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 Betreff des Beitrags: Bindet Kalzium das Nahrungsfett?
BeitragVerfasst: Di Mai 29, 2007 11:42 

Registriert: Do Jan 05, 2006 12:10
Beiträge: 405
Wohnort: Raum 6
Hallo,

hat einer am Sonntag auf VOX, RTL oder so die Reprotage gesehen in der gesagt wurde, das Kalzium im Magen das Fett bindet?

Durch die Verbindung mit dem Kalzium, wird das Fett nicht mehr vom K√∂rper aufgenommen, sondern mit dem Stuhl ausgeschieden. Das w√ľrde doch bedeuten, das man zu jedem Essen eine Protion CA Juice trinken sollte um somit den Fettkonsum auf leichte Art und Weise zu senken.

Auch bedeutet es, dass man CLA + EPA/DHA/GLA nicht mit CA Juice einnehmen sollte?

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Mai 29, 2007 13:18 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
Hallo,
√ľberleg mal..... wir Menschen nehmen am Tag etwa 600 bis 1000 mg Calzium zu uns..... selbst wenn Calzium solche Kunstst√ľckchen k√∂nnte, was meist du wie viel Fett durch das bischen Calcium gebunden werden k√∂nnte.

Vielleicht meinen die TV Reporter ja, dass man man ein kg Calzium am Tag isst, dann ist das, was sie behaupten und vieles anders wie etwa knarrende Knochen bei Laufen usw) vielleicht möglich 8)

Armin


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BeitragVerfasst: Di Mai 29, 2007 13:55 

Registriert: So Mai 16, 2004 14:00
Beiträge: 71
Auf Pro7 beim Gesundheitscheck haben die auch sowas erzählt.
Als Beispiel haben irgendwie Milchprodukte hergehalten.

Ich fand die Werbung f√ľr Formoline L112 sehr lustig.
48 Pillen um die 30‚ā¨.
"‚ÄěDer Hauptinhaltsstoff in formoline L112 ist der Faserstoff Polyglucosamin (L112), der
eine sehr hohe Fettbindungsf√§higkeit besitzt. Er bindet im Darm einen Gro√üteil der Nahrungsfette und wird anschlie√üend zusammen mit den daran gebundenen Fetten auf nat√ľrlichem Weg ausgeschieden.""

Im Beipackzettel steht:
"Wirkstoff: ß-1,4-Polymer aus D-Glucosamin und N-Acetyl-D-
Glucosamin aus Krebstierpanzer, Spezifi kation L112 "



Also ist es wohl auch nur ein Chitosan Produkt, oder?
Das gibt es bei PEAK um einiges preiswerter. ^^


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BeitragVerfasst: Di Mai 29, 2007 14:48 

Registriert: Do Jan 05, 2006 12:10
Beiträge: 405
Wohnort: Raum 6
Es war auf VOX bei "Wissenshunger".

Ich habe ehrlich gesagt keine Vorstellung, wieviel mg Kalzium n√∂tig ist um ein Gramm Fett zu "binden". W√§re ja auch nicht schlimm wenn man z.B. die Tagesdosis (ca. 1000mg) ZUS√ĄTZLICH zu jedem Essen nehmen m√ľ√üte, da ja viel davon wieder ausgeschieden wird wenn man normale Kalzium Tabletten (die schlechter resorbiert werden) dazu nutzen w√ľrde.

Wenn man googelt erhält man auch jede Menge Ergebnisse, die diese Eigenschaft von Kalzium bestätigen. Nur keine richtigen Fakten?

Bei Wissenshunger wurde gezeigt wie der Stuhl dann im Labor untersucht wurde und hier√ľber die Ergebnisse errechnet wurden. Hat alles einen Seri√∂sen Eindruck gemacht, nur finde ich bei VOX nichts dar√ľber.

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BeitragVerfasst: Mi Mai 30, 2007 9:12 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
Hallo

Denke, M. A. Short-term calcium fortification increases faecal saturated fat content and reduces serum lipids in men. Journal of Nutrition. 123(6):1047-1053, 1993.

In der Studie wird gezeigt, dass die Fettauscheidung im Stuhl von 6% auf 13% steigt, wenn statt 420 mg Ca pro Tag dann 2200 mg Ca pro Tag zugef√ľhrt wird.
Sch√§tze mal, dass etwas √§hnliches im TV gezeigt wurde und wahrscheinlich am "k√ľnstlichen Darm im TNO Holland" nachgestellt wurde (so was ist immer popul√§r).

Leider hat das nicht viel mit der Realität zu tun, das einzige was man daraus ableiten kann, ist, dass man nicht zu wenig Ca essen soll, man kann aber keinesfalls ableiten, dass Calcium Fett bindet.
(mit solchen Schl√ľssen, k√∂nnte man alles beweisen, etwa, dass Ca notwendig ist, damit man auf den Mond fliegen kann.... schliesslich haben die Astronauten ja auch Ca gegessen :wink: )

Ich gehe davon aus, dass ein Hochleistungssportler(in) pro Tag 2000 - 2500 mg Ca zu sich nimmt (der Upper tolerable Intake Level ist 2500 mg) und dar√ľber hinaus besteht kein "Fettbindeeffekt" mehr.

Diese Ca Menge ist nicht nur f√ľr die Fettausscheidung, sinnvoll, sondern sie f√∂rdert auch √ľber ATP (Ca ist f√ľr ATP Synthese notwendig) weiterhin den K√∂rperfettabbau und nat√ľrlich auch die Leistungsf√§higkeit.

Eine gute Ca- (und auch Magnesium-) Versorgung verbessert neben dem Fettabbau auch den Muskelaufbau (so haben Basketballer durch eine Ca- Supplementierung binnen 12 Monate 2 % mehr Muskelmasse aufgebaut als ihre nicht supplementierten Kollegen).

Vieles √ľber CA und MG und auch Studien sind aber im Supplementratgeber schon beschrieben.

Armin

PS:
F√ľr eine Supplementierung wie oben beschrieben MUSS Calcium- bzw. Magnesium Citrate oder Laktate oder eine √§hnlich gut absorbierbare Form verwendet werden, das einfache Karbonate reicht nicht daf√ľr aus.


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BeitragVerfasst: Mi Mai 30, 2007 10:16 

Registriert: Di Apr 13, 2004 6:27
Beiträge: 2574
Armin har recht - carbonate tut nichts - besser ist es calcium aus quark oder kase zu nehmen der tutu was :
Am J Clin Nutr. 2007 Mar;85(3):678-87. Related Articles, Links

Effect of dairy calcium or supplementary calcium intake on postprandial fat metabolism, appetite, and subsequent energy intake.

Lorenzen JK, Nielsen S, Holst JJ, Tetens I, Rehfeld JF, Astrup A.

Department of Human Nutrition, Faculty of Life Sciences, University of Copenhagen, Frederiksberg, Denmark.

BACKGROUND: High calcium intake has been shown to increase fecal fat excretion. OBJECTIVE: Our aim was to examine whether a high calcium intake from dairy products or from supplements affects postprandial fat metabolism and appetite through fat malabsorption. DESIGN: Four different isocaloric meals were tested in 18 subjects according to a randomized crossover design. The test meals contained high (HC meal: 172 mg/MJ), medium (MC meal: 84 mg/MJ), or low (LC meal: 15 mg/MJ) amounts of calcium from dairy products or a high amount of calcium given as a calcium carbonate supplement (Suppl meal: 183 mg/MJ). Concentrations of plasma total triacylglycerol, chylomicron triacylglycerol, serum total cholesterol, HDL cholesterol, cholecystokinin, glucagon-like peptide 1, ghrelin, peptide YY, glucose, and insulin and appetite sensation were measured before and at regular intervals until 420 min postprandially. RESULTS: Dairy calcium significantly diminished the postprandial lipid response. The baseline adjusted area under the curve for chylomicron triacylglycerol was approximately 17% lower after the MC meal (P = 0.02) and approximately 19% lower after the HC meal (P = 0.007) than after the LC meal and approximately 15% lower after the MC meal (P = 0.0495) and approximately 17% lower after the HC meal (P = 0.02) than after the Suppl meal. No consistent effects of calcium on appetite sensation, or on energy intake at the subsequent meal, or on the postprandial responses of cholecystokinin, glucagon-like peptide 1, ghrelin, peptide YY, insulin, or glucose were observed. CONCLUSIONS: Increased calcium intakes from dairy products attenuate postprandial lipidemia, most probably because of reduced fat absorption, whereas supplementary calcium carbonate does not exert such an effect. This may be due to differences in the chemical form of calcium or to cofactors in dairy products. Calcium did not affect appetite sensation, glucose metabolism, or gut hormone secretion.


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