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BeitragVerfasst: Di Sep 07, 2004 9:01 

Registriert: Fr Nov 07, 2003 10:56
Beiträge: 311
Hallo, ich hätte auch mal eine Frage an unsere Experten Pat und Karbon (oder alternativ auch an Armin):

wie sind denn Enzym-Präparate (wie z.B. Wobenzym) in dieser Richtung einzuordnen? Bringen die auch was zur Stärkung und Förderung der Darmgesundheit? Könnte man die als Alternative zum Brottrunk sehen (der, wie ich bisher übereinstimmend gehört habe, ja vorsichtig ausgedrückt sehr gewöhnungsbedürftig schmecken soll) oder lassen sich die "Wirkungen" überhaupt nicht vergleichen?

Danke im voraus fĂĽr eure Info!

Gruss

Stefan


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BeitragVerfasst: Di Sep 07, 2004 9:38 

Registriert: Do Apr 08, 2004 8:41
Beiträge: 967
Wohnort: Stuttgart
Hallo Stefan,

ich befĂĽrchte, Wobenzym wird in diese Richtung nicht helfen, da er Einsatz-Zweck und Wirkrichtung von Wobenzym doch eine andere ist.

Zitat:
Wie funktionieren Enzyme?

Von den geschätzten 20.000 Enzymen konnte die Wissenschaft bis heute rund 3.000 Enzyme im lebenden Organismus identifizieren, von denen jedes eine ganz spezifische Aufgabe erfüllt. Die Mehrzahl ist für normale Stoffwechselvorgänge des Organismus verantwortlich (Ernährung, Atmung), wieder andere sorgen dafür, dass bei einer Verletzung das Blut gerinnt und Wunden abheilen. Andere Enzyme steuern die Produktion der für den Körper wichtigen Hormone. Enzyme machen auch Schlackenstoffe, Umweltgifte und die krankheitsauslösenden Freien Radikale unschädlich und töten in den Körper eingedrungene Krankheitserreger - wie Bakterien, Viren und Pilze - ab.


http://www.enzyme-world.de/


Guck Dir mal das folgende Bild an:

Bild


Zitat:
Wann soll man Wobenzym ® N einsetzen?
Wobenzym ® N ist optimiert zur Behandlung chronisch verlaufender Erkrankungen und zur Sicherstellung der Immunbalance.

Wann kann Wobenzym ® N empfohlen werden?
Venenleiden, Durchblutungsstörungen, Verletzungen aller Art, auch Prophylaxe, chronisch rheumatische Erkrankungen, Entzündungen im HNO-Bereich und chronischen Harnwegsinfekten.

Welche Nebenwirkungen können unter der Wobenzym ® N-Therapie auftreten ?
Etwas häufigerer und weicher, jedoch geformter Stuhlgang, vermehrte Darmgasentweichung und selten Allergien, die nach Absetzen des Präparates sofort abklingen. Bei Durchfällen sollte stets auch an den Hilfsstoff Laktose gedacht werden. In Einzelfällen kann es insbesondere bei Allergikern zu schweren allergischen Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock kommen.

Wirkt Wobenzym ® N auch prophylaktisch?
Ja, z.B. bei Sportverletzungen oder zur Stärkung des Immunsystems.


Quelle

Da steht nirgendwo was, das nahelegen wĂĽrde, das Enzyme direkt die Darmflora verbessern.
Probier ruhig mal den Bruttrunk. Kostet ja fast nichts und als NA 6-Erprobter schaffst Du das schon! :lol:

GruĂź
Karbon


Zuletzt geändert von Karbon am Di Sep 07, 2004 13:18, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Di Sep 07, 2004 9:44 

Registriert: Do Apr 08, 2004 8:41
Beiträge: 967
Wohnort: Stuttgart
Noch was:

Vielleicht hab ich auch deshalb nicht die heftigen Reaktionen wie Pat, weil ich schon seit fast einen halben Jahr jeden Tag 5 g der Psyllium Husks nehme.

Hier der Werbetext von Armin:

Zitat:
Die Psyllium Husks (dt. Flohsamen-Schalen), sind ein ganz spezieller Ballaststoff, nämlich ein gemischtes Polysaccharid aus Xylose, Arabinose, Galacturonsäure und Rhamnose, mit hervorragender Funktionalität auf die Magen- und Darmaktivität. Die Darmflora bzw. die äußerst positiven Auswirkungen einer guten Darmflora auf die Gesundheit, die Figur und sogar den Muskelaufbau, werden leider total unterschätzt. Wenn man sich jedoch klar macht, dass der Darm das Zentrum unseres Immunsystems ist und dass wir alles über den Darm verwerten, erscheint dieses Organ in einem anderen Licht. Die Psyllium Husks stimulieren die Ausschüttung von Gallensäure, sorgen für eine Vermehrung der die Nahrung zersetzenden Darmbakterien und halten die Nahrung länger im Magen, was alles zur besseren Verdauung der Nahrung führt. Sie schützen vor Verstopfung und Magenblähen und man kann sogar mit Psyllium Husks die Geschwindigkeit, mit der Kohlenhydrate, Protein und Fett in den Organismus gelangen verlangsamen und so das Sättigungsgefühl deutlich verlängern, was besonders bei Übergewicht bzw. einer Diät nützlich ist.


Quelle

Dadurch kann man die ĂĽber den Brottrunk oder das Sauerkraut zugefĂĽhrten Bakterien ganz gut am Leben halten.

Ist halt auch nicht ganz geschmacksneutral. AuĂźerdem quillt das Zeug abartig.
Daher teste ich ja gerade das Gummar als weitere Ergänzung.


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BeitragVerfasst: Di Sep 07, 2004 9:54 

Registriert: Fr Nov 07, 2003 10:56
Beiträge: 311
Hallo Karbon,

erst einmal vielen Dank fĂĽr Deine - wieder einmal :) - super-schnelle Antwort!

Schade, wäre doch so schön gewesen, auf den "leckeren" Brottrunk verzichten zu können :? ...

Wäre nett, wenn Du berichten könntest und würdest, sobald Du erste Erfahrungswerte mit Gummar hast, würde mich auch sehr interessieren.
Ich mische seit kurzem die Psyllium Husks übrigens am Tag in das "normale" Protein, damit habe ich dann eine verlängerte Resorptionszeit und muss das nicht "pur" nehmen - DAS habe ich nämlich einmal versucht und hatte Mühe, das rasend schnell aufgequollene Zeug wieder von den Zähnen abzubekommen :lol: !

Gruss

Stefan


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BeitragVerfasst: Di Sep 07, 2004 19:13 

Registriert: Fr Mai 28, 2004 8:03
Beiträge: 512
Wohnort: Hanau
@ Karbon

den KloĂź im Hals hatte ich nach dem ersten Glas und das Fieber und den Rest am 2. Tag.

Den Brottrunk sollte man so lange trinken (in groĂźer Menge-0,2-0,4 Liter am Tag) bis man wieder komplett fit ist. Ca. 2 Monate. Danach sollte man morgens 0,1 Liter morgens weiterhin das ganze Jahr ĂĽber trinken.
Jedem dem ich das eingetrichtert habe fragt mich: oh Gott jeden morgen? Ja was ist denn da so schwer dran? Man putzt sich jeden morgen die Zähne, trinkt jeden morgen seinen Kaffee, Frühstückt jeden morgen, trinkt jeden morgen sein Whey oder CT also was ist so schwer daran morgens auch ein Schluck Brottrunk zu trinken??? NA6 ist auch ekelhaft und jeder trinkt´s. Warum?? Weil´s wirkt!!! Und so ein ekelhafter Schluck Brottrunk sollte jedem allemal seine Gesundheit wert sein!!!!!!!!!!!!!!!!!

Die Kanne Brottrunk koste bei uns 1.69€ und sind auch 0,75 Liter. Der Inhalt ist ja bei allen gleich.

@ Joker
Ausprobieren!!
Ich kann nur sagen: Heute ist mein dritter Tag und ich schwöre das ich seit sehr sehr langer Zeit nicht mehr so fit war wie heute. Mein Wecker hat heute morgen um 5 geklingelt und ich bin nur so aus dem Bett geschwebt
:wink: :wink:
Nach 12 Stunden Arbeit stehe ich voll im Saft!!!
Mann oh Mann was das Zeug so ausmacht!!!!

@ ALLE

Ich wäre sehr dankbar an alle die es ausprobieren ab und zu mal hier zu berichten. Wenn ihr alle damit Erfolg erzielt und euer Erlebnis an eure Verwandte und Freunde weitergebt, glaubt mir sie werden euch sehr dankbar sein und ihr mir auch wenn ihr keine Gesundheitlichen Probleme mehr habt.................

:P :P

GruĂź Pat


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BeitragVerfasst: Di Sep 07, 2004 20:43 

Registriert: Fr Aug 27, 2004 1:41
Beiträge: 43
Hi Pat,

Du hast mich überzeugt, bist ja nicht umsonst so angetan davon. Natürlich werde ich dann auch was von meinen Erfahrungen hören lassen.

Was hieĂź denn eigentlich "so lang trinken bis man wieder komplett fit ist. Ca. 2 Monate"? Werde ich mich, wenn ich damit anfange, 2 Monate lang mehr oder weniger krank fĂĽhlen?

Da bin ich ja nicht scharf drauf, wie soll ich denn dann gut trainieren? Naja, ich lass mich ĂĽberraschen.

Ach, noch was, du hast geschrieben "NA6 trinkt auch jeder. Und warum? Weil´s wirkt!"
Hast Du/habt ihr so gute Erfahrungen damit gemacht?
Langsam les ich hier so viele Empfehlungen, dass ich in Gefahr gerate, mehr Produkte zu kaufen als ich mir leisten kann/sollte.

GruĂź, Joker

_________________
Sport macht glĂĽcklich


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BeitragVerfasst: Mi Sep 08, 2004 7:25 

Registriert: Fr Mai 28, 2004 8:03
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Wohnort: Hanau
Hallo Joker,

nein du wirst keine 2 Monate krank sein. Es ist bei jedem unterschiedlich, je nach dem wie unterdrückt seine Krankheiten sind. Heute ist mein 4. Tag und außer das mein Hals noch etwas weh tut, bin ich körperlich fit wie ein kleines Kind. Meine Freundin ist gerade voll in der Grippephase (ist heute ihr 3. Tag).

Aber 2 Monate, daher das du ja nicht sehen kannst ob die neuen Bakterien die alten schon vollkommen verdrängt haben. Ist so ein "Sicherheitszuschlag".

NA6 nehme ich nach dem Training (25g) und morgens (25g). Es fördert meine Regeneration im extremen Maß.
NA6 trägt auch etwas, nach Armin´s Angaben, zur Darmflora bei. Wie genau kann ich dir nicht sagen.

GruĂź Pat


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BeitragVerfasst: Mi Sep 08, 2004 9:00 

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Hallo zusammen,

bei mir sind keine Krankheiten unterdrückt und ich scheine schon eine gute Darmflora zu haben. Jedenfalls merke ich in keiner Hinsicht (postiv oder negativ) irgendetwas Auffälliges.

Heute morgen hab ich zum dritten Mal den Brottrunk getrunken. Jetzt weiß ich auch, was das Zeug so übel macht. Es ist gar nicht der Geschmack, sondern die 2 Teelöffel Fementgetreide, die ich nach Flaschenaufschrift zum Brottrunk gemischt habe. Das setzt sich nämlich trotz ständigem Rühren immer wieder am Boden des Glases ab, und wenn man dann die letzten Schlucke von dem Brottrunk nimmt sind die voll mit den Fermentgetreide. Heute morgen hätte ich diese Schlucke fast wieder rausgespuckt und meinen Mageninhalt dazu ... :roll:

Daher folgender Verbesserungsvorschlag zur Einnahme:
  1. 0,2 l Brottrunk gemischt mit Apfelsaft nach belieben (diese Kombi wird von Kanne ĂĽbrigens auch vertrieben, aber das kann man sich ja selbst mischen)
  2. die zwei Teelöffel Fermentgetreide morgens oder irgendwann anders ins Müsli mischen

So mĂĽĂźte es gut klappen.

GruĂź
Karbon

PS: Dann gibst Du ja an Trainingstagen 2 EUR nur fĂĽrs NA 6 aus, Pat! 8O


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BeitragVerfasst: Mi Sep 08, 2004 10:00 

Registriert: Fr Mai 28, 2004 8:03
Beiträge: 512
Wohnort: Hanau
@ Karbon

Ja ich weiß. Ist mir aber wurscht, da 1. NA6 reinknallt und 2. andere geben am Wochenende Geld für Sauforgien aus. Ich besorg´s mir daher lieber mit NA6 :lol: :lol: :lol:

Und weil du meinst das deine Darmflora in Ordnung ist. Kann sehr gut möglich sein, kann aber auch sein das es etwas dauert bis die Post abgeht. Vielleicht bist du aber auch einer von den Glücklichen.........

GruĂź Pat


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BeitragVerfasst: Mi Sep 08, 2004 10:13 

Registriert: Do Apr 08, 2004 8:41
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Hast Du denn bisher die zwei Teelöffel Fermentgetreide in den Brottrunk gemischt? Und wie kommst Du damit klar?


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BeitragVerfasst: Mi Sep 08, 2004 11:39 

Registriert: Fr Mai 28, 2004 8:03
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Nee, ich mach das ohne das Fermentgetreide. Vielleicht probier ich´s mal.......

GruĂź Pat


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BeitragVerfasst: Do Sep 09, 2004 7:19 

Registriert: Do Apr 08, 2004 8:41
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@ Alle

Der Brottrunk ohne das Fermentgetreide und mit einem Schuß Fruchtsaft ist übrigens gut trinkbar; ich habs heute morgen getestet. Unerträglich wurde es für mich nur durch den Bodensatz des Fermentgetreides.

FĂĽr die, die das gar nicht verstehen mit dem Fermentgetreide:
Von Kanne gibt es einmal den Brottrunk (750 ml)
Bild

und dann noch Fermentgetreide (milchsäurehaltiges Produkt aus fermentiertem Vollkornbrot, luftgetrocknet, 250 g)
Bild

Von letzterm soll man laut Packungsaufschrift 2 Teelöffel in 200 ml Brottrunk mischen.

GruĂź
Karbon


Edit:
Auf meine Nachfrage hin:

Kanne Brottrunk GmbH & Co.KG hat geschrieben:
Da im Brottunk mehr Milchsäurebakterien sind und im Fermentgetreide mehr Enzyme, ist es wichtig beide Produkte zu nehmen. Wenn Ihnen der Brottrunk pur nicht schmeckt, können Sie sich diesen mit Wasser oder naturtrüben Apfelsaft mischen.


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BeitragVerfasst: Fr Sep 10, 2004 9:35 

Registriert: Do Apr 08, 2004 8:41
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Ich hab – jetzt nicht zum Thema Brottrunk, sondern probiotische Milchprodukte ganz allgemien – noch einen interessanten Artikel gefunden:

Zitat:
Probiotika - Was ist dran am Boom?

Wer kennt sie nicht mittlerweile, die sogenannten probiotischen Lebensmittel: Im Kühlregal nehmen vor allem probiotische Joghurts und Probiotikdrinks neben den herkömmlichen Joghurts mehr und mehr Platz ein. Sie versprechen Fitness, Gesundheit und Wohlbefinden und suggerieren, allen möglichen Krankheiten vorzubeugen. Mit wohlklingenden Namen wie Actimel, Vifit, Yakult oder schlicht LC1 und schmissigen Slogans wie "Guten Morgen Gesundheit" oder "Ein täglicher Beitrag zu Ihrer Gesundheit". Aber was ist dran an diesen Versprechungen?


Aus dem Darm in den Darm

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, jeweils definierte, gezĂĽchtete Stämme. Meist handelt es sich um Milchsäurebakterien, die aus der menschlichen Darmflora isoliert wurden z. B. bestimmte Lactobacillen und Bifidobakterien. Ihre Aufgabe: Nach der Aufnahme in den Körper – mit der Nahrung oder als Medikament eingenommen – sollen möglichst viele von ihnen den (Dick)darm lebend erreichen und dort die Gesundheit und das Wohlbefinden ihres Wirts positiv beeinflussen. Und zwar indem sie eine optimal funktionierende Darmflora schaffen. Probiotischen Keimen werden eine ganze Reihe von wohltätigen Wirkungen nachgesagt: die Verhinderung oder VerkĂĽrzung von Durchfallerkrankungen zum Beispiel, die Förderung der Milchzuckerverdauung bei Menschen mit Lactoseintoleranz, die Verbesserung der natĂĽrlichen Abwehrkräfte des Körpers und die Verhinderung von Infektionskrankheiten, eine vorbeugende Wirkung gegen Dickdarmkrebs und einige andere mehr.


Alles Humbug?

Probiotische Lebensmittel sind ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, weil die Hersteller voreilig Gesundheitswirkungen versprachen, die noch gar nicht zweifelsfrei bewiesen waren. Hauptkritikpunkte waren bisher: Die Ergebnisse aus Reagenzglas- oder Tierversuchen wurden einfach auf den Menschen ĂĽbertragen – das geht nicht so ohne weiteres. Und: In der Vergangenheit wiesen eine Reihe von Studien Mängel auf, wie zum Beispiel eine zu geringe Anzahl von Versuchspersonen, oder mangelnde Kontrollversuche. Inzwischen arbeiten die meisten Studien aber mit einer ausreichend groĂźen Zahl von Probanden und werden mit Kontrollen und doppelblind durchgefĂĽhrt, das heiĂźt: Es gibt immer eine Kontrollgruppe, die statt der Probiotika ein Plazebo (also Präparat oder Joghurt ohne Probiotika) bekommt. Und: Weder die Probanden noch die Forscher wissen, wer was schluckt, bis alle Proben analysiert sind. Erst dann dĂĽrfen die Forscher das nachsehen, wer zu welcher Gruppe gehörte und ihre Statistik machen. So wird verhindert, dass die Ergebnisse bewusst oder unbewusst beeinflusst werden.


Probiotika können wirken ...

Ein paar der vermuteten Gesundheitswirkungen der Probiotika sind inzwischen durch solide Studien bewiesen. Eine Wirkung bei Durchfällen zum Beispiel: Durchfälle, die durch Rotaviren oder nach Antibiotikatherapie auftreten, dauern kürzer und treten auch seltener auf, wenn probiotische Bakterien gegessen werden. Bei den Virusinfektionen wurden hierbei die besten Resultate bei kleinen Kindern erzielt. Auch eine verbesserte Laktoseverdauung bei Laktoseintoleranz gilt inzwischen als erwiesen. Allerdings werden hier auch schon mit herkömmlichen Joghurts gute Ergebnisse erzielt.


... mĂĽssen aber nicht

Ganz wichtig: Die nachgewiesenen Gesundheitseffekte gelten immer nur für den oder die Bakterienstämme, die in der jeweiligen Studie untersucht wurden. In den verschiedenen Produkten werden aber verschiedene Probiotikastämme eingesetzt, und Rückschlüsse von der Wirkung eines Stammes auf alle übrigen Probiotika sind nicht zulässig!


Auf der Suche nach Beweisen

Denn die stehen für eine Reihe der versprochenen Wirkungen noch aus. Zum Beispiel bei der Stärkung der Abwehrkräfte, hier ist die Lage komplizierter: Dass probiotische Bakterien das Immunsystem stimulieren ist bewiesen - normale Milchsäurebakterien aus Joghurt & Co tun das auch. Diese Wirkung tritt vor allem im Dünndarm auf, wo sich wichtige Komponenten des menschlichen Immunsystems befinden und auf die Bakterien reagieren. Bisher hat man bei den Probiotika allerdings immer nur einzelne Effekte entdeckt, wie zum Beispiel die Erhöhung der Zahl bestimmter Immunzellen im Blut. Bei der Krankheitsabwehr arbeiten aber viele verschiedene Zellen in komplizierten Prozessen zusammen: Die Vermehrung oder Aktivierung einzelner Zelltypen ist deshalb noch kein Beweis für eine verbesserte Abwehr gegen Krankheitserreger. An der Bundesanstalt für Milchforschung in Kiel läuft aber zur Zeit eine großangelegte, doppelblinde Studie, die ermitteln soll, ob Probiotika vor Erkältungskrankheiten schützen.

Auch die Versprechung dass Probiotika vor Darmkrebs schützen, ist voreilig. Beim Menschen konnte bisher nur gezeigt werden, dass sie im Darm die Aktivität von Enzymen hemmen, von denen man vermutet, sie könnten an Krebsentstehung beteiligt sein. Ob die Probiotika tatsächlich das Darmkrebsrisiko vermindern, soll eine gerade laufende, europaweite Krebspräventionsstudie zeigen.


Und wie soll das alles funktionieren?

Eine wichtige Eigenschaft der probiotischen Milchsäurebakterien ist ihre Widerstandsfähigkeit gegen Magen- und Gallensäuren. Damit haben sie erheblich bessere Chancen, lebend im Dickdarm anzukommen. Zwischen 10 und 40 % der verzehrten Keime schaffen es bis dort hin, viel mehr, als bei den herkömmlichen Milchsäurebakterien aus Milchprodukten. Im Dickdarm sollen die lebenden Probiotika dann ihre Wirkung entfalten: die Darmflora positiv beeinflussen und das Immunsystem stimulieren. Allerdings tummeln sich dort schon jede Menge Bakterien. Die meisten davon, eben auch Milchsäurebakterien wie Lactobacillen und Bifidobakterien, sind fĂĽr unsere Gesundheit unverzichtbar. Sie wirken bei der Verdauung mit und besiedlen vor allem den Dickdarm so dicht, dass sich dort keine anderen Keime – Krankheitserreger zum Beispiel – festsetzen können. Es gibt auch andere Darmbewohner, wie E-coli, Clostriedien oder Eubacterien. Einige davon, Clostriedien zum Beispiel, können krank machen, wenn sie ĂĽberhand nehmen. Bei gesunden Menschen werden sie aber von den "erwĂĽnschten Darmbakterien" in Zaum gehalten. Und die Wirkung solcher erwĂĽnschten Keime sollen die Probiotika unterstĂĽtzen und auch selbst erfĂĽllen, so hofft man zumindest. SchlieĂźlich gehören sie ja zur selben Gruppe.


Klasse statt Masse?

Oft wird die Modellvorstellung zitiert, dass sich die probiotischen Bakterien an der Darmwand anlagern und dort ihre Wirkung ausüben, zum Beispiel Krankheitskeime verdrängen. Allerdings bestreitet inzwischen niemand mehr, dass eine dauerhafte Ansiedlung von probiotischen Keimen in einer gesunden Darmflora nicht stattfindet. Sie ist so dicht gepackt (im Dickdarm sind es 1010 bis 1012 Keime pro Gramm Darminhalt ) und optimal an die spezifischen Bedingungen im Darm jedes Einzelnen angepasst, dass Fremdkeime, also auch Probiotika, keine Chance haben. Und trotzdem können sie eine positive Wirkungen haben, zum Beispiel die Vorbeugung bestimmter Durchfälle (s. o.) Allerdings nur, wenn sie regelmäßig zugeführt werden, sonst werden sie aus dem Darm einfach wieder ausgewaschen. Man geht inzwischen davon aus, dass es für die Wirkung ausreicht, wenn die Probiotika im Darm anwesend sind oder sich nur kurzzeitig an der Darmwand anlagern. Auch macht sich die Zahl an probiotischen Keimen in probiotischem Joghurt neben den gewaltigen Keimzahlen in der Darmflora verschwindend gering aus: Ein (wissenschaftlich nicht belegter) Erfahrungswert besagt, dass mindestens 106 Keime in einem Gramm Joghurt sein müssen, damit sie eine Wirkung erzielen. Das macht, wenn man täglich so einen Joghurt isst, eine Tagesdosis von über 108 Keimen. Allerdings wurden bei Studien zur Stimulation des Immunsystems oder der Durchfallprävention 108 bis 109 Keimen pro Tag tatsächlich auch signifikante Effekte erzielt.


Fazit

Ein Wundermittel für Fitness und Gesundheit sind probiotische Milchprodukte sicher nicht. Vor allem dann nicht, wenn man versucht, mit einem probiotischen Joghurt pro Tag einen ansonsten ungesunden Lebenswandel wett zu machen. Einige positive Wirkungen von Probiotika hat man inzwischen für den Menschen beweisen können. Dabei handelt es sich aber oft meist eher um medizinische Wirkungen, zum Beispiel die Verkürzung von Durchfällen oder eine verbesserte Laktoseverdauung bei Lactoseintoleranz. Probiotische Joghurts sind aber als Nahrungmittel gedacht, und nicht als Medizin, und ihre Hauptzielgruppe sind durchschnittliche, gesunde Verbraucher. Und was die Steigerung der allgemeinen Gesundheit, der Abwehrkräfte und des Wohlbefindens betrifft, gibt es zwar vereinzelte Hinweise. Aber zur Zeit versucht die Wissenschaft noch zu beweisen, was die Werbung längst versprochen hat.



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BeitragVerfasst: Fr Sep 10, 2004 9:57 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
Hallo,

Studien sind das eine (hab ja schon öfters gesagt, dass meist das rauskommt was rauskommen soll) und die Praxis ist das andere.

Studien sind fĂĽr mich immer nur Ideengeber (ich habe tausende von Studien gelesen und vieles war Schrott) die in der Praxis ĂĽberprĂĽft werden mĂĽssen.

Ich jedenfalls (bin nicht placebo-manipulierbar) merke nichts von den Jogurts außer denen die ich selbst mache (da fühlt sich das Verdauungssystem wirklich besser an). Das hängt aber nicht nur mit den Bakterien zusammen, sondern mit der gesamten Fermentierung (Vorverdauung der Milch).

Viele Prebiotics oder Ballaststoffe machen Blähungen und unangenehmes Bauchgefühl , das kann es doch nicht sein - oder???
Und da helfen auch die komischen Sprüche nichts wie "man muß sich erst dran gewöhnen".

Man muĂź hier immer kritisch sein und sich nichts einreden lassen.
Sicher sind Ballaststoffe notwendig, aber nicht so viele, dass man Blähungen bekommt.

Die kritische Einstellung könnt und solltet Ihr auch bei Supplements anwenden, es muß in der Praxis wirken sonst nützen alle Studien nichts.

Armin


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BeitragVerfasst: So Sep 12, 2004 21:22 

Registriert: Do Apr 08, 2004 8:41
Beiträge: 967
Wohnort: Stuttgart
Wer sich über den Brottrunk kostenlos Infos anfordern möchte, kann das per Mail hier tun.

Man bekommt verschiedene BrochĂĽren und ein komplettes 120seitiges Buch ĂĽber die VorzĂĽge des Brottrunks geschickt! Echt interessant!

GruĂź
Karbon


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