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 Betreff des Beitrags: Bericht Dr. snuggles √ľber Protein
BeitragVerfasst: Di Sep 26, 2006 19:36 

Registriert: Mi Jan 12, 2005 16:01
Beiträge: 327
hallo Armin, Fachm√§nner und Konsorten w√ľrde gerne eure Meinung dazu h√∂ren! Habe da einen Bericht von Dr. Snuggles (in √úbersee angesagter Sportmediziner) √ľber Supplemantation und Eiweisszufuhr gelesen und der behauptet dass nur Whey Protein sinnvoll w√§re und geht √ľber Soja nicht gerade nett ins Wort! auch Mehrkomponentenprotein h√§lt er f√ľr schwachsinnig. Ist ein l√§ngerer ganz aktueller Bericht hier ein Auszug √ľber sein Meinung zu Protein:


Ich verwende persönlich ausschließlich Whey Protein und kein Mehrkomponenten Protein. Einer der Vorteile von Mehrkomponenten Protein soll die Zeitversetzte und im Gegensatz zu Whey Protein langsamere Anreicherung des Blutes mit den benötigten Aminosäuren sein. Dazu ist zu sagen, dass man Whey Protein auch "langsamer" machen kann, indem man den Shake anstatt mit Wasser z.B. mit Magermilch oder einem Magerquark-Wassergemisch trinkt. Wenns noch "langsamer" gehen soll, kann man zusätzlich etwas Leinsamenöl hinzugeben.

Dar√ľber hinaus ist selbst Whey Protein mit Wasser konsumiert nicht so schnell verdaulich, und der Aminos√§urenspiegel f√§llt auch nicht so rapide ab wie landl√§ufig angenommen. Whey Protein l√§√üt z.B. den Leuzinspiegel im Blut auf sein Maximum innerhalb 1 h ansteigen, der Normalwert wird nach 4 h wieder erreicht. Daher ist die Supplementation von Whey Protein vor dem Training von gr√∂√üter Wichtigkeit, vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass es zus√§tzlich die Proteinsynthese ankurbelt.

Ein weiterer Vorteil von Mehrkomponenten Protein sollen, wie der Name schon sagt, die verschiedenen Proteinquellen wie Molkeeiwei√ü, Milcheiwei√ü, H√ľhnereiwei√ü und Sojaeiwei√ü sein. H√∂rt sich alles sehr toll an, nur braucht es kein Bodybuilder bei normaler Ern√§hrung. Den Molkeanteil, den Milchanteil und den H√ľhneranteil nehmen wir √ľber das Whey und die normale Ern√§hrung zu uns, bleibt nur noch der Sojaanteil √ľbrig. Ich pers√∂nlich halte Sojaprodukte f√ľr den gr√∂√üten Mist der Nahrungsmittel- und NEM Industrie der vergangenen Jahre. Soja wurde mit dem Asiatrend, und da es ein billiger, schnell nachwachsender Rohstoff ist, in den Markt gedr√ľckt. Die vorteilhaften Inhaltsstoffe, welche das Soja angeblich haben soll, beziehen wir schon seit l√§ngerem aus anderen Nahrungsmitteln, z.B. unges√§ttigte Fetts√§uren. Der einzige (nicht bewiesene) Vorteil besteht bei Frauen, da die in Soja enthaltene Isoflavone (pflanzliche Hormone) angeblich das Brustkrebsrisiko senken sollen. Doch diese Isoflavone haben auch einen Nachteil - sie imitieren die Wirkung des weiblichen Sexualhormons √Ėstrogen, und darauf kann ich ehrlich gesagt verzichten.


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BeitragVerfasst: Di Sep 26, 2006 20:10 

Registriert: Mo Okt 25, 2004 22:47
Beiträge: 658
Meiner Meinung nach größtenteils richtig was der gute Mann da von sich gibt.

Armin selbst verwie√ü j√ľngst darauf das man eigentlich nur AP(schnelles Protein) ben√∂tigt und man es sich beliebig langsamer machen kann(Apfel usw.)
Mit Soja hat er weitesgehend auch recht, deshalb benutzt Peak auch ein besonderes Soja(Injection Grade).
Wenn man gen√ľgend nat√ľrliche Eiwei√üquellen zu sich nimmt und somit das Aminos√§urenspektrum streut ist in der Tat allenfalls ein Whey notwendig.
Jedoch Mehrkomponentenprotein als v√∂llig sinnlos abzustempeln halte ich f√ľr gewagt den auch dort kann durch Ausgleich des verschiedenen Proteinsorten z.B eine hohe BW erreicht werden.


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BeitragVerfasst: Mi Sep 27, 2006 9:19 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
hallo

der gute Dr. labert ziemlichen Mist, so was ist pure Polemik mit der man Whey Protein interessant machen will.

Bei Protein hat man immer mehrer Punkte zu beachten.
a,
Die Aminos√§urebilanz (fr√ľher hat man vor allem BV bewertet, im Wachstumsbereich - egal ob Tier oder Mensch - schaut man heute mehr auf sog. Wachstumsprofile)

b,
Die Geschwindigkeit mit der Protein verdaut bzw. assimiliert wird. Dabei kann man ein schnelles Protein durch Ballaststoffe und/oder Fett langsamer machen und man kann auch ein langsames Protein durch Hydrolyse schneller machen oder man mischt einfach verschiedene Protein.

c,
Das wahrscheinlich wichtigste - aber das ist den meisten selbsernannten Proteinspezialisten gar nicht bekannt - ist die sogenannte Funktionalität des Proteins.
Diese Funktionalit√§t entsteht haupts√§chlich durch Peptide (zu einem gewissen Teil aber auch durch Sekund√§rsubstrate in den Proteinen, wie zB. der OrotHs√§ure im Whey) , die bei der Verdauung entstehen. Im Bezug auf das Wissen in diesem Bereich sind die Japaner derzeit f√ľhrend, dort gibt es schon einige Patente und zB. auch das Peptid in unserem Fat Attack stammt aus diesem Wissensschatz.
Wie stark diese sog. bioaktiven Peptide die Körperfunktionen modulieren können, ist aus dem Pharmabereich (viele Arzneistoffe sind spezielle Peptide, meistens sogar synthetisch hergestellt) bekannt.
Seit etwa 5 Jahren besch√§ftige ich mich bez√ľglich Protein fast nur noch mit diesen Peptiden, denn sie sind wesentlich interessanter als oben genannte Punkte a und b.
Punkt a und b kann man ganz einfach mit Ballaststoffen oder einer ausgewogenen Ernährung oder Proteinmischungen in den Griff bekommen und jeder der wirklich etwas von Proteinen versteht, hat das auch im Griff (leider verstehen aber nicht all zu viele was von Proteinen, sie glauben nur, dass sie was davon verstehen).
Bei den bioaktiven Peptiden ist die Sache vieeeel interessanter aber noch vieeeeeeeee... l schwieriger. Trotz der Literatur aus Japan und laufenden eigenen Versuchen, stehe ich nach 5 Jahren Arbeit damit, noch ganz am Anfang.

Ich will kurz versuchen das Prinzip zu erklären, dann wird dem ein oder anderen Leser vielleicht die Kompliziertheit aber auch das was damit erreichbar ist, annähernd klar.

Die gesamten K√∂rperfunktionen werden haupts√§chlich durch die sog. Reglerstoffen Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Aminos√§uren aber noch mehr durch PEPTIDE gesteuert. Nahezu alle K√∂rperenzyme sind zb. Peptide und Enzyme sind die Hauptkatalysatoren f√ľr ALLE STOFFWECHSELFUNKTIONEN.
Durch das im Fat Attack eingesetzte Val-Val-Typ-Pro-Peptid kann man z.B. den Fett- Kohlenhydrat und Proteinstoffwechsel modulieren (am meisten wirkt es aber auf den Fettstoffwechsel). Die Japaner haben das in teuren aufwendigen klinischen Studien nachgewiesen und das Peptid hat auf Grund dieser seriösen Studien vom jap. Gesundheitsministerium den FOSHU Status "triglyceridsenkende Funktionalität" bekommen.
Dieses Peptid ist aber das einzig wirklich erforschte Peptid im Lebensmittel bereich (im Pharmabereich gibt es viele erforschte Peptide, allerdings halt immer im Bezug auf Krankheiten):
Bekannt ist, dass Proteine bzw. jede Proteinmischung bei der Verdauung im menschlichen Körper zu Peptiden und Aminosäuren zerlegt wird. Der Trick ist nun, Proteine so zu bauen, dass möglichst gezielt bestimmte funktionelle Peptide bei der Verdauung entstehen UND DAS IST EINE RIESENAUFGABE.
Da ich nicht √ľber die ausreichenden zig-Millionenmittel verf√ľge, solche Peptide klinisch zu erforschen, haben Friedrich Reuss (der d√ľrfte dem einen oder anderen alten Hasen noch ein Begriff sein- aber er hat sich leider zur Ruhe gesetzt, so dass ich jetzt als Einzelk√§mpfer allein weiter mache) eine einfache Methode (mit Zellkulturen) entwickelt, mit der man erkennen kann, ob ein Peptid bioaktiv ist oder nicht.
So kann ich Proteine bauen, die viele bioaktive Peptide während der Verdauung erzeugen.

ALLERDINGS WILL ICH EUCH NICHTS VORMACHEN; WENN ICH WEISS DASS EIN PROTEIN VIELE BIOAKTIVE PEPTIDE ABGIBT , DANN WEISS ICH NUR DASS ES FUNKTIONELL BZW BIOAKTIV IST, ABER ICH WEISS NICHT IN WELCHE RICHTUNG SICH DIESE BIOAKTIVIT√ĄT ENTFALTET.

Ganz genau kann ich das mangels finanzieller Mittel auch nie herausfinden, aber in der Praxis kann ich durch Versuche mit Athleten nach einiger Zeit "absch√§tzen" wohin der Weg f√ľhrt. Sp√§ter wird das dann noch durch die Erfahrungen von PEAK KUNDEN untermauert.

So ist derzeit klar, dass WPI (nicht aber WPC) eine sehr starke Bioaktivität hinsichtlich eines starken Immunsystems entwickelt, was wohl durch ein Cysteinpeptid, das ich als bioaktiv indentifizieren konnte, kommt.

Anabolic Protein ist bioaktiv bez√ľglich der Schilddr√ľsenhormone und der Nierenaktivit√§t.

Diese eben beschriebenen Punkte gelten bei normaler ausgewogener Ernährung UND DANN WENN MAN DIE BEIDEN PROTEINE PUR DH NICHT MIT WAS ANDEREM GEMISCHT (auch keine Ballaststoffe) nimmt.

Das Ganze kann sich verändern, wenn andere Proteine oder Fett oder Ballaststoffe dazu kommen und da habe ich noch keine Erfahrungen, deshalb emfehle ich auch offiziell die Proteine pur zu nehmen und sich ausgewogen zu ernähren.
Erste Anzeichen sprechen daf√ľr, dass das zuf√ľgen eines Apfels oder einer Karotte mit Anabolic Protein in den Mixer, den oben genannten Effekt nicht verschlechtert, sondern sogar noch leicht erh√∂ht (aber da bin ich mir noch nicht sicher):

So, jetzt hab ich einen wichtigen Termin, später erkläre ich - FALLS GEWÜNSCHT - noch kurz und knapp die BIOCHEMIE die hinter diesen Vorgängen steckt.

Armin


Zuletzt geändert von Armin am Mi Sep 27, 2006 17:34, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi Sep 27, 2006 10:16 

Registriert: Di Okt 11, 2005 15:42
Beiträge: 372
Wohnort: Bad Frankenbrunn
Dr. Snuggles :?:

Sehr verdächtig:


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_________________
Schönen Gruß, Bernd


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BeitragVerfasst: Mi Sep 27, 2006 11:38 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
hallo,

so jetzt noch schnell der Rest, hoffe der ein oder andere kann was damit anfangen.

Wer sich die M√ľhe macht, sich aus dem Internet oder der Literatur mal die molekulare Strucktur von Proteinen anszusehen, wir erkennen, dass jedes Protein anders aufgebaut ist.
Bei WPI findet man zB. eine kleine Menge von Peptiden von nur 2,3 oder 4 Aminosäuren bis hinauf zu Makropeptiden wo 50 Aminosäuren miteinander verbunden sind. Die Länge der Bindungen wird als Molekulargewicht bezeichnet und in Dalton gemessen.
WPI hat Peptide ab 400 Dalton bis 50 000 Dalton und das mittlere Molekulargewicht (also der Durchschnitt liegt bei 9000 bis 10 000 Dalton.
Bei WPC liegt das mittlere Molkekulargewicht bei 15 000 Dalton. Bei einem injection Grade Soja Isolate bei 17 000 Dalton und damit sind die schnellen Protein auch abgehandelt.
Bei den anderen Proteinen kommt man in der Spitze bis auf 600 000 Dalton und beim mittleren Molekulargewicht auf 100 000 bis 200 000 Dalton.

Abgesehen von den total unterschiedliche Molekulargewichten, sind auch ganz verschieden Aminosäuren miteinander verbunden, dh. die Aminosäuren die bei den Peptiden des Mol, gewichts 1000 beim Whey und Soja verbunden sind, sind nicht identisch.

Stellt man sich jetzt vor, dass die Verdauungssäfte diese Peptide zerlegen, dann ist klar, dass da ganz unterschiedliche kurze Peptide während der Verdauung entstehen und zwar so unterschiedliche, dass man diese nie in den Griff bekommen kann (zumal das ja auch individuell noch unterschiedlich ist, denn jeder hat doch gewisse Abweichungen im Verdauungsystem) und es hängt auch davon ab, wie lange das Protein im verdauungstrakt ist , bzw. ob Fett und Ballaststoffe die Verweildauer im magen-Darm Trakt verlängern:

Peptide die bioaktiv sind, sind aber im kurz, dh. maximal 5 Aninos sind verbunden. Diese Peptide sind nat√ľrlich aus den o.g. schnellen Proteinen, die schon relativ kurzkettig sind, leichter herzustellen als aus sehr langen Bindungen. Andererseits spielt aber auch die Dauer welche die Proteine von Verdauungss√§ften bearbeitet werden eine Rolle. Dabei k√∂nnte es zB. auch vorkommen, dass ein bioaktives Peptid aus 5 Aminos√§uren durch l√§ngere Verweilzeit im Darm noch mal gespalten wird und obwohl es k√ľrzer wird, seine Bioaktivit√§t verliert oder eine ganz neue bekommt.

Ich w√ľrde fast sagen, hier ist alles m√∂glich und alles unm√∂glich, es ist reines Chaos das aber durchaus zu extremer Funktionaltit√§t f√ľhren kann.

Jetzt ist vielleicht klar, dass in ich 5 Jahren erst einigermassen Definitves √ľber WPI und Anabolic Protein sagen kann.
Klar ist aber auch, dass man sich dieser Möglichkeiten nicht berauben sollte, indem man jetzt nur WPC, das meiner Erfahrung nach nicht mal besonders bioaktiv ist, futtert.

Ich werde nat√ľrlich in diesem Bereich weiter herumbasteln, aber es wird ewig dauern bis ich wieder etwas interessantes mit der notwendigen Sicherheit sagen kann.

Dem Athleten w√ľrde ich empfehlen seine somatische Intelligenz zu nutzen, so kommt er f√ľr sich viel weiter als ich je in der allgemeinen Breite kommen kann.
Man muss einfach f√ľhlen, welche Proteine f√ľr einen selbst gut bzwl besonders bek√∂mmlich sind. Aber auf keinen Fall darf man sich von dummen Halbwahrheiten zu irgend einem Protein hinlenken lassen, nur der falschen Theorie wegen.

Alle Leute, die mit denen ich gesprochen habe und die auch wirklich was von der Sache verstehen, sind mit mir einer und folgender Meinung:

BV spielt heute, in Anbetracht des hohen Proteinkonsums in den Industrienationen, so gut wie keine Rolle mehr.
Selbst eine auf Wachstum abgestimmte Aminosäurebilanz macht nur kleine Wertunterschiede bei verschiedenen Proteinen aus.
Die große Bedeutung liegt in der Funktionaltiät der Proteine, welche hauptschlich durch die bei der Verdauung entstehenden Peptide gesteuert wird.
Jedes Protein hat eine eigene mehr oder minder ausgeprägte Funktionaltät und GLEICHES GILT FÜR PROTEINMISCHUNGEN.
Die Verbraucher sollten, in Anbetracht der nicht durchf√ľhrbaren Erforschung dieser Sachlage (niemand wird viel Geld daf√ľr ausgeben, da die Ergebnisse bzw. Proteine als Naturprodukte nicht patentierbar sind) versuchen sich recht vielseitig im Bezug auf Protein zu versorgen und seine somatische Intelligenz benutzen um festzustellen, was ihm besonders gut oder weniger gut oder gar schlecht bekommt.

Armin

PS:
Das mit "schlecht bekommt" habe ich zugef√ľgt, weil es einige Anzeichen daf√ľr gibt, dass zu hoher Caseinverzehr das Gegenteil von "Anti-Aging" bewirkt.


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BeitragVerfasst: Mi Sep 27, 2006 13:11 

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Beiträge: 2574
Danke Armin fur die "lehre" uber peptide.
AP profesionell - darauf warte ich.


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BeitragVerfasst: Mi Sep 27, 2006 16:06 

Registriert: Mo Okt 25, 2004 22:47
Beiträge: 658
Danke Armin, wieder etwas gelernt.
Da lag ich etwas daneben, allerdings fehlt(e) mir da auch das detalillierte Wissen.


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BeitragVerfasst: Mi Sep 27, 2006 17:35 

Registriert: Mi Jan 12, 2005 16:01
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super Armin.. man man hast du ein Wissen in der Beziehung..!!

also kurz und knapp auch ein gutes Mehrkomponentenprotein is bestimmt nicht verkehrt!? Und Soja ebenso nicht..?!


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BeitragVerfasst: Mi Sep 27, 2006 19:09 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
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hallo,
kann man so nicht sagen, ich kann dir ein Mehrkomponentenprotein f√ľr 6-7 Euro pro kg bauen, das du besser direkt in die Toilette sch√ľttest, als es zu essen :twisted:
√ľbrigens werden solche Proteine auf dem Markt angeboten, aber zu h√∂herem Preis als 6 oder 7 Euro pro kg.

Soja in sehr hoher Verzehrsmenge und ohne ausreichende Versorgung mit anderen (tierischen) Proteinen, w√ľrde ich auch nicht empfehlen, selbst wenn das Sojaprotein sehr gut in der Qualti√§t ist (von Billigsoja spreche ich erst gar nicht). Hier gilt immer noch die alte kofrani-jekat Regel der biologischen Erganzung, nach der sich grob gesagt, tierische und pflanzliche Proteine miteinander erg√§nzen, so dass sie zusammen besser wirken als die einzelnen Proteine allein.
Zus√§tzlich zu den erkenntnissen der beiden o.g. Max Plank Institutsleute sind aber heute auch noch die fr√ľher beschriebenen Molkeulargewichte der Proteine zu beachten.

Ein wirklich gutes Protein zu machen ist extrem viel Arbeit und man wird nicht damit fertig, bzw. man kann es mit Erkenntnissen aus der Praxis immer wieder verbessern und kann doch nie das Idealprotein machen, weil da einfach zu viele Unbekannten in der Gleichung sind.

Ich gehe grundätzlich von einer ausgewogenen Ernährung in der auch verschiedene tierische und pflanzliche Proteine vorkommen aus.
Auf diese Grundlage setze ich dann meine Proteinkonzentrate auf und versuche so möglichst ein gutes Tages-Gesamtaminogramm hinsichtlich Wachstum und möglichst gute Funktionaltiät zu erreichen.

Wenn du zB. das posting zwischen mcalex und mir √ľber Createston Extrem betrachtest, dann siehst du dass es zB. nicht damit getan ist, eifach Whey Concentrate mit Whey Isolate auszutauschen um ein signifikant wirkungsvolleres CT zu machen.
Das bracht Zeit und viele Vorversuche und dann kann ich irgend wann ein Produkt bringen, das auf Grund der Vorversuche SUPOPTIMAL ist und dnn aber in der Tagespraxise noch etwa 1-3 Jahre st√ľckchenweise verbessert werden muss.

Armin


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BeitragVerfasst: Mi Sep 27, 2006 19:25 

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alles klar also so wie bspweise bei AP sinnvoll ergänzt!

glaub aber auch das die Angst mit dem √Ėstrogen bei Soja bischen √ľbertrieben ist glaub da m√ľsste man schon enorme Mengen Soja zu sich f√ľhren bis sich da was tut!

nur mal nebenbei Armin was verändet sich denn am neuen AP proffessionell?


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BeitragVerfasst: Mi Sep 27, 2006 19:43 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
hallo,

in unserem Soja sind keine Isoflavone (das ist wohl was du mit √ĖSTROGENEN meinst) enthalten.
Es wird drei AP¬īS geben, einmal das alte, dann wird in einer Version Leucine, Enzyme und Beta Ecdysteron zugestezt und bei Premium Produkt wird zus√§tzlich das Whey Protein Concentrate gegen Isolate ausgetauscht.

Armin


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BeitragVerfasst: Mi Sep 27, 2006 19:49 

Registriert: Mi Jan 12, 2005 16:01
Beiträge: 327
aha na da w√ľrd ich gern die bl√∂de Frage stellen was das beste bzw. hochwertigste und auch teuerste ist? aber das kann man ja dann auch schlecht verallgemeinern denk mal die 2. Version mit Ecy is schon ganz nett aber lass mich mal √ľberraschen!

wie gesagt trink immer mein AP Schoko gemixt mit Eisw√ľrfel und Banane wenn ich vom Training (Kraft + Ausdauer) heimkomme und fahr damit ganz gut nun stellt sich dann die Frage welches Ap ich nun dann nehmen sollte.. :roll:


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BeitragVerfasst: Fr Sep 29, 2006 13:30 

Registriert: Di Nov 23, 2004 10:57
Beiträge: 414
Wohnort: (CH) Oberuzwil
Hallo zusammen,

Der "Rest"-Artikel, puhh... Teilweise hab ich in verstanden, Teilweise war er mir zu hoch respektiv zu wenig detailliert, aber trozdem danke, man sollte den Text halt ein par mal durchlesen dan geht einem schon ein :idea: auf/ein.

Als Zusammenfassung super, jedoch hätte ich manchmal gerne wenn ich auch die detailierte Version irgendwo nachlesen könnte (verstehe dass das hier im Forum nicht möglich ist).

Wenn ich jedoch im Internet nach Infos suche, kann ich mir nie sicher sein, ob das nun aktuell, richtig oder veralltet ist.

Wenn mir Einer/Mehrere ein par gute/sichere/richtige Links schalten kann (Zum Thema ;Peptide kurz/lang, Molekulargewicht, Peptide gebunden an Aminosa√ľren, Macropeptide, Aminos√§uren miteinander verbunden, Peptide bioaktiv/nicht bioaktiv, etc Technische Daten) w√§hre ich sehr froh, danke im Voraus. :D

Es gr√ľsst :)


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BeitragVerfasst: So Okt 01, 2006 17:28 

Registriert: So Okt 01, 2006 17:14
Beiträge: 6
Hallo zusammen!

Ich möchte hier mal Stellung beziehen zu dem eingangs erwähnten Artikel.

Er ist ein Supplement Plan f√ľr Anf√§nger der nicht dazu gedacht ist n√§her auf die biochemischen Vorg√§nge im K√∂rper einzugehen, sondern vielmehr Anf√§ngern eine M√∂glichkeit der Supplementation aufzuzeigen die sinnvoll als auch g√ľnstig ist.

Des weiteren bin ich nicht der Ansicht das allgemein Mehrkomponenten Protein schwachsinnig ist, sondern das es sich nicht lohnt f√ľr einen Anf√§nger 2-3 verschiedenen Proteine zu kaufen sondern die Ern√§hrung der wichtigste Faktor ist.

Siehe auch hierzu diesen nicht mehr ganz aktuellen Artikel von mir:

Einf√ľhrung

Morgens steht man verschlafen um 7 Uhr in der K√ľche und mixt sich seinen ersten Whey-Shake mit Wasser. Auf dem Weg in das Bad schl√ľrft man den gesamten Inhalt auf einmal runter; irgendwann einmal hat der Shake auch besser geschmeckt. Anschlie√üend gibt es Fr√ľhst√ľck, 6 Scheiben Vollkornbrot mit magerem Gefl√ľgelaufschnitt. Dazu gibt es eine Mischung aus bunten Tabletten, ein hoch dosiertes Multivitaminpr√§parat (es lebe das Internet!), Glucosamin f√ľr die stark beanspruchten Gelenke und schlussendlich 2 Kapseln Lachs√∂l.

Um 10 Uhr hockt man dann in seiner Fr√ľhst√ľckspause √ľber 500 g Magerquark mit Haferflocken und einem Spritzer Walnuss√∂l. W√§hrend man den Quark in sich reinschaufelt, freut man sich schon auf das Beintraininig am Abend, da die Beine zu Anfang eine erstaunliche Entwicklung durchmachen.

Das Mittagessen um 13 Uhr besteht dann aus einem Beutel ungeschältem Reis mit 2 Dosen Thunfisch (in Wasser). Und damit das Ganze besser runterflutscht eine fertige Tomatensauce mit Olivenöl aus dem Glas. Dazu gibt es wieder 2 Kapseln Lachsöl und wieder etwas Glucosamin.

Gegen 16 Uhr ist man dann fertig mit der Arbeit, auf dem Weg nach Hause trinkt man seinen 4 Komponenten Shake mit entrahmter Milch und isst eine Banane. Zuhause angekommen setzt man sich noch etwas hin und packt in Ruhe seine Trainingssachen. Dann genehmigt man sich noch ein Glas Traubensaft mit 3g Kreatin und macht sich auf den Weg in das Studio.

Um 17 Uhr erreicht man dann das Studio, schnell in die Umkleide und umgezogen! Auf der Theke wartet schon ein Iso-Drink auf einen - die Frauen an der Theke haben schon angefangen zu verstehen. Wortlos, nur mit einem Lächeln, greift man sich den Drink und geht zum Powerrack; die Mission beginnt ...

Langsam lichtet sich der Nebel, man erkennt, dass man in der Umkleidekabine sitzt. In der Hand eine Flasche Gatorade mit 3 g Kreatin und 8 g Glutamin. Mit prall aufgepumpten Beinen stakst man dann unter die Dusche und trinkt gierig aus seiner Flasche, die man in den zittrigen Händen hält. Auf dem Weg nach Hause trinkt man noch einen Whey-Shake mit Wasser. Man hat mal wieder das Studio in einen "Tempel des Schmerzes" verwandelt.

Gegen 19.30 Uhr steht man wieder zu Hause vor dem Herd und bereitet sein Abendessen und das Essen f√ľr den n√§chsten Tag vor. Es gibt jeweils 2 H√§hnchenbr√ľste, die man in Oliven√∂l br√§t und dazu einen Beutel ungesch√§lten Reis mit einer scharfen Currysauce; irgendwo hatte man mal gelesen, dass scharfes Essen antikatabol wirkt. Dazu gibt es wieder 2 Kapseln Lachs√∂l und etwas Glucosamin.

Gegen 23 Uhr liegt man im Bett und trinkt seinen 4 Komponenten Shake mit entrahmter Milch, Schmelzflocken, einem Spritzer Walnussöl und 8g Glutamin. Während man langsam einschläft, fragt man sich ob man alles richtig gemacht hat mit seiner Ernährung und vor allem mit der Proteinzufuhr ...

... so oder ähnlich kann es jedem von uns zu Anfang der "Trainingskarriere" gehen. Viele Fragen sind noch ungeklärt, oder man ist sich einfach noch ein wenig unsicher.

In diesem Artikel m√∂chten wir uns mit den grunds√§tzlichen Aspekten der Supplementierung von Proteinen besch√§ftigen. Denn trotz des Bewusstseins um die Bedeutung von Proteinen im Kraftsport bleiben viele Zusammenh√§nge vor allem f√ľr Anf√§nger ungekl√§rt. Es werden vielmehr pauschal Produkte und Dosierungsmengen ohne jegliche Grundlage vorgeschlagen. Mit diesem Artikel werden wir euch das n√∂tige Basiswissen vermitteln und aufzeigen, warum es zu Empfehlungen wie t√§glich 3 - 4 g/kg Protein kommt; denn mehr ist nicht unbedingt gleich besser!

Grundlagen

Der Name Protein ist aus den griechischen W√∂rtern "Protos" (= wichtigstes) und "Proteuo" (= den ersten Platz einnehmen) abgeleitet. Dies verdeutlicht uns schon die essentielle Bedeutung von Proteinen f√ľr das Leben. Proteine oder im allgemeinen Sprachgebrauch auch Eiwei√üe sind Makromolek√ľle, die aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel aufgebaut sind - dies sind Grundbausteine des Lebens.

Die Aufgaben von Proteinen sind im menschlichen Körper äußerst vielfältig, auszugsweise wären da:

·Bestimmung des Körperbaus und Beschaffenheit von Geweben
·als Beschleuniger der chemischen Prozesse im Körper
·als Hormone steuern sie die Vorgänge im Körper
·Transport von körperwichtigen Substanzen

Der erste Schritt der Verdauung findet im Magen statt, die darin enthaltenen inaktiven Enzymvorstufen werden mit Hilfe von Salzs√§ure in das sogenannte aktive Verdauungsenzym Pepsin umgewandelt. Dieser Vorgang spaltet die zugef√ľhrten Proteine in l√§ngere Bruchst√ľcke, die sogenannten Polypeptide und Oligopeptide.

Dieser teilverdaute Speisebrei wird nun aus dem Magen in regelm√§√üigen Abst√§nden portionsweise in den D√ľnndarm weitergeleitet. Die Enzyme (Amylasen), die dann von der Bauchspeicheldr√ľse abgegeben werden, vervollst√§ndigen den Verdauungsprozess. Dies geschieht, indem die im Magen entstandenen Saccharide (Poly- und Oligosaccharide) durch Enzyme (Trypsin, Chymotrypsin) weiter aufgespaltet werden.

Diese aufgespalteten Nährstoffe sind die freien Aminosäuren, Di- und Tripeptide, die dann vom Körper resorbiert werden. Dieser Vorgang ist nach ca. 3 Stunden abgeschlossen, eine Differenz von 25 % ergibt sich aus der Tatsache, dass pflanzliche Proteine nicht so schnell resorbiert werden wie tierische Proteine.

Die Aminosäuren werden durch das Blut von einem Organ zum anderen transportiert. Vorrangiges Ziel des Körpers ist es, den stoßartigen Zustrom von Aminosäuren zu regulieren, um einen gleichmäßigen Level im Blut zu gewährleisten. Die Leber ist der Hauptregulator dieses Vorganges, indem sie Schwankungen in der Blutkonzentration mittels Abbau und Umbau von Aminosäuren ausgleicht.

In der sogenannten Postabsorbationsphase kommt es zu einer Freisetzung von Alanin und Glutamin aus der Muskulatur. Diese werden dann von Leber und Nieren aufgenommen, Letztgenannte nutzen dann das Glutamin zur Gluconeogenese. An diesen Vorgängen des Stoffwechsels sind auch die Peptidhormone Insulin und Glucagon beteiligt. Die Aminosäuren Arginin, Valin, Leucin und Isoleucin stimulieren zu einem Insulinausstoß. Asparagin, Glycin, Serin und Cystein stimulieren den Ausstoß von Glucagon.

Doch was sind die Aufgaben diese Hormone? Die Antwort ist ganz einfach, Insulin fördert die Aufnahme von Aminosäuren in den Muskelzellen und Glucagon fördert die Aufnahme von Aminosäuren in der Leber und stimuliert die Gluconeogenese.

Allgemein l√§st sich also sagen, dass der Proteinstoffwechsel durch hormonelle Regelkreise und der Verf√ľgbarkeit von Aminos√§uren geregelt wird.

Aminosäuren

Die 20 im Körper vorhandenen Aminosäuren unterliegen folgender Einteilung:
·Strukturell in aliphatische (u.a. die verzweigkettigen, BCAAs) und aromatische Aminosäuren
·funktionell in glucoplastische (Glucose) und ketoplastische (Ketonkörper) Aminosäuren

Unser Hauptaugenmerk gilt aber den essentiellen und nicht essentiellen Aminos√§uren. Die essentiellen Aminos√§uren m√ľssen wir uns aus unserer Nahrung beschaffen, da unser K√∂rper diese nicht selbst herstellen kann, im Gegensatz zu den nicht essentiellen. Die essentiellen Aminos√§uren sind die sogenannten verzweigkettigen Aminos√§uren - zu denen geh√∂ren Valin, Leucin, Isoleucin, Lysin, Phenylalanin, Tryptophan, Methionin und Threonin. Speziell Valin, Leucin und Isoleucin wird eine hemmende Wirkung bei Langzeitbelastungen in Bezug auf die damit einhergehende "zentrale Erm√ľdung" zugeschrieben.

In dem Zusammenhang seien noch die Aminosäuren Arginin, Lysin und Ornithin erwähnt, die einen anabolen Effekt auf die kontraktilen Muskelproteine haben sollen. Des weiteren wird der Aminosäure Glutamin eine regenerationsfördernde Wirkung nachgesagt.

Verteilung der Aminosäuren

Die aufgenommenen Aminos√§uren werden in dem sogenannten Aminos√§urenpool gesammelt um von dort ihrer jeweiligen Aufgabe zugef√ľhrt zu werden.

·Neuaufbau von körpereigenen (nicht essentiellen) Proteinen
·Im katabolen Stoffwechsel werden sie unter Freisetzung von Energie oxidiert oder in Glykogen oder Fett umgewandelt
·Synthese von z.B. Kreatin und Purinbasen

Die größte Menge an Aminosäuren befindet sich mit 70 - 80 % in der Skelettmuskulatur - nur 0,05% der Aminosäuren liegen im Körper in freier Form vor

Proteinumsatz und Mindestbedarf

Um es ein f√ľr allemal klarzustellen, der sogenannte Aminos√§urenpool wird bei einem S√§ugetier niemals leer; und Bodybuilder sind nun mal S√§ugetiere! Des weiteren ist es absoluter Humbug, dass der K√∂rper anf√§ngt aufgrund einer Minderversorgung Muskeln abzubauen, wenn er nicht alle 3 Stunden Protein bekommt. Unter normalen Umst√§nden kommt dies nicht vor!

Um dies zu verdeutlichen hier ein Beispiel:

Die Mindestmenge liegt laut WHO bei täglich 0,45g/kg
Der "safe intake" liegt laut WHO bei täglich 0,75g/kg

Nun nehmen wir einen 70kg schweren Menschen einer Industrienation, der statistisch 100 g Protein zu sich nimmt. Dazu kommen noch 70 g Protein, die im Darm sezerniert werden. W√§ren dann insgesamt 170 g Protein t√§glich, wovon nach Ausscheidungsvorg√§ngen 160 g √ľbrigbleiben. Das sind dann schlussendlich 2,29 g/kg t√§glich!

Dem gegen√ľber steht ein t√§glicher Umsatz im K√∂rper ("turn-over") von statistisch 300 - 400 g Protein. Diese Differenz von Zufuhr und Umsatz ergibt sich aus der Tatsache, dass es zu einer Wiederverwertung von Aminos√§uren im K√∂rper kommt!

Bedarf im BB

Der Proteinbedarf eines Kraftsportlers ist um ca. 50 - 100 % erh√∂ht gegen√ľber einem Nicht-Sportler (laut einer Studie mit dem Namen "Gender differences in metabolism, nutrition and supplements"). Aus diesem Umstand l√§sst sich eine t√§gliche Proteinzufuhr von 1,6 - 1,8 g/kg ableiten. Unter anabolen Steroide oder Wachstumshormonen ist der Proteinbedarf aufgrund der verbesserten Proteinsynthese nochmal erh√∂ht, Erfahrungen zeigen aber trotzdem, dass eine Menge von t√§glich 2,5 g/kg mehr als ausreichend ist. Die Besorgnis vieler Athleten, dass der Konsum von Proteinen zu Nierensch√§den f√ľhrt, ist schon 2003 in der Studie "Do regular high Protein diets have potential health risk on kindey function in athletes?" widerlegt worden. Alle darauffolgenden Studien kommen zu dem gleichen Ergebnis.

Im Wettkampfbodybuilding gelten nach heutigen Ma√üst√§ben andere Regeln bei der Zuf√ľhrung von Nahrungseiwei√üen und auch Eiwei√ü in Form von Proteinshakes oder Aminotabletten. Wir m√∂chten an dieser Stelle nachhaken um Sinn und Unsinn der Supplementierung mit Proteinen zu betrachten.
Braucht ein Wettkampfathlet wirklich die so häufig genannten 4 - 5 Gramm Protein pro kg Körpergewicht und Tag, oder ist das einfach nur irgendeine Mengenangabe, die sich mal jemand auf Basis von Erfahrungen ausgedacht hat, und die nur deshalb heute noch besteht, weil sie immer wieder weitergereicht wird ?

Wie wir in den vorherigen Abschnitten ja schon sehen konnten, reicht im Grunde eine Gesamteiwei√ümenge von 1,6 - 1,8 Gramm t√§glich aus, damit wir unsere Muskulatur weiter aufbauen k√∂nnen. Rechnen wir noch etwas Sicherheitszuschlag dazu, so haben wir eine Gesamtmenge von etwa 2 Gramm Nahrungseiwei√ü je kg K√∂rpergewicht und Tag. Wir sind nun aber immer noch mindestens 2 Gramm von den f√ľr einen Wettk√§mpfer als Mindestmenge empfohlenen 4 Gramm entfernt. Der Wettkampfathlet begr√ľndet diese hohen Mengen an Eiwei√ü mit der Tatsache, dass die Muskulatur ja auch aus Eiwei√ü (Proteinen) besteht. Auch wird von einem "besseren" Aufbau gesprochen und von besseren Bedingungen in einer Di√§t in Bezug auf katabole Prozesse. Ist dem wirklich so? Wir denken, dass es anders l√§uft; die bessere Gesamtoptik beruht auf einer anderen Tatsache, n√§mlich auf der Verschiebung des Kohlenhydrat-/Eiwei√ü-Verh√§ltnisses.

Angenommen, ein Athlet, der di√§tet, verbraucht am Tag 2800 kcal., die durch Eiwei√ü und Kohlenhydrate zustande kommen (Fett exklusive). So kommt man dann n z.B. √ľber ein Verh√§ltnis von 5:2 auf 500 Gramm Kohlenhydrate und 200 Gramm Eiwei√ü. Wettkampfathleten verschieben das Verh√§ltnis eher in Richtung 2:5, also 500 Gramm Eiwei√ü und 200 Gramm Kohlenhydrate und erwirken durch die geringere Kohlenhydratlast weniger kohlenhydratbedingte Wasserspeicherung. Die geringere Wasserretention (Ansammlung) f√ľhrt dazu, dass man einfach definierter aussieht
.
Die Frage, ob das wirklich sinnvoll ist - und vor allem f√ľr 08/15 Hobbybodybuilder - m√ľssen wir klar verneinen. Sinn macht das einzig im Wettkampfsport und auch da nur wegen der verminderten Wasserspeicherung. Der Aminos√§urepool wird durch hohe Gaben an Eiwei√ü jedenfalls nicht st√§rker gef√ľllt. Und die Muskulatur w√§chst dadurch auch nicht schneller. Auch bleibt es gleich, ob nun 1,8 - 2,5 oder 4,5 Gramm Eiwei√ü pro kg K√∂rpergewicht zugef√ľhrt werden - der Gro√üteil geht dem Energiezyklus zu - genauso wie Kohlenhydrate und auch Fett ...

Wie ihr es auch macht, wichtig ist letztendlich eine ausreichende Zufuhr von Proteinen im Bereich von etwa 1,6 - 2 Gramm je kg K√∂rpergewicht. Liegt ihr dar√ľber, so macht ihr keinen Fehler - nur wer darunter liegt, wird feststellen, dass er mittel-/langfristig geringere Fortschritte macht. Man sollte sich also nicht verr√ľckt machen, wenn man das Wort "Eiwei√ü" oder "Protein" h√∂rt. Vor allem sollte man andere Parameter wie ausreichend Fett und Kohlenhydrate zur Energiegewinnung nicht vergessen - nur vereint f√ľhren diese Faktoren zum Idealziel - definierte und harte Muskeln.

Biologische Wertigkeit

Die biologische Wertigkeit ist wie der glyk√§mische Index ein Thema f√ľr sich. Prinzipiell kann man sagen, dass beide ma√ülos √ľbersch√§tzt werden.

Grunds√§tzlich misst die BW die Qualit√§t des zugef√ľhrten Proteins, als Referenzwert dient Ei (=100). Eine Wertigkeit von 100 bedeutet, das 100 % des zugef√ľhrten Proteins vom K√∂rper verwertet werden.

Die Wertigkeit wird unter Laborverh√§ltnissen anhand von Probanden ermittelt. Die Probanden werden auf eine proteinfreie Di√§t gesetzt, und der Stickstoffverlust wird berechnet. Nun wird in unterschiedlichen Mengen (0,6 / 0,5 / 0,4 / 0,3 g/kg) Protein zugef√ľhrt, und die Stickstoffbalance vor der Di√§t wird mit der nach der Di√§t verglichen.

Dieser Vorgang, der im realen Leben nicht vorkommt, entlarvt schon die Schw√§chen des Systems. Denn zum einem ist das nicht der √ľbliche Ern√§hrungsalltag eines Menschen und zum anderen wird mit dieser Methode nicht der spezifische Aminos√§urenstoffwechsel und der Wechsel zwischen Geweben und Organen ber√ľcksichtigt. Der nat√ľrlich je nach Bedarf unterschiedlich reguliert wird, siehe das Kapitel "Grundlagen".

Von Herstellern wird oft behauptet, dass ihr Produkt eine Wertigkeit von z.B. 125 hat. Solche Werte sind rein theoretisch - die Praxis im Körper sieht anders aus.

Beispiel:

Wir konsumieren einen Shake der Firma X mit einer Wertigkeit von 125. Dies w√ľrde bedeuten, dass 1,25 g Stickstoff von unserem K√∂rper pro Gramm aufgenommenen Stickstoff gespeichert w√ľrden. Das ist schon aus rein logischer Sicht nicht m√∂glich, von der Biochemie ganz zu schweigen.

Die Wertigkeit eines Lebensmittels oder Supplements wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst.

¬∑Ein hoher Konsum von Kohlenhydraten verbessert das Stickstoffgleichgewicht unabh√§ngig von der zugef√ľhrten Proteinmenge. Somit h√§lt der K√∂rper mehr Stickstoff zur√ľck. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die Stickstoffbalance w√§hrend einer Di√§t schlechter ist.

·Training verbessert die Stickstoffspeicherung
¬∑Die zugef√ľhrte Menge an Proteinen ist ausschlaggebend f√ľr die biologische Wertigkeit.

Beispiel:

Kasein hat eine Wertigkeit von nahezu 100, wenn man 0,2g/kg einnimmt. Steigere ich aber den Konsum auf 0,5g/kg, so beträgt die Wertigkeit nur noch 70.

Dieser Zusammenhang l√§sst auch die Ern√§hrungspraxis im Bodybuilding sinnvoll erscheinen, bei der viele kleine Mahlzeiten √ľber den Tag verteilt eingenommen werden. Auf diesen Umstand kann zudem das M√§rchen zur√ľckgef√ľhrt werden, dass wir nur 30 g Protein auf einmal verwerten k√∂nnen. Dies ist falsch, es wird selbstverst√§ndlich alles von unserem K√∂rper verwertet. Allerdings nimmt die biologische Wertigkeit des Produktes ab, je mehr ich davon konsumiere und je weniger Kohlenhydrate zugef√ľhrt werden.

Abschließend

Mit diesem Artikel wollten wir euch mal aus einem unabh√§ngigen Blickwinkel die wichtigsten Informationen zu Proteinen im Bodybuilding geben. Die Bedeutung von Proteinen beim Muskelaufbau kann nur betont werden, jedoch bringen exorbitante Dosiermengen wie 3 - 4 g/kg keinen Vorteil. Denn Fakt ist, dass es die oft erw√§hnte Unterversorgung gar nicht gibt, weil der Proteinpool unter normalen Umst√§nden nie leer wird ‚Äďunabh√§ngig davon, ob man nun Sportler ist oder nicht! In die gleiche Kategorie geh√∂rt auch das ganze Thema der biologischen Wertigkeit, was nach Lekt√ľre der letzten Abschnitte jedem klar geworden sein sollte.

Supplements haben einen festen Platz im Bodybuilding, allerdings ist die versprochene Wirksamkeit und -weise der meisten Produkte rein theoretischer Natur und nicht das Ergebnis einer wissenschaftlich fundierten Arbeit. Das Ziel der gesamte Industrie, die sich rund um unseren Sport angesiedelt hat, ist nat√ľrlich vorrangig die Steigerung der eigenen Gewinne! Dabei bleiben nat√ľrlich die Fakten auf der Strecke oder werden wissentlich vorenthalten.

Es spricht wirklich nicht viel gegen eine Proteinsupplementierung - ausgewogen sollte sie jedoch sein, sprich: niemand braucht 3 Shakes t√§glich, wenn er auch so schon viel Fleisch und Milchprodukte verzehrt. √úberhaupt sollte man der gesamten Sportern√§hrungsbranche aus o.g. Gr√ľnden vorsichtig gegen√ľberstehen.

Das Hauptanliegen eines jeden Sportlers sollte daher erst einmal die Optimierung der normalen" Ern√§hrung sein. Dies erreicht man, indem man die zugef√ľhrte Nahrung seinen eigenen Bed√ľrfnissen in Menge und Art anpasst. Wechselt eure Proteinquellen reglm√§ssig und kombiniert tierische mit pflanzlichen Proteinen, anschlie√üend macht es erst Sinn √ľber eine Supplementierung von Proteinen nachzudenken.

Glaubt bitte nicht alles, informiert euch, wertet gesammelte Informationen aus, stellt Aussagen der Supplementindustrie in Frage - kauft bitte nicht alles, was als Nonplusultra angepriesen wird! Ihr werdet kaum Vorteile haben - nur euer Geldbeutel wird sich leeren, und der von Herstellern wie BMS wird sich f√ľllen.

In diesem Sinne - Aufbau geht auch ohne hohen Proteinkonsum!


@Armin

Habe mich hier mal ein wenig eingelesen und bin sehr beindruckt √ľber deine fundierten Kentnisse.

MfG


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Okt 02, 2006 6:18 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
hallo,

dein Posting bzw. dein Proteinbericht zeigt, dass du die Grundlagen (bis auf einige Irrt√ľmer, die du wohl aus alter Literatur √ľbernommen hast) gut beherrscht, allerdings fehlt zum Teil die Tiefe und auch die Folgerungen der allerneusten Studien und vielleicht auch die Praxis mit verschiedenen Athleten.

Nun, das ist soll kein Vorwurf sein, auch ich w√§re wohl nicht so weit in die Tiefe eingedrungen, wenn es nicht f√ľr meinen Job notwendig w√§re.

Auf jeden Fall w√ľrde ich begr√ľssen, wenn du hier im Forum bleibst und vielleicht das eine oder andere mal auch meine nicht immer leicht verst√§ndlichen Texte (ich bin kein sooooo guter Erkl√§rer, dh. es f√§llt mir schwer gewisse Tatsachen allgemeinverst√§ndlich darzustellen) interpretierst.

Beim Thema Muskelaufbau und Proteinkonsum hängt es sehr davon ab, was du unter hohem Proteinkonsum verstehts.
Zum heutigen Zeitpunkt d√ľrften inbesonders die letzten Studien von Vukovich et al , Burke et al, Phillips, Lemon et al, wobei ich die Praxisstudie von Vukovich √ľber 6 Monate als wichtigste ansehe, klar darauf hindeuten, dass der optimale Proteinkonsum f√ľr maximalen Muskel - und Kraftaufbau mindestens 2 g pro kg K√∂rpergewicht pro Tag ist. Die etwas √§lteren Studien von Tipton et al und Wolf et al, wo von noch h√∂heren Proteinmengen die Rede ist, sehe ich (genau wie die Wilson Br√ľder von der California State Univ.) nicht als "hart genug" an, um mich deren Meinung anzuschliessen, die beiden Herren haben zu viele Variablen in ihren Versuchsreihen und die gehen zT an der Praxis vorbei.
Viele M√∂chtegern-Spezialisten m√∂gen die Ergebnisse von Wolf √ľbernehmen (wohl ohne die Studien √ľberhaupt gelesen zu haben) um viel Protein zu verkaufen, das gilt aber nicht f√ľr mich.

Bis Ende des Jahres werde ich das Thema Protein in unserem Supplement Ratgeber √ľberarbeitet haben, und dann d√ľrfte das dort zu findende Wissen wieder dem aktuellen Stand von Herbst 2006 entsprechen.

Armin

PS:
BV hast du falsch verstanden bzw. von jemand √ľbernommen, der es falsch dargestellt hat.
Ein Protein hat immer nur eine BV und die √§ndert sich nicht bei gr√∂√üerer Verzehrsmenge. Kofrany und Jekat waren nicht so dumm, einen Masstab f√ľr ihre Bewertung von Proteinen zu nehmen, der schwankt. Das w√§re so, wie wenn jemand ein L√§ngenmasstab nimmt, der je nach Distanz unterschiedlich ist, 1 cm bleibt 1 cm egal ob du einen meter oder einen km damit misst und so ist es auch bei BV.
BV gibt nur an bei welcher MINDESTverzehrsmenge eines Proteins die Stickstoffbilanz ausgeglichen bleibt, nicht mehr und nicht weniger.
Casein kann nie die BV von Volleiprotein also BV 100 haben, da wesentlich weniger Volleiprotein nötig ist im die Stickstoffbilanz positiv zu erhalten als Casein dazu notwendig wäre.
Das hat gar nichts damit zu tun, dass bei hohem Konsum der Proteine beide an Effizienz verlieren. Nicht nur jedes Protein, auch fast alle Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und wahrscheinlich auch fast alle Sekund√§rn√§hrstoffe verlieren mit zunehmender Verzehrsmenge an Effizienz, dh. in Notzeiten, nutzt der Organismus sie wesentlich besser aus um das √úberleben zu sichern und in √úberflusszeiten geht er verschwenderisch damit um, dh. er nutzt nur das was er braucht und nur EIN TEIL des √úberschusses wird zus√§tzlich, etwa zu √ľberdurchschnittlicher Leistungsf√§higkeit ect. genutzt.

Sei bitte etwas vorsichtiger bei deinen Artikeln, du hast die falschen Lehrer und/oder die falsche Literatur und dann m√ľssen, da du von deren Aussagen ausgehtst, selbst bei logischer Schlussfolgerung falsche Ergebnisse herauskommen und damit machst du dich unglaubw√ľrdig.


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