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Vitamin E

Vitamin E

Die Vorteile auf einen Blick:

Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen

Stärkstes in der Natur vorkommendes fettlösliches Antioxidans

Hervorragend mit anderen Antioxidantien wie Vitamin C oder Betacarotin sowie weiteren Mineralstoffen und Spurenelementen kombinierbar

Ideal in Zeiten, in denen ein erhöhtes Stressaufkommen zu erwarten ist

 




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Inhaltsverzeichnis

Alles zum Thema Vitamin E

Allgemeine Informationen

Bei Vitamin E/Tocopherol handelt es sich um einen Oberbegriff für alle in der Natur existierenden und künstlich hergestellten Tocopherole (Toc) und Tocotrienolderivate (T3). Es ist auch das bis heute bekannteste und effektivste Antioxidans, welches in der Natur vorkommt. Der Ursprung der Namensgebung leitet sich von den Begriffen Geburt (tokos) und hervorbringen (phero) ab. Beide Namen, phero und tokos, kommen ursprünglich aus dem Griechischen. Entdeckt wurde das Vitamin E/Tocopherol von den Wissenschaftlern Evans und Bishop im Jahre 1922. Insgesamt existieren mehr als 8 verschiedene Varianten des Tocopherols. Von den Tocopherolvarianten ist das RRR-α-Tocopherol das häufigste und wichtigste. Dazu weist es auch noch die höchste biologische Aktivität (beste Aufnahme- und Speichermöglichkeit) auf (BEHRENS und MADERE, 1991; HOSOMI et al., 1997). Es wird zudem als Referenzvitamin zu den anderen Tocopherolvarianten herangezogen, um somit die Mengenangaben berechnen zu können. Vitamin E/Tocopherol ist wie das Vitamin A, D und K ein fettlösliches Vitamin, welches nur in Pflanzen sowie in einigen Bakterien gebildet werden kann. Dazu kommt noch, dass es wie alle anderen fettlöslichen Vitamine essentiell ist und somit täglich mit der Nahrung zugeführt werden muss. Von den acht in der Natur vorkommenden Tocopherolvarianten besitzen vier Tocopherole (α-, β-, γ-, δ-) eine gesättigte Seitenkette und die anderen vier Tocotrienole (α-, β-, γ-, δ-) eine ungesättigte Seitenkette. Das Vitamin E/Tocopherol ist ein sehr hitzestabiler (bis zu 200º C) und wasserunlöslicher Stoff, welcher aber leicht oxidierbar ist. Zum Schutz vor Oxidation wird den Futtermitteln und den Vitamin E-Präparaten eine Variante des nichtantioxidativ wirkenden Tocopherylacetat zugesetzt. Dieses kann erst im Magen-Darm-Trakt aufgespalten und somit für den Körper biologisch verwertet werden. Nach den Richtlinien der Komission 2000/15/EG und 2002/46 EG ist das D-α-Tocopherylsäuresuccinat gelistet, welches zu speziellen Ernährungszwecken zugeführt werden darf. Die Auswahl der Lebensmittel, die Vitamin E/Tocopherol enthalten ist umfangreich, die unten abgebildete Liste zeigt eine mögliche Auswahl:

 

Natürliches Vorkommen von Vitamin E/Tocopherol in Lebensmitteln

Nahrungsmittelnmg pro 100g
Öle 
Distelöl 46,3
Maiskeimöl 45,7
Olivenöl 12,4
Palmöl 9,3
Rapsöl 31,3
Sesamöl 7,3
Sojaöl 27,9
Sonnenblumenöl 63,8
Weinzenkeimöl 180,9
Getreide (ganzes Korn)
Gerste, entspelzt 0,7
Mais 2,7
Hafer, entspelzt 0,8
Roggen 2,0
Weizen 1,3
Getreideprodukte 
Haferflocken 1,5
Roggenbrot 1,1
Weizenbrot (Weißbrot) 0,6
Weizenkeim 26,4
Weizenkleie 2,5
Nüsse, Samen
Erdnuss 12,2
Haselnuss 26,5
Mandel 26,4
Paranuss 9,3
Pekannuss 6,0
Pistazie 5,2
Walnuss 12,2
Obst, Gemüse (roh)
Avocado 1,3
Hagebutte 4,2
Heidelbeere 2,2
Maroni 2,3
Paprikaschote 2,6
Ribisel schwarz 2,0
Rotkohl (Blaukraut) 1,7
Petersilie Blatt 3,9
Sanddornbeere 3,4
Spargel 2,0
Spinat 1,3
Weißkohl (Weißkraut) 1,7
Wirsingkohl 2,5

 

Die obige Tabelle zeigt es deutlich, die pflanzlichen Öle übernehmen die Position der Spitzenreiter, wenn es um den Tocopherolanteil pro 100 g geht. Sie werden dicht gefolgt von den Nüssen. Die Ernährung bei Sportlern und Bodybuildern sollte stets ausgeglichen und sauber sein, wenn dies der Fall ist, dann ist eine Bedarfsdeckung mit den oben gezeigten Lebensmitteln mehr als gegeben. Auch die Veganer können mit diesen Lebensmitteln ihren Bedarf an Tocopherol decken, da es sich um ausschließlich pflanzliche Lebensmittel handelt. Da die Bedarfsmengen von Tocopherol bisher nur für die Tierwelt und nicht für den Menschen festgestellt werden konnten, geben die führenden Ernährungsgesellschaften (DGE/ÖGE/SGE/SVE, 2000) Schätzwerte für die angemessene tägliche Versorgung mit Tocopherol an. Eine dieser Empfehlungen richtet sich an die mit Vitaminen angereicherten Lebensmittel. Hier sollte ein Wert von 15 mg nicht überschritten werden. Weiter unten sind die weiteren Schätzwerte für die Vitamin E-Zufuhr zu entnehmen.

 

Die unten abgebildete Tabelle zeigt die bisher anerkannten Zufuhrempfehlungen:

Schätzwerte für eine angemessene Vitamin E-Zufuhr:

Alter (Jahre) Schätzwerte der DGE für eine angemessene Zufuhr (mg α-TÄ/Tag) (DGE/ÖGE/SGE/SVE,2000)
Kinder männlich weiblich
1 bis unter 4 6 5
4 bis unter 7 8 8
7 bis unter 10 10 9
10 bis unter 13 13 11
13 bis unter 15 14 12
Jugendliche und Erwachsene
15 bis unter 25 15 12
25 bis unter 51 14 12
51 bis unter 65 13 12
65 und älter  
Schwangere (ab 4. Monat) - 13
Stillende - 17

In der Tabelle taucht der Begriff α-TÄ/Tag auf, was in der Langform α-Tocopherol-Äquivalente (TÄ) bedeutet. Dieser Begriff gibt Auskunft über den täglichen Vitamin E-Bedarf. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass das RRR-α-Tocopherol immer als Referenz für die Berechnung herangezogen wird. Hier die Umrechnungsfaktoren:

  • 1 mg RRR-α-Tocopherol-Äquivalent = 1mg RRR-α-Tocopherol = 1,1 mg
  • RRR-α-Tocopherylacetat = 2,0 mg RRR-β-Tocopherol = 4,0 mg RRR-γ-Tocopherol = 100 mg RRR-δ-Tocopherol = 3,3 mg
  • RRR-α-Tocotrienol = 1,49 mg all-rac-α-Tocopherylacetat = 1,49 Internationale Einheiten (I.E.).

Vitamin E/Tocopherol im Sport

Vitamine und Mineralstoffe sind die kleinen, lebenswichtigen Stoffe, die der menschliche Organismus zum Leben benötigt. Sie sind dabei in allen menschlichen Zellen zu finden und aufgrund ihrer zahlreichen Eigenschaften auch an allen biochemischen Stoffwechselprozessen und den dazugehörigen Funktionen beteiligt. Ihr grundlegender Unterschied zu den Makronährstoffen liegt aber darin, dass sie nicht als Energiesubstrat verwendet werden können. Wie wichtig inzwischen Vitamine im Alltag und im Sport geworden sind, lässt sich auch gut in Zahlen darlegen. Im Jahre 2008 nahmen zwischen 80 und 160 Millionen Nordamerikaner und Europäer regelmäßig Vitaminpräparate ein, die Vitamin E/Tocopherol und weitere Vitamine enthielten. Im sportlichen Bereich ist es noch viel deutlicher. Vitamin E/Tocopherol gehört inzwischen neben dem Vitamin C zu dem wohl am meistverwendeten Vitamin in der Sportszene, da der Bedarf eines Sportlers/Bodybuilders an Vitaminen und Mineralstoffen gegenüber gegen dem inaktiven Normalbürger deutlich erhöht ist. Gerade Sportler, die ihrem Körper mehr abverlangen, haben durch die Mehrbelastung auch ein erhöhtes Aufkommen an freien Radikalen, die auch als Sauerstoffradikale (ROS) bekannt sind. Diese Verbindungen sind selbst in einem Ungleichgewicht, da ihnen ein Elektron fehlt, dass sie unter allen Umständen irgendwo herbekommen möchten. Freie Radikale sind wie rücksichtslose Diebe, sie reißen es dort heraus, wo sie es gerade finden können. Dies kann aber zu Zell-, Membran- und DNA-Schäden führen. Um dem entgegenzuwirken und somit die freien Radikale unschädlich zu machen, verfügt der menschliche Organismus über ein körpereigenes Schutzsystem (enzymatische Antioxidantien wie Superoxiddismutasen, etc.). Dies kann aber oft den Belastungen allein nicht standhalten. An dieser Stelle kommen jetzt die nicht enzymatischen Antioxidantien wie Vitamin E oder Vitamin C zum Einsatz. Diese müssen allerdings regelmäßig exogen mit der Nahrung oder Flüssigkeit verzehrt werden. Gerade als Sportler sollte man sich diesem Umstand bewusst sein und den Körper regelmäßig mit Vitamin E/Tocopherol und weiteren Vitaminen und Mineralstoffen versorgen.

Bei den heutigen auf dem Markt angebotenen Multivitamin- und Vitamin-E-Monopräparaten ist die Auswahl inzwischen immens groß, was auch auf die Darreichnungsformen zutrifft.

Einige Darreichungsformen werden hier nun vorgestellt:

  • Als Fertiggetränk
  • Als Flüssigform in einer Flasche mit Dispenser
  • Dragees
  • Kapseln
  • Kautabletten
  • Lutschpastillen
  • Pulver zum Anrühren eines Fertiggetränkes
  • Tabletten
  • etc.

Wirkungsweise von Vitamin E/Tocopherol

Vitamin E/Tocopherol gehört wie bereits erwähnt neben Vitamin C, D und E zu den fettlöslichen Vitaminen. Aber neben Vitamin C gehört es wohl zu den prominentesten und am häufigsten genutzten Vitaminen schlechthin. Jeder Sportler, sei es ein Kraftsportler, Bodybuilder oder Diskuswerfer, haben alle ein gemeinsames Ziel: Leistungssteigerung. Das hat aber seinen Preis, wenn ein Athlet auf solch einem Niveau trainiert, bleibt es nicht aus, dass dies für den menschlichen Körper einen immensen physischen Stress verursacht. Es kommt zum sogenannten „oxidativen Stress. Jetzt genau kommt das Vitamin E ins Spiel, denn Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Zellmembranen, die Fette, die Kohlenhydrate, die Nukleinsäuren und auch die Proteine durch diesen Stress geschädigt werden oder ihre Funktion verändern. Diese Komponenten sind allesamt wichtige zelluläre und intrazelluläre Makromoleküle. Tocopherole bestehen aus einer Reihe von Molekülen, welche eine lipohile Struktur aufweisen und somit dem Körper die Möglichkeit geben, diese genau dort einzubauen, wo fetthaltige Strukturen vorhanden sind. Dafür kommen folgende Strukturen in Betracht.

  • ungesättigte Fettsäuren
  • Membrangrenzflächen
  • Lipoproteine
  • Depotfett

Young IS 1994 könnte diesbezüglich in seiner Studie feststellen, das Vitamin E essentiell zum Erhalt der Funktion der biologischen Membran ist. Buttris JL 1984 konnte auch nachweisen, dass ein Mangel an Vitamin E zu einer Destabilisierung der Zellmembranen führt. Alle Vitamine, die mit dem Immunsystem interagieren, entfalten sie als Redoxsystem.

Die in der Studie festgestellten Ergebnisse sind durchaus beeindruckend, ihnen fehlt es aber bis dato an wissenschaftlicher Bestätigung. Es bleibt abzuwarten, inwieweit diese Ergebnisse bestätigt werden können.

Der Einsatz von Multivitaminpräparaten sowie auch Vitamin E als Monopräparat ist schon längst nicht mehr nur dem Bereich des Kraftsportes und Bodybuildings vorbehalten. Ihre Bedeutung und Wirksamkeit im menschlichen Körper hat schon längst Einzug in andere Sportarten gehalten.

Zu diesen Sportarten gehören unter anderem:

  • American Football
  • Badminton
  • Basketball
  • Beachvolleyball
  • Bergsteigen
  • Crossfit
  • Eiskunstlauf
  • Fußball
  • Golf
  • etc.

Anwendung und Nebenwirkungen

Wie seine fettlöslichen Kollegen Vitamin D, E und K ist die Verwendung und Anwendung eines Vitamin-E-haltigen Multivitaminpräparates einem Monosupplement vorzuziehen. Die Begründung erschließt sich daher, dass Vitamine, seien sie jetzt fett- oder wasserlöslich, im Verbund mit anderen Vitaminen im idealen Verhältnis einfach am besten zusammenarbeiten. Neben der idealen Zusammensetzung sollte der jeweilige Athlet auch sein Geschlecht, sein Gewicht, den physiologischen Status und vor allem auch sein Alter miteinbeziehen. Denn mit fortschreitendem Alter sinkt auch die biologische Verwertbarkeit von Vitaminen und Mineralstoffen, was wiederum bedeutet, die Vitamindosierung dementsprechend anzupassen. Denn um die Vorteile von Vitamin E/Tocopherol als Antioxidans für sich am besten nutzen zu können, sollte Folgendes beachtet werden.

Einnahmezeitpunkte und zu berücksichtigende Punkte bei Vitamin E/Tocopherol:

  • Nehmen Sie Vitamin E/Tocopherol immer als Multivitaminsupplement zu den Mahlzeiten ein.
  • Achten Sie beim Kauf darauf, um welche Form von Vitamin E/Tocopherol es sich handelt.
  • Das Supplement sollte immer trocken und möglichst kühl gelagert werden.
  • Es sollte keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Ultra A-Z aus dem Sortiment von Peak Performance Products liefert Ihnen folgende Zusammensetzung:

Multivitamin-Formel Ultra A-Z

VitamineTagesportion (2 Tabletten)
Vitamin A 800 µg
Vitamin D 5,0 µg
Vitamin E 60 mg
Vitamin K 75 µg
Vitamin C 200 mg
Thiamin 1,1 mg
Riboflavin 1,4 mg
Niacin 16 mg
VitaminB6 1,4 mg
Folsäure 200 µg
Vitamin B12 2,5 µg
Biotin 50 µg
Pantothensäure 6,0 mg
ß-Carotin 20 µg
Mineralien 
Kalium 50 mg
Chlorid 45,6 mg
Calcium 120 mg
Phosphor 53 mg
Magnesium 75 mg
Eisen 4,0 mg
Zink 5,0 mg
Kupfer 1,0 mg
Mangan 2,0 mg
Jod 75 µg
Selen 55 µg
Chrom 40 µg
Molybdän 50 µg
Silicium 25 µg
Besondere Inhaltsstoffe 
Epigallocatechingallat (EGCG) 200 mg
Proanthocyanidine (OPC) 100 mg

 

Nebenwirkungen und Überdosierung (Hypervitaminose)

Nun, obgleich Vitamin E/Tocopherol zu den fettlöslichen Vitaminen gehört und dadurch im Fettgewebe und in der Leber gespeichert ist, ist es jedoch relativ ungefährlich. Es ist kein Fall bekannt, in dem es durch die Aufnahme einer normalen Mischkost zu einer Vergiftung kam. Die Blutplasmawerte von Vitamin E/Tocopherol liegen beim Menschen in einem Normbereich von 12-45 µM (0.5-2md/dL). Nach der Nationalen Verzehrsstudie (NVS) sollte die durchschnittliche tägliche Zufuhr bei Männern je nach Alter bei 10,9-12,1 mg α-TÄ liegen. Die Frauen liegen mit einem Wert von 9,3-11,1 mg α-TÄ pro Tag etwas darunter. Laut DGE liegen die Männer mit diesen Werten genau in den vorgegebenen Richtlinien. Die Frauen erreichten dagegen im Durchschnitt nur eine tägliche Zufuhr von 86 %. Selbst die höchsten Zufuhrwerte in der (NVS) überstiegen nicht die 33 mg-Grenze (VERA - Schriftenreihe, 1995). Diese Werte wurden mittels der 97,5-Perzentile* bei über 65-jährigen Männern festgestellt. Bezüglich der Giftigkeit wurden im Jahre 1986 von ABDO et al., Studien an Versuchstieren durchgeführt, um zu sehen, wann Vitamin E absolut giftig/tödlich wirkt. Sie stellten dabei fest, dass eine Mindestdosis von 2000 mg/kg RRR-α-Tocopherylacetat/kg nötig ist, um dies zu bewirken (Die Ratten hatten zusätzlich eine Vitamin-K-Unterversorgung). Bei anderen Versuchstieren waren es Werte unter 7000 mg/kg. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass diese 2000 mg/kg einen Mittelwert darstellen und von folgenden Faktoren beeinflusst werden:

  • Geschlecht
  • Alter
  • Krankheiten
  • momentaner physischer Zustand

*Perzentile = Definition der Leistung, die ein Vitamin erbringt. Ein Perzentil ist also nicht anderes als eine Wertangabe in %, wie z. B. 10 Perzentile = 10 %.

Die Perzentile werden dabei in 3 Gruppen unterteilt:

  • Gruppe I schwache Leistung → unter 25% der Rohwertverteilung
  • Gruppe II durchschnittliche Leistung → mittlere 50% der Rohwertverteilung
  • Gruppe III hohe Leistung → ab 75% der Rohwertverteilung

Bis heute sind die für den Menschen angemessenen Höchstdosierungen an Vitamin E/Tocopherol noch nicht eindeutig geklärt. Einer dieser Gremien, das US Food and Nutrition Board FNB (2000), legte dazu einen „Tolerable Upper Intakes Levesl (UL)“ fest. In einer großen Alpha-Tocopherol und Beta-Carotene Cancer Prevention (ATBC) Studie wurden ebenfalls andere Messwerte als richtig angesehen. Bei dieser Studie ging es darum, welchen Einfluss Alpha-Tocopherol und Betacarotin auf die Krebsvorsorge haben könnte. Geht man jetzt von den Höchstdosierungen der European Food Safety Authority (EFSA) unter der Berücksichtigung des Körpergewichtes aus, ist eine tägliche Dosis von 300 mg/450 IE als tolerabel einzustufen.

Mangel an Vitamin E/Tocopherol

Beim Menschen tritt ein alleiniger Vitamin E/Tocopherol-Mangel äußerst selten auf. Wobei man bei Vitamin E/Tocopherol zwischen einem latenten und einem echten Mangel unterscheiden muss. Der latente Mangel ist nicht sofort erkennbar und zeigt keine typischen Symptome und ist bis heute fast nicht erfassbar (Elfmadfa und Boss, 1985). Bei einem echten Mangel an Vitamin E/Tocopherol besteht das Problem, dass dieser nicht aufgrund einer Mangelernährung sofort zu erkennen ist, da unser Körper über dementsprechende Vitamin-E-Speicher verfügt. Dadurch kann es ca. 1-2 Jahre dauern, bis erste klinische Symptome zu erkennen sind. Hier sind allerdings dann Messungen des α-Tocopherol-Spiegels möglich. Die Normgrenze liegt bei ca. 0,5 α-Tocopherol/100 ml Plasma, was einem Wert von 11,6 µmol/l oder 0,8 µm der Gesamtlipide entspricht (Bässler et al., 2002).

Zu den markantesten Symptomen eines Vitamin E/Tocopherol-Mangels gehören:

  • chronische Erhöhung der Lipidoxidation im Plasma
  • Verkürzung der Erythrozytenlebenszeit und eine Erhöhung der Hämolyseneigung
  • Muskelschwäche (Myopathien) und ein Anstieg der Blutplasmakreatinkinase sowie eine Kreatinurie als Folge der Muskelmembranschädigung
  • Neuropathien mit Störungen der Tiefensensibilität, Areflexie (Fehlen von Eigenreflexen) und Ataxien (Sammelbegriff für Störungen der Bewegungskoordination), Enzephalopathie (krankhafte Veränderung des Gehirns)
  • Bei Frühgeborenen kann es zu folgenden Symptomen kommen: Hämolyse (Zerfall der roten Blutkörperchen), retrolentale Fibroplasie (Schädigung der Netzhaut), bronchopulmonale Dysplasie (chronische Lungenkrankheit), Ventrikelblutungen (Blutungen an bestimmten Organen → Herz, Gehirn etc.)

Abgesehen davon, können langfristige genetisch bedingte Krankheiten eine massive Fetteinlagerung begünstigen. Diesem Umstand geschuldet, ist es möglich, dass es zu folgenden Vitamin E/Tocopherol-Mangelzuständen kommen kann:

Resorptionsstörungen:

  • Sprue → Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)
  • Kurzdarmsyndrom (operative Entfernung eines Darmstückes verursacht das Syndrom)
  • Zystische Fibrose → Mukoviszidose (Stoffwechselerkrankung, die genetisch vererbt wird)
  • Chronische Pankreatitis (ständige Entzündung der Bauchspeicheldrüse)
  • Cholestase (Bezeichnet den Rückstau von Bilirubin und Gallensäuren in der Galle)

Transportstörungen:

• A-ß-Lipoproteinämie (selten, genetisch bedingter Defekt der ß-Lipoproteinsynthese → Störung des Herauslösens von Cholesterin aus der Zelle)

 

Quellen:

  • Bässler K-H, Grühn E, Loew D, Pietrzik K (2002) Vitamin-Lexikon für Arzte, Apotheker und Ernährungswissenschaftler. 3. Auflage. Urban & Fischer, München.
  • Behrens, W.A., Madere, R.: Tissue discrimination between dietary RRR-α- and all-rac-α- Tokopherols in rats. The Journal of Nutrition 1991/121 (4): 454-459.
  • ELMADFA I, BOSSE W. Vitamin E – Eigenschaften, Wirkungsweise und therapeutische Bedeutung. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 1985.
  • FNB (1998) US Food and Nutrition Board. Dietary Reference Intakes for Thiamine, Riboflavin,Niacin, Vitamin B6, Folate, Vitamin B12, Pantothenic Acid, Biotin and Choline. Institute of Medicine, National Academic Press, Washington DC.
  • Gaßmann B (1997) Vitamin E. Ernährungs-Umschau 44: 63-66.
  • Hosomi, A., Arita, M., Sato, Y., Kiyose, T., Ueda, T., Igarashi, O., Arai, H., Onoue, K.: Affinity of α-tocopherol transfer proteins as a determinant of the biological activities of vitamin E analogs. FEBS Letters 1997/409: 105-108.

 

Internetquellen:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Areflexie
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Ataxie
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Bronchopulmonale_Dysplasie
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Cholestase
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Enzephalopathie
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%B6liakie
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Kurzdarmsyndrom
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Mukoviszidose
  • https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4molyse
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Retinopathia_praematurorum
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Tangier-Krankheit
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Tocopherol