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 Betreff des Beitrags: Der Grapefruit Effekt
BeitragVerfasst: Do Okt 14, 2004 9:06 

Registriert: Fr Mai 28, 2004 8:03
BeitrÀge: 512
Wohnort: Hanau
Hallo Armin,

die Grapefruit kann ja manche Medikamente in ihrer Wirkung um ein vielfaches VertÀrken:

Zitat:
Der Grapefruit-Effekt
Auf eine interessante Wechselwirkung haben amerikanische Wissenschaftler aufmerksam gemacht: Viele Arzneimittel wirken stÀrker, wenn die mit einer Grapefruit oder ihrem Saft zu sich genommen werden.

ErklÀrung: In der Frucht gibt es einen Stoff, der ein Enzym des Darms hemmt. Dieses Enzym baut normalerweise viele Arzneistoffe bereits im Darm ab, vermindert also die Wirksamkeit der geschluckten Dosis. Wird dieses Enzym gehemmt, gelangt mehr Wirkstoff ins Blut. In der AIDS-Therapie haben die Patienten sich das bereits zunutze gemacht. Sie nehmen die oft sehr teuren Medikamente mit dem bitteren Obstsaft. Medikamente können eingespart werden.


Wie siehtÂŽs mit Supplements aus? GibtÂŽs da auch was zu wissen??

Gruß Pat

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Okt 14, 2004 10:58 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
BeitrÀge: 8487
Hallo,
das gleiche gilt auch fĂŒr Supplements (Nagingin, also die Wirksubstanz des Grapefruits ist ĂŒbrigens in meinen "funktionellen" Aromen drinn).

Auch schwarzer Pfeffer (Piperin) geht in diese Richtung.

Armin


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BeitragVerfasst: Do Okt 14, 2004 12:03 

Registriert: Di Okt 05, 2004 14:24
BeitrÀge: 7
Therotisch gesehn wÀre Grapefruit daher besser zur einnahme mit creatin geeignet als alles andere???


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BeitragVerfasst: Do Okt 14, 2004 12:07 

Registriert: Mo Sep 27, 2004 11:02
BeitrÀge: 187
Wohnort: Hamburg
bzw gilt das generell fĂŒr die verdauung?


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BeitragVerfasst: Do Okt 14, 2004 12:27 

Registriert: So Nov 16, 2003 12:49
BeitrÀge: 219
Wohnort: Freiburg i.Br.
Ich bin vor lĂ€ngerer Zeit zweimal in der Sportrevue auf die Wirkung der Grapefruit gestoßen:

- Einmal wurde empfohlen, L-Arginin zusammen mit Grapefruitsaft einzunehmen, weil dadurch eine deutlich höhere NO-Rate erreicht werden kann.

- Das andere mal wurde von Grapefruitsaft abgeraten: Angeblich soll durch den tĂ€glichen Verzehr von 0,2l Saft (ich weiß nicht mehr ob rot oder hell) der Testo-Spiegel sinken (in diesem Zusammenhang wurde die gleiche negative Wirkung auch Lakritze zugeschrieben). Ob es sich hierbei um Einzelstudien oder gar nur um ein MĂ€rchen handelt, kann uns wohl nur Armin sagen.

Grapefruit ist darĂŒber hinaus ja auch in einigen Fatburnern enthalten.


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BeitragVerfasst: Do Okt 14, 2004 18:08 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
BeitrÀge: 8487
Hallo,

habe gerade gesehen dass ich mich oben vertippt haben, es muß dort "Naringin" heißen.

Die "Testosteronaussage" aus der Sportrevue kommt wohl auf Grund der Arbeit von Rhuh, M, F, et al. in Biochem Pharmacol. 50(9):185-1493, 1995 zustande.

Dort wird gezeigt, dass "Naringenin" (nicht Naringin, sondern ein anderes Bioflvonoid im Grapefruid eine "schwaches Estrogen ist und partiell auch die antiöstrogene AktiviÀt in den sog. MCF-7 Krebszellen der weiblichen Brust hemmen (daher gut bei Brustkrebs).

Allerdings ist die Aussage, dass o,2 l Grapefruitsaft den Testosteronspiegel senken, wohl doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Es heißt in der Studie "schwaches Östrogen" und der Hopfen im Bier wirkt beispielsweise wesentlich stĂ€rker "gegen" Testosteron als Grapefruitsaft.

Ich glaube aber auch nicht, dass man von einer Flasche Bier am Tag seinen Testosteronspiegel senkt - es ist doch immer die Dosis entscheident.

Also keine Angst vor Grapefruitsaft , er bringt mit höchster Wahrscheinlichkeit mehr fĂŒr den Athleten als er verdirbt (besonders wenn er bitter ist, dann enhĂ€lt er nĂ€mlich viel Naringin und weniger Naringenin.

Armin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Okt 15, 2004 9:10 

Registriert: Fr Mai 28, 2004 8:03
BeitrÀge: 512
Wohnort: Hanau
Hier auch noch was zum lesen, wenÂŽs interessiert:
Zitat:
Medikamente und Grapefruitsaft
Die Interaktion zwischen Grapefruitsaft und Medikamenten wurde zufĂ€llig entdeckt, als man in einer Studie nach einer Wechselwirkung zwischen Felodipin (MunobalÂź, PlendilÂź) und Alkohol suchte: wenn das Medikament mit Grapefruitsaft eingenommen wurde, fanden sich höhere Felodipin-Plasmaspiegel als erwartet.1 Weitere Untersuchungen ergaben, dass Grapefruitsaft zum Anstieg der Plasmakonzentrationen verschiedener Medikamente fĂŒhren kann.2
Wird statt Grapefruitsaft Wasser oder Orangensaft eingenommen, so ergibt sich keine Beeinflussung der Plasmaspiegel. Diese Interaktion ist von praktischer Bedeutung, da viele Patienten ihre Medikamente am Morgen zu einem FrĂŒhstĂŒck einnehmen, das auch Grapefruitsaft enthĂ€lt.

Mechanismus der Interaktion
Grapefruits enthalten verschiedene Bioflavonoide, eine Gruppe von Verbindungen, die in zahlreichen FrĂŒchten und GemĂŒsen vorkommt. Einige Bioflavonoide können direkt die AktivitĂ€t von Enzymen der Zytochrom-P450-Gruppe beeinflussen.
In der Grapefruit findet sich vor allem Naringin, das der Frucht ihren charakteristischen Geschmack verleiht und in Orangen nicht vorkommt. Naringin liegt im Grapefruitsaft als Mischung von verschiedenen Isomeren vor, deren Gehalt stark vom Reifegrad der FrĂŒchte und von der Reinigungsmethode abhĂ€ngt. Naringin selber hat keinen Einfluss auf die Kinetik von Medikamenten. Es wird im Darm durch bakterielle Enzyme hydrolysiert und zu Naringenin und -glukuroniden umgewandelt, die die AktivitĂ€t von verschiedenen Enzymsystemen vermindern können.3 Beeinflusst werden in erster Linie die Zytochrome CYP3A4, CYP1A2 und CYP2A6 sowie eine Dehydrogenase. Möglicherweise sind noch weitere, bisher nicht identifizierte Substanzen an dieser Interaktion beteiligt. Andere im Grapefruitsaft enthaltene Bioflavonoide (Kaempferol, Quercetin) sind jedoch wahrscheinlich von untergeordneter Bedeutung.
In den meisten Studien fanden sich unter dem Einfluss von Grapefruitsaft eine erhöhte maximale Plasmakonzentration (Cmax) und eine vergrösserte FlĂ€che unter der Konzentrations/Zeit-Kurve («Area under the Curve», AUC) der untersuchten Substanzen sowie teilweise eine verlĂ€ngerte Zeit bis zum Erreichen der maximalen Plasmakonzentration (tmax). Diese Beeinflussung wurde nur bei oraler Verabreichung beobachtet. Wurde das geprĂŒfte Arzneimittel parenteral verabreicht, so blieben die verschiedenen kinetischen Messwerte unbeeinflusst.
Dies bedeutet, dass die BioverfĂŒgbarkeit der oral verabreichten Substanzen erhöht wurde. Grapefruitsaft hemmt somit den prĂ€systemischen Metabolismus via das Zytochrom-P450-Enzymsystem. Das Ausmass dieser Interaktion ist Ă€usserst variabel und nicht voraussehbar. DafĂŒr gibt es verschiedene ErklĂ€rungen: Die Art, die Menge und die Konzentration des eingenommenen Grapefruitsaftes ist in den verschiedenen Studien recht unterschiedlich. Wahrscheinlich gibt es interindividuelle Unterschiede in der Zusammensetzung der Darmflora hinsichtlich ihrer hydrolytischen AktivitĂ€t in der Umsetzung von Naringin zu Naringenin. Zudem ist der prĂ€systemische Metabolismus von Mensch zu Mensch verschieden und betrifft auch nicht alle Medikamente im gleichen Ausmass.3

Auswirkungen auf Medikamente


Gruß Pat

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BeitragVerfasst: Sa Okt 16, 2004 8:00 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
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Hallo Pat,

diesen Artikel kenne ich noch nicht. Nach dem was mir vorliegt ist er richtig.

Gib bitte die Quelle (Fundstelle) an , ich zB. lesen noch nicht einmal etwas in der Art, wenn nicht die Quelle dabei steht und zuverlÀssig ist (es ist in den Magazinen so viel Schrott geschrieben, dass es anders gar nicht geht, wenn man seriös bleiben will).

ÜBRIGENS GANZ INTERESSANT IST DASS DEM ODER DEN VERFASSERN AUCH BEKANNT IST, dass die Wirkung der meisten Pflanzenstoffen (z.B. der Steroidsaponine aus Tribulus, Fenugreek, Suma, Yam, usw) u.a. sehr stark von der Darmflora abhĂ€nging ist (und die ist bei Sportlern trainingsbedingt nicht immer die beste).

Deswegen sind unseree Saponine (TT und Fenugreek) jetzt aktivated dh heißt im Reaktor fermentiert / hydrolysiert.

Armin


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BeitragVerfasst: Sa Okt 16, 2004 11:28 

Registriert: Fr Mai 28, 2004 8:03
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Hallo Armin,

hier die Quelle:
https://www.infomed.org/pharma-kritik/pk07a-96.html

Gruß Pat

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