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BeitragVerfasst: Mo Dez 05, 2005 14:12 

Registriert: Mo Jan 28, 2002 1:01
BeitrÀge: 261
Wohnort: CH-8422 Pfungen
da muss ich armin recht geben. bin auch ab un zu fĂŒrs geschĂ€ft in china oder taiwan (das nĂ€chste mal wohl im januar).

die taiwanesen sind sowieso technisch schon auf der höhe von uns. bei den chinesen kann ich dies aber nicht bestÀtigen. dort sind die schwankunen zwischen (noch) sehr schwachen betrieben und supermodernen doch noch sehr gross.

das die chinesen (ohne Taiwan) besser als die europÀer sind kann ich allerdings nicht bestÀtigen. aber es scheint wohl doch in gewissen bereichen so zu sein. aber das preisleistungsverhÀltnis ist einfach um welten besser als bei uns.

das sie unser niveau in vielen bereichen in nicht all zu langer zeit ereichen werden ist eh klar. ich kann dann nur sagen: gute nacht europa und die westliche welt. :(

nicht umsonst haben wir seit okt. 05 eine tochterfirma in china.


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BeitragVerfasst: Mo Dez 05, 2005 19:36 

Registriert: Mo Jan 03, 2005 21:19
BeitrÀge: 1500
Wohnort: Chemnitz
@ Teig

DieTaiwanesen mögen im Bereich von Großserien der EDV - Technik sehr gut sein, bei up - to - date Kleinserien sind sie es selbst im EDV Bereich nicht uneingeschrĂ€nkt. Im Bereich des Werkzeug- und Sondermaschinenbaus ist Deutschland nicht zu schlagen, die einzige echte Konkurenz stellt Japan dar, dass selbe gilt fĂŒr den Bereich der Automobilindustrie. Taiwan hat nicht den Markt hier aufzuschließen, bei China wird dies geschehen aber das wird noch sehr lange dauern. Es heißt immer China bildet 100'Tausende von Ingenieuren aus, dies mag stimmen aber deren Auffassungen und deren Grundlagen sind oft sehr bescheiden. Ohne eine KulturĂ€nderung (ein Chinese entsorgt den SpĂ€neabfall einer Maschine max. 2 mal, dannach lĂ€ĂŸt er es bleiben, auch auf die Gefahr hin das die Maschine fĂŒr 100000€ dadurch den Weg alles irdischen geht) wird das schwer.

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MfG Uwe

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BeitragVerfasst: Di Dez 06, 2005 8:21 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
BeitrÀge: 8487
Hallo,

bin nicht dieser Meinung, ganz und gar nicht!

Uwe, du gehts zu sehr von dir und wahrscheinlich deinem Kollegen aus (zeig mir deine Freunde und ich sag dir wer du bist).
Wahrscheinlich hast du und deine Gruppe um dich dies von dir beschriebenen Vorteile gegenĂŒber den NORMALEN Asiaten aber noch viel stĂ€rker gegenĂŒber den normalen EuropĂ€ern (ich war und bin in mehrere Produktionen in Europa und Asien involviert und weiss wovon ich rede)

Vergiss aber 2 Dinge nicht:
1.
Es gibt viel mehr UNNORMALE Asiaten als UNNORMALE EuropÀer (mit unnormal meine ich Leute die Workaholics, Perfectionisten ect. sind).
2.
Die normalen Asiaten werden in guten Betrieben sofort gefeuert wenn sie mehrmals nachlÀssig sind, in Europa kannst du das nicht so einfach tun (in Frankreich wirst du nicht mal einen Alkoholiker los, der dir im Betrieb alles kaputt macht, denn Alkohol ist ja eine Krankheit und wegen Krankheit darfst du niemand entlassen....)
Es kommt also nur darauf an wie das Management ist, ist es sehr gut, dann kannst du in Asien leichter einen Hochleistungsbetrieb aufbauen als in Europa.

NatĂŒrlich ist Deutschland und Japan im Sondermaschinenbau und in der Automobilindustrie derzeit noch fĂŒhrend, aber die Amerikaner (bei Autos auch die Franzosen) und die Asiaten holen schnell auf.

Die Maschinen die ich nutze und auch weiterverkaufe sind Sondermaschinen, allerdings nicht ultrakompliziert, aber dennoch schon sehr anspruchsvoll. Bei diesen Maschinen sind die Chinesen vor den Deutschen und zwar deshalb, weil sich dort die Ingeneure und die Betriebsleiter mehr engagieren und an kleineren Inovationen arbeiten.
Der Mischer den ich in ein paar Wochen bekomme ist mit ziemlicher Sicherheit der beste und modernste auf der ganzen Welt, es sind einige Innovationen eingebaut und die modernste EDV (in Deutschland war das den Ingeneuren zu viel Arbeit etwas an dem alten Standartmischern zu modifizieren).

Sicher können die Chinesen noch nicht im ultratechnologischen Sondermaschinenbau mit den Deutschen mithalten, aber im mittleren Technologiebereich sind sie genau so gut oder sogar besser.

Ich werde ĂŒbrigens nĂ€chste Jahr einen Klein LKW (12 Tonner) fĂŒr 5800 Euro plus 22% EU Zoll aus China kaufen und testen. Die Herstellerfirma hat mittlerweile 50 Jahre Erfahrung und die LKWs sind dementsprechend gut.
NatĂŒrlich wĂŒrde ich (derzeit) keinen Porsche oder BMW Nachbau aus China kaufen, da haben die Leute keine Erfahrung und dementsprechend erhĂ€lt man kein gutes Auto dieser Klasse.

Es gibt in Asien viele schlechte Betriebe, das ist wahr, aber es gibt auch schon recht viele sehr gute Betriebe und vor allem man kann einen guten Betrieb wirklich relativ schnell aufbauen, was hier in Europa viel viel schwerer ist UND GENAU DA LIEGT DAS PROBLEM FÜR EUROPA.

Die deutschen Super HI Tech Maschinenbaubetriebe sind natĂŒrlich noch fĂŒr die nĂ€chsten Jahre sicher, die Chinesen bemĂŒhen sich derzeit nicht einmal denen Konkurrenz zu machen, denn das wĂŒrde zu viel kosten und mangels Erfahrung (und die ist das A und O dabei) viel zu lange dauern.

Na ja, aber ich kann sowieso nichts an der europÀischen Dekadenz Àndern.

Armin


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BeitragVerfasst: Di Dez 06, 2005 12:07 

Registriert: Mo Jan 03, 2005 21:19
BeitrÀge: 1500
Wohnort: Chemnitz
@ Armin

Das ist schon richtig und viele Punkte will ich auch gar nicht anzweifeln. Sicher ist das China etwa 2008 nach aktuellem Wechselkurs Deutschland als Nummer 3 der Weltrangliste nach BNE ablösen wird, nach KKP (KaufkraftparitĂ€t) liegt es schon weit vor uns. Ich selbst war schon einige male in China, und jeder der StĂ€dte wie Shanghai oder Peking, aber auch Hangzhou u. a. sieht weiß, was die Stunde geschlagen hat. Obwohl ich persönlich langfristig Indien fĂŒr gefĂ€hrlicher halte (wenn Sie das Kastensystem zumindest wirtschaftlich ad acta legen) ist mir durchaus klar, dass spĂ€testens ab 2015 die Musik in Peking (und Washington) vorgegeben wird und nicht in Berlin oder Paris, dies insbesondere auch im Durchsetzen technischer Standards und Normen 8und das darf nicht unterschĂ€tzt werden). Man darf aber auch einige Dinge als Deutscher nicht vergessen, da Makroökonomik eines meiner Interessengebiete ist gebe ich einige Dinge zu bedenken:

1)Deutschland hat 82,5Mio. Einwohner, Japan hat etwa 128Mio., die USA 300Mio (mit jĂ€hrlich 3Mio Zuwachs und dies nicht (nur) wegen armen Mexikanern sondern auch wegen gut ausgebildeten Zuwanderern aus Indien, Asien allg. usw. und einer weit ĂŒberdurchschnittlichen Geburtenrate {fĂŒr eine Industrienation, auch höher als China})

2)Dennoch exportiert Deutschland mehr als die USA oder (noch) China oder Japan, auch wenn die Wertschöpfung nicht so hoch ist haben wir eine sehr positive Handelsbilanz (aber nicht Leistungsbilanz!)

3)Deutschland ist und war technologisch trotz seiner bescheidenen GrĂ¶ĂŸe auf vielen Gebieten fĂŒhrend, man muss sich ĂŒberlegen was wĂ€re wenn Deutschland sagen wir 200Mio Einwohner mit einer gesunden Altersstruktur hĂ€tte(?)

Das Deutschland als Industrienation absolut keine Zukunft auf lange Sicht hat ist sehr sicher, aber die Ursache ist nicht in erster Linie die westliche Dekadenz, denn diese setzt sich ĂŒberall auf der Welt mit völlig unterschĂ€tzter Macht durch (z. B. sogar im Iran), sondern die Ursache des Deutschen (und europĂ€ischen) Niedergangs ist zu 90% einzig und allein ein demographischer Niedergang / Selbstmord, der z. B. in Russland oder der Ukraine noch extremer ausfĂ€llt, weil dort Ă€hnlich niedrige FertilitĂ€t wie in Deutschland mit hoher MortilitĂ€t dank Alkohol und Co. korreliert.

_________________
MfG Uwe

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BeitragVerfasst: Di Dez 06, 2005 12:33 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
BeitrÀge: 8487
Hallo,
ok, noch ein letztes Wort zu dieser Sache, in der ich mich sowieso nicht als Fachmann sehe und daher meine Meinung einfach nur ne Laienmeinung ist.

Die Einwohnerzahlen sind nun mal Fakten und da hilft es nicht zu sagen "was wÀre wenn....

Warum bekommen wir in Europa, speziell Deutschland keine Kinder?
Meinstens steckt eine gewisse Dekadenz und vor allem die Fun-Gesellschaft die (leider?) jetzt ĂŒber VerhĂŒtungsmittel verfĂŒgt dahinter... und es ist auch die Politik daran schuld, die sich wiederum nach dekadenten und Fun--- WĂ€hlern richten muss.

Kinder kosten jede Menge Geld und Freizeit und das ist halt nicht soooo schön, zumal viele nicht so viel Freude an Kindern haben wie an anderen Sachen.

Vor ca. 2 Monaten war unser indischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer fĂŒr ein paar Tage hier. Samstags habe ich fĂŒr meinen Sohn ein Mathe-Schulbuch fĂŒr knapp 23 Euro gekauft... dem Inder wollte der Preis nicht in den Kopf. Dort dĂŒrfern SchulbĂŒcher umgerechnet nicht mal 50 Cents kosten (Gesetz), hier machen sich einige die Taschen voll (SchulbĂŒcher, Globus usw. sind einer der lukrativsten GeschĂ€ftszweige). Ich schĂ€tze dass gute 300 Euro insgesamt fĂŒr das Schulkrams notwendig waren.

Meine Frau bekommt in den nĂ€chten Wochen (oder sogar Tagen) Zwillinge, da kann ich mal locker 2 000 Euro fĂŒr Kinderwagen und die Grundausstattung hinblĂ€ttern und fĂŒr die Pampers wĂŒrden bei Normalverdienern wohl schon allein den Urlaub auffressen (aber Urlaub kenn ich so wie so nicht , daher ist es ja egal 8)

Das System hier ist falsch, es geht noch eine Zeit lang gut (zum GlĂŒck habt ja die Nachkriegsgeneration gut gerödelt und die Substanz kann heute schön aufgefressen werden), aber dann ist Ende er Fahnenstange.

Na ja, wenn wir dann vielleicht mal bei einer "demokratischen Diktatur" angelangen, gehe ich vielleicht auch in die Politik :twisted: , bis es so weit ist, bleibe ich aber lieber dort, wo man noch was bewegen kann, dh. im internationalen GeschÀftsleben.

Armin


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BeitragVerfasst: Di Dez 06, 2005 12:50 

Registriert: Mo Jan 03, 2005 21:19
BeitrÀge: 1500
Wohnort: Chemnitz
@ Armin

Genau richtig, die OpportunitĂ€tskosten fĂŒr die lieben Kleinen sind in allem "modernen westlichen Gesellschaften" einfach zu hoch... Das ist eben dann Schicksahl das es zu Ende geht :cry:

Zu den Einwohnerzahlen: Ich wollte keine sinnlose was - wĂ€re wenn Diskussion anstoßen sondern nur zu bedenken geben, das Deutschland schon viel geleistet hat im VerhĂ€ltnis zu seiner "GrĂ¶ĂŸe", insbesondere was technologische Innovationen angeht, dafĂŒr haben wir wohl die Gene. Das wir China oder den USA langfristig nichts entgegenzusetzen haben ist ebenso sicher.

PS: Herzlichen GlĂŒckwunsch!

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MfG Uwe

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