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 Betreff des Beitrags: Ecdysone / Beta Ecdysteron
BeitragVerfasst: Mo Mai 29, 2006 9:03 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
Hallo,

da in letzter Zeit wieder h√§ufiger √ľber Ecdysone gefragt wird und ich merke, dass da einiges Unklar ist, will ich versuchen ganz kurz und einfach das Hauptprinzip von Beta Ecdysteron zu erkl√§ren.

BE hat an sich nur einen primären bzw. direkten Effekt, es hilft dabei, dass der Organismus Nahrungsprotein besser verwerten kann (dh. er assimiliert das verzehrte Protein besser und bildet daraus vermehrt endogene Proteine).

Diese engogenen Proteine sind NICHT NUR MUSKELMASSE sondern es gibt hunderte, wenn nicht gar tausende von endogenen Proteinen wie zB. Muskeln, Haut, Haare, Körperenzyme, Transportproteine, Hormone und und und....

Wenn jetzt der Organismus √ľber optimale Mengen solcher endogenen (k√∂rpereigene) Proteine verf√ľgt, dann ist das gleichbedeutend dass der gesamte Stoffwechsel optimal l√§uft (dh. Muskelaufbau, Energie, Vitalit√§t, Immunsystem, Verdauung usw) UND AUS DIESEN ODER VIELMEHR DIESEN VIELEN (Stoffwechsel bedeutet ja Milliarden von K√∂rpervorg√§ngen pro Minute bzw. sogar Sekunde) Stoffwechselaktionen RESULTIERT INDIREKT --- NOCHMALS : INDIREKT die vielf√§ltige Funktionali√§t von Beta Ecdysteron (besseres Wachstum, mehr Energie, mehr Kraft bessere Gesundheit , Hormone usw).

So... ich hoffe das Wirkprinzip ist verstanden, denn dann kann man auch logisch nachvollziehen was ich im Folgenden schreibe....


Zuerst die Dosierung:
Man geht momentan davon aus dass pro Gramm verzehrtes Protein 1 mg BE optimal ist um das Nahrungsprotein etwa 6 (!!!) mal so gut zu assimilieren wie ohne BE.

Die Zahl 6 (manchmal wird auch von 600% höherer Assimilationsrate geschrieben) bedeutet nicht, dass automatisch die Muskeln 6 mal schneller wachsen, oder dass Immunsystem 6 mal stärker wird usw....
In bestimmten F√§llen (dramatischen √úbertraining, Immunschw√§che, Hormonmangel, chronischer M√ľdigkeit usw) kann eine extrem signifikante Verbesserung binnen weniger Tage auftreten (das hatten wir ja in der Testphase vor etwa 2 Jahren bei 3 oder 4 Athleten gehabt), aber nachdem die fehlenden endogenen Proteine gebildet waren und der Stoffwechsel bzw. Organismus sie genutzt hatte und sich dadurch optimiert hat, stellt sich nat√ľrlich dieser signifikante Effekt ein.

Hier in diesem Posting wollen wir Leute mit chronischer M√ľdigkeit, Schw√§che usw. ausklammern und nur den hart trainierenden Athleten betrachten.

Durch sein Training, das ja notwendig ist um durch trainingsreize den Organismus zu entsprechenden Anpassungen (mehr Muskeln, schneller, stärker, ausdauernder usw) zu veranlassen, greift der Athlet in zweierlei Hinsicht in seine endogenen Proteine ein:
a,
er zerstört durch die Trainingsarbeit viele dieser Proteine
b,
er ben√∂tigt mehr solcher endogenen Proteine als der Normalb√ľrger um seinem Stoffwechsel die Anpassungen (Muskelwachstum ect) √ľberhaupt erst zu erm√∂glichen.

Das heisst, er muss zum einen die zerst√∂rten endogenen Proteine ersetzen und dar√ľberhinaus sogar mehr endogene bilden k√∂nnen als ein nicht hart trainierender Mensch UND DABEI HILFT BETA ECDYSTERON IN VERBINDUNG MIT AUSREICHEND NAHRUNGSPROTEIN WOBEI ABER AUCH NOCH VIELE CO-SUBSTRATE WIE VITAMINE MINERALIEN UND AUCH EINIGE kOHLENHYDRATE USW BEN√ĖTIGT WERDEN (denn endogene Proteine bzw. der gesamte Stoffwechsel wird durch die Co-Substrate feingetunt ... dh. Protein und BE alleine tun es auch nicht, es muss schon die gesamte Substratzufuhr abgestimmt sein (wie etwas beim Createston in Verbindung mit einer ausgewogenen Ern√§hrung).

Jetzt muss man aber auch festhalten, dass ohne entsprechende Trainingsreize, es nicht viel bringt, sich einfach mit endogenen Proteinen vollzustopfen indem man Unmengen der o.g. Substrate futtert.
Diese endogenen Proteine werden gar nicht oder nur minimal vom Organismus gebildet (auch dann wenn genug Baumaterial gefuttert wird) wenn sie nicht ben√∂tigt werden, sondern das "Futter" wird nicht genutzt oder fehlgenutzt (zB. f√ľr Fettansatz usw).

Fasst man all das zusammen, dann kann man folgern dass....

a,
BE (genau wie Protein und Co-Substrate) in ihrer optimalen Dosierung stark von den Trainings- und Lebensgewohnheiten des Athleten abhängig sind.

b,
Wer unter a, genannten Substrate gar nicht in hoher Menge braucht (weil er nicht hart genug trainiert und genug endogene Proteine hat um die kleinen Trainingsreize damit zu kompensieren) der wird weder von viel BE noch von viel Protein/Vitaminen usw. nicht viel haben.

c,
Umgekehrt wird der, welcher extrem trainiert (evtl. sogar √ľbertrainiert) am meisten von den o.g. Substraten brauchen.

Es kann also durchaus sein, dass ein Athlet 300 g Protein + 300 mg BE plus 5-10 mal den Tagesbedarf an Vitaminen und 3-4 mal den Tagesbedarf an Mineralien/Spurelementen ect. braucht, um optimale Resultate zu erzielen .

Ein anderer Athlet braucht vielleicht nur die Hälfte und ein anderer wieder nur ein Drittel usw.

Man kann auch in der Praxis etwa abschätzen wie viel der o.g. Substrate man braucht und zwar am besten an der Recuperationszeit / Wiederherstellungszeit / Erhohlungszeit die man nach nach dem Training braucht um wieder fit zu sein.

Wer die ganze Zeit "verkatert und kaputt" ins Training geht, der sollte alle o.g. deutlich Substrate erhöhen.
Wer fit wie ein "Turnschuh" im Training erscheint, der braucht wohl keines der o.g. Substrate zu supplementieren.

Ich selbst merke schon am n√§chsten Morgen nach dem Training wie ich drauf bin, wenn ich mich bei der Arbeit nicht richtig konzentrieren kann und keinen "Pepp und die notwendige Grundagressivit√§t" in mir sp√ľre, dann war das Training am Vortag nicht gut mit der Ern√§hrung/Supplementierung abgestimmt.

F√ľr viele Athleten ist es vielleicht sinnvoll eine 2 Wochen Kur bei der man o.g. Substrate ziemlich hoch f√§hrt zu machen (um R√ľckst√§nde aus der Vergangenheit auszugleichen) und dann evtl. sogar nur am Trainingstag weiter supplementiert usw.... DAS MUSS MAN SELBST HERAUSFINDEN UND ICH HOFFE MEINE ERL√ĄUTERUNGEN HELFEN DABEI ZU VERSTEHEN WAS MAN HERAUSFINDEN WILL.

Armin

PS:
Die oben genannten Beta Ecdysteronmengen sind reines pures Ecdysteron , das es als solches nicht gibt, dh. bei den Extrakten muss immer umgerechnet werden


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Mai 30, 2006 21:08 

Registriert: Do Sep 29, 2005 18:00
Beiträge: 152
Hallo Armin

hoffentlich stelle ich wieder einmal eine schon gestellte Frage:

Ich betreibe sehr intensiv Tae-Bo und auch Krafttraining (nicht um aufzubauen, sondern zum Erhalt).

Fakt ist, das es nur zwei Tage in der Woche gibt, in denen ich nicht extreme Ausdauer und/oder Kraftausdauerleistungen erbringe. Und die beiden Tage sind durch leichtes Joggen und Sauna etwas auf Erholung ausgerichtet. Ich habe auf Dein Anraten BCCAs gezielt im Schlagtraining benutzt. Einfach super. Man hat wirklich wesentlich mehr Kraftausdauer und muß aufpassen, das man am nächsten Morgen noch aus dem Bett kommt, wenn es zuviel des "Guten" am Vorabend war.

Naja, habe ungef√§hr ja beschrieben, das ich ebend nicht der reine Kraftsportler bin, der auf noch mehr Muskelmasse aus ist. Meine 91 Kilo bei 13 % KFA reichen mir. Creatin selber hat zum Beispiel bei mir innerhalb kurzer Zeit, aufgrund massiver Hungergef√ľhle, zu zuviel Muskeln und damit insgesamt K√∂rpergewicht gef√ľhrt. Ich habe dann gemerkt, das es mir unm√∂glich wurde, diese Muskulatur bei Kraftausdauereinheiten mit Sauerstoff zu versorgen.

Naja, jetzt zu Ecdysone. Aufgrund der Trainingsintensit√§t schlafe ich immer zu wenig. Ich stecke wohl auf jeden Fall im √úbertraining. Meine Frage ist: Ist Ecdysone, wie Du oben schon beschrieben hast, auch f√ľr meinen Fall f√∂rderlich. Hatte Ecdysone (das alte) zusammen mit Createston und dabei hatte ich einfach dauerhaft nur noch Hunger. Alle 2-3 Stunden war ich am essen und meiner Meinung nach, haben selbst die fettarmen Eiwei√üquellen bei mir nicht nur Muskelmasse ansetzen lassen.

Da Protein ja besser durch Ecdysone umgesetzt wird, hei√üt dies auch, das ich wieder schneller Hunger bekomme. Eiwei√ü schafft ja immer ein gutes S√§ttigungsgef√ľhl. Mit Ecdysone auch noch, oder ist der Effekt √§hnlich wie bei einer Creatinkur?--> Insulinaussch√ľttung?--> Hungergef√ľhl
W√§re vielleicht Fenuplast zur Regenration f√ľr mich etwas?

Vielen Dank f√ľr die Beantwortung meiner Fragen im voraus.

Ich hoffe das ich nicht zum zigten Male eine sich wiederholende Frage gestellt habe.


Mit freundlichen Gr√ľ√üen.

LANDO


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Mai 31, 2006 10:46 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
Hallo,
weder Creatine noch BE haben viel mit Insulinaussch√ľttung zu tun, dh. sie beeinflussen sie kaum (das macht Zucker, Maltodextrin, Kohlenyhdrate und man kann es mit einigen Tricks, die ich im CT zB. einsetze noch mal drastisch erh√∂hen, so dass auch bei wenigen Kohlenhydraten viel Insulin bzw. √ľber Pinitol aus Anabolic Juice ein insulin√§hnlicher Effekt entsteht).

Insulin macht nat√ľrlich Hunger, da es quasi die N√§hrstoffe des Blutes in die Muskelzellen treibt, als Folge des "entleerten Blutes" signalisiert das Gehirn Hunger.

Creatine und BE oder Amino Anabol haben auf keinen Fall diesen insulogene Hunger Effekt.

Allerdings kann auch bei diesen Supplements ein gesteigerter Hunger entstehen, der sich aber ganz anders (milder) anf√ľhlt als der fast hei√ühunger√§hnliche Effekt, der durch Insulin erzeugt wird.

Dieser Effekt wird aber alleine durch die gesteigerte Zellaktivit√§t erreicht, dh. der Inhalt des Blutes wird nicht wie bei Insulin in die Zellen gepresst, sondern die Zellen "saugen" eher die N√§hrstoffe, die sie brauchen aus dem Blut, wobei das saugen sich eben ganz anders anf√ľhlt als das "pressen" beim Insulin.

Bei BE , Creatine und Co hat man generell etwas mehr Hunger und zwar bei jeder Mahlzeit... bei Insulin hat man schubweise mehr Hunger, nämlich immer dann wenn ein Insulinschub das Blut "geleert" hat.

Der durch "saugen" der Zellen gesteigerte Hunger macht auch nicht fett (es sei denn man futtert ohne zu denken einfach Fette und Kohlenhydrate in sich hinein, nur damit der Hunger weggeht).
In diesem "Saugfall" verlangt der Organismus ziemlich gezielt, dass was er zum Zellaufbau braucht und man kann ohne weiters schon mit einem vitamin-mineralhaltigen Proteindrink satt werden.

Beim insulogen erzeugten Hunger, will der Körper vor allem Kohlenhydrate und zum Teil auch Mineralien, aber in erster Linie Kohlenhydrate, daher hat man dabei schon eher auf sein Körperfett aufzupassen.

Ich sehe im Moment nicht, wie du deine Regeneration beschleunigen kannst, ohne die Substrate, die dein Organismus braucht zuzuf√ľhren.
Das ist halt das Problem beim Sport, die induzierts gewissen Aufbaureize und der Körper will dem nachkommen und dabei muss er mehr Muskelmasse aufbauen.
Das einzige was du machen kannst, wenn dir das nicht passt, ist dein Training zu reduzieren... dh. du musst das Pferd von hinten aufzäumen indem du vorgibst was du ins "System" hineinfutterst und dann dein Training so gestalten, dass es zu dem was du futterst passt.

Meisten geht man anders herum vor, indem man so maximal wie möglich Trainingsreize setzt und dann das "Futter" dem anpasst, was der Organismus daraufhin verlangt.

Armin


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BeitragVerfasst: Mi Mai 31, 2006 11:54 

Registriert: Do Sep 29, 2005 18:00
Beiträge: 152
Vielen Dank f√ľr Deine wiedermal sehr kompetente Auskunft!


MfG LANDO


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