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Antioxidantien

Antioxidantien

Die Vorteile auf einen Blick:

Hervorragend geeignet für Zeiten mit erhöhtem Stressaufkommen

Ideal geeignet bei erhöhten körperlichen Anstrengungen

Vitamin C als Antioxidans trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems während und nach intensiver körperlicher Betätigung bei

Vitamin C als Antioxidans unterstützt eine normale Funktion des Immunsystems

Als Antioxidans trägt Vitamin E dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen

Vitamin A als Antioxidans trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei




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Inhaltsverzeichnis

Alles zum Thema Antioxidantien

Allgemeine Informationen

In den vergangenen Jahren sind pflanzliche wie auch synthetische Antioxidantien vermehrt in den Mittelpunkt wissenschaftlicher Forschungen gerückt. Aufgrund ihres verstärkten Einsatzes in kosmetischen Produkten, Nahrungsmitteln, Getränken und als Nahrungsergänzungsmittel, ist die Forschung stets daran interessiert, inwiefern sich eine präventive Versorgung mit Antioxidantien auf die Gesundheit auswirken könnte. Das Bedürfnis der Menschen, stetig gesund und leistungsfähig zu sein, hat die Nachfrage nach speziellen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln, welche antioxidative Eigenschaften aufweisen, regelrecht explodieren lassen und einen gigantischen Markt erschaffen. Es wurde inzwischen eine große Anzahl an Studien mit Antioxidantien durchgeführt, die sich damit beschäftigten, inwieweit diese einen möglichen präventiven Vorteil bei Arteriosklerose, Herz- und Kreislauferkrankungen (Arab und Stock, 2000) sowie Krebs (Mares-Perlman, 2002) haben könnten.

Was sind Antioxidantien?

Die bekannten Wissenschaftler Halliwell und Gutteridge definieren ein Antioxidans folgendermaßen: „Eine Substanz, die, wenn sie in geringen Konzentrationen im Vergleich zu der Konzentration eines oxidierbaren Substrates präsent ist, die Oxidation dieses Substrates signifikant verzögert oder verhindert (Halliwell et al., 1990).
Wenn man von Anti(oxidantien)* spricht, werden damit chemische Verbindungen und Enzyme bezeichnet, welche aufkommende und unerwünschte Oxidationen bzw. Kettenreaktionen von einem Substrat (freien Radikal) verhindern sollen. Sie schützen vor oxidativem Stress. Erreicht wird dies, indem sie die Radikalbildung unterdrücken, Radikale abfangen oder deren Degeneration beschleunigen. Sie geben von sich ein Elektron ab, das dem Radikal fehlt. Durch diese Abgabe wird das bisher aggressive Radikal neutral und stellt für den menschlichen Körper keine Gefahr mehr da. Sie deaktivieren somit im menschlichen Organismus den reaktiven Sauerstoffspezies (ROS), welcher bei zu übermäßigem Auftreten zu oxidativem Stress führt. Die wichtigsten und bekanntesten Vertreter der Antioxidantien sind die Vitamine A (Beta-Carotin), E, C und D sowie die Spurenelemente Zink und Selen. Außerdem existieren noch verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, z.B. Sulfide, Polyphenole und eine Unmenge weiterer Stoffe, die selbst bis heute noch nicht alle entdeckt und erforscht worden sind.

 *In dem Text wird noch öfters der Begriff Antioxidantien oder Oxidantien erwähnt werden, deshalb erfolgt an diesem Punkt eine kurze Erläuterung. Der Begriff Oxidation wurde von dem französischen Chemiker Antoine Laurent de Lavoisier geprägt und bedeutet „chemische Reaktion, in deren Rahmen ein zu oxidierender Stoff Elektronen an ein Oxidationsmittel abgibt“. Der Begriff Antioxidans setzt sich aus „Anti“ und „Oxidation“ zusammen und ist das genaue Gegenstück und bedeutet, es neutralisiert die Oxidation.

 Bei Antioxidantien unterscheidet man mehrere Kategorien:

Die aeroben Zellen des menschlichen Körpers sind mit Schutzmechanismen ausgestattet →

  •  Endogene/biochemische körpereigene enzymatische Schutzsysteme mit ihren jeweiligen Schutzstoffen (Superoxiddismutasen* (SOD), Glutathion-Peroxidasen (GPX)* und Katalase)

Die enzymatischen Antioxidantien sind in den unterschiedlichsten Bereichen der Zellen verteilt.

  • Nicht enzymatische exogene Antioxidantien, welche über Lebensmittel und Flüssigkeit zugeführt werden müssen (Vitamin A, C, E, K, Carotinoide, Flavonoide, Polyphenole, bioorganische Moleküle wie Harnsäure, Glutathion-Derivate, Bilirubin, Transferrin usw.)

Die nicht enzymatischen Antioxidantien müssen von außen (exogen) zugeführt werden.

 Einige Schutzstoffe werden jetzt gesondert dargestellt, da sie besonders wichtig für das Immunsystem als Antioxidans sind. Des Weiteren sind sie auch noch Proteine.

* Die Superoxiddismutasen
Im Jahre 1939 entdeckten die Wissenschaftler Mann und Keilin die ersten Superoxiddismutasen in den Erythrozyten von Rindern. Aufgrund des hohen Kupfergehaltes und des Fundortes wurden sie als Erythrocuperin bezeichnet. Es dauerte nicht lange und die Wissenschaft entdeckte fast identisches Kupferprotein in jeglichen Geweben und Körperorganen. Jedoch blieb für eine lange Zeit die Bedeutung des Kupferproteins verborgen. Dann endlich entdeckte man, dass Erythrocuperin ausschließlich im Gewebe von Aerobiern (Mikroorganismen, welche für ihren Stoffwechsel den essentiellen Sauerstoff benötigen) zu finden ist. Mit dieser Feststellung konnte erstmals ein Zusammenhang des Proteins zum Sauerstoff hergestellt werden (Nohl, 1981). Den endgültigen Durchbruch errungen schließlich McCord und Fridovich im Jahre 1969, denn ihnen gelang es, die Funktion des Proteins als katalytisches Enzym aufzuzeigen (McCord 1969). Der chemische Weg ist nicht von Bedeutung, es ist wichtig zu verstehen, dass Superoxiddismutasen alle Enzyme/Metallproteine sind, die die vorkommenden Superoxid-Anionen durch einen biochemischen Prozess zu Wasserstoffperoxid umwandeln. Bis heute sind 3 verschiedene Isoformen des SOD bekannt. Diese Information wird aber nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Die Glutathionperoxidase
Das zweite extrem wichtige Antioxidans (Enzym), welches zur Verteidigung gegen das ROS dient, ist die Glutathionperoxidase (GPx). Die GPx gehört zu einer Kategorie von Peroxidasen, welche wie das SOD den Körper vor oxidativen Schäden schützt. Seine Entdeckung hat es dem Wissenschaftlicher Mills im Jahre 1957 zu verdanken. Er fand heraus, dass das GPx die Reduktion von aggressivem H2O2 durch das Glutathion in harmloses Wasser katalysiert. Oder besser ausgedrückt, die GPx verhindert, dass das Wasserstoffperoxid in den Erythrozyten (rote Blutkörperchen) abgebaut wird, was sonst zu einer Hämolyse (Auflösung der roten Blutkörperchen) führen würde.


Unterkategorie von nicht enzymatischen exogenen Antioxidantien:

  • Die natürlichen Antioxidantien, welche aus der Natur von Lebensmitteln stammen wie Vitamin B, Vitamin C etc.
  • Die synthetischen Antioxidantien, zu denen gehören Gallate (Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) und Zitrate.

Die Gesamtheit der nicht-enzymatischen endogenen und exogenen Antioxidantien wird als Totale antioxidative Kapazität (TAC = total antioxidant capacity) oder Totaler antioxidativer Status (TAS) bezeichnet.
Auch wenn man Antioxidantien zu sich nimmt und einen gewissen eigenen Vorrat besitzt, ist es nicht garantiert, dass man trotzdem nicht krank werden kann. Damit Antioxidantien ihr volles Potenzial ausschöpfen können, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Konzentration des jeweiligen Antioxidans
  • Bioverfügbarkeit des jeweiligen Antioxidans

Freie Radikale

Mit Beginn der Geburt atmet der Mensch Luft ein, welche aus mehreren Komponenten wie zwei Stickstoffgasen, Sauerstoff, Argon und Kohlenstoffdioxid besteht. Für das menschliche Leben ist der Sauerstoff unabdingbar. Sauerstoff spendet Leben, aber jetzt kommt das Paradoxe, denn mit jedem Luftzug, den der Mensch ausführt, entstehen auch sauerstoffabhängige freie Radikale (ROS), die einen nicht unerheblichen Schaden in den menschlichen Zellen, Proteinen sowie den DNA-Strängen anrichten. Bei freien Radikalen spricht man von einem oder einer Gruppe von Atomen, Molekülen oder Ionen, mit einer ungeraden (ungepaarten) Anzahl von Elektronen. Sie können entstehen, wenn der Sauerstoff auf bestimmte Moleküle trifft. Beim reaktiven Sauerstoffprozess (ROS)* befinden sich auf der äußeren Schale die freien Radikale mit den ungepaarten Elektronen. Die Quellen, aus denen das ROS gebildet wird, können sowohl die exogenen Noxen (allgemein medizinischer Sammelbegriff für einen Stoff, der eine schädigende Wirkung auf den Körper hat) wie auch die endogenen Vorgänge sein. Die untere grafische Darstellung verdeutlicht dies anschaulich.

Abb. 1: Exogene und endogene Faktoren, die einen Einfluss auf die ROS-Bildung haben. Sowie deren schädigender Einfluss auf den Zucker, die Proteine, die Lipide und die DNA des menschlichen Organismus.

Die zentralen ROS-Bildungsorte sind die Mitochondrien. Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen und produzieren jegliche Energie im menschlichen Körper. Bei diesem Prozess fallen aber auch Abfallstoffe an, was unter anderem nichts anderes als die freien Radikale sind. Die wichtigsten Radikale sind das Superoxid- (O2), Hydroxyl-(OH) oder das Stickoxylradikal (NO). Aufgrund ihrer Struktur sind sie extrem instabil und sie reagieren schnell extrem aggressiv mit anderen Stoffen, da sie aktiv nach einem Ausgleich der Elektronen streben. Sie stehlen regelrecht ein Elektron. Dieser Vorgang löst eine Kettenreaktion aus, wenn das freie Radikal das nächste vollständige Molekül angreift und ihm ein Elektron entreißt. So wird das angegriffene Molekül selbst zum freien Radikal. Das Hauptproblem an diesem Vorgang ist der Schaden, den sie verursachen können, da sie mit den Bestandteilen (einer Zelle, einer Membran oder gar einer DNA) in Berührung kommen. Im schlimmsten Fall verursacht dies eine Reaktionskaskade, die zu einer abnormalen Zellwucherung wie Krebs oder sogar zum Zelltod führen kann.


*Bei den ROS unterscheidet man noch radikalische und nicht radikalische ROS; R. In der Tabelle sind einige Beispiele aufgeführt.

radikalische ROSnicht radikalische ROS
Superoxidanion (O2) Wasserstoffperoxid (H2O2)
Hydroxylradikal (OH) Alkylhydroperoxid (ROOH)
Alkoxylradikale (RO) Hypochlorige Säure (HOCI)
Alkylperoxylradikale (ROO) Peroxynitrit (ONNO)


Natürliche Lebensmittel, die reichlich Antioxidantien enthalten

Nahrungsmittel
Obst und Gemüse
Artischocken
Brombeeren
Blaubeeren
Rosenkohl
Kohl (rot)
Kirschen
Ingwer
Trauben (lila)
Grünkohl
Kiwi
Pflaumen
Granatapfel
Kartoffeln (rot und weiß)
Himbeeren
Spinat
Erdbeeren
Hülsenfrüchte
Schwarze Bohnen
Dicke Bohnen
Linsen
Pintobohnen
Sojabohnen
Nüsse und Samen
Haselnüsse
Pecannüsse
Sonnenblumenkerne
Walnüsse
Getreide
Gerste
Mais
Hafer


Da Antioxidantien aus einer Unzahl von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen bestehen, werden nur die wichtigsten Vertreter mit ihren Zufuhrempfehlungen in der kommenden Tabelle vorgestellt.

Vitamin/Mineralstoff/Spurenelement Empfohlene Zufuhrmeng in mg
  männlich weiblich
Vitamin A (Retinol, Retinal, Cartionoide) 1,0 0,8
Vitamin D 0,005 0,005
Vitamin E 14 12
Vitamin K 0,07 0,06
Vitamin C 100 100
Selen 0,03 -0,07 0,03 -0,07
Zink 10 7

Arbeitsweisen von Antioxidantien

Wenn es um die die Arbeitsweisen von Antioxidantien geht, ist eine Unterscheidung von 2 Arten notwendig:

  1. Sie arbeiten als Unterbrecher einer Kette
  2. Sie arbeiten präventiv

Was jedoch in beiden Fällen gleich ist: Ein freies Radikal wird unschädlich gemacht. Somit setzt das Antioxidans den schädlichen Auswirkungen der Oxidation ein Ende. Anhand von Beispielen wird dies jetzt genauer dargestellt:

Apfel
Wird die Haut des Apfels entfernt, indem man diesen schält, beginnt der Apfel, sich in kürzester Zeit zu bräunen. Hier ist der Prozess der Oxidation gut zu beobachten. Wird der geschälte Apfel jetzt in Zitronensaft (Vitamin C → Antioxidans) gebadet, wird der Vorgang der Oxidation (Autoxidation*) durch das enthaltene Antioxidans effektiv verlangsamt. Genau dieser Ablauf spielt sich im menschlichen Körper bei jeder Zelle ab.
*Bei der Autoxidation spricht man von einer spontanen Reaktion von atmosphärischem Sauerstoff mit Fetten, sprich der Prozess, der zu der bekannten Oxidation führt.

Metalle
Bei Metallen wird die Korrosion durch Oxidation ausgelöst. Das Metall wird systematisch zerstört. Spezielle Antioxidantien für Metalle können diesen Prozess beeinflussen bzw. verlangsamen.

Fette
Wenn gute Fette mit der Zeit schlecht und ranzig werden, ist dies auch der Oxidation (Autoxidation) geschuldet.
So wie freie Radikale eine Oxidation bei dem Apfel, Fett und Metall auslösen, ist dies auch beim menschlichen Organismus der Fall. Jedoch ist eine gewisse Anzahl von Oxidationen im menschlichen Körper völlig normal und sogar sinnvoll, aber nur unter der Voraussetzung, dass genügend Antioxidantien vorhanden sind, um die betroffenen Zellen, Proteine und die DNA zu schützen. Es muss eine Hämostase zwischen Oxidantien und Antioxidantien vorhanden sein, da es sonst zu unerwarteten negativen Folgen kommen kann. Nimmt nämlich die Anzahl der Oxidationen überhand, so schadet es dem menschlichen Körper und man spricht dann von oxidativem Stress. Oxidativer Stress lässt sich heutzutage durch medizinische Untersuchungen sogar messen. Dafür existieren bestimmte Marker, die den Stresslevel anzeigen, diese sind.

 Messbare Stressmarker beim Menschen:

  • Kreatinin g/l im Urin
  • Lipidperoxide µmol/l im Serum
  • 8-Epi-Prostaglandin µg/g Kreatinin

Entstehung von freien Radikalen im Sport und der Sinn von Antioxidantien

Damit der menschliche Körper Leistung erbringen kann, benötigt er Energie. Diese bezieht er vor allem über Kohlenhydraten, welche in Form von Glucose im Blut vorhanden oder in der Leber als Glykogen gespeichert sind. Ebenfalls als Brennstoff werden die vom Glycerin abgespaltenen Fettsäuren verwendet. Hier wird abgespaltenes Glycerin in seine weitere Phosphatform umgewandelt (Glycerinaldehyd-3-phosphat). Die nun freien Fettsäuren werden in den Mitochondrien durch die Verbrennung (Oxidation) zu Acetyl-CoA verstoffwechselt, welche dann als Energiesubstrat zur Verfügung stehen. Das Glycerol kehrt wieder zurück in die Fettzelle und verbindet sich mit neuen Fettsäuren. Als dritte Energiequelle können die Proteine dienen, wobei dieser Vorgang sehr ineffizient abläuft. Durch einen biochemischen Vorgang werden die Aminosäuren hydrolisiert und desaminiert. Im nächsten Schritt werden sie zu Pyruvat, Acetyl-CoA, -Ketoglutarat, Succinyl-CoA, Fumarat und Oxalacetat umgewandelt (katalysiert). Was diesen Stoffwechselvorgängen aber allen gemein ist: Es wird Sauerstoff benötigt. Somit fallen auch bei jedem Stoffwechselweg freie Radikale an.

Drei Wege der Zellatmung und ihre Stoffwechselwege

  • Die Glykolyse
  • Der Citratzyklus
  • Die Atmungskette

Die oben genannten Vorgänge zur Energiegewinnung finden in jeder Sekunde des menschlichen Daseins statt. Wie bereits unter dem Punkt „Freie Radikale“ dargestellt, ist die Radikalbildung ein völlig normaler Vorgang. Findet jetzt jedoch noch eine zusätzliche körperliche Betätigung wie Sport statt, erhöht sich auch der Bedarf an Energie aus Kohlenhydraten, Fetten oder Proteinen. Dies kann zu einem massiven Anstieg von freien Radikalen und zu einer Kapazitätserschöpfung des körpereigenen antioxidativen Schutzsystems führen. Dies ist vor allem gut im Kraftsportbereich wie im Bodybuilding zu beobachten, wo eine systematische Zerstörung im Mikrobereich der Muskelfaser angestrebt wird, die durch Training ausgelöst wird. Ziel des Ganzen ist es, dass der Körper anschließend die Stelle wieder reparieren muss und sie stärker macht als zuvor. Es kommt zum gewünschten Dickenwachstum (Hypertrophie) der betroffenen Muskelfasern. Die zugeführten Verletzungen verursachen Entzündungen, diese ruft das Immunsystem auf den Plan, da es diese Entzündung so schnell wie möglich eindämmen und reparieren muss. Aber auch die Aktivierung von den Immunzellen benötigt Energie, was wiederum freie Radikale verursacht. Ein Teufelskreis, aber nein, denn dem kann bis zu einem gewissen Grad Einhalt geboten und dem Immunsystem sogar geholfen werden. Neben einer ausgewogenen Ernährung können gezielt eingesetzte Antioxidantien als Multivitamin- oder Monopräparat dem Immunsystem durchaus hilfreich sein, die freien Radikale unschädlich zu machen.

Studien zu bestimmten Antioxidantien

Scarpa M. konnte im Jahre 1983 feststellen, dass Vitamin C eine direkte Beziehung mit molekularem Sauerstoff eingeht, was anschließend zur Bildung von Superoxidanionen geführt hat und somit zum Schutz des Immunsystems. Dies deckt sich auch mit den wissenschaftlich belegten Untersuchungen zu Vitamin C, da Vitamin C als Antioxidans eine normale Funktion des Immunsystems unterstützt. Eine weitere Studie, die von Esterbauer et al., im Jahre 1991 durchgeführt wurde, untersuchte die Auswirkung einer Vitamin E Supplementierung in Bezug auf das Immunsystem. Er kam zu folgendem Ergebnis: Vitamin E scheint als Radikalfänger in den Zellmembranen und in den Liproteinen zu agieren. Dies deckt sich auch mit den wissenschaftlichen Studien über Vitamin E, da es als Antioxidans dazu beiträgt, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Wenn der Normalbürger und Sportler neben Gemüse und Obst zusätzlich Antioxidantien in Form von Supplementen zuführen möchte, ist der Kauf eines Multivitaminpräparates die beste Entscheidung. Multivitaminpräparate gibt es dabei in den verschiedensten Varianten, Formen und Darreichungsformen:

  • Brausetabletten
  • Dragees
  • Fertiggetränke
  • Gel
  • Kapseln
  • Kautabletten
  • Lutschpastillen
  • Pulver zum Anrühren eines Fertiggetränkes
  • Tabletten
  • Tropfen
  • etc.

Anwendung und Nebenwirkungen

Wenn es um den Einsatz von Antioxidantien im Sport/Bodybuilding als Supplement geht, ist ein Multivitaminpräparat einem Monosupplement vorzuziehen. Hochwertige Produkte lassen sich beim Kauf daran erkennen, dass sie immer ein ideales Verhältnis der Vitamine und Mineralstoffe zueinander haben. Auch die Angabe der täglichen Höchstdosis RDA (Recommended Daily Allowance) des jeweiligen Vitamins in % auf dem Etikett ist ein wichtiger Faktor. In den letzten Jahren hat die Anwendung von Antioxidantien im Bodybuilding in Form von Vitamin C, Vitamin E oder als Multivitaminsupplement rapide zugenommen. Inzwischen verfolgen viele Sportler die wissenschaftlichen Studien und deren Ergebnisse, um sich diese auch zunutze zu machen. In Zeiten von Suchmaschinen und wissenschaftlichen Datenbanken lassen sich solche Studien gut finden und einsehen. Eine dieser Studien zeigte bspw., wie die Qualität bestimmter natürlicher Lebensmittel und ihrer Inhaltsstoffe in den letzten Jahren massiv nach unten gesunken ist.
Die untere Tabelle zeigt die Werte einer Studie von 1985, welche mit Werten aus dem Jahre 1996 verglichen worden sind. Die Messungen wurden in einem dafür speziell ausgestattetem Labor durchgeführt.

Lebensmittel je 100 gUntersuchte InhaltsstoffeErgebnis 1985Ergebnis 1996Differenz
Brokkoli Calcium 103 33 - 68 %
  Folsäure 47 23 - 52 %
  Magnesium 24 18 - 25 %
 
Bohnen Calcium 56 34 - 38 %
  Folsäure 39 34 - 12 %
  Magnesium 26 22 - 15 %
  Vitamin B 6 140 55 - 61 %
 
Kartoffeln Calcium 14 4 - 70 %
  Magnesium 27 18 - 33 %
 
Möhren Calcium 37 31 - 17 %
  Magnesium 21 9 - 57 %
 
Spinat Magnesium 62 19 - 68
  Vitamin C 51 1 - 58
 
Apfel Vitamin C 5 1 - 80 %
 
Banane Calcium 8 7 - 12 %
  Folsäure 23 3 - 84 %
  Magnesium 31 27 - 13 %
  Vitamin B 6 330 22 - 92 %
  Kalium 420 327 - 24 %
 
Erdbeeren Calcium 21 18 - 14 %
  Vitamin C 60 13 - 67 %

Quelle: 1985 Pharmakonzern Geigy. 1996 Lebensmittellabor Karlsruhe/Sanatorium Oberthal


Anhand der ersichtlichen Werte, wie sie in der Tabelle gut zu erkennen sind, sollte jedem Sportler klar werden, dass eine Ergänzung mit einem Multivitaminsupplement durchaus hilfreich sein kann, ein mögliches Defizit auszugleichen.

Bei einem Multivitaminsupplement zu berücksichtigende Punkte:

  • Nehmen Sie ein Multivitaminsupplement immer zu den Mahlzeiten ein
  • Ziehen Sie ein Multivitaminsupplement einem Monosupplement vor
  • Achten Sie beim Kauf auf die Zusammensetzung und die RDA-Angabe

Die Menge und Varianten der Multivitaminkomplexe auf dem Supplementmarkt sind doch sehr zahlreich und deren Zusammensetzung auch sehr unterschiedlich. Das Ultra A-Z aus dem Sortiment von Peak Performance Products liefert Ihnen folgende Zusammensetzung:

Multivitamin-Formel Ultra A-Z

VitamineTagesportion (2 Tabletten)
Vitamin A 800 µg
Vitamin D 5,0 µg
Vitamin E 60 mg
Vitamin K 75 µg
Vitamin C 200 mg
Thiamin 1,1 mg
Riboflavin 1,4 mg
Niacin 16 mg
VitaminB6 1,4 mg
Folsäure 200 µg
Vitamin B12 2,5 µg
Biotin 50 µg
Pantothensäure 6,0 mg
ß-Carotin 20 µg
Mineralien 
Kalium 50 mg
Chlorid 45,6 mg
Calcium 120 mg
Phosphor 53 mg
Magnesium 75 mg
Eisen 4,0 mg
Zink 5,0 mg
Kupfer 1,0 mg
Mangan 2,0 mg
Jod 75 µg
Selen 55 µg
Chrom 40 µg
Molybdän 50 µg
Silicium 25 µg
Besondere Inhaltsstoffe 
Epigallocatechingallat (EGCG) 200 mg
Proanthocyanidine (OPC) 100 mg

Nebenwirkungen

Wenn es darum geht, sagen zu können, ob eine Einnahme von Antioxidantien über Nahrungsergänzungen/Supplemente dem menschlichen Körper schaden oder ihn negativ beeinflussen könnte, ist dies eine Frage, die bis heute noch nicht abschließend geklärt werden konnte. Bis jetzt steht nur eindeutig fest, dass in großangelegten Studien der Einsatz von Supplementen sowohl positive wie auch negative Ergebnisse hervorbrachte. Anders sieht es bei der Aufnahme von natürlichen Lebensmitteln aus, hier braucht man sich keine Sorgen zu machen, da der menschliche Körper hier nur das herausfiltert, was er benötigt.

Mangel an Antioxidantien

Bei einer ausreichenden und abwechslungsreichen Ernährung mit Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst und Getreideprodukten ist bei einem Normalbürger ein Mangel an Antioxidantien nicht zu erwarten. Anders sieht es schon beim aktiven Sportler/Bodybuilder aus, der viel größere Mengen an Fleisch, Fisch, Eiern, Gemüse, Proteinprodukten, Nahrungsergänzungsmitteln und weitere Lebensmitteln verzehrt. Für die Verstoffwechslung all dieser großen Essensmengen und dem zusätzlichen Sport könnte die Anzahl der daraus entstehenden aktiven ROS immens steigen. Die körpereigenen Schutzsysteme könnten dadurch überfordert sein, da ihnen die notwendigen Antioxidantien (Vitamine oder Mineralstoffe) fehlen. Zusätzlich kann es noch weitere Ursachen geben, die einen Antioxidantienmangel verursachen können.

Lifestylebedingte Ursachen

  • Drogenkonsum
  • Extrem anstrengende körperliche Arbeit
  • Exzessives Rauchen
  • Exzessive UV-Bestrahlung durch die Sonne oder Sonnenbank
  • Leistungs- und Hochleistungssport
  • Mangel- und Fehlernährung
  • Vitalstoffarme Ernährung (wenig Getreideprodukte, wenig Milch- und Milcherzeugnisse, wenig Fisch)
  • Über- und Unterernährung

Krankheitsbedingte Ursachen:

  • Akute und/oder chronische Entzündungen
  • Asthma bronchiale
  • Atherosklerose (Arteriosklerose, Arterienverkalkung)
  • Diabetes mellitus (Blutzuckerkrankheit)
  • Erkrankungen der Lunge/Atemapparates (Adult Respiratory Distress Syndrome (ARDS))
  • Erkrankungen des Nervensystems wie z. B. Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, amyotrophische Lateralsklerose (ALS)
  • Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit)

 


Quellen:

  • Bruni R, Sacchetti G, 2009. Factors affecting polyphenol biosynthesis in wild and field grown St. John`s Wort (Hypericum perforatum L. Hypericaceae/Guttiferae). Molecules 14:682-725
  • Halliwell B, Gutteridge J.M.C. The Antioxidants of Human Extracellular Fluids.Archives of Biochemistry and Biophysics.1990; 280:1-8
  • Nohl, H. Physiologie und Pathophysiologie der Superoxidradikale.Klinische Wochenschrift. 1981; 59: 1081-1091

Internetquellen:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Antioxidans
  • http://ernaehrungsstudio.nestle.de/start/fitnessvitalitaet/abwehrkraefte/antioxidantien.htm
  • https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4molyse
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Glutathionperoxidase
  • https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4mochromatose
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Lipasen
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Superoxiddismutase
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Recommended_Daily_Allowance