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 Betreff des Beitrags: DarminfoÂŽs
BeitragVerfasst: Sa Sep 04, 2004 20:56 

Registriert: Fr Mai 28, 2004 8:03
BeitrÀge: 512
Wohnort: Hanau
Hier mal was zu lesen was und wie und warum usw. ,DER DARM:

Um Darmstörungen zu beheben, ist es hilfreich, den Darm zu verstehen!
Hier sind die Basisinformationen:
In unserem 8-10 Meter langen Darm verbirgt sich eine OberflĂ€che von ĂŒber 300 Quadratmetern. Mit bloßem Auge sieht der DĂŒnndarm aus wie in Falten gelegt. Auf den Falten sitzen Zotten, die an Handschuhfinger erinnern und von einem feinen "BĂŒrstensaum" bedeckt werden. Sie sind so klein, dass man sie nur mit der Lupe erkennen kann. Der Darminhalt besteht aus fast 50 Prozent Wasser, 30 bis 40 Prozent Bakterien und nur zu knapp 20 Prozent unverdaulichen Nahrungsresten, den so genannten Ballaststoffen.


Darmspiegelung
Fakten zur Verdauung und zum Darm:
- 30 Prozent der Bevölkerung leiden mindestens einmal jÀhrlich unter Magen-Darm-Erkrankungen.
- Jeder Zweite entwickelt mindestens einmal im Jahr eine "funktionelle Dyspepsie", d.h. BlĂ€hungen, Aufstoßen oder VöllegefĂŒhl mit oder ohne BeeintrĂ€chtigung des Allgemeinbefindens.
- FĂŒr die Steuerung des Transportes des Darminhaltes ist ein eigenes Nervensystem zustĂ€ndig, das zwar unabhĂ€ngig (autonom) funktioniert, aber Kontakt mit RĂŒckenmark und Gehirn hat und von dort beeinflusst werden kann.
- Die wichtigsten Reize fĂŒr das Darmnervensystem gehen von den VorgĂ€ngen im Darm selbst aus (Selbststeuerung). Eine Dehnung der Darmwand fĂŒhrt zu einer AktivitĂ€t der in der Darmwand befindlichen Muskelschicht. Wie bei einer Schlange zieht sich ein kleiner Abschnitt wie ein Ring zusammen. Dieser Ring bewegt sich kontinuierlich vorwĂ€rts und schiebt den Darminhalt (Stuhl) vor sich her.
- Über den Magen nehmen wir pro Jahr eine Tonne Nahrung auf.
- Unsere NĂ€hrstoffe stammen aus drei Klassen: Kohlenhydrate (KH), Eiweiße (EW) und Fette. Darunter fallen auch die sekundĂ€ren Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Carotinoide (Farbstoffe) etc. Daneben kennen wir Vitamine, Spurenelemente und Mineralien.
- 2 bis 3 Liter Magensaft werden tĂ€glich von 35 Millionen DrĂŒsen produziert.
- Der (etwa 12 Fingerbreiten lange) Zwölffingerdarm reicht vom Magenausgang bis zum DĂŒnndarm.
- LĂ€nge des DĂŒnndarms: 7 bis 8 Meter. Hier hinein gelangen tĂ€glich 9 Liter FlĂŒssigkeit mit dem Speisebrei.
- 1,5 Liter kommen in dem 1 bis 1,5 Meter langen Dickdarm an.
- Wir haben 10-mal mehr Darmbakterien als Körperzellen (ĂŒberwiegend im Dickdarm).
- 70 bis 80 Prozent unseres Immunsystems sind im Bereich des Darmes lokalisiert. Grund: Wenn die Abwehr hier nicht aufpasst, dringen neben FĂ€ulnis- und GĂ€rstoffen auch unerwĂŒnschte Bakterien und andere Erreger ein, die wir auf Dauer nicht ĂŒberleben wĂŒrden.
- Die Darmbakterien sind unsere Freunde. Sie sind "Sparringspartner" fĂŒr unser Immunsystem, an ihnen testet es die AbwehrstĂ€rke und erhĂ€lt Informationen ĂŒber mögliche Eindringlinge. Sie sind eine Barriere fĂŒr fremde Erreger wie Pilze, Viren und Bakterien und bekĂ€mpfen sie aktiv. Daneben stellen sie Vitamine her, z.B. Vitamin B12, und helfen bei der "Kompostierung" dessen, was unsere Verdauung, aus welchen GrĂŒnden auch immer, nicht vollstĂ€ndig verarbeitet.
- Ausscheidungen der Darmbakterien und Stoffe, die beim Verdauen entstehen, wirken als chemische Reize auf die Darmmuskulatur, die dadurch schneller oder langsamer arbeitet.
- Vor hundert Jahren nahmen die Menschen unserer Region tÀglich mindestens 100g Ballaststoffe mit der Nahrung auf. Heute sind es höchstens 20-25 Gramm.
- Die tÀgliche Stuhlmenge betrÀgt 100 bis 300 Gramm. Je nach Anteil an Ballaststoffen und Feuchtigkeit jedoch auch mehr.

Viele der Maßnahmen gegen die Verstopfung lassen sich leicht aus der Kenntnis der ZusammenhĂ€nge herleiten.

Merke:
Ballaststoffe sind unverdauliche, quellende Bestandteile der Nahrung. Sie sind in reichem Maße in GemĂŒse, Obst und vor allem Vollkorn-Getreide enthalten. Die unlöslichen befinden sich ĂŒberwiegend im Vollkorn-Getreide und in WurzelgemĂŒse, die löslichen in FrĂŒchten. Wenn Sie davon tĂ€glich regelmĂ€ĂŸig verzehren, kann der Darminhalt mehr aufquellen, also mehr Wasser speichern. Dadurch wird die Darmwand aktiviert und der Transport des Stuhles verbessert.

Beachte:
Immer hÀufiger werden UnvertrÀglichkeiten von Vollkorngetreide gemeldet. Das kann verschiedene Ursachen haben:
1. das Getreide enthĂ€lt zu viel Hartfaseranteile aus dem Spelz, der "Schale" um das Getreidekorn. Diese können EntzĂŒndungsreize auf die Darmschleimhaut ausĂŒben und diese sogar verletzen, wenn sie nicht vollkommen fein gemahlen sind. Die darunter liegenden Schichten des Vollkorns sind fĂŒr uns besser vertrĂ€glich und reichen als Ballaststoffe vollkommen aus.
2. wird in der letzten Zeit immer schlechter gekaut. Voraussetzung fĂŒr positive Wirkungen von unlöslichen Ballaststoffen ist aber eine gute Durchmischung des Vollkorn-Getreides mit Mundspeichel, dann Magen- Gallensaft, Bauchspeichel und Sekret der DarmschleimhĂ€ute. Nur dann können diese unverdaulichen harten Fasern ausgeschieden werden. Es sieht so aus, als ob sich der Körper gegen diese Stoffe wehrt, sie loswerden will und dabei die Ausscheidung allgemein beschleunigt wird. 3. Ballaststoffe können Allergien auslösen (nicht nur das Klebereiweiß = Gluten = Gliadin) und Darmbeschwerden wie KrĂ€mpfe und Brennen hervorrufen.
4. Bei der Bearbeitung der Ballaststoffe können je nach Verdauungskraft und Darmmilieu (Bakterien) Gase entstehen, die unangenehme BlÀhungen entstehen lassen.
5. Oft sind Körner im Brot und obendrauf, die einfach zu hart sind, um verdaut werden zu können. Das gilt auch fĂŒr viele MĂŒslis.
All diese möglichen Komplikationen können Sie erheblich verringern, indem Sie besser kauen.

Merke:
Je krĂ€ftiger die Verdauung, desto besser vertrĂ€gt man die unlöslichen Ballaststoffe. Das bedeutet im umgekehrten Falle, dass, wie jeder weiß, nach Magen-Darm-Infektionen oder bei verdauungsschwachen Menschen Weißbrot oder Zwieback aus Feinmehl ohne Vollkornanteile besser vertragen werden. Aber diese Form der Getreideverarbeitung stopft eben auch, was man sich bei DurchfĂ€llen wieder zu Nutze machen kann.
Viele Faktoren spielen zusammen, damit unser Darm optimal arbeitet und uns den "edlen" Humus zubereitet, der uns am Leben erhĂ€lt. Es ist, als ob wir eine Hohlwurzel in unserem Bauch hĂ€tten, die Darm heißt und deren Inhalt die Erde ist, die uns mit NĂ€hrstoffen versorgt.


Rohes GemĂŒse hilft dem Darm.
Tipps fĂŒr eine bessere Verdauung:
- 3- bis 5-mal pro Tag frisches GemĂŒse (Salat oder rohes oder gedĂŒnstetes GemĂŒse) und Obst sowie mindestens 1-mal tĂ€glich (gut bekömmliches) Vollkornbrot essen.
- Die empfohlenen 30-50 Gramm Ballaststoffe stecken in 3 Scheiben Vollkornbrot (mit möglichst gut verarbeitetem Korn), 250 Gramm Kartoffeln, 200 Gramm Möhren, 3 Äpfeln (natĂŒrlich mit Schale).
- Morgens als Erstes 1 Glas abgekochtes lauwarmes Wasser trinken, danach ein Esslöffel Leinöl, danach 1 Glas Kanne Brottrunk, dann das FrĂŒhstĂŒck in Ruhe zu sich nehmen.
- Reduzieren des Anteils an tierischem Eiweiß entlastet die Verdauung.
- Je besser die Speise gekaut wurde, desto weniger Arbeit hat der Darm und desto eher weiß er ĂŒber Botenstoffe des autonomen Nervensystems, auf welche Speise er sich einstellen muss.
- Die Arbeit der Kaumuskulatur ĂŒbertrĂ€gt sich auf die Darmmuskulatur. Trainieren Sie sie und aktivieren Sie die daniederliegende Nervenverbindung zwischen Mund und Darm.
- Gute Gedanken beim Kauen und Konzentration auf den Essvorgang, am besten schweigend, fördern nachweislich die Verdauung und Aufnahme der NÀhrstoffe.

Selbstbehandlung und Vorbeugung von Begleitsymptomen der Verstopfung, wie DarmentzĂŒndungen, Reizdarm und BlĂ€hungen:
- Pfefferminzöl in Kapseln (z.B. Enteroplant), Iberis amara (z.B. Iberogast-Tropfen)
- 2-3 Liter Wasser tÀglich trinken (am besten vor bzw. zwischen den Mahlzeiten)
- regelmĂ€ĂŸige Bewegung, die die Bauchmuskulatur aktiviert
- EntspannungsĂŒbungen und Stressabbau
- Der Kanne-Brottrunk fĂŒhrt zu Normalisierung des Stuhlganges, verbesserter Darmflora (Darmbakterien), erhöhter Verdauungskraft und stĂ€rkerem Immunsystem des Darmes und des gesamten Körpers: 2 GlĂ€ser tĂ€glich zum Essen trinken.

Tipps gegen Verstopfung (Obstipation):
- Pfannengerichte meiden
- prĂŒfen, ob frisches Brot, Laucharten, oder andere Speisen auch wirklich vertragen werden, sonst rigoros weglassen
- tierisches Fett meiden, vor allem lange und wiederholt erhitztes oder ranziges Fett
- auch Pflanzenfett darf nicht zu lange und zu hoch erhitzt werden
- meiden Sie Fertiggerichte und Fast-Food
- gehen Sie möglichst immer zur gleichen Zeit auf die Toilette
- Bauchmuskulatur stark machen
- Hose mehr auf der HĂŒfte tragen, damit der GĂŒrtel den Bauch nicht mehr einengt, was zu Stauungen und LĂ€hmungen der Verdauungsmuskulatur fĂŒhren kann.

Tipp der Woche:
Gönnen Sie Ihrem Darm einmal wöchentlich eine "Dusche", spĂŒlen Sie ĂŒberflĂŒssige und klebrige Kotreste und Schleime heraus. Viel trinken hilft dabei oft nicht ausreichend, weil die FlĂŒssigkeit unterwegs zum grĂ¶ĂŸten Teil vom Körper aufgenommen und im Stuhl gespeichert wird. Lösung: FĂŒllen Sie einen Irrigator (erhĂ€ltlich in Apotheken und SanitĂ€ts-FachgeschĂ€ften) mit einem Liter abgekochtem, körperwarmem Wasser, Brottrunk oder Kamillentee. Auch 2-3 Tropfen des 21-WildkrĂ€uteröles von St. Johanser können hinzugefĂŒgt werden. Lassen Sie diese FlĂŒssigkeit in einer entspannten Haltung, zum Beispiel auf dem RĂŒcken liegend, durch einen angeschlossenen Schlauch in den Enddarm fließen. Behalten sie die FlĂŒssigkeit 15-30 Minuten drin und entleeren Sie sich dann ausgiebig auf dem Toilettenbecken. Vorteil: die Verdauung wird entlastet und angeregt, Gifte schneller ausgeschieden, vor allem die, die an der Darmwand kleben und womöglich noch aufgenommen werden und in der Leber entgiftet werden mĂŒssten - Leberentlastung.

Darmmassage bei Verstopfung (und zur Förderung der AblÀufe im Verdauungssystem):
Reiben Sie 1-2 Minuten lang mit dem rechten oder linken Handballen leicht in kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum. Anschließend 5 Stellen des Darmes massieren: beginnend am Darmende also im linken Unterbauch (1). FĂŒhren Sie die Massage wie folgt fort: unter dem linken Rippenbogen, ĂŒber der linken Dickdarmbiegung (2), in der Mitte des Oberbauches unterhalb des Ma-gens (3), unter dem rechten Rippenbogen (4), im rechten Unterbauch (5). Massieren Sie vorsichtig aber energisch jeweils im Uhrzeigersinn fĂŒr eine Minute. Diesen Vorgang können Sie mehrmals am Tag wiederholen.

Mudra ("Finger-Yoga"):
Linke Hand: Spitze von Daumen und Ringfinger zusammenfĂŒhren, die anderen Finger locker strecken
Rechte Hand: Mittel-, Ring- und Kleinfinger mit ihren Kuppen an die Daumenkuppe legen, Zeigefinger locker strecken.

Tipps gegen hartnÀckige Verstopfung:
1. 10 Trockenpflaumen in einem kleinen GefĂ€ĂŸ mit einem viertel Liter Wasser oder mehr einweichen und ĂŒber Nacht abgedeckt bei Zimmertemperatur stehen lassen. Am Morgen nĂŒchtern 5 Pflaumen davon gut durchkauen und die HĂ€lfte der FlĂŒssigkeit dazu trinken. Am Abend den Rest auf dieselbe Weise zu sich nehmen. ZusĂ€tzlich Darmmassage und EinlĂ€ufe alle zwei Tage. Außerdem können Sie das "Verstopfungs-Mudra" mehrmals tĂ€glich anwenden. Nach einer Woche kommt es in den meisten FĂ€llen zu spĂŒrbar stĂ€rkerem Entleerungsreiz und wieder zu regelmĂ€ĂŸigen StuhlgĂ€ngen.
2. In einen Becher Kefir 1 EL Milchzucker + 1 EL Weizenkleie + 1 EL Leinsamen geben und gut verrĂŒhren, ggf. mit Wasser verdĂŒnnen. 1-3-mal pro Tag vor den Mahlzeiten zu sich nehmen.

Merke:
Dauernde medikamentöse UnterstĂŒtzung der DarmaktivitĂ€t bei Verstopfung lĂ€hmt die Darmmuskulatur. Der Körper baut die glatte Muskulatur in der Darmwand bis zur Unkenntlichkeit ab. Also: rechtzeitig Training fĂŒr die Bauchmuskulatur durch Trinken, richtiges Kauen, Ballaststoffe, Bauchmuskeltraining, richtige Bauchatmung, viel Gehen und Laufen. NatĂŒrlich muss auch das Gewicht abtrainiert und die Nahrung insgesamt umgestellt werden.


Verstopfung als Nebenwirkung von Medikamenten:
- Opiatabkömmlinge wie starke Schmerzmittel
- Codein bei Husten
- Verapamil (Medikament gegen Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen der HerzkranzgefĂ€ĂŸe)
- Lesen Sie die Beipackzettel Ihrer Medikamenten genau. Nicht selten liegt hier die Ursache des lĂ€stigen Übels.


Gruß Pat


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BeitragVerfasst: So Sep 05, 2004 8:40 

Registriert: Mo Feb 10, 2003 17:46
BeitrÀge: 327
Wohnort: Quierschied
Klasse Info....Danke!!

Dirk


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BeitragVerfasst: So Sep 05, 2004 11:14 

Registriert: Do Apr 08, 2004 8:41
BeitrÀge: 967
Wohnort: Stuttgart
Hallo Pat,

hab auch mit Interesse die Darm-Infos von Dir gelesen.

Hast Du da gerade Schwierigkeiten in dieser Hinsicht? Hast Du schon mal den Brottrunk probiert? Armin hat ja den ja auch empfohlen. Ich hab so einen in Drogerien schon mal gesehen und mich gefragt, wofĂŒr das Zeug denn gut ist.

Vielleicht sollte ich das auch mal probieren. Ich hab nĂ€mlich ab und zu Probleme mit BlĂ€hungen und eigentlich keine Vorstellung woher das kommen könnte. Vielleicht liegts ja an der Bierheefe. Ballaststoffe nehme ich schon lange so um die 40 g / Tag, so daß ich mich da schon dran gewöhnt haben sollte. Mit Verstopfung hab ich keine Probleme.

Aber an manchen Tagen echt nervige BlÀhungen. Hast Du da Tipps, nachdem Du jetzt Darm-Experte bist?

Gruß
Karbon


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BeitragVerfasst: So Sep 05, 2004 11:38 

Registriert: Do Apr 08, 2004 8:41
BeitrÀge: 967
Wohnort: Stuttgart
Zitat:
Weitere Stichworte:
- Abgang von BlÀhungen: 10 mal pro Tag ist normal, erst ab 20x wird es möglicherweise krankhaft.

- Gasbildung im Darm kann durch eine falsche Zusammensetzung der Bakterien oder durch zu viele der in geringen Mengen dort immer vorkommenden Pilze hervorgerufen werden.

- Schweinefleisch, Milchzucker, SĂŒĂŸigkeiten, frisches Brot, Vollkornprodukte, all das sind Nahrungsmittel, die mehr BlĂ€hungen erzeugen können als andere.

- Aufstoßen entsteht durch krampfhaftes Zusammenziehen des Zwerchfelles. Es gleicht einer Entladung von Spannungen im vegetativen Nervensystemen. Hastiges Essen, eine zu große MagenfĂŒllung mit Speise oder Luft fördern das Aufstoßen.

- Aufstoßen, sogenannte "Hickse" kommen aber auch scheinbar spontan ĂŒber einen und wollen in vielen FĂ€llen schier nicht aufhören. Hierbei sind sich die Wissenschaftler noch nicht einig, ob dies krankhaft sei oder nicht und wie das zu erklĂ€ren sei.

Untersuchungen:
- In vielen FĂ€llen ist die Diagnostik der Darmflora, das heißt die Feststellung der Art und Zahl der Darm-Mikroben, sinnvoll und notwendig. Diese Untersuchung ist nicht belastend und sehr aussagekrĂ€ftig, auch wenn die Schulmedizin davon nicht viel wissen will. Entweder wird das Thema ignoriert oder mit Medikamenten unterdrĂŒckt, komplizierte DiĂ€ten verordnet oder gar eine Darmspiegelung vorgenommen. Merke: Eine Stuhl-Diagnostik erfolgt in der Regel als sogenannte "iGel" (individuelle Gesundheitsleistung). Gezielte Maßnahmen zur Verbesserung des lebendigen Milieus unseres Darmes sind möglich und tun gut. Besonders Ärzte fĂŒr Naturheilverfahren können hierbei helfen.

- Untersuchungen des Stuhles auf VerdauungsrĂŒckstĂ€nde geben einen guten Einblick in die FĂ€higkeit der Verdauungsorgane, mit dem Speisebrei fertig zu werden. Die Zusammensetzung der Darmflora ist oft nur eine Folge davon.

- Untersuchungen auf Allergien, GallensÀuren, Enzyme können Störungen aufdecken und eine gezielte naturheilkundliche Behandlung ermöglichen.

- Eine spezielle Situation liegt bei der UnvertrĂ€glichkeit von Gluten (auch Gliadin genannt) vor. Es handelt sich um das Klebereiweiß aus dem Getreide, das zum Binden des Teiges fĂŒhrt. Das Vollbild ist eine Erkrankung mit dem Namen Zöliakie oder Sprue. Sichere Diagnostik nur durch DĂŒnndarmbiopsie. Im Blut findet man meist auch Antikörper gegen Gliadin. Symptome: massive BlĂ€hungen und DurchfĂ€lle.

- MilchzuckerunvertrĂ€glichkeit, auch Laktose-Intoleranz genannt, ist weltweit sehr verbreitet: Etwa 80% aller Menschen leiden darunter mehr oder weniger. Die weiße Rasse ist nur zu 14% betroffen. Die Schwere der Symptome hĂ€ngt von der Menge und der Verarbeitung der Milch ab. Sauermilchprodukte, in denen der Milchzucker ĂŒberwiegend vergoren vorliegt, werden wesentlich besser vertragen, es sei denn es handelt sich um die viel seltener vorkommende Milcheiweiß-Allergie. Test: Provokation mit der Einnahme von 25-50g reinen Milchzuckers, anschließend stĂŒndliche Atemprobe oder Blutabnahme. An dem Wasserstoffgehalt der Atemluft oder den Zuckerwerten im Blut kann die Schwere der UnvertrĂ€glichkeit ermittelt werden.

- Fruktose-Intoleranz, UnvertrĂ€glichkeit von Fruchtzucker, besonders an der UnvertrĂ€glichkeit von Birnen zu erkennen. Wer BlĂ€hungen besonders nach dem Verzehr von sĂŒĂŸem Obst bekommt, vertrĂ€gt Fruchtzucker wahrscheinlich nicht optimal. Wie auch bei der LaktoseunvertrĂ€glichkeit fehlt ein bestimmtes Enzym, das diesen Zucker aufschließt. Test: wie bei Laktose-Intoleranz.

Aufstoßen:
ÜberflĂŒssige Luft im Magen drĂ€ngt nach oben, Entlastungseffekt.

Schluckauf:
Ursachen sind starke Reize wĂ€hrend der Mahlzeit durch die Speise selbst oder Reize von außen (Stress), falsches Atmen, zu scharfe GewĂŒrze oder zu viel Alkohol.
Merke: Die Beurteilung und Behandlung von Störungen im Verdauungsapparat sollte immer ganzheitlich erfolgen. Nicht nur die grobe Diagnostik mit Ultraschall oder Spiegelungen, sondern auch die subtile, feine Diagnostik gehören dazu.

KrÀuter gegen BlÀhungen:
Pfefferminze, Anis, KĂŒmmel, Pomeranze, Fenchel, Enzian als Ă€therische Öle, Tees oder Pflanzenextrakte.

Andere Maßnahmen:
Heiße Leibwickel, z.B. mit Kanne Brottrunk (BlĂ€hungen).
Kalte oder heiße GetrĂ€nke bei Schluckauf, oder extreme Ablenkung, Erschrecken etc.


Quelle


Zuletzt geÀndert von Karbon am Mo Sep 06, 2004 10:35, insgesamt 1-mal geÀndert.

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BeitragVerfasst: So Sep 05, 2004 17:08 

Registriert: Fr Mai 28, 2004 8:03
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Wohnort: Hanau
Darmexperte? Naja wollen wir mal nicht ĂŒbertreiben :lol:

Ich habe immer BlĂ€hungen, gehe 5 mal am Tag aufs Klo (DarmmĂ€ĂŸig gesehen) und hab öfter einen richtig aufgeblĂ€hten Bauch. Also was habe ich mal wieder gemacht? Genau, nachgeschaut, was da so los ist.

Ich habe dann das Buch "Biotop Mensch" gefunden. Ich habe in meinem ganzen Leben noch NIE sowas interessantes gelesen.

Es geht darum woher die Allergien kommen, die ErkÀltungen, Kinderkrankheiten, Krebs, Herpes, Viren, Pilze usw.........

Und jetzt kommtÂŽs: ALLES HAT SEINEN URSPRUNG IM DARM!!!!
Warum? Weil 70-80% des Immunsystems im Darm liegen. Gesunde Darmbakterien haben die Aufgabe Umweltgifte oder sonstiges aus dem Körper rauszuhalten.
Der Autor des Buches schreibt, wenn man eine gesunde Darmflora hat, könnte man sich theoretisch in Herpesviren baden und man wĂŒrde nicht daran erkranken, genau so wenig wĂŒrde man sich eine ErkĂ€ltung einfangen. Und das kann man auf alle möglichen Krankheiten ĂŒbertragen. Auf ALLE!
Ein gutes Beispiel wÀre, es muss aber nicht unbedingt daran liegen:
Jeder kennt bestimmt einen Mann der einen riesigen Bauch von ĂŒber ÂŽnem 1,20m mit sich herumtrĂ€gt und sich tĂ€glich seine Bier reinzieht. Wenn man den Bauch aber anfasst, ist er hart wie Stein. Eigentlich mĂŒsste es bei so einer riesigen Kiste doch Fett sein?!! Nee, liegt am Darm der sich
durch die erkrankten Darmbakterien immer weiter aufblĂ€ht. Und was machen die MĂ€nner noch? Genau, sie hecheln? Warum? Weil der aufgeblĂ€hte Darm auf die Atmungsorgane drĂŒckt, deshalb!
Der Fehler: Darmbakterien brauchen Fruchtzucker und Hefe um zu leben und gesund zu bleiben. Da dieser Mann aber immer sein Bier (Bierhefe) trinkt, ernÀhren sich die kranken Bakterien davon und gedeihen immer mehr. Ein Teufelskreis nimmt seinen lauf.
Die ganzen BlÀhungen gehen in den Organismus und das wiederrum ist auch nicht gerade toll.
Schon komisch zu wissen das ein Teil des Furzes sich in die Blutbahn verdrĂŒckt!! :oops: :oops:
Ist der Darm erkrankt, sind die 80% Immunsystem dahin.

Wie bitteschön soll der Körper mit den restlichen 20% gegen Viren u.À, den Kampf gewinnen??

ÜbersĂ€uerung spielt dabei auch eine sehr große Rolle, nur mal so neben her gesagt! Osteoporose oder Arthrose, woher kommen die? Weil der Körper ĂŒbersĂ€uert ist un dadurch Knochen (Calcium) abbaut um sicwieder inÂŽs basische zu bringen!
Nun mal kurz zu den Krankheiten und den Behandlungsweisen der Schulmediziner:
Eine Frau erkrankt beispielsweise an einem Scheidenpilz (welche Frau hat das noch nicht gehabt?). Was wird gemacht? Antibiotika? Anti, heißt gegen. Damit wird das Symptom bekĂ€mpft aber nicht die Ursache. Man verarscht das Immunsystem und die Antibiotika nehmen ihm die Arbeit ab. Der Pilz wird immer wieder kommen solange man die Ursache nicht bekĂ€mpft. Die Krankheit hier, Gegenmittel da, usw.

Der Ursprung beginnt im Darm und mit einem ÜbersĂ€uerten Körper, das ist die Ursache und die muss behoben werden.
SchweißfĂŒsse, Achselschweiß oder ĂŒbermĂ€ĂŸig starkes schwitzen sind auch ein Zeichen eins ÜbersĂ€uerten Körpers.
Das Problem ist das die Ärzte unter dem Druck der Patienten stehen. Wenn ein Patient kommt und sagt ich habe eine ErkĂ€ltung und will was dagegen haben und der Arzt sagt nein, dann denkt der auch, du hast mich zum letzten mal gesehen.

Ich habe frĂŒher nichts von Heilpraktikern gehalten aber seit ich ein paar FĂ€lle aus meinem Bekanntenkreis kenne, werde ich da auch als Patient hingehen.

Wenn man eine Grippe bekommt, sollte man nicht mit Medikamenten dagegen angehen. Der Körper will sich reinigen und dabei muss man ihn unterstĂŒtzen und nicht mit Tabletten unterdrĂŒcken. Die Krankheit kommt dann irgendwann immer wieder oder noch schlimmer oder wo anderst.

Beispielsweise: Hat man NasennebenhöhlenentzĂŒndung, keine Medikamente, sondern: FussbĂ€der mit Natron (Natriumbicarbonat). Ihr werdet sehen wie sich an den SchwimmhĂ€uten BlĂ€schen bilden, da die FĂŒsse sehr viel zum EntsĂ€uern des Körpers beitragen. Die Nasennebenhöhlen stehen in direkter Verbindung mit den FĂŒssen. (Witzig, ist aber so)
Ich kann euch wirklich empfehlen, sich mit dem Körper zu beschÀftigen!
Ihr werdet begeistert sein, was sich da so alles auftut!!!!!

Der Brottrunk wird den Darm wieder da hin bringen wo er hingehört. Das dauert seine Zeit aber es wird wirken.
Am Anfang kann es sein das irgendwelche Krankheiten ausbrechen aber das ist gut so (Ich habe eine Grippe bekommen, Gelenkschmerzen am Tag nach dem ersten Glas). Das ist ein gutes Zeichen!! Lasst es raus und liegt mal ÂŽne Woche im Bett aber ihr werdet danach morgens aufwachen und euch wie neu geboren fĂŒhlen!!!!!

Gruß Pat


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BeitragVerfasst: So Sep 05, 2004 19:47 

Registriert: Do Apr 08, 2004 8:41
BeitrÀge: 967
Wohnort: Stuttgart
Hallo Pat,

Du bist ja richtig leidenschaftlich, was dieses Thema anbelangt! :)

Da ich mich bisher noch nicht viel damit beschÀftigt habe, werde ich mich erst mal einlesen. Das Buch ist von einem Hrn. Scheider, richtig? Ist das vergriffen oder warum gibts das bei Amazon nicht?
Woher hast Du das?

Zitat:
Der Fehler: Darmbakterien brauchen Fruchtzucker und Hefe um zu leben und gesund zu bleiben. Da dieser Mann aber immer sein Bier (Bierhefe) trinkt, ernÀhren sich die kranken Bakterien davon und gedeihen immer mehr. Ein Teufelskreis nimmt seinen lauf.


Das hab ich nicht kapiert. Ist nun Hefe gut, weil sich die guten Darmbakterien davon ernĂ€hren, oder schlecht, weil sich die kranken davon ernĂ€hren? Ich kann doch nicht entweder nur die kranken oder gesunden fĂŒttern???

Im Folgenden hab ich mal ein paar Infos zum Brottrunk zusamemmengetragen:


Zitat:
Beim Brottrunk handelt es sich um ein alkohol- und kohlensĂ€urefreies, leicht naturtrĂŒbes, honiggelbes GetrĂ€nk. Es wird aus Vollkornbrot, Trinkwasser, eventuell Zucker und auch weiteren anderen Zutaten durch MilchsĂ€uregĂ€rung hergestellt. Brottrunk schmeckt sĂ€uerlich.

Brottrunk werden eine Reihe von gesundheitsfördernden Wirkungen zugesprochen. So soll der Trunk u.a. bei Neurodermitis und Schuppenflechte wirksam sein und die im Brottrunk enthaltene MilchsĂ€ure einen natĂŒrlichen Schutz vor Infektionen in der Mundhöhle bieten.
Ob mit Brottrunk eine gesundheitsfördernde Wirkung erzielt werden kann, ist bisher wissenschaftlich nicht eindeutig nachvollziehbar. Bekannt ist aber, dass die im Brottrunk enthaltene MilchsÀure die Darmbewegungen anregt und somit verdauungsfördernd wirkt. Ein Allheimittel kann aber Brottrunk sicherlich nicht sein.


Quelle


Zitat:
Brottrunk ist ein milchsauer vergorenes GetrĂ€nk aus speziell hergestelltem Vollkornbrot. Dieses wird aus den drei Getreidesorten Roggen, Weizen und Hafer nach einem speziellen Verfahren gebacken. Danach kommt Brunnenwasser dazu. Beim Fermentieren und SĂ€uern ĂŒber lĂ€ngere Zeit werden unaufgeschlossene Lebensmittelinhaltsstoffe freigesetzt. Außerdem entstehen dabei völlig neue, so genannte BrotsĂ€ure-Bakterien, die sĂ€ureresistent sind und sehr gesundheitsfördernde Eigenschaften haben sollen.

Wegen seiner auffallend gĂŒnstigen entgiftenden Wirkung ist der Brottrunk in den letzten Jahren zunehmend bekannt geworden. Insbesondere die MilchsĂ€ure im Brottrunk bietet zudem einen natĂŒrlichen Schutz vor Infektionen der Mundhöhle und fördern die Heilung von Durchfallerkrankungen. Äußerlich angewandt wirkt Brottrunk desinfizierend.

Schon 1993 machte man an der Neurodermitisklinik Neukirchen sehr gute Erfahrungen mit dem Einsatz von Brottrunk bei Neurodermitis-Erkrankten. Dr. Markus Gaisbauer, Chefarzt der Klinik TriNaturale-Brunnek in Kreuth am Tegernsee, arbeitet seit vielen Jahren mit dem Brottrunk. "Der Brottrunk ist ein faszinierendes GetrĂ€nk. Die Wirkstoffe darin, allen voran die BrotsĂ€ure-Bakterien, stĂ€rken die natĂŒrlichen AbwehrkrĂ€fte des Menschen, also das Immunsystem. Damit kann der Körper besser mit vielen gesundheitlichen Störungen fertig werden. Speziell bei Neurodermitis und Schuppenflechte sowie anderen Allergie-Erkrankungen haben wir in unserer Klinik sehr gute Erfolge beobachtet", berichtet Dr. Gaisbauer.

Schon ein Glas Brottrunk tĂ€glich kann die Krankheitssymptome deutlich mindern. Das bestĂ€tigt auch eine Untersuchung, die Dr. Peter Scholz aus Karlshafen ĂŒber ein Jahr mit 42 Psoriasis-Patienten durchgefĂŒhrt hatte. Dr. Scholz war selbst von dem außerordentlich positiven Effekt des Brottrunks verblĂŒfft. "Wir hatten damit den Beweis, dass man mit der regelmĂ€ĂŸigen Einnahme des Brottrunks Beschwerden und Hautentstellungen deutlich reduzieren kann. ZusĂ€tzlich fĂŒhlten sich die Patienten wesentlich wohler, ihre Darmflora verbesserte sich und damit auch ihre AbwehrkrĂ€fte."

Brottrunk als Naturheilmittel hat seinen besonderen Stellenwert zum einen in der PrĂ€vention, zum anderen als unterstĂŒtzendes Heilmittel individueller, ganzheitlicher Therapiekonzepte vor allem bei chronischen Krankheiten. Wer also Probleme mit Schuppenflechte oder Neurodermitis hat, sollte es einmal mit Brottrunk versuchen und kann damit auch in den Genuss der vielfĂ€ltigen weiteren, das Wohlbefinden fördernden Wirkungen dieses GetrĂ€nks kommen.


Quelle


Zitat:
Aus Brot lĂ€sst sich ebenfalls ein milchsauer vergorenes GetrĂ€nk herstellen, das hierzulande in ReformhĂ€usern und BiolĂ€den erhĂ€ltlich ist. Dem BrotgetrĂ€nk werden heilende Eigenschaften, beispielsweise bei Verstopfung, Darmbeschwerden und ErkĂ€ltung bescheinigt. Aber auch immer mehr Neurodermitiker schwören nicht nur auf die darmsanierende Wirkung, sondern auch auf Ă€ußerliche Anwendungen. Sowohl als Abreibung fĂŒr den gesamten Körper, als auch als Badezusatz (700 Milliliter pro Vollbad) leistet es gute Dienste.

Wer die Geduld hat, kann das BrotgetrÀnk auch selber herstellen. In vielen russischen Familien wird der Durstlöscher auch heute noch zubereitet, allerdings mit einem nicht unwesentlichen Alkoholanteil. Wem der Geschmack zu sÀuerlich ist, kann ruhig mit unseren zuckerfreien Fruchtsaftkonzentraten Frusip's und mit Mineralwasser mischen.


Quelle


Gruß
Karbon


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BeitragVerfasst: So Sep 05, 2004 19:56 

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Armin schreibt:

Zitat:
auch Brotdruck den du leicht selbst machen kannst



Naja! :?

Herstellung BrotgetrÀnk

Zitat:
Im Umgang mit Mikroorganismen und Lebensmitteln ist immer eine besondere Hygiene vonnöten. Deshalb mĂŒssen sĂ€mtliche GerĂ€tschaften vor dem Gebrauch mit kochendem Wasser entkeimt werden. Das nachstehend genannte Sauerteigbrot sollte ohne Hefe aus Vollkorn gebacken sein und einen Roggenanteil von etwa 70 % besitzen und aus hygienischen GrĂŒnden nicht aufgeschnitten sein.

Das Brot wird in haselnussgroße StĂŒcke zerkleinert und 170 Gramm davon in ein Zwei-Liter-Einmachglas gegeben. Auf die Brotkruste sollte dabei aus hygienischen GrĂŒnden verzichtet werden. Hinzu gegeben werden Rosinen, Honig und das zimmertemperierte Wasser. Nicht umrĂŒhren. Das GefĂ€ĂŸ wird mittels Gummidichtung luftdicht verschlossen, kurz geschwenkt und bei Zimmertemperatur in einem dunklen Raum gelagert.

Wichtig ist, dass Sie ein Mal pro Woche das Glas kurz schwenken und den Deckel kurzzeitig einen Spalt öffnen. Dadurch kann etwas KohlensĂ€ure entweichen, wodurch außerdem unerwĂŒnschter Sauerstoff aus dem Glas gedrĂŒckt wird.

Im Mehl, und damit auch im Brot, befinden sich von Natur aus milchsÀurebildende Bakterien. Die BrotstÀrke, der Honig und die Rosinen sind die Nahrung der MilchsÀurebakterien und setzen den GÀrprozess in Gang. Die Stoffwechselprodukte der Bakterien sind unter anderem MilchsÀure und KohlensÀure.

Sollte sich an der OberflĂ€che eine weiße Schicht bilden, so ist dies kein Grund zur Beunruhigung, sondern vielmehr ein Hinweis darauf, dass viel Sauerstoff ins Glas gelangt ist. Diese sogenannte Kahmhefe lĂ€sst sich einfach mit einem Löffel abnehmen. Ist hingegen die Schicht auf der OberflĂ€che nicht weiß, sondern grĂŒnlich oder blĂ€ulich, dann handelt es sich um schĂ€dlichen Schimmel. In der Regel riecht der Glasinhalt muffig und sollte unbedingt weggeschĂŒttet werden, da offenbar sind FĂ€ulnisbakterien ins Glas gelangt sind.

Nach acht Wochen GĂ€rzeit ist das BrotgetrĂ€nk fertig. Die BrotstĂŒcke sind auf den Boden gesunken und können durch ein Sieb gefiltert werden. Das GetrĂ€nk wird in eine Flasche mit luftdichtem BĂŒgelverschluss (Milchflasche) abgefĂŒllt. Zwei Rosinen bewirken eine leichte NachgĂ€rung. Im KĂŒhlschrank hĂ€lt sich das GetrĂ€nk mehrere Wochen, wobei die angebrochene Flasche nach drei Tagen aufgebraucht werden sollte.


Quelle


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BeitragVerfasst: Mo Sep 06, 2004 5:02 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
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Hallo,
schau mal unter "Kwas" im Internet nach und nimm das einfachste Rezept.
Wasser kochen, auf ca 35 Grad abkĂŒhlen lassen, grob geriebenes altes hartes Brot (das man sonst wegwirft) dazu und Backferment und etwas Zucker oder besser Laktose (gibt im Reformhaus und ist Sauerteigkonzentrat) dazu und warm stehen lassen.
Nach 2-3 Tagen ist das Ding fertig.

Alternativ statt Backferment kannst du nicht pasteurisiertes Sauerkraut (gibts oft im LebensmittelgeschÀft) kaufen und etwas von dem MilchsÀurebakterienhaltigen Saft beigeben.

Übrigens braucht man den Aufwand nicht zu machen, wenn man sich das oben beschriebene nicht pasteurisierte Sauerkraut einigermassen regelmĂ€ĂŸig zufĂŒhrt, denn das sind die Bakterien drin.

Armin


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BeitragVerfasst: Mo Sep 06, 2004 7:59 

Registriert: Fr Mai 28, 2004 8:03
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Hallo Karbon,

also zu deiner Frage: Hast du schlechte Darmbakterien und gibst ihnen weiter Hefe und Fruchtzucker, werden sie weiter wachsen und noch schlimmer werden. Da aber im Brottrunk neue, frische Bakterien sind werden sie langsam die alten verdrÀngen (da du es dann jeden Tag trinkst) und der Darm wird wieder sauber.
Ich habe gestern abend nach dem 2. Glas mit 39 Fieber, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, brennender Haut im Bett gelegen. Aber heute morgen war alles weg. Da merkt man mal wie die Jungs arbeiten und den Körper putzen.

Wegen dem Buch: Ja es ist vom Schneider. Ich habe es auf einem Wasserseminar bekommen aber nur als Kopie.

Gruß Pat


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BeitragVerfasst: Mo Sep 06, 2004 8:57 

Registriert: Do Apr 08, 2004 8:41
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Hallo Pat,

ah, danke fĂŒr die ErklĂ€rung! Jetzt hab ich es auch kapiert mit den Darmbakterien.
Das sind ja ganz schön heftige Reaktionen, die Du da bekommst. Ist das ĂŒblich laut Deinem Buch? Dann trinkt man den Brottrunk besser abends als morgens, falls es einen danach umhaut, so wie Dich.


Hm, Sauerkraut esse ich gar nicht, nicht einmal im Jahr, da ich das scheußlich finde. Also muß ich dann wohl auf das Brot-GetrĂ€nk ausweichen.

Bevor ich mir das Brot-Zeug selber braue, werde ich das fertige aus den Drogerien mal testen.
Soll anscheinend nicht so toll schmecken, wie ich gelesen habe.


Was ist Kwas?

Zitat:
Kwas ist ein altes russisches GetrĂ€nk und ist neben Wodka das NationalgetrĂ€nk der Russen. Je nach dem Klima, der Jahreszeit, den Gewohnheiten und dem Geschmack der Russen gab es ĂŒber 50 Kwassorten.
Bitte beachten Sie, dass Kwas nicht jedermanns Geschmack ist. Über Kwas wurde auch schon folgendes geschrieben: "Kwas ist ein sehr unrationelles, nach höchst primitiven Methoden dargestelltes DĂŒnnbier, das man auch als ein schlecht schmeckendes, sauer gewordenes Hausbier ansehen kann." Aber auch unser Bier ist gewöhnungsbedĂŒrftig. Alle Wilden, denen man zum ersten Mal unser Bier vorsetzt, beschreiben dasselbe als abscheulich schmeckend und das Urteil unserer Kinder fĂ€llt meistens auch nicht zum Vorteil des Bieres aus.

Kwas wird durch gleichzeitige saure und alkoholische GĂ€rung
1. aus Mehl von Weizen, Roggen, Gerste, Buchweizen, oder
2. aus einer dieser Mehlsorten entsprechenden Malzart, oder
3. aus Brot, oder
4. aus einem Gemisch der genannten Stoffe mit oder ohne Zusatz von Zucker oder zuckerhaltigen Naturprodukten

hergestellt. Es ist ein alkoholarmes (0,5 bis 1,5% Alkohol) und hopfenfreies GetrĂ€nk, dem meistens wĂŒrzige ZusĂ€tze, und zwar namentlich Pfefferminze hinzugefĂŒgt werden. Andere Kwassorten wurden aus Äpfeln, Birnen, Preiselbeeren, schwarzen und roten Johannisbeeren, Erdbeeren usw. zubereitet. Die Farbe des Kwas ist ebenso wechselnd wie die des Bieres.
Heute wird Kwas meistens industriell hergestellt und wird im Sommer oft auf der Straße vom Fass gezapft. Im Handel findet man auch Kwas-Konzentrat, das nur mit Wasser verdĂŒnnt zu werden braucht.
In vielen russischen Familien wird dieses durststillende GetrĂ€nk auch heute noch selbst zubereitet und wird von alt und jung und von groß und klein gerne getrunken.


Quelle + viele Rezepte zur Herstellung


Noch ein Rezept:

Zitat:
Einkaufsliste:

500g Roggenbrot
4 l Wasser
40 g Hefe
1 Glas Zucker
50 g Rosinen
5-10 Minzezweige
3-4 schwarze JohannisbeerblÀtter


Zubereitung:

Roggenbrot in Scheiben schneiden und im Backofen trocknen, mit kochendem Wasser begießen und 3-4 Stunden ziehen lassen, umrĂŒhren und durch ein Mulltuch abseihen. Danach Zucker, Hefe, Minze und JohannisbeerblĂ€tter zugeben und 10-12 Stunden an einem warmen Ort gĂ€ren lassen. Noch einmal durchseihen und in Flaschen abfĂŒllen. In jede Flasche 3-5 Rosinen legen und fest zukorken, mindestens 3 Tage im kalten Keller oder im KĂŒhlschrank aufbewahren. Danach ist Kwas zum Trinken fertig.


Quelle

Gruß
Karbon


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BeitragVerfasst: Mo Sep 06, 2004 9:11 

Registriert: Fr Mai 28, 2004 8:03
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Hallo Karbon,

das Zeug schmeckt richtig ekelhaft. Die Reaktionen sollen laut des Buches normal sein. Er schreibt, das alles ausbrechen kann, was bis dahin durch Medikamente unterdrĂŒckt worden ist (Allergien, ErkĂ€ltung usw.).

Selberbrauen wĂŒrde mir zuviel Zeit kosten. Eine Flasche Brottrunk (1 Liter) kostet 1,49€. Ist ja nicht die Welt.

Gruß Pat


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BeitragVerfasst: Mo Sep 06, 2004 20:16 

Registriert: Do Apr 08, 2004 8:41
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Hallo Pat,

Du hast recht: echt ekelhaft! Ich hab mir heute mittag eine Flasche von dem Kanne-Brottrunk gekauft und dazu noch das Fermentgetreide. Das hab ich nach Aufschrift gemischt und heute abend versucht, es runterzukriegen.

Pur hab ich es nicht geschafft, drum hab ich mich an den Hobbythek-Tip gehalten:

Zitat:
Wem der Geschmack zu sÀuerlich ist, kann ruhig mit unseren zuckerfreien Fruchtsaftkonzentraten Frusip's und mit Mineralwasser mischen.


Damit (1 Teelöffel Frusip Orange) wars besser, aber noch lange nicht gut.

Pur ist der Brottrunk vom Widerlichkeitsfaktor ja fast mit NA 6 in Wasser vergleichbar!

Nach welcher Zeit nach der Einnahme sind denn bei Dir die Gelenkschmerzen und das Fieber aufgetreten? Außer einem Kloß im Hals spĂŒre ich nĂ€mlich noch nichts ... :wink:

Gruß
Karbon

PS: Hast Du auch den Kanne-Brottrunk? Wo kaufst Du den? Ich hab den nĂ€mlich nur fĂŒr 1,55 € fĂŒr eine 750 ml Flasche gefunden.


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BeitragVerfasst: Di Sep 07, 2004 0:22 

Registriert: Fr Aug 27, 2004 1:41
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Hallo Pat,

fand ich auch super-interessant Deinen Beitrag.
Hier im Forum kann man endlich mal interessante GesprĂ€che ĂŒber ErnĂ€hrung und Gesundheit fĂŒhren und viel lernen. Unter Kollegen und Freunden ist das selten möglich. Deren "Ich ess was mir schmeckt und fertig-MentalitĂ€t" ist teilweis echt traurig.

Das Brottrunk einen am Anfang so umhauen kann ist aber schon erschreckend, aber scheint ja Sinn zu machen.

Ich glaub, ich probier das auch mal aus. Aber das mit dem lauwarmen Wasser am Morgen, Brottrunk und Leinöl hinterher...
wollte doch eigentlich direkt nach dem Aufstehen mein CT und Whey zu mir nehmen. Ob sich die Effekte nicht gegenseitig stören wĂŒrden?

Hab mir ĂŒbrigens nachdem ich hier davon gelesen hab, das Leinöl von Schneekoppe gekauft, und das schmeckt ĂŒbrigens auch ziemlich ekelhaft. Das misch ich lieber in nen Shake ein anstatt das mit nem Löffel zu essen.

So, genug geschrieben. Bis dann erst mal.

Gruß, Joker.

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BeitragVerfasst: Di Sep 07, 2004 2:46 

Registriert: Fr Aug 27, 2004 1:41
BeitrÀge: 43
Naja, nachdem ich meinen Beitrag gepostet hab, hab ich dann spĂ€ter im Forum die Überschrift "Brottrunk" gefunden.

Armin meinte da, das bringt nicht wirklich viel fĂŒr die Darmflora.

Kann ich mir das, wie ihr schreibt, ekelhafte GetrÀnk also doch sparen?!

Immer das gleiche, man liest oft so viele widersprĂŒchliche Meinungen/Informationen zu einem Thema, dass man hinterher gar nicht mehr weiß, wonach man sich richten soll... :?

_________________
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BeitragVerfasst: Di Sep 07, 2004 8:24 

Registriert: Do Apr 08, 2004 8:41
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Zitat:
Interessant sind auch selbstgemachter Jogurth, Sauerkraut (nicht pasteurisiert, auch Brotdruck den du leicht selbst machen kannst), da hier im allgemeinen eine Kombination aus Ballaststoffen, MilchsÀurebakterien und gutem PH Wert "verabreicht" wird.


http://www.peak.ag/phpBB2/viewtopic.php?t=3860

@ Joker

Ich hatte die Aussage von Armin eher so verstanden, daß selbstgemachter Joghurt, Sauerkraut und der Brottrunk sinnvoll, dagegen fertige probiotische Joghurts nicht so toll sind.

Und mal ehrlich: So wie der Brottrunk schmeckt, muß er ja was nĂŒtzen. Denn sonst wĂ€re es mir rĂ€tselhaft, wie der sich schon 20 Jahre am Markt behaupten kann. :D


@ Pat

Hab heute morgen direkt zum FrĂŒhstĂŒck die zweite Portion Brottrunk genommen. Iiiihhhh!
Steht in Deinem Buch, wie lange man das nehmen muß? Reicht das, wenn ich da einmal im Monat kurmĂ€ĂŸig so ne Flasche trinke? Als Dauereinnahme kann ich mir da nĂ€mlich nicht vorstellen. Da pflege ich meine guten Darmbakterien lieber mit prebiotischen Ballaststoffen wie Gummar, wovon mich mir gestern dann noch testweise ne Packung geholt habe.

Gruß
Karbon


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