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 Betreff des Beitrags: Fl√ľssige Aminos besser als Eiweisshage?
BeitragVerfasst: Do Mai 05, 2011 18:48 

Registriert: So Mär 25, 2007 12:10
Beiträge: 243
Wohnort: Lauterbach
Wollte mal fragen wie die Unterschiede sind zwischen dem bekannten eiweisshage und fl√ľssigen aminos.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fl√ľssige Aminos besser als Eiweisshage?
BeitragVerfasst: Fr Mai 06, 2011 10:48 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
Hallo Rappelkiste,

du bist schon so lang im Forum dabei, dass mich deine Frage mindestens f√ľr das ganze kommende Wochenende regelrecht demoralisiert.
Wenn du eine solche Frage stellst, wie wenig m√ľssen dann viele "j√ľngere" Forumsteilnehmer √ľber Supplements wissen :-((

Aber gut, ich bin ja gewohnt Schmerzen zu ertragen :-TT und daher will ich , vorsichtshalber ganz von vorne angefangend, auf die Sache eingehen.

Protein und Aminosäuren werden normalerweise als Pulver eingekauft.
Wenn jemand diese Pulver in Fl√ľssigkeit (egal ob Wasser, Milch, Saft ect) einr√ľhrt, dann hat er fl√ľssige Aminos oder fl√ľssiges Protein "hergestellt".

Dabei ist es bez√ľglich der Wirkung v√∂llig egal, ob du diese Herstellung daheim in einem Shaker , oder in dem Mixer der K√ľchenmaschine oder ob wir oder ein anderer Hersteller, dieses Einmixen in einem Mischer (der ja nichts anderes als ein grosser K√ľchenmaschinen-Mixer ist) machen.

Wenn du das Proteinpulver oder Aminos√§urenpulver in Kapsel oder Riegel steckst und mit Fl√ľssigkeit zusammen verzehrst, macht dein Magen das mischen bzw. shaken.
Allerdings braucht der Magen zum Schaken ca 10 Minuten (der Magen wackelt bzw sch√ľttelt ja nicht wie wild herum, sondern "knetet" seinen Inhalt, daher dauert das Mischen etwas l√§nger), w√§hrend man das im Mischer in ca 10 Sekunden machen kann.

Wenn wir das jetzt zusammenfassen, k√∂nnen wir sagen, dass es eigentlich nicht viel (allenfalls 10 Minuten Zeitgewinn oder Zeitverlust) ausmacht, ob wir Protein und Amins√§uren als Pulver, Kapseln, Riegel, Sprudeltablette oder fl√ľssig einnehmen.

Also k√∂nnen wir uns bei der weiteren Ausf√ľhrung auf den Unterschied zwischen Protein und Aminos√§uren konzentrieren (und sollten dabei aber auch auf Peptide, die ja ein "Mittelding" zwischen Protein und Aminos√§uren sind) eingehen.

Dazu folgendes.

(Nahrungs-) Protein besteht aus 18 verschiedene Aminosäuren, die miteinander verbunden sind (Protein kann man sich vorstellen wie eine Perlenkette die man "verknottelt" hat und deren Perlen die Aminosäuren sind).

Der K√∂rper kann mit dem intakten Protein (der verknottelten Perlenkette) zuerst man gar nichts anfangen. Im Magen und Darm wird das Protein erst mal "aufgeknottelt" und zu Peptiden (Verbindungen weniger Aminos√§uren ... vergleichbar wie wenn man die Perlenkette in kleine Kettenst√ľcke zerschneidet) zerlegt.

Mit einigen dieser Peptide kann der Oranismus schon arbeiten, er lässt sie vom Darm ins Blut und hauptsächlich in der Leber werden diese aus dem Nahrungsprotein stammende Peptide zu körpereigenen Substanzen umgebaut.

Die meisten Peptide werden aber im Darm zu freien singulären Aminosäuren (das sind dann die einzelnen Perlen der Kette völlig voneinander losgelöst und als singuläre Perlen frei herum rollend) weiter zerlegt.

Diese Aminosäuren gelangen dann vom Darm ins Blut und werden vom Blut in Leber, Muskeln, Muskelzellen, Organe ... transportiert und an all diesen Stellen im Körper wird aus den Aminosäuren vom Organismus neue Körpersubstanz synthetisiert , die meist wieder (Körper-) Protein wie zB. Muskelzellen ist (aus den einzelnen Perlen wird in den Körperzellen also wieder eine Kette gemacht, aber eine, die so aussieht, wie die Zelle sie haben will)

Da man heute freie Aminos√§uren chemisch synthetisieren kann, kann man theoretisch die Aminos√§uren, welche man wie oben erkl√§rt, normalerweise dem K√∂rper als Protein zuf√ľhrt, auch einzeln kaufen und sie statt des Proteins nehmen.

Der Unterschied ist dann der, dass man die Peptide nicht hat (was ein Nachteil ist) .... der Vorteil ist, das der Organismus nicht viel Energie und Zeit braucht um die Aminosäuren aus dem Proteinverbund heraus zu lösen bzw. frei zu machen.

Anders ausgedr√ľckt, die freien singul√§ren Aminos√§uren stehen dem Organismus sofort nach Einnahme zu Verf√ľgung und die Energie kann direkt zum Aufbau von K√∂rperprotein benutzt werden, w√§hrend beim Protein erst einmal Zeit und Energie verbraucht wird, bis die Aminos√§uren aus dem Proteinverbund heraus gel√∂st und isoliert bzw. frei f√ľr neue Aufbauprozesse verf√ľgbar sind.

Mit freien singul√§ren Aminos√§uren kann man aber noch was machen... und das ist eigentlich das WIRKLICH INTERESSANTE AN FREIEN AMINOS√ĄUREN....

Man kann sich nämlich mit freien singulären Aminosäuren tausende von unterschiedliche Aminosäurebilanzen mischen, die aus nur einer oder bis zu 25 verschiedenen Aminosäuren in völlig unterschiedlichen Mengenverhältnissen bestehen.

Jede solche Aminos√§urebilanz kann man als Endprodukt eines Proteins betrachten und so betrachtet kann man mit freien singul√§ren Aminos√§uren praktisch zig - tausende von v√∂llig unterschiedlichen Proteinen simulieren, w√§hrend man √ľber Nahrungsprotein nur eine sehr geringe Vielfalt von Aminos√§urebilanzen zur Verf√ľgung hat, da die Nahrungsproteine doch ziemlich gleich von den Aminos√§uren her zusammengesetzt sind.

So und jetzt sind wir endlich so weit, dass ich dir deine Frage wie folgt in einem kurzen Satz beantworten kann:

DEINE FRAGE IST ENTWEDER GANZ EINF√ĄLTIG MIT "BEIDES IST GLEICH GUT" ODER FACHLICH MIT "DIE FRAGE IST ZU EINF√ĄLTIG GESTELLT , ALS DASS MAN SIE BEANTWORTEN K√ĖNNTE" ZU BEANTWORTEN.

Ich hoffe, dass aus meinen Ausf√ľhrungen oben logisch abgeleitet wird, dass die zig -tausenden M√∂glichkeiten von total unterschiedlichen Aminos√§urebilanzen auch zig - tausende von total unterschiedlichen Funktionen bzw. Reaktionen des Organismus bewirken (wovon die meisten √ľberhaupt nicht erforscht sind) und die "je nach Geschmack als gut oder schlecht empfunden werden k√∂nnen.

Vielleicht kann ich dir aber mit meiner Erfahrung helfen:

Ich empfehle als Faustregel PRO TAG ca 0,8 - 1 g Protein pro kg K√∂rpergewicht √ľber Nahrungsprotein (Fleisch, Fisch, K√§se....) plus ca 0,5 g Protein pro kg K√∂rpergewicht √ľber Anabolic Protein und weiter 0,5 g √ľber freie Aminos√§uren (vor allem BCAAs) einzunehmen.

Von dieser Fausregel ausgehend, kann jeder in der Praxis probieren, ob es besser f√ľr ihn ist (das muss man wirklich k√∂rperlich sp√ľren) wenn er meine vorgeschlagenen Mengen individuell nach oben oder unten variiert.

Armin

PS:
Oh Mann, was habe ich da wieder geschrieben...
Vielleicht kann es einer, der es zuf√§lliger Weise versteht, mal einfacher und allgemeinverst√§ndlich formulieren, ich bin beim besten Willen kein Erkl√§rungsk√ľnstler.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fl√ľssige Aminos besser als Eiweisshage?
BeitragVerfasst: Di Mai 10, 2011 9:31 

Registriert: Do Apr 26, 2007 11:11
Beiträge: 340
Ist doch sehr verständlich und detailliert geschrieben.
K√ľrzer formuliert k√∂nnte man evtl. sagen, dass Rappelkistes "Eiweisshage" nicht das Pr√§zisionswerkzeug f√ľr den Muskelaufbau ist. Mit (freien) Aminos kann man pr√§ziser arbeiten, da diese, wenn gezielt eingenommen, nur f√ľr diesen Zweck vom K√∂rper verwendet werden.

_________________
"Kraft kommt von Kraftstoff."


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 Betreff des Beitrags: Re: Fl√ľssige Aminos besser als Eiweisshage?
BeitragVerfasst: Di Mai 10, 2011 13:36 

Registriert: So Jan 16, 2000 1:01
Beiträge: 8487
Hallo,

na ja, vielleicht kann man es so beispielhaft ausdr√ľcken:

Der unterschied zwischen freien singulären Aminosäuren und einem Protein ist ähnlich wie der zwischen einer fest zusammengesetzten Perlenkette und den losen Perlen, die man beliebig zusammen setzten kann.

Armin


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 Betreff des Beitrags: Re: Fl√ľssige Aminos besser als Eiweisshage?
BeitragVerfasst: Di Mai 10, 2011 21:54 

Registriert: Do Jan 28, 2010 12:21
Beiträge: 489
Was f√ľr ein Beitrag, Armin! Ich musste gut lachen, dass du mit so einem Brocken antwortest auf so eine Frage. Aber nun gut, das wars dann doch wert alles zu lesen:

"Ich empfehle als Faustregel PRO TAG ca 0,8 - 1 g Protein pro kg K√∂rpergewicht √ľber Nahrungsprotein (Fleisch, Fisch, K√§se....) plus ca 0,5 g Protein pro kg K√∂rpergewicht √ľber Anabolic Protein und weiter 0,5 g √ľber freie Aminos√§uren (vor allem BCAAs) einzunehmen."


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