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 Betreff des Beitrags: DDR Texdokument 1 G 1.2. Untersuchung von Pr√§kursoren (Proh
BeitragVerfasst: Sa Sep 23, 2000 15:06 

Registriert: Do Jul 13, 2000 0:01
Beiträge: 97
Wohnort: 45131 Essen, BRD
Ich habe hier ein DDR-Textdokument welches f√ľr einige hier im Forum recht interessant seien k√∂nnte, da es sich um meiner Meinung nach fast einzigen wirklichen Medizinischen Daten √ľber Prohormone handelt. Werde jetzt mal die wichtigsten Punkte rausschreiben:


Textdokument 1G

1.2.Untersuchung zu Einsatzmöglichkeiten von Präkursoren im männlichen Bereich

AUFGABENSTELLUNG:
Suche nach einem Weg der physiologischen Beeinflussung des Testosteronspiegels im Blut, der dem Einsatz von Testosteronpropionat in seiner unterst√ľtzenden Wirkung zumindest gleichwertig ist, den T/E-Quotienten jedoch weit weniger auslenkt. Pr√ľfung der geeigneten Applikationsform, um mit m√∂glichst niedriger Dosis eine optimale Wirkung sowie keine bzw. nur geringe Nebenwirkungen zu bewirken.

ARBEITSHYPOTHESE:
Der Einsatz eines Vorläufers (Präkursor) des Testosteron, der erst im Organismus in die wirksame Substanz umgewandelt wird, zieht eine komplexere Reaktion des Steroidstoffwechsels nach sich. Eine Erhöhung einzelner Metabolite im Urin ist dadurch vermeidbar.

METHODEN:
- Tiermodell:
An Meerschweinchen wurde ein Tiermodell aufgebaut und in mehreren Versuchen mit radioaktiv markiertem Androstendion die prinzipielle Anwendungsm√∂glichkeiten, das Ausma√ü und der Zeitverlauf der Umwandlung gepr√ľft.
- Mitarbeiterexperimente:
An Mitarbeitern wurden ohne zus√§tzliche physische Belastung folgende 5 Experimente durchgef√ľhrt:
Exp.1: einmalige orale Applikation von 50 bzw. 100mg Androstendion
Exp.2: mehrfache orale Androstendion-Applikation mit veränderten Galenik bei gleichbleibender Dosierung und analoge Vergleichsuntersuchungen zur Wirkung von DHEA- und Testosteronverabreichungen
Exp.3: einmalige pernasale Applikation von 3,5mg und 14mg Androstendion sowie dreimalige Applikation von 7mg an einem Tag
Exp.4: mehrmalige Applikation von 7mg Androstendion (2 x pro Tag √ľber 4 Tage) und Untersuchungen der Wirkung bis zu 12 Tagen
In allen Experimenten wurde die Pharmakokinetik und das Ausscheidungsmuster im Urin untersucht.

- Experimente an Sportlern des Hochleistungsbereich:
Exp.5: zweimalige intranasale Applikation von je 5mg AD bei zwei Mitarbeitern und zwei Sportlern an einem Tag; die Sportler realisierten ihr normales Training ohne vorherige M1-Applikation
Exp.6: zweimal täglich intranasale Applikation von je 5mg AD bei acht Sportlern an drei aufeinanderfolgenden Tagen, vorher lag ein M1-Anwendungszyklus (5-10mg/Tag)
Exp.7: intranasale Applikation des Präkursors nach ein- bis zweimaliger Gabe von je 10mg M3 an vier Mitarbeiter [...]

ERGEBNISSE:
- Die Tierversuche zeigten eine deutliche und schnelle Umwandlung von radioaktiv markierten Androstendion in Testosteron. Damit konnte die grundsätzliche Frage positiv beantwortet werden.
- Die Ergebnisse wiesen schon auf zwei Faktoren hin, die bei den weiteren Untersuchungen beachtet werden mußten:
¬į Die Aufnahme des Pr√§kursors √ľber den Darm und die Zirkulation im Kreislauf Leber-Galle-Darm-Leber ("first-pass"-Effekt) beeinflu√üt die Kinetik der Umwandlung und das Ausma√ü der Testosteronbioverf√ľgbarkeit.
¬į Der Pr√§kursor wird aufgrund seiner Eigenschaft, nicht wasserl√∂slich zu sein, offenbar in merkbaren Umfang im Fettgewebe gespeichert.
- Die Ergebnisse des ersten und zweiten Mitarbeiterexperimentes beantwortete die grunds√§tzliche Frage beim Menschen ebenfalls positiv. Exogen zugef√ľhrtes Androstendion wird schnell in Testosteron umgewandelt. Bereits nach 15min finden wir beim Menschen eine deutlich me√übare Erh√∂hung der Testosteronkonzentration im Blut (1. Experiment 111-273%, im Mittel 124%; 2.Experiment 40-83%, im Mittel 45%).
- Die perorale Applikation erwies sich als ung√ľnstig. Der Resorptionsvorgang verl√§uft vergleichsweise langsam und wird durch die wechselnde Verh√§ltnisse im Verdauungstrakt stark beeinflu√üt. Die Verstoffwechselung √ľber den Kreislauf Darm-Leber-Galle-Darm-Leber verringert die Steuerbarkeit der Beeinflussung des Blutspiegels.
- Bei den hohen Dosen, die bei peroraler Applikation erforderlich sind, treten auch die Speichereffekte, die schon bei den Tierversuchen beobachtet wurden, deutlich in Erscheinung.
- Diese Ergebnisse f√ľhrten zu der Schlu√üfolgerung, eine intranasale Applikation mittels Dosierspray zu entwickeln.

Fortsetzung folgt, Ben.


[Diese Nachricht wurde von Ben am 23-09-2000 editiert.]


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 Betreff des Beitrags: DDR Texdokument 1 G 1.2. Untersuchung von Pr√§kursoren (Proh
BeitragVerfasst: Sa Sep 23, 2000 17:17 

Registriert: Di Jun 13, 2000 0:01
Beiträge: 215
-jetzt wo es spannend wird....


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