21:38 

Registriert: So Feb 20, 2005 0:15
Beiträge: 448
Ich hab mal geh√∂rt, dass das pflanzliche PS nich so gut wirken soll und das tierische PS w√ľrde ich nicht nehmen wegen BSE.


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BeitragVerfasst: Fr M√§r 25, 2005 21:47 

Registriert: Sa Dez 18, 2004 4:09
Beiträge: 708
Sehr interessant Frage Uwe,

Ich kenne PS als Antidepressivum, das erfolgreich verabreicht wird, wenn im Gehirn des Patient selbst zu wenig davon produziert wird. Um es herzustellen wird vor allem L-Serin, Methionin und Vitamin B12 ben√∂tigt, daher kommt es meist bei √§lteren Menschen zur Anwendung, die sich oft besonders mangelhaft ern√§hren. Meiner Mutter hab ich es schon vor etwa 10 Jahren "verschrieben", ihre depressiven Phasen sind seitdem weniger ausgepr√§gt und k√ľrzer geworden, zu einer rundum gesunden Ern√§hrung hab ich sie indes noch nicht bewegen k√∂nnen, daher hat sie wohl auch immer wieder mal ein Silicium/Zink-Defizit, das dann durch Medikation zeitversetzt behoben werden kann ... Die ersten klinischen Studien √ľber PS wurden schon in den 70er-Jahren gemacht. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass PS, wie viele andere Wirkstoffe, nur erfolgreich zur Anwendung kommt, wenn davon im K√∂rper bzw. im Gehirn des Patienten ein Defizit herrscht.

K√ľrzlich gab es eine Doppelblindstudie - auf die du sich wahrscheinlich beziehst - in Bezug auf die cortisolblockierende Eigenschaft von PS, in der es Sportlern verabreicht wurde. Nach dem Training hat man dann Cortisol-und Testosteronwerte gezogen, die direkt nach dem Training im Gegensatz zur Kontrollgruppe deutlich besser waren (Cortisol niedriger, Testosteron-Absenkung auch niedriger). Da Createston diese Funktionalit√§t auch schon aufweist, stellt sich in diesem Zusammenhang in der Tat die Frage, inwiefern eine zus√§tzliche Supplementierung von PS diesen Effekt noch mal verst√§rken koennte - bin gespannt auf die Antwort von Armin!

Herzlichst, drratio


Zuletzt geändert von drratio am Fr Mär 25, 2005 22:32, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr M√§r 25, 2005 22:31 

Registriert: Sa Dez 18, 2004 4:09
Beiträge: 708
Kaiser hat geschrieben:
Ich hab mal geh√∂rt, dass das pflanzliche PS nich so gut wirken soll und das tierische PS w√ľrde ich nicht nehmen wegen BSE.


Seit Mitte der 90ger wird PS eh nicht mehr aus Rindern (BSE, SLOW-Syndrom), sondern aus Sojabohnen extrahiert. Klinische Untersuchungen haben keinen Wirkungsunterschied im therapeutischen Nutzen festgestellt. Du musst hierzu wissen, dass PS ein wirklich oft frequentiertes Antidepressivum und Alzheimer-Medikament ist.

Interessant ist fuer Sportler insbesondere die Wirkung von PS auf Hyperkortisolismus. Offenbar moduliert PS die Freisetzung von Kortisol in Stress-Situationen. In einer Studie zu belastungsinduziertem Stress lagen nach der Belastung die ACTH- und die Kortisolspiegel bei gesunden Probanden, die 800 mg PS täglich erhielten, niedriger als in der Plazebogruppe. Vermutlich beeinflusst PS die hypothalamische Freisetzung von Corticotropin Releasing Faktor, der unter Stressbedingungen die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse aktiviert. Diese Beobachtung könnte auch die antidepressive Wirkung von PS erklären, da bei depressiven Patienten häufig ein Hyperkortisolismus zu beobachten ist.

Herzlichst drratio


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BeitragVerfasst: Fr M√§r 25, 2005 22:58 

Registriert: So Feb 20, 2005 0:15
Beiträge: 448
Interessant.
Fragt sich nur obs das wirklich bringt oder ob es nur vielleicht 0,5% des Erfolgs ausmacht.


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BeitragVerfasst: Fr M√§r 25, 2005 23:37 

Registriert: Sa Dez 18, 2004 4:09
Beiträge: 708
Genau, auf die Frage, ob PS √ľber ein auch f√ľr Sportler sinnvolles Wirkungsprofil in signifikantem Ausmass verf√ľgt, wird Armin sicherlich eine Antwort wissen. Die meisten hablwegs interessanten Substanzen hat er schliesslich oft schon vor zig Jahren durch ...

Herzlichst drratio


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BeitragVerfasst: Sa M√§r 26, 2005 7:16 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
Hallo,
hab mich mit PS vor ca 10 Jahren intensiv beschäftigt und es nicht ins Programm genommen. Preis-Nutzen-Verhältnis ist sehr schlecht.
Man mu√ü mit mindestens 1000 mg PS pro Tag arbeiten um bez√ľglich Cortisol auch nur minimal etwas zu bemerken.
Als Brain Food zusammen mit ALC usw. ist es akzeptabel, aber der Sportler sollte sein Geld nicht in PS sondern in effizientere Produkte anlegen.
Armin


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BeitragVerfasst: Sa M√§r 26, 2005 18:36 

Registriert: So Feb 20, 2005 0:15
Beiträge: 448
Da sieht mans mal wieder wie BMS einem was vorl√ľgen.
Laut deren Berichten soll PS ja soooo toll sein. :roll:


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BeitragVerfasst: So M√§r 27, 2005 7:08 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
Hallo,
vor Jahren hatten wir √ľber Hi Tec Nutrition mal ein knappes Jahr PS im Programm, aber wie gesagt, es bringt zu wenig f√ľr Sportler, daher haben wir es wieder aus dem Programm genommen.

Nun, es wirkt schon, aber halt nur minimal und es ist relativ teurer. Wenn es nicht interessantere Produkte g√§be, dann h√§tten wir es wohl auch im Programm gelassen, so ist es aber Quatsch, den Kunden zu veranlassen sein Geld daf√ľr auszugeben und daf√ľr vielleicht die wesentlich effizienteren Produkte nicht mehr kaufen zu k√∂nnen.

Armin


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BeitragVerfasst: So M√§r 27, 2005 15:48 

Registriert: Mo Jan 03, 2005 21:19
Beiträge: 1500
Wohnort: Chemnitz
@ Armin

Seltsamerwei√üe schw√∂ren besonders Sportler, welche mit Chemie arbeiten auf PS und zwar in der post - Kur Phase, also als Unterst√ľtzung beim "absetzen"...

Wenn eine Reihe von "Kennern" darauf schwört ist das meist ein Zeichen, änlich wie es bei TT der Fall war und das dass (TT) bei vielen wirkt kristallisiert sich mehr und mehr heraus (neuere Studien sowie praktiche Erahrungen, bei uns hat es bei jedem "gewirkt"...).

Woran kann dies liegen? Ist es eben unter solchen Umständen besonders wirksam?

_________________
MfG Uwe

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Zuletzt geändert von dare100em am So Mär 27, 2005 16:17, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So M√§r 27, 2005 16:06 

Registriert: Sa Dez 18, 2004 4:09
Beiträge: 708
1. PS wirkt besonders gut im Falle von Mangelerscheinungen. Nach einer "ordentlichen" Kur ist dies möglicherweise der fall. Möglicher Erklärung: Fettsäuren sind bei der PS-Produktion wichtig, während eine Kur die Blutfettwerte negativ verändert, und das durchaus gehörig.

2. PS wirkt psychisch (Neurotransmitter-Stimulanz, Antidepressivum) stark stabilisierend. Da gerade nach einer harten Kur oftmals die Psyche im Keller ist, kann PS gerade hier als besonders "vitalisierend" empfunden werden.

Herzlichst drratio


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BeitragVerfasst: So M√§r 27, 2005 18:25 

Registriert: Do Jun 10, 2004 19:20
Beiträge: 668
@Drratio: Vielleicht w√§re f√ľr deine Mutter ja auch SAM von Interesse...
Nehm es zur Zeit f√ľr die Gelenke, hab aber auch schon davon geh√∂rt, dass es stimmungsaufhellend wirkt..


Methionin
Methionin ist eine schwefelhaltige, essentielle Aminos√§ure. Die stoffwechselaktive Form ist S-Adenosyl-Methionin (SAM). Methionin √ľberschreitet leicht die Blut-Hirn-Schranke und wird in SAM umgewandelt. SAM ist als Methylgruppen-√úbertr√§ger an zahlreichen biochemischen Reaktionen beteiligt z.B. bei der Bildung der Myelinscheiden. Die Synthese von Adrenalin aus Noradrenalin sowie der Abbau der Katecholemine ist SAM-abh√§ngig.

Bei Depressionen ist der SAM-Gehalt des Gehirns eher niedrig, eine Substitution von Methionin kann hilfreich sein. Bei der Schizophrenie können durch Methionin eventuell vermehrt halluzinogene Verbindungen entstehen. Ein Produkt des Methionin-Stoffwechsels ist Cystein, das wiederum wichtigster funktioneller Bestandteil von Glutathion ist. Ein weiterer Metabolit ist Taurin, das die Nervenzellmembranen stabilisiert. Methionin ist ein Baustein von Carnitin, das einige neuroprotektive Funktionen aufweist, z.B. konnte durch Supplementierung von Acetyl-Carnitin die Progression des M.Alzheimer verlangsamt werden. Beim M. Parkinson kann eine Methionin-Substitution sinnvoll sein zur Besserung von Akinesie und Rigidität. Zur Vermeidung einer vermehrten Homocystein-Bildung sollte dabei auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6, B12 und Folsäure geachtet werden.

Phenylalanin und Tyrosin
Phenylalanin wird in der Leber bei normalen Stoffwechselverh√§ltnissen zu Tyrosin umgewandelt, das Vorstufe der Schilddr√ľsenhormone und Katecholamine ist. Die Katecholamine umfassen die Neurotransmitter Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin. Letzteres ist mengenm√§√üig der wichtigste Signalstoff dieser Gruppe. Der M. Parkinson wird durch eine progressive Degeneration der dopaminergen Bahnen im Mittelhirn verursacht. Da Dopamin die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann, wird L- Dopa als neurologisches Medikament angewendet. Ein orthomolekularer Therapieansatz ist die Supplementierung von Tyrosin, bei einer Studie wurden dabei gute klinische Resultate erzielt. Vitamin C-Substitution verbessert die Dopa-Synthese aus Tyrosin. Phenylalanin und Tyrosin haben in Kombination mit Vitamin B6 h√§ufig einen g√ľnstigen Effekt bei Depressionen. D-L-Phenylalanin hat eine analgetische und antiinflammatorische Wirkung durch Hemmung des Abbaus von Endorphinen und Enkephalinen. M√∂gliche Nebenwirkungen von Phenylalanin sind Angst, Kopfschmerzen und Hypertonie. Bei der Phenylketonurie ist eine Phenylalanin-Supplementierung nat√ľrlich streng kontraindiziert.

Quelle:https://www.naturklinik.com/de/docs/publikationen/amino_mikro.html


mfg,
redfox!

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BeitragVerfasst: Mo M√§r 28, 2005 8:17 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
Hallo,
denke auch dass PS mehr die Psyche stabilisiert als es bez√ľglich Cortisol bringt.
Die Psyche war nicht die Betrachtung bei meinen alten Versuchen, jedenfalls bez√ľglich Cortisol ist das Preis-Leistungsverh√§ltnis zu schlecht.

Bei der Studie von Monteleone et al, auf die sich i.a. bezogen wird, wurde mit 50 und 75 mg BC-PS (brain cortex- derived phosphatidylserin UND NICHT PS als dem handels√ľblichen PS) gemacht und das BC-PS wurde intraven√∂s verabreicht.
Eine Studie von Ketchum 1999 in EndurePlus 4(1) kam zu bei oralem normalem PS zu ähnlichen Ergebnissen wie ich in meinen Praxistests:
800 mg PS pro Tag zeigte eine signifikante Reduktion der ACTH Response auf intensives Training (nicht von Cortisol) und 400 mg pro Tag zeigte GAR KEINEN EFFEKT, nicht einmal auf ACTH.

In Unterschied zu anderen Vertreibern bin ich nicht bereit Studien fehlzuinterpretieren und selbst wenn eine Studie von signifikant (dh. zun√§chst einmal nur erkennbar, nicht aber unbedingt f√ľr eine Wirkung relevant) spricht, mu√ü die Geschichte erst noch in der Praxis √ľberpr√ľft werden.
Durch diesen "Filter" ist PS nicht gekommen, daher habe ich es nicht als generell empfehlenswert eingestuft.
Das muß aber nicht heißen, dass es nicht doch in bestimmten Fällen empfehlenswert sein kann, wobei ich aber davon ausgehe, dass solche Fälle eher im Brain-Bereich zu suchen sind.
Es kann also gut möglich sein, dass PS in Verbindung mit anderen Substraten einmal in der Health Line auftauchen wird.

Armin


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