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Ballaststoffe

Ballaststoffe

Die Vorteile auf einen Blick:

Glucomannan (Konjak Mannan) trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei *1

Glucomannan (Konjak Mannan) trägt im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung zum Gewichtsverlust bei *1

Gersten- und Haferkornballaststoffe tragen zur Erhöhung des Stuhlvolumens bei*2

Die Aufnahme von Arabinoxylan als Bestandteil einer Mahlzeit trägt dazu bei, dass der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit weniger ansteigt*3

Die Aufnahme von Betaglucanen aus Hafer oder Gerste als Bestandteil einer Mahlzeit trägt dazu bei, dass der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit weniger stark ansteigt*4

Die Aufnahme von Pektinen im Rahmen einer Mahlzeit trägt dazu bei, dass der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit weniger stark ansteigt*5

 




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Inhaltsverzeichnis

Alles zum Thema Ballaststoffe

Allgemeine Informationen

In der Supplementbranche ist die Nachfrage nach immer neueren und wirksameren Produkten üblich. Selbst bei den Lebensmittelzusätzen, die einen möglichen positiven Effekt auf die Gesundheit haben könnten, ist die Nachfrage erheblich gestiegen. Neben den bekannten Stoffen, die auch im Bodybuilding Verwendung finden, wie Vitaminen, ungesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten aller Art, verschiedenste Proteinarten, Mineralstoffen und sogar Probiotika, darf man die Ballaststoffe (BS) auf keinen Fall vernachlässigen. Gerade die BS sind es, die unter anderem eine besondere ernährungsphysiologische Bedeutung für das menschliche System besitzen. Dabei ist die Entstehung des Begriffes noch gar nicht so alt. Diese Namensgebung reicht in das 19. Jahrhundert zurück, als man diese noch nicht wirklich zuordnen konnte. Sie wurden damals als unverbaubare und daher überflüssige Lebensmittelbestandteile eingestuft. Es gibt daher eine veraltete „physiologische“ Definition, die folgende Aussage trifft: Ballaststoffe seien „Rückstände pflanzlicher Zellen nach der Hydrolyse (biochemische Spaltung) durch die Verdauungsenzyme“. Eine exakte Definition der BS existiert bis dato nicht. Vor über 60 Jahren wurde zum ersten Mal der Begriff Ballaststoffe (BS) als "dietary Fiber" geprägt. Die wohl anerkannteste und neueste Definition der BS stammt von der American Association of Cereal Chemists (AACC), die diese wie folgt definiert: „Ballaststoffe bestehen aus essbaren Pflanzenteilen oder analogen Kohlenhydraten, die gegenüber der Verdauung und Absorption im menschlichen Dünndarm resistent sind und im Dickdarm teilweise oder vollständig fermentiert werden. Ballaststoffe beinhalten Polysaccharide, Oligosaccharide, Lignin und assoziierte Pflanzensubstanzen. Sie unterstützen gesundheitsfördernde Prozesse, wie die Senkung des Cholesterinspiegels und/oder die Regulierung des Blutzuckerspiegels und/oder besitzen abführende Eigenschaften“ (AACC REPORT, 2001). Es gilt allerdings zu berücksichtigen, dass der eigentliche Begriff „Ballaststoffe“ im direkten Widerspruch zu der ernährungsphysiologischen Relevanz der Ballaststoffe zu stehen scheint, deshalb werden sie oftmals auch als Nahrungsfaser bezeichnet. Die unten dargestellte Liste zeigt Nahrungsmittel, die Ballaststoffe enthalten.


Tab. 1: Natürliches Vorkommen von Ballaststoffen in Lebensmitteln

Lebensmittel Unlösliche Ballaststoffe Lösliche Ballaststoffe Gesamtballaststoffe pro 100 g
GETREIDE                 
Reis, poliert 0,9 1,2 2,1
Buchweizen, geschält 2,1   1,6 3,7
Hirse, geschält 2,5 1,4 3,9
Naturreis (Vollkornreis) 1,1 2,9 4,0 
Mais, Korn 6,5 1,2 7,7
Hafer, entspelzte Kerne 4,9 4,4 9,3
Weizen 7,4 2,2   9,6 
Roggen    10,2 3,2  13,4 
GETREIDEMAHLERZEUGNISSE           
Weizenmehl Type 405 1,2 2,0 3,2
Weizenmehl Type 550 1,3 2,2 3,5
Roggenmehl Type 815 3,9 2,6 6,5
Roggenmehl Type 997 3,9 3,0 6,9
BROT UND KLEINGEBÄCK      
Weizen(mehl)brot 1,7 1,5 3,2
Weizenbrötchen 1,4 2,0 3,4
Weizenmischbrot 2,1 2,7 4,8
Roggenmischbrot 3,8 2,2 6,0
Roggen(mehl)brot 4,4 2,4 6,8
Weizenvollkornbrot 4,9 2,0 6,9
Weizenvollkornbrötchen 5,3 2,4 7,7
FEINE BACKWAREN      
Sandkuchen 0,3 0,3 0,6
Biskuit Tortenboden 0,4 0,9 1,3
Butterkeks 0,8 0,6 1,4
Butterkuchen 1,0 0,6 1,6
Bienenstich 0,7 1,0 1,7
Erdbeertorte 0,8 1,2 2,0
GETREIDENÄHRMITTEL      
Cornflakes 2,8 1,2 4,0
Müsliriegel 4,2 3,0 7,2
Haferflocken 5,0 4,5 9,5
Weizenflocken 7,5 2,2 9,7
GEMÜSE UND SALAT      
Gurke 0,8 0,1 0,9
Tomaten 0,8 0,5 1,3
Zwiebeln 0,7 0,7 1,4
Broccoli 1,7 1,3 3,0
Rote Bete 2,0 0,5 2,5
HÜLSENFRÜCHTE-verzehrsfertig      
Linsen 1,8 1,0 2,8
Rote Bohnen 2,6 3,4 6,0
Weiße Bohnen 3,4 4,1 7,5
Kidneybohnen 3,2 5,1 8,3
OBST      
Wassermelone 0,1 0,1 0,2
Honigmelone 0,7 0,3 1,0
Ananas 0,9 0,5 1,4
Banane 1,4 0,6 2,0
TROCKENOBST      
Aprikosen 3,7 4,3 8,0
Pflaumen 4,1 4,9 9,0
Datteln 6,9 2,3 9,2
Feigen 7,7 1,9 9,6
NÜSSE UND ÖLSAMEN      
Cashewnüsse 1,3 1,6 2,9
Walnüsse 2,5 2,1 4,6
Pistazien 3,5 3,0 6,5
Paranüsse 5,3 1,4 6,7


(Ballaststoffanalysen: Bundesanstalt für Getreide-, Kartoffel- und Fettforschung, Detmold)

Die wichtigsten Ballaststoffe

Cellulose

Bei Cellulose handelt es sich um das wichtigste Gerüstpolysaccharid der höheren Pflanzen. Zusätzlich ist es auch noch die am meisten vorzufindende organische Substanz der Erde. Es wird den Füllstoffen zugeordnet und ist in der Lage, Wasser zu binden (1 g Cellulose kann bis zu 0,4 g Wasser binden). Große Mengen an Cellulose sind vor allem in Getreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Kartoffeln vorzufinden. Aufgrund seiner weiten Verbreitung wird es auch vielfach verwendet und abgebaut. Die wohl wichtigste Cellulosequelle ist das Holz, welches auch zu 40-50 % aus Cellulose besteht. Die restlichen Bestandteile setzen sich aus 1/3 Hemicellulose und 2/3 Lignin zusammen.

Hemicellulose
Die Hemicellulose ist ein Begleitstoff der Cellulose und ist in den Pflanzenwänden vorzufinden. Sie ist auch die Grundsubstanz für die Galactose und die Arabinose. Sie gehören zu den Hauptkomponenten der Pflanzenzellwand und bilden mit den Pektinen eine Matrix, welche in den Cellulosefibrillen eingeflochten sind (PEÑA et al., 2001; CARPITA und MCCANN, 2002; BUNZEL und STEINHART, 2003). Diese ist wasserunlöslich, besitzt aber eine Quellfähigkeit. Nach dem Verzehr kommt sie unverdaut in den Dickdarm und erhöht ebenfalls das Stuhlgewicht, indem es das Wasser bindet. Es ist hier anzumerken, dass die Fähigkeit, Wasser zu binden, höher ist, als die von gewöhnlicher Cellulose. Gute Quellen für die Hemicellulose sind: Endosperm von Hafer und Gerste, Rosenkohl, Rote Beete, Weizen, Kaffee und Kakao.

Lignin
Die Namensgebung hat das „Lignin“ dem Forscher De Candolle im Jahre 1819 zu verdanken. Dennoch dauerte es viele Jahre, bis eine klare Definition zu diesem Stoff entstand. Es ist der wichtigste Nicht-Kohlenhydrat-Ballaststoff in der menschlichen Ernährung. Man könnte sagen, vereinfacht ausgedrückt ist Lignin „ein polymeres Naturprodukt, das durch ein aufwendiges enzymatisches Verfahren (das genaue Verfahren ist hier nicht von Belang) entsteht (SARKANEN und LUDWIG, 1971; LU und RALPH, 1999; HARKIN, 1967; FREUDENBERG und NEISH, 1968; BUNZEL und STEINHART, 2003; BUNZEL et al., 2005; QUIDEAU, 1994). Lignin ist der Holzstoff der Pflanzen, welcher dafür sorgt, dass diese ihre Stabilität erhalten. Es liefert zudem lösliche Fasern, weshalb es auch zu den wasserlöslichen Ballaststoffen gezählt wird. Es ist vor allem in Vollkorn, Kohlrabi oder Spargel vorzufinden.

Pektin
Wie alle bisher genannten Ballaststoffe besitzt Pektin eine hohe Wasserlöslichkeit und ist somit als Dickungsmittel einsetzbar. Sie bestehen aus den Monomeren D-Galakturonsäure, L-Rhamnose, D-Galaktose und L-Arabinose. Es ist hauptsächlich im Beeren-, Stein- und Kernobst vorzufinden. Pektin ist vor allem bekannt, da es zu großen Mengen in Äpfeln vorkommt. Seine Wirkungsweise unterscheidet sich von der Zellulose und der Hemicellulose. Neben den günstigen Eigenschaften in Bezug auf eine schnellere Darmpassage und hinsichtlich des Stuhlvolumens steht auch die Fähigkeit, Wasser und organische Verbindungen, wie z. B. Gallensäuren, zu binden, im Vordergrund.

Pflanzengummi
Bei Pflanzengummi handelt es sich um Polysaccharide (Vielfachzucker), welche aus der Natur stammen. Das Besondere an ihnen ist die Fähigkeit, große Mengen an Wasser zu binden und eine geleeartige Masse (Quellstoffe) in nicht unerheblicher Menge daraus zu bilden. In der normalen Ernährung sind sie nur als Lebensmittelzusatzstoffe anzutreffen. Es wird hauptsächlich als Verdickungsmittel oder Emulgator eingesetzt. Ausnahme bildet jedoch das Glucomannan, auf das später noch genauer eingegangen wird. Dennoch sind einige Pflanzengummis bekannter als andere, von denen jetzt einige aufgelistet werden:

 Pflanzengummis

  • Agar (japanischer Fischschleim)
  • Chicle (Kaugummirohstoff aus weißem Milchsaft)
  • Dammar (Harz von malaiisch-indischen Laubbäumen)
  • Eibischextrakte (Extrakt aus der Familie der Malvengewächse)
  • Guarkernmehl (E 412 → Polysaccharid der als Lebensmittelzusatzstoff verwendet wird)
  • Gummi arabicum (Exkretionssaft aus der Pflanze Verek-Akazien)
  • Johannisbrotkernmehl (E 410 unter anderem Verwendung als Lebensmittelzusatzstoff)
  • Konjakmehl (E 425), wird aus der Konjakwurzel gewonnen → Glucomannan (Konjak Mannan)
  • Xanthan (E415 ist ein Polysaccharid und wird als Lebensmittelzusatzstoff verwendet)


Gelstoffe aus Algen
Bei dieser Art des Ballaststoffes, handelt es sich um einen Zusammenschluss der Alginate, Caraten und Agar-Agar. Ihre Eigenschaften sind mit denen des Pflanzengummis vergleichbar (Quellfähigkeit). Aufgrund dieser Eigenschaften werden sie wie viele andere Ballaststoffe als Emulgatoren und Stabilisatoren eingesetzt.

Resistente Stärke
Resistente Stärke, wie es der Name schon sagt, ist vom menschlichen Verdauungssystem nicht verdaubar, obwohl es chemisch gesehen wie gewöhnliche Stärke strukturiert ist. Der Grund liegt in der kristallinen Form des Kohlenhydrates, sodass die Verdauungsenzyme keine Angriffsfläche finden, um es zu zersetzen. Sie ist auch unter dem Namen Durchflussstärke bekannt. Dennoch gilt es hier zu berücksichtigen, dass sie nicht mit modifizierter Stärke verwechselt werden darf. Von der resistenten Stärke unterscheidet man vier Unterarten: RS 1, RS 2, RS 3 und RS 4.

Einteilung der Ballaststoffe (Nahrungsfasern) nach ihren Eigenschaften

Tab. 1: Wasserlösliche und Wasser- (unlösliche) Ballaststoffe

Wasserlösliche Ballaststoffe Wasser- (unlösliche) Ballaststoffe
Pektin Cellulose 
Resistente Stärke Hemicellulose
Alginsäure Lignin
Carrageen  
Agar  
Gummi arabicum  
Guarkernmehl  
Johannisbrotkernmehl  
Traganth  
Lichenin  
Xanthan  
Inulin  
Oligofruktose  
Raffinose  
Verbaskose  
Stachyose  

 

Wasserlösliche  Ballaststoffe (Quellstoffe)
Bei den wasserlöslichen Ballaststoffen siehe Tab:1 handelt es sich um Faserstoffe, welche sehr resistente Eigenschaften gegen die Enzyme im Mund, Magen und Dünndarm aufweisen. Aber wie es der Name schon sagt, lösen sie sich im Wasser auf. Diese Ballaststoffart ist vorwiegend im Speisebrei (Chymus*) vorzufinden, bindet dort das vorhandene Wasser und sorgt dafür, dass der Stuhlgang insgesamt weicher ausfällt und das Sättigungsgefühl schneller eintritt (Verlangsamung des Verdauungsprozesses).

*Speisebrei mit allen vorhandenen verzehrten Stoffen, welcher dann seinen Weg über den Magen-Darm-Trakt findet und ausgeschieden wird.

Den wasserlöslichen Ballaststoffen werden weitere Eigenschaften nachgesagt:
1. Aufgrund dessen, dass sie die Verdauungszeit verkürzen, sollen sie auch den Blutzucker stabilisieren. Man geht davon aus, dass die Ballaststoffe die Entleerung des Mageninhaltes und die Verdauung von Zucker (Stärke) verlangsamen, was eine wesentliche längere Übergangszeit vom Darm in die Blutbahn begünstigt. Durch die verlangsamte Aufnahme von Glucose könnte ein ständiges Ansteigen oder Absinken des Blutspiegels (wie bei einer Achterbahn) vermieden werden*3.
2. Ein tiefer LDL-Spiegel.Es wird angenommen, dass durch die Fermentierung von Ballaststoffen, kurzkettige Fettsäuren hergestellt werden, was wiederum zu einem Absinken des LDL-Spiegels führen könnte*1.

Wasser- (unlösliche) Ballaststoffe (Füllstoffe)
Ihre Eigenschaft ist es, wie es der Name schon sagt, dass sie im ganzen menschlichen Verdauungstrakt nicht verdaut werden können. Zu diesen Ballaststoffen gehören z. B. das Lignin, die Cellulose und die Hemicellulose. Sie quellen lediglich durch das Wasser auf und transportieren die Nahrung durch den Magen-Darm-Trakt und werden dann schlussendlich unverdaut ausgeschieden.

Den wasser- (unlöslichen) Ballaststoffen werden auch weitere Eigenschaften nachgesagt
1. Durch ihre Eigenschaft, große Mengen an Wasser zu binden und zu einem Schwamm aufzuquellen, vermehren Sie den Stuhlgang und optimieren die Ausscheidung. Gleichzeitig verhindern sie Verstopfungen, welche sehr unangenehm und sogar lebensbedrohlich werden können *2.
2. Durch die schwammartige Masse wird der Darm von giftigen Stoffen und gesundheitsgefährdenden Bakterien befreit.*2

Ballaststoffe im Sport

Wenn es um die Verwendung der 3 großen Makronährstoffe Fette, Kohlenhydrate und Proteine im Sport geht, werden diese Nahrungsmittel und Supplemente akribisch von den Sportlern aller Disziplinen unter die Lupe genommen. Da wird gewogen, analysiert und dokumentiert. Auch die Mineralstoffe und Vitamine haben den Einzug in den Sportbereich aufgrund wissenschaftlicher Studien geschafft. Jeder Sportler, der was auf sich hält, will hier nichts dem Zufall überlassen. Doch die Ballaststoffe fristen seit jeher in vielen Sportdisziplinen ein Schattendasein. Anders sieht es in den Bereichen Kraftsport und Bodybuilding aus, hier ist man sich der immensen Bedeutung der Ballaststoffe bewusst und setzt diese auch gezielt ein. Ein sehr beliebtes Vorgehen ist z. B. die Verwendung von bestimmten Ballaststoffen, um die Diätphase damit zu unterstützen*1,*2,*3. Dieses Vorgehen hat sich auch in der Praxis bewährt. Zu den beliebtesten Ballaststoffen gehören:

  • Glucomannan
  • Gersten- und Haferkornball und Roggenballaststoffe
  • Arabinoxylan
  • Betaglucagen
  • Pektine

All diesen Ballaststoffen ist eins gemein, ihre Wirkung ist nicht nur in der Praxis, sondern auch in der wissenschaftlichen Literatur bewiesen. Vor allem das Glucomannan hat sich hier mehrfach bewährt.

Wenn man sich jetzt z. B. das Glucomannan zur Unterstützung einer Diät kaufen möchte, ist die Auswahl auf dem Supplementmarkt riesig.

Das Supplement FAT REGulator aus dem Sortiment von Peak Performance Products liefert Ihnen ein Diät-Produkt, das Glucomannan beinhaltet und folgende Zusammensetzung aufweist:

Inhaltsstoffe    Pro Portion 6 Kapseln
Chrom 40 µg
Glucomannan 3000 mg
Flohsamenschalen 600 mg
Cholin 85 mg

Anwendung und Nebenwirkungen

Gerade Sportler und vor allem Bodybuilder, die ein Vielfaches an Makronährstoffen zu sich nehmen, sollten darauf achten, dass Ballaststoffe täglich auf dem Mahlzeitenplan stehen. Sei es in der Diät oder in der Massephase, in beiden Phasen ist der Verzehr von ballaststoffreicher Nahrung unabdingbar. Außerdem besitzen verschiedene Nahrungsmittel, die Ballaststoffe enthalten, neben ihren Quelleigenschaften noch weitere Vorteile. Sie liefern wertvolle Vitamine, Mineralien, Phytonährstoffe, Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe und noch viele weitere wichtige Substanzen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für einen gesunden Erwachsenen mindestens 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag. Wobei viele Ernährungsexperten eher zu 40 Gramm pro Tag raten, bei den Diabetikern sollen es sogar 50 Gramm/Tag sein.

Aber woher weiß man, ob man genug Ballaststoffe täglich zu sich nimmt?
Nun, wenn die Person mehrmals Stuhlgang hatte und dieser nicht zu weich oder zu hart ist, dann hat man genau das benötigte Mittelmaß gefunden. Da ist ein wenig herumexperimentieren gefragt.

Vorsichtsmaßnahmen:
Bei dem Verzehr von Ballaststoffen sollte darauf geachtet werden, dass diese imstande sind, die Aufnahme bzw. den Wirkungseintritt von Medikamenten über einen gewissen Zeitraum hinaus zu verzögern. Somit sollte der Verzehr von folgenden Ballaststoffen immer in einem zeitlichen Abstand von ca. 3 Stunden zu dem Medikament erfolgen:

  • Kleie
  • Leinsamen
  • Flohsamen
  • Kokosmehl
  • Nussmehl
  • Guarkernmehl
  • Johannisbrotkernmehl
  • Konjacmehl

Sonderstatus - Diabetiker und Ballaststoffe
Da einige Ballaststoffe in konzentrierter Form die Verdauung von Stärke verlangsamen und somit den Blutzuckeranstieg nach einer stärkehaltigen Mahlzeit verzögern*3 bzw. verringern können, sollten Diabetiker die Verwendung größerer Mengen konzentrierter Ballaststoffe mit ihrem Arzt absprechen, da gegebenenfalls die Dosierung von Insulin und anderen Anti-Diabetes Medikamenten reduziert werden muss.

Nebenwirkungen

Wenn es um die Nebenwirkungen von Ballaststoffen geht, sind diese schlichtweg nicht existent. Es sollten allerdings einige Verzehrsregeln beachtet werden. Bei dem Verzehr von Lebensmitteln sollten immer ausreichend Ballaststoffe enthalten sein, sonst kann es zu einem unerwarteten und unangenehmen sprichwörtlich „harten“ Stuhlgang kommen. Des Weiteren sollte bei den meisten Ballaststoffen und insbesondere bei größeren Mengen unlöslicher Ballaststoffe auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, da es sonst zu Verstopfung und im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss kommen kann. Letztlich sollte man es mit der Einnahme von Ballaststoffen nicht übertreiben, da es sonst zur Bildung von nicht angenehmen Gasbildungen kommen kann.






Health-Claims:

*1 - Die Angabe darf nur für Lebensmittel verwendet werden, deren Verzehr eine tägliche Aufnahme von 4 g Glucomannan gewährleistet. Damit die Angabe zulässig ist,
       sind die Verbraucher darüber zu unterrichten, dass sich die positive Wirkung bei einer täglichen Aufnahme von 4 g Glucomannan einstellt.

*2 - Die Angabe darf nur für Lebensmittel verwendet werden, die einen hohen Gehalt an diesem Ballaststoff gemäß der im Anhang der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006
       aufgeführten Angabe HOHER BALLASTSTOFF-GEHALT aufweisen.

*3 - Die Angabe darf nur für Lebensmittel verwendet werden, die mindestens 8 g Arabinoxylan (AX)-reiche Fasern aus Weizenendosperm (mit einem Gewichtsanteil
       von mindestens 60 % AX) je 100 g verfügbare Kohlenhydrate in einer angegebenen Portion als Bestandteil der Mahlzeit enthalten. Damit die Angabe zulässig ist,
       sind die Verbraucher darüber zu unterrichten, dass sich die positive Wirkung einstellt, wenn Arabinoxylan (AX)-reiche Fasern aus Weizenendosperm als Bestandteil
       der Mahlzeit aufgenommen werden.

*4 -Die Angabe darf nur für Lebensmittel verwendet werden, die mindestens 4 g Beta-Glucane aus Hafer oder Gerste je 30 g verfügbare Kohlenhydrate in einer
      angegebenen Portion als Bestandteil der Mahlzeit enthalten. Damit die Angabe zulässig ist, sind die Verbraucher darüber zu unterrichten, dass sich die positive
      Wirkung einstellt, wenn Beta-Glucane aus Hafer oder Gerste als Bestandteil der Mahlzeit aufgenommen werden.


*5 - Die Angabe darf nur für Lebensmittel verwendet werden, die 10 g Pektine je angegebene Portion enthalten. Damit die Angabe zulässig ist, sind die Verbraucher
       darüber zu unterrichten, dass sich die positive Wirkung einstellt, wenn 10 g Pektine als Bestandteil der Mahlzeit aufgenommen werden.

 



Quellen:

  • Bunzel, M., Steinhart, H.: Strukturmerkmale von Ballaststoffkomponenten, Chem.Unserer Zeit, 37, 188-196 (2003).
  • Bunzel, M., Seiler, A., Steinhart, H.: Characterization of dietary fiber lignins from fruits and vegetables using the DFRC method, J. Agric. Food Chem., 53, 9553-9559 (2005).
  • Carpita, N., McCann, M. C.: The functions of cell wall polysaccharides in composition and architecture revealed through mutations, Plant Soil, 247, 71-80 (2002).
  • Freudenberg, K., Neish, A. C.: Constitution and biosynthesis of lignin, Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York (1968).
  • Harkin, J. M.: Lignin-a natural polymeric product of phenol oxidation, In: Taylor WI and Battersby A.R, (ed), oxidative coupling of phenols, Dekker, M. New York, 243-321 (1967).
  • Lu, F., Ralph, J.: The DFRC method for lignin analysis. 7. Behavior of cinnamyl end groups, J. Agric. Food Chem., 47, 1981-1987 (1999a).
  • Peňa, M. J., Vergara, C., E., Carpita, N., C.: The structures and architectures of plant cell walls define dietary fibre composition and the textures of foods, In: Advanced dietary fibre technology (eds. Mc Clearly and Prosky), 42-60 (2001).
  • Quideau, S.: Chapter 2: Lignin, Ph.D. Thesis, University of Wisconsin-Madison (1994).
  • Streitwieser, A. & Heathcock, C.H. & Kosower, E.M. (1994). Organische Chemie (2. Aufla-ge). Weinheim: VCH Verlagsgesellschaft mbH.


Internetquellen:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Agar
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Algins%C3%A4ure
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Algins%C3%A4ure
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Chicle
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Dammar
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Eibis
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Eibisch
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Gellan
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Guaran
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Gummi_arabicum"ps://de.wikipedia.org/wiki/Gummi_arabicum
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Wegeriche
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Fichten
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Johannisbrotbaum#Nutzung_der_Samen_.28Carubin.29
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Karaya
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Teufelszunge
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Mastix
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Resistente_St%C3%A4rke"//de.wikipedia.org/wiki/Resistente_St%C3%A4rke
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Tarakernmehl
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Traganth
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Xanthan
  • http://www.darmkrebs.de/ernaehrung-lebensstil/gesund
  • http://www.darmkrebs.de/ernaehrung-lebensstil/gesunde-ernaehrung/krebspraevention/ballaststoffe/"e-ernaehrung/krebspraevention/ballaststoffe
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Metabolisches_Syndrom
  • https://de.wikipedia.org/w
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Triglyceride"iki/Triglyceride
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Hypertriglycerid%C3%A4mie