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 Betreff des Beitrags: BCAA¬īs Vs. Glutamin
BeitragVerfasst: Fr Aug 02, 2002 20:11 

Registriert: Fr Apr 27, 2001 0:01
Beiträge: 64
Wohnort: Mainz
BCAA¬īs: Verzweigtkettige Aminos√§uren bieten dem Athleten entscheidende Vorteile. Sie sind extrem wichtig f√ľr die Regeneration und Erhaltung von Muskelgewebe. 35% der kontraktilen Proteine in der Muskulatur bestehen aus ihnen. Sie haben eine aufbauende Wirkung u.a. durch die Stimulation der Insulinsekretion und sie beeinflussen den Energiehaushalt positiv. Bei einem Glykogenmangel dienen sie als Enegielieferanten, indem sie Stickstoff f√ľr den Aufbau entbehrlicher Aminos√§uren liefern.

Glutamin: Alle sich schnell teilenden Zellen, besonders die Zellen des Immunsystems ben√∂tigen die entbehrliche Aminos√§ure Glutamin als N√§hrstoff. Die Klassizifierung "entbehrlich" ist allerdings irref√ľhrend, da es lediglich bedeutet, da√ü der K√∂rper diese Aminos√§ure auch selbst synthetisieren kann. In bestimmten Situationen wie Stress (auch Krafttraining ist Stress f√ľr den K√∂rper) oder Krankheit kann die Zufuhr von Glutamin erforderlich werden., da die Eigensynthese des K√∂rpers den Bedarf kaum decken kann, bzw. der Bedarf vor allem aus dem Leber- und Muskelgewebe gedeckt wird, was katabolen Stoffwechsellagen Vorschub leistet.

Nun rein f√ľr die Trainingsleistung m√ľssten BCAA¬īs effektiver sein, allerdings f√ľr nach dem Training scheint eine Supplementierung mit Gutamin sinnvoll.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Aug 03, 2002 8:07 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 506
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Hi,
ich bin mal gespannt, was bez√ľglich des Tests gepostet wird.
Ich selbst fahre absolut auf die BCAA¬īs ab, w√§hrend einige bei uns Glutamin vorziehen, ja regelrecht darauf schw√∂ren (obwohl es mir gar nichts bringt).
Bei Belastung (oder in Di√§t, also bei Engeriemangel) verbrennt (oxidiert) die Skelettmuskulatur die BCAA¬īs, Asparagin und -s√§ure und Glutamins√§ure um Engerie zu erzeugen. Allerdings werden nicht diese Aminos√§uren, sondern haupts√§chlich L-Alanine (Glucose-Alanine-Zyklus) aber auch L-Glutamin zur Engergiegewinnung im Muskel freigesetzt. Diese beiden Aminos werden sogar in h√∂herer Menge abgebaut, als sie in der Muskulatur konzentriert sind. Offensichtlich werden im Belastungszustand L-Alanine und L-Glutamine haupts√§chlich aus den BCAA¬īs und, allerdings in kleinem Ausmass, Asparagin/-s√§ure, Glutamins√§ure und kleinen Mengen anderer Aminos, endogen synthetisiert. Dies wird auch durch die schon 5 Minuten nach Belastung auftretende Aktivierung eines Enzyms, das die endogene Oxidation der BCAA¬īs bewirkt, belegt und schein auch biochemisch betrachtet v√∂llig sinnvoll. Die BCAA¬īs k√∂nnen n√§mlich, anders als Glutamin und andere Aminos, direkt vom Darm in den Muskelstoffwechsel gelangen und werden dazu noch excellent, dh. vollst√§ndig resorbiert. Alle anderen Aminos m√ľssen den Umweg √ľber die Leber gehen und werden dort umgewandelt bzw. ausgefiltert, so dass zB. von einer Glutaminsupplementierung nach der Leber fast nichts mehr √ľbrigbleibt.
Wenn das nun so ist, dann ist unser Organismus ganz sicher schlau genug (das h√§ngt mit der Evolution zusammen, sei aber hier nicht beleuchte) auf die "superverf√ľgbaren" BCAA¬īs zur√ľckzugreifen und nicht auf das Glutamin, von dem bei oraler Einnahme kaum etwas zu den Muskeln gelangt.
Ich kann es derzeit (noch) nicht wissenschaftlich beweisen, aber ich bin der festen √úberzeugung, dass sich das das in der Muskulatur verbrannte Glutamin (das Alanine sowieso) besser und effizienter durch BCAA¬īs supplementieren l√§sst als durch L-Glutaminsupplements. Daher habe ich Glutamin schon immer empfohlen um die Zellen der Darmschleimhaut und das darmassozierete (Mucosa) Immunsystem zu versorgen (Gluamin gelangt sicher an diese Zellen, die ja direkt im Darm sind) und zur Versorgung der Alanine-Glutamine-Versorgung der Muskulatur auf die superverf√ľgbaren BCAA¬īs zu gehen. Die Praxis, aber auch Studien weisen darauf hin, dass bei langandauernden Ausdauerbelastungen der Glutaminbedarf in der Darmarea wesentlich h√∂her ist als im Kraftsport. So k√∂nnen 20 g Glutamin f√ľr Ausdauersportler und 5 g Glutamin f√ľr Kraftsportler (eine ganz neue Studie bezweifelt sogar ob Glutamin √ľberhaupt im Kraftsport was bringt) angemessen sein. Die BCAA Supplementierung w√ľrde ich auf 10 bis 40 g und zwar f√ľr Kraft- und Ausdauersportler am Trainingstag ansetzen, wobei die Menge von der allgemeinen Protein- und Kohlenhydratversorgung abh√§ngt. √úbrigens hat eine Studie, bei der Ringer in einer kohlenhydratreduzierten und proteinbetonten Di√§t 0,9 g BCAA¬īs pro kg K√∂rpergewicht pro Tag erhielten, wesentlich mehr K√∂rpergewicht abbauen als die Vergleichsgruppe, die gleich viel Protein aber nur ohne BCCA¬īs Zusatz erhielten, abbauen. Noch interessanter war, dass die BCAA¬īs das Fett am Bauch √ľberproportional zum schmelzen brachte, w√§hrend es bei normaler Di√§t dort am schlechtesten wegzubringen ist (Erkl√§rung f√ľr diesen Fakt gibt es nicht, es war einfach so).
Offensichtlich streckt in den BCAA¬īs eine Menge unerkanntes Potential, das es noch zu entdecken gibt.
Armin


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 Betreff des Beitrags: Pro und Contra
BeitragVerfasst: Sa Aug 03, 2002 14:14 

Registriert: Fr Apr 27, 2001 0:01
Beiträge: 64
Wohnort: Mainz
Da gebe ich Dir recht. Als Beispiel daf√ľr wie stark die Filterfunktion der Leber ausf√§llt, mag eine Studie dienen, bei der Versuchspersonen unter deutlich erh√∂hter Proteinzufuhr (3g pro kg K√∂rpergewicht t√§glich) lediglich Anstiege von 30 % der im Blut vorliegenden Aminos√§uren zeigten, mit Ausnahme der BCAA¬īs, bei denen sich die Blutkonzentration zumindest verdoppelte (Wahren J: Effect of protein ingestion. J Clim Invest).

Allerdings ist bei Glutamin zu br√ľcksichtigen, das sie mit 60 % die bei weitem h√∂chste Konzentration im Aminos√§urepool aufweist. Der Glutamingehalt im Pool regelt u.a. den Proteinaufbau und Abbau, so da√ü Schwankungen der Konzentration dieser Aminos√§ure auch den Muskelaufbau beieinflussen. Eine h√∂here Glutaminkonzentration f√ľhrt zu einem vermehrten Einwei√üaufbau in der Muskelzelle und umgekehrt. (MacLennan: positive relationship between protein and glutmine). Im Hinblick auf ihre Aufbauende Wirkung w√§re der Einsatz dieser Aminos√§ure auch f√ľr frisch operierte Patienten oder kranke Personen die unter einer katabolen Stoffwechsellage leiden theoretisch von interesse.


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