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 Betreff des Beitrags: Etwas √ľber Eiwei√ü ...
BeitragVerfasst: Sa Jan 01, 2005 23:32 

Registriert: Mo Jun 07, 2004 22:52
Beiträge: 1043
Eiwei√ü - Schl√ľssel zum Erfolg?

Aminosäuren als Bausteine des Körpers


Die √úberschrift h√§tte auch lauten k√∂nnen: "Eiwei√ü - ein Mythos?" Jeder, der etwas auf sich h√§lt und seine Leistungskraft steigern m√∂chte, hat sich schon mit dem Thema Eiwei√ü besch√§ftigt. Insbesondere Ausdauersportler versuchen best√§ndig, hinter das Geheimnis der Proteine zu kommen und die ihnen innewohnende Kraft f√ľr den eigenen Erfolg einzusetzen.

In all unseren K√∂rperteilen - ob Gewebe, Organe, Muskeln - sind Eiwei√üverbindungen vorhanden. Vielleicht r√ľhrt aus dieser Erkenntnis der Umstand her, da√ü wir glauben, solche Bestandteile unserem Organismus in fertiger Form zuf√ľhren zu m√ľssen. Der "normale" Kulturmensch glaubt, dass er sich die Lebenskraft der Tiere und ihre Erzeugnisse einverleiben m√ľsse, um selbst in den Besitz der Kraft und des Lebensmutes der Tiere zu gelangen. Die meisten Menschen sind davon √ľberzeugt, auf Fleisch nicht verzichten zu k√∂nnen, da es f√ľr die Funktion des K√∂rpers unabdingbar sei. Fleisch enth√§lt keineswegs mehr Proteine als andere Nahrungsmittel. Mit ihrem durchschnittlichen Eiwei√ügehalt von 20% rangieren Fleisch und Fisch im Mittelfeld der Proteinlieferanten, gemeinsam mit N√ľssen, Linsen und K√§se. Doch viele K√§sesorten, wie z.B. Parmesan, und manche Nussarten haben einen viel h√∂heren Eiwei√ügehalt als Fleisch. Sojamehl, Bestandteil und Ausgangsprodukt zahlreicher Fleischersatzprodukte, enth√§lt einen Eiwei√ügehalt von mehr als 40%.


Was ist Eiweiß?

Eiwei√ü ist nicht nur die gallertartige Masse eines ungekochten Eies, sondern eines der wichtigsten Bausteine des Lebens. So wundert es nicht, dass seit seiner wissenschaftlichen Entdeckung das Eiwei√ü medizinisch und ern√§hrungsphysiologisch eine immense Bedeutung erlangt hat. Eiwei√üe sind hochkomplexe Stoffe, die aus verschiedenartigen Aminos√§uren zusammengesetzt sind. Es gibt nahezu unz√§hlige Arten von Eiwei√ü. Alles was lebt besteht aus Eiwei√üstrukturen, die alle ihre spezifischen Formationen und Wirkungsweisen haben. Eiwei√ü ist in fast jedem nat√ľrlichen Nahrungsmittel enthalten. Jede Pflanze enth√§lt Aminos√§uren, die damit auch dem menschlichen K√∂rper mit der Nahrungsaufnahme zur Verf√ľgung stehen. Von den verschiedenen Aminos√§uren kann der menschliche K√∂rper acht selbst nicht synthetisieren (=herstellen). Diese m√ľssen daher dem Organismus von au√üen zugef√ľhrt werden. Vor noch nicht allzu langer Zeit nahm die Ern√§hrungswissenschaft an, dass nur tierisches Eiwei√ü alle essentiellen Aminos√§uren enthalte. Mit zunehmenden Forschungserkenntissen wurde jedoch klar, dass auch pflanzliche Nahrung die f√ľr das menschliche Leben erforderlichen essentiellen Aminos√§uren enth√§lt.

Zu den Ern√§hrungsirrt√ľmern geh√∂rt die Ansicht, mit m√∂glichst jeder Mahlzeit dem K√∂rper Eiwei√ü zuf√ľhren zu m√ľssen, um einen Leistungsabfall zu verhindern. Unser K√∂rper ist hochkomplex und dennoch genial strukturiert. Auch in Urzeiten standen unseren Vorfahren keine t√§glichen Eiwei√ümengen tierischen Ursprungs in beliebiger Gr√∂√üenordnung zur Verf√ľgung. Die verschiedenen K√∂rperzellen - allen voran die Leber - k√∂nnen Eiwei√ü speichern und bei Bedarf an das Blut abgeben. Menschliches Protein entsteht im K√∂rper nicht dadurch, dass gegessenes Protein einfach zum Aufbau neuer Zellen verwendet wird. Eiwei√ü wird vielmehr in vielen Schritten zerlegt und neu synthetisiert. Dazu wird es zun√§chst in seine Bausteine, die Aminos√§uren, aufgespalten. Alle Aminos√§uren werden alsdann in der Leber und in Zellen gespeichert und zirkulieren im Blut. Hier stehen sie dem K√∂rper bei Bedarf jederzeit zur Verf√ľgung.


Eiwei√ü f√ľr Sportler

"Mehr hilft mehr" und "vom Guten kann der Mensch nicht genug bekommen" waren und sind zum Teil die Leitspr√ľche von Ern√§hrungs- und Gesundheitsberatern. Auch f√ľr den Sport, insbesondere den Hochleistungssport, gelten diese Regeln √ľberwiegend heute noch. Ein Sportler, dessen Leistungsf√§higkeit nachl√§sst, vermutet bei sich h√§ufig zuerst einen Eiwei√ümangel. Also wird gefuttert: Steaks, Steaks und nochmal Steaks, eiwei√ühaltiges Fleisch im √úberma√ü und Zusatzprodukte mit hohem Eiwei√ügehalt, um nur keine Defizite entstehen zu lassen.

Doch wie verhält es sich mit dem Eiweiß in Wirklichkeit? Sind wir genau richtig versorgt? Fragen, die sich immer wieder stellen und nur selten exakt beantwortet werden. Vielleicht gelingt es uns, ein wenig Licht in diese diffuse Eiweißdiskussion zu bringen.


Die Mär vom "schlaffen Vegetarier"

Auch heute noch wird von vielen Ern√§hrungsforschern angenommen, dass nur tierisches Eiwei√ü die Bedingungen f√ľr eine ausreichende menschliche Ern√§hrung erf√ľllt und daher unbedingt notwendig ist. Wenn dem so w√§re, stellte sich die Frage, wie es Elefanten, Giraffen, Pferden, K√ľhen, Schafen usw. gelingt, aus Bl√§ttern und einfachem Gras solch gewaltige, kr√§ftige, anmutige und langlebige K√∂rper entstehen zu lassen. Dazu bilden diese sich vegetarisch ern√§hrende S√§ugetiere f√ľr ihre Nachkommen Milch mit einem hohen Eiwei√ügehalt, ohne ihrerseits nun Steaks oder gar Zusatzpr√§parate gefressen zu haben.

Dass auch pflanzliche Nahrungsmittel Eiwei√ü enthalten, gilt zwischenzeitlich selbst bei den Protagonisten einer intensiven Fleischkost als gesicherte Erkenntnis. Die Bef√ľrchtung, Vegetarier k√∂nnten aufgrund ihrer fleischlosen Ern√§hrung an Eiwei√ümangel leiden, ist sowohl wissenschaftlich als auch durch die Vielzahl der munter herumlaufenden, sich rein pflanzlich ern√§hrenden Zeitgenossen mittlerweile hinreichend widerlegt.

Wenn "Fleisch ein St√ľck Lebenskraft ist", wie es uns die Werbung erkl√§ren will, dann gilt dies immer nur f√ľr die vergangene Lebenskraft des ehemals lebendigen Tieres. "Lebenskraft" kann totes, in Verwesung √ľbergegangenes Fleisch nicht mehr vermitteln. Immer wieder wird uns von wissenschaftlicher Seite aus erkl√§rt, dass es sehr schwierig sei, wollten wir nur mit Obst, Gem√ľse, Salaten und Getreideprodukten den Bedarf an Vitaminen, Eiwei√ü und Mineralstoffen decken. Hier sei nochmal betont, dass tierisches Eiwei√ü direkt keine "Kraft" liefert. Es muss zun√§chst √ľber die Aminos√§uren in Glukose umgewandelt werden (Glukoneogenese). Dieser Vorgang ist f√ľr den K√∂rper nicht nur m√ľhselig, sondern kostet auch viel Energie, die f√ľr die Muskel- und Nervenarbeit nicht zur Verf√ľgung steht.

Der menschliche Organismus vermag es problemlos, aus Pflanzen das f√ľr ihn notwendige Eiwei√ü zu beziehen. Pflanzliches Eiwei√ü ist ebenso vollwertig wie tierisches, vorausgesetzt, es ist naturbelassen, also nicht durch Koch- oder Bratvorg√§nge ver√§ndert worden. W√§hrend wir Fleisch allerdings nur in den seltensten F√§llen roh essen, f√§llt uns dies bei Gem√ľse oder Obst schon wesentlich leichter. Hierdurch bekommen wir bei ausreichendem Konsum gen√ľgend essentielle Aminos√§uren, um auch als Hochleistungs- und Ausdauersportler √ľber eine ausreichende Versorgung mit Eiwei√ü zu verf√ľgen. Ein interessantes Beispiel lieferte das im 1. Weltkrieg isolierte D√§nemark, das nicht wusste, wie es seine Bev√∂lkerung w√§hrend der Blockademonate ern√§hren sollte. Es kam auf die Idee, das Viehfutter f√ľr die K√ľhe einzusparen und direkt f√ľr die menschliche Ern√§hrung zur Verf√ľgung zu stellen. Die Folgen: Die Bev√∂lkerung wurde satt und die Krankheiten gingen um mehr als 40% zur√ľck. Die in Europa grassierenden Epidemien aufgrund von Unter- und Mangelern√§hrung gingen an D√§nemark nahezu spurlos vorbei.


Wieviel Eiweiß pro Tag?

"Zu einer richtigen Mahlzeit geh√∂rt ein anst√§ndiges St√ľck Fleisch." - "Nur Fleisch liefert hochwertiges Protein". Spr√ľche wie diese geistern auch heute noch durch deutsche K√ľchen. Proteine sind die kompliziertesten aller Hauptnahrungsbestandteile. Die Verdauung von Proteinen ist √§u√üerst schwierig und ben√∂tigt wesentlich mehr Zeit und Energie als jedes andere Lebensmittel. Um den ganzen Verdauungstrakt zu durchlaufen, ben√∂tigt diese Form der Nahrung durchschnittlich 25-30 Stunden. Eiwei√ü stellt dem K√∂rper zun√§chst keine Energie zur Verf√ľgung, sondern verbraucht sie! Protein wird √ľberdies vom K√∂rper nur im Notfall zur Energieversorgung herangezogen, dann, wenn nicht gen√ľgend Kohlenhydrate und Fette vorhanden sind. Dieser als Glukoneogenese bekannte Prozess setzt erst bei Belastungen weit jenseits der Marathondistanzen ein. Protein unterst√ľtzt auch im Notfall die Muskelt√§tigkeit weder direkt noch wirkungsvoll. Auch deswegen ist der Trend zu beobachten, dass immer mehr Spitzensportler zu Vegetariern werden.

F√ľr den Menschen gilt: Bei reichhaltigem und h√§ufigem Proteinverzehr hat der Organismus Probleme, alle Endprodukte des Eiwei√üstoffwechsels auszuscheiden. Auch heute noch wird gelegentlich die Ansicht vertreten, dass der menschliche Organismus pro Tag zwischen 110 und 130 Gramm Gesamteiwei√ü ben√∂tige. Diese Eiwei√ümast birgt die Gefahr von Krankheiten. Mittlerweile wurde das Eiwei√üminimum von der offiziellen Ern√§hrungslehre auf rund 70 Gramm pro Tag reduziert.

Neben den Erkenntnissen der klassischen Wissenschaft gibt es jedoch zahlreiche Untersuchungen, die belegen, dass eine t√§gliche Zufuhr von 20-30 Gramm Eiwei√ü nicht nur v√∂llig ausreicht, sondern auch Folgesch√§den durch nicht verdaubare Eiwei√üprodukte ausschlie√üt. Dies insbesondere dann, wenn es sich beim Eiwei√ü um pflanzliche Proteine handelt! Naturbelassene Aminos√§uren aus Pflanzen werden vom K√∂rper leichter aufgenommen und verwertet als hitzebehandeltes und geronnenes tierisches Eiwei√ü. Bisher wurde bei Vegetariern, die auch auf Milch und Milchprodukte in ihrer Nahrung verzichten und sich √ľberwiegend von Rohkost ern√§hren, kein einziger Fall von Eiwei√ümangel festgestellt. Bis heute ist in der Medizin auch kein einziger Fall bekannt geworden, dass Vegetarier unter den Folgeerscheinungen einer zu hohen Eiwei√üaufnahme zu leiden gehabt h√§tten. Im Gegenteil: Professor Dr. Lothar Wendt stellte in seinen Untersuchungen fest, dass vegetarische Kost bei Vermeidung tierischen Eiwei√ües die "√ľberf√ľllten" Eiwei√üspeicher des menschlichen Organismus‚Äė abbaut.


Wovon ist der individuelle Eiweißbedarf abhängig?

Bei der Beantwortung dieser Frage gilt es zu ber√ľcksichtigen, dass beim Koch- oder Bratvorgang zwischen 40 und 85 Prozent des Proteingehaltes der meisten Nahrungsmittel denaturiert, also zerst√∂rt wird. Hinzu kommt, dass erhitzte Speisen in der Regel mit einer Temperatur von 40¬įC in den Magen gelangen. Diese W√§rme gen√ľgt, um im Magen einige der gastritischen Enzyme, die f√ľr die Verdauung notwendig sind, wirkungslos zu machen. Ein vorgesch√§digtes Verdauungssystem sorgt bei vielen Menschen im √ľbrigen daf√ľr, dass sie Fleisch √ľberhaupt nicht verdauen k√∂nnen, da es ihnen an pankreatischen Verdauungsenzymen, an Galle und Salzs√§ure mangelt.

Bei einer basen√ľbersch√ľssigen Ern√§hrung, wie sie z.B. eine vegetarische Kost mit √ľberwiegendem Obstanteil darstellt, ben√∂tigt der K√∂rper t√§glich nur zwischen 20 und 30 Gramm Eiwei√ü. Bei einer s√§urebildenden, fleischhaltigen Nahrung kann dieser Eiwei√übedarf auf bis zu 200 Gramm pro Tag ansteigen, wie der Ern√§hrungsforscher R. Berg in einer seiner Untersuchungen feststellte, da von der aufgenommenen Eiwei√ümenge nur wenig voll verwertbar ist. Er wies gleichzeitig darauf hin, dass bei einem Salzkonsum von mehr als 8 Gramm pro Tag Sch√§den in der Eiwei√üverdauung auftreten k√∂nnen. Doch auch industriell gewonnener Zucker spielt nach seiner Erkenntnis eine gro√üe Rolle. Er hemmt die Resorption der essentiellen Aminos√§ure Lysin. Und wie sieht die Wirklichkeit aus? Der durchschnittliche t√§gliche Eiwei√üverzehr der Bundesdeutschen liegt zur Zeit bei rund 90 Gramm f√ľr Frauen und 110 Gramm f√ľr M√§nner.

Wie sollte eine ausgewogene Ernährung aussehen?

Im Grunde genommen sollten wir √ľber unsere Nahrungsaufnahme nicht lange nachdenken m√ľssen. Lebten wir in der freien Natur und nicht in isolierten R√§umen, w√ľrde uns unser Instinkt schon sagen, was uns bek√∂mmlich ist und was nicht. Alle Nahrungsarten enthalten gen√ľgend Fette, Kohlenhydrate, Eiwei√üe, Vitamine und Mineralstoffe in idealer Kombination und Zusammensetzung. Kein Tier muss dar√ľber nachdenken, wieviel Eiwei√ü wohl in dem Blatt enthalten ist, das es gerade verspeist. Doch unsere Nahrung ist industriell aufbereitet, durch Koch- und Bratvorg√§nge weitgehend denaturiert und durch Gew√ľrze erst wieder schmackhaft gemacht worden. Unsere Sinnesorgane werden von uns immer wieder √ľberlistet, so dass wir zwar erkennen, was uns schmeckt, jedoch nicht, was uns bekommt.

Auf jeden Fall sollten hochgradig stärke- und eiweißhaltige Nahrungsmittel nicht zusammen gegessen werden. Beide benötigen entgegengesetzt wirkende Verdauungsenzyme, was die Verdauung erschwert und entsprechend verlangsamt. Eiweiß erfordert ein Säuremedium, während Stärke basische Amylase benötigt. Nach der chemischen Gesetzmäßigkeit neutralisieren sich Säure und Base. Folglich kommt es zu einer langen Lagerzeit im Magen.


Ausdauer- und Spitzenleistungen ohne tierisches Eiweiß?

Wildpflanzen enthalten die zehnfache Menge an Eiwei√ü gegen√ľber Gartengem√ľse. Doch ob Tier- oder Pflanzeneiwei√ü - weder das eine noch das andere versorgt den menschlichen K√∂rper mit Energie! In erster Linie ben√∂tigen wir Kohlenhydrate, die in Obst in idealer Menge und - besonders wichtig - sofort verf√ľgbarer Zusammensetzung enthalten sind. Fr√ľchte liefern zu 90% sofort aufnahmef√§hige Kohlenhydrate in Form von Glukose. Egal, was wir zu uns nehmen, es ist f√ľr den menschlichen K√∂rper erst dann verwertbar, wenn es zu Glukose umgewandelt wurde. Auch die Energie aus tierischem Eiwei√ü - egal ob Fleisch oder Fisch - muss zun√§chst in Glukose umgewandelt werden. Bei diesem Prozess gehen rund 70% f√ľr die Verdauungsarbeit verloren. Nur knapp 30% verbleiben schlie√ülich als verf√ľgbarer Energie√ľberschuss.

Der menschliche K√∂rper, damit auch der des L√§ufers, verwendet immer zuerst Kohlenhydrate und Fette als Energielieferanten. Wer beim Laufen Sodbrennen oder saures Aufsto√üen versp√ľrt, zeigt an, dass sein Magen zuviel S√§ure produziert. S√§ure ist zwar f√ľr die Verdauung von Eiwei√ü erforderlich, doch da wir st√§ndig und zuviel s√§urebildende Nahrung zu uns nehmen, kann der K√∂rper die S√§ureflut nicht bew√§ltigen. So paradox es klingen mag: Saures Obst verhindert eine √úbers√§uerung des Magens!

Vielen von uns ist sicher das Ehepaar Ingrid und Harold Glaser aus der N√§he von Freiburg ein Begriff. Seit 1991 ern√§hren sich beide aus Gesundheitsgr√ľnden nur mit Obst und rohem Gem√ľse. Beide litten vorher unter einer Reihe von Krankheiten, die sie veranlassten, √ľber ihre Ern√§hrung nachzudenken. Seit der Nahrungsumstellung erstarkte Harold Glaser derart, dass er erfolgreich am IRONMAN auf Hawaii teilnehmen konnte. Es geht also durchaus auch "ohne". [...] Helmuth Ohlhoff


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BeitragVerfasst: Mo Jan 03, 2005 8:31 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
Hallo,
den Bericht am besten vergessen!!! Ich will ihn nicht l√∂schen lassen, aber wenn ein Artikel √ľber Protein sich vor allem mit Protein als Energiequelle besch√§ftigt und davon ausgeht, dass der Proteinbedarf haupts√§chlich √ľber Steaks gedeckt wird, dann ist er nicht mehr wert als vergessen zu werden.

Ich will nicht viel Zeit mit einem so lächerlichem Thema verlieren und daher nur anmerken, dass eine Kuh einen "etwas" anderen Magen hat als der Mensch und dass auch das Gehirn bei den meisten Menschen "etwas" anders ist als bei den im Artikel genannten Tieren ist.

Armin


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BeitragVerfasst: Di Jan 04, 2005 15:10 

Registriert: Mo Jan 03, 2005 21:19
Beiträge: 1500
Wohnort: Chemnitz
Also das ist ja ein abenteuerlicher Artikel.

Demnach w√§re ich schon lange schwer krank, weil ich mich seit Monaten einer schlimmen Eiwei√ümast aussetze. Ich nehme deutlich √ľber 100g Eiwei√ü pro Tag zu mir (150g-200g, z.T250g).

Das Ergebnis: Mein Körperfettanteil ist innerhalb eines Jahres (seit ich mich extrem Eiweißreich ernähre) von rund 22% auf unter 12% gesunken. Gleichzeitig habe ich leicht an Kraft und fettfreier Körpermasse zugelegt (rund 5%).

Ich habe in dieser Zeit ansonsten lediglich darauf geachtet, kleinere Mahlzeiten einzunehmen. Desweiteren achte ich nicht auf Kohlenhydrate, sondern reduziere eher Fett sehr, d.h. Jogurth, etc... aber ich nehme auch Fette zu mir, also keine extreme Low-Fat Ernährung.
Ich habe keine Subs zu mir genommen, außer Eiweiß und KH-Eiweißgetränke und Riegel, aber Eiweiß eben in Mengen (Pulver). Das ändere ich zwar jetzt, da ich verstärkt aufbauen will, aber wiegesagt, bisher keine.

In meinem ganzen Leben hatte ich nie eine derartige Form, und ich war in der gesamten Zeit nie krank. Mein Artzt bescheinigt mir hervoragende Werte in jeder Hinsicht. Zugegebenerma√üen bin ich kein besonders massereicher Typ, ich dr√ľcke zum Bsp. nur etwa 110kg auf der Bank. Daf√ľr mach ich 10Klimmz√ľge (breit!!!) mit 10kg Zusatzgewicht, das machen die wenigsten Massetypen...

Auch meine Freundin, die schon davor eine gute Form hatte, hat jetzt nahezu Perfektion in ihrer Figur erreicht.

Das einzige was ich bemerke, sind die Eiweißtypischen Verdauungsnebenwirckungen sowie eine oft leicht erhöhte Temperatur (Termogenese?).

Ich will dammit nicht sagen das Eiwei√ü der heilige Gral ist, der Zuwachs etwa an Muskelmasse ist eher bescheiden, dazu braucht es wohl andere Supplemente neben Eiwei√üpulver. Und ich verzichte weder auf KH (eher im Gegenteil), noch auf Fette v√∂llig (wobei ich Fette schon reduziere). Und ich betreibe Ausdauersport (aber schon immer, auch mit K√∂rperfett 22%). Aber f√ľr mich war es eindeutig der Schl√ľssel zum Erfolg.


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