• KOSTENLOSE HOTLINE +49 (0) 800-4252150
  • VERSANDKOSTENFREI INNERHALB DE AB 20€
  • GRATIS PEAK T-SHIRT AB 100€

BCAA oder Glutamin zum Muskelaufbau?

bodybuilder_blogFrüher galt bei Bodybuildern die Aminosäure L-Glutamin gemeinhin als wichtigste Aminosäure für den Muskelaufbau. Der Grund ist offensichtlich, denn mit 60% besteht die Mehrheit des intramuskulären Aminosäurepools aus dieser Aminosäure. Doch ist Glutamin für den Muskelaufbau tatsächlich besser als andere Aminosäuren?

Wer die aktuellen Diskussionen in Foren usw. verfolgt, der gewinnt den Eindruck, dass mittlerweile ein Umdenken stattfindet. Zwar erfährt Glutamin zu recht immernoch viel Beachtung. Aber v.a. die verzweigtkettigen Aminosäuren – branched chain amino acids oder kurz BCAA – gewinnen mehr und mehr an Bedeutung bei Bodybuildern und – so scheint es – lösen L-Glutamin als populärste Aminosäure ab.

Das Peak Team begrüßt diese Entwicklung. Denn obwohl sowohl das nicht-essentielle (nicht lebenswichtige) Glutamin, als auch die essentiellen (lebenswichtigen) BCAA für eine optimale Sportnahrung wertvoll sind, so sind es die BCAA, die den Muskelaufbau stärker fördern als Glutamin. Aus diesem und weiteren Gründen setzt Peak schon seit langem im Aminosäurebereich v.a. auf die BCAA.

Anzumerken ist, dass dieser Blog sich auf das Thema Muskelaufbau bezieht und die weiteren Nutzen von BCAA und Glutamin weitestgehend ausblendet. Doch wieso sind die BCAA besser für den Muskelaufbau als Glutamin?  

 

BCAA – Zünder der Muskelproteinsynthese

Das Schlagwort in diesem Zusammenhang ist Proteinsynthese, genauer Muskelproteinsynthese (Thema des Monats November). Ausschlaggebend für die Überlegenheit der BCAA gegenüber Glutamin für den Muskelaufbau ist die Tatsache, dass nur die drei BCAA – Leucin, Isoleucin und Valin – eben die angesprochene Synthese von Muskelproteinen direkt initiieren.

Besonders Leucin spielt eine Schlüsselrolle für die Muskelproteinsynthese. Für eine maximale Zündung der Muskelproteinsynthese reicht möglicherweise eine Supplementierung mit Leucin aus. Die Rolle der beiden anderen BCAA in Bezug auf die Muskelproteinsynthese ist leider nicht ausreichend erforscht. Fakt ist jedoch, dass alle drei BCAA auch als Muskelbaustoff verbaut werden.

Generell gilt aber sowohl für BCAA-Supplements als auch Leucin-Supplements, dass sie zwar den Muskelaufbau via Muskelproteinsynthese einleiten, um aber an Muskulatur zuzulegen muss:

a)     genug Baustoff in Form von allen anderen essentiellen Aminosäuren (EAA) und auch einigen semi-essentiellen Aminosäuren zugeführt wird, optimalerweise in Form von speziellen Aminosäure-Fraktionen, Peptiden und freien Aminosäuren (mehr dazu im folgenden Blog)

b)    intensiv genug trainiert werden. Denn um die Muskelmasse durch die erhöhte Muskelproteinsynthese zu stabilisieren und zu erhalten bedarf es Training, da andernfalls die neu aufgebaute Muskelmasse wieder durch die Homöostase (Selbstregulation des Körpers) abgebaut wird.

 bcaa_tst_usw_blog

 

Und was ist mit Glutamin?

Glutamin ist ebenfalls eine sehr wertvolle Aminosäure – gerade für die Gesundheit, das Immunsystem und die Regeneration bei Diäten. Für den direkten Muskelaufbau spielt Glutamin hingegen eine weniger bedeutende Rolle als die BCAA. 

Diese Tatsache für die Vorteilhaftigkeit der BCAA für den Muskelaufbau wird dadurch untermauert, dass:

a)     das nicht essentielle Glutamin endogen aus BCAA hergestellt werden kann.

b)    Glutamin im Gegensatz zu den BCAA nicht direkt ins extrazelluläre Muskelgewebe gelangt. Vielmehr gelangt Glutamin zuerst in die Leber und wird dort größtenteils zu zahlreichen Abkömmlingen für unterschiedlichste Funktionen (Immunsystem, Gesundheit, Konzentration/Lernfähigkeit/ Intelligenz) umsynthetisiert.

Es lässt sich somit konstatieren, dass die BCAA den Muskelaufbau auf direktem Wege fördern und sogar in Glutamin umgewandelt werden können, während sich Glutamin eher indirekt auf den Muskelaufbau auswirkt, weil es zuerst die Leber passieren muss. Das von der Leber freigegebene Glutamin bzw. die Abkömmlinge haben eine sehr allgemeine Funktionalität. Zu den vielen Funktionalitäten zählen aber auch die Förderung des Muskelaufbaus, v.a. als Nitrogen Shuttle und anaboler Zell-Voluminizer. 

glutamin_glutafusion-_blog

Fazit:

Sowohl Glutamin als auch BCAA sind sehr funktionelle Aminosäuren. Doch während Glutamin ein sehr allgemeines Eigenschaftsspektrum aufweist, optimieren die BCAA wesentlich direkter den Muskelaufbau via Muskelproteinsynthese.

Wie Sie BCAA in optimaler Weise für den Muskelaufbau einsetzen und was Sie zu beachten haben, erfahren Sie in dem nächsten Blog.

 

Mit sportlichem Gruß

Ihr Peak Team

 

 

 

Quellen:

Brainum, J.  Effects of leucine on recovery.  All Natural Muscular Development.  35(10):154, 1998.

Castell, L. M., et al.  Does glutamine have a role in reducing infections in athletes?  Eur J Appl Physiol.  73(5):488-90, 1996.

Castell, L. M., et al.  The effects of oral glutamine supplementation on athletes after prolonged exhaustive exercise.  Nutrition.  13(7-8):738-742, 1997.

Firshein, R.  The Nutraceutical Revolution.  Riverhead Books via Penguin Putnam Inc., New York, USA.  1998:282.

Gatnau, R., et al.  Effect of excess dietary leucine and leucine catabolites on growth and immune response in weanling pigs.  Journal of Animal Science.  73(1):159-165, 1995.

Hallbrucker, C., et al.  Control of hepatic proteolysis by amin acids - the role of cell volume.  Eur J Biochem.  197:717-724, 1997.

Haussinger, D., et al.  Cell volume and hormone action.  Trends Pharmacol Sci.  13(10):371-373, 1992.

Keast, D., et al.  Depression of plasma glutamine concentration after exercise stress and its possible influence on the immune system.  Medical Journal of Australia.  162(1):15-8, 1995.

Low, S., et al.  Responses of glutamine transport in cultured rat skeletal muscle to osmotically induced changes in cell volume.  Journal of Physiology.  492(3):877-885.

MacLennan, P.A., et al.  Inhibition of protein breakdown by glutamine in perfused rat skeletal muscle.  FEBS Letter.  257:133-36, 1988.

Nagasawa, T., et al.  Rapid suppression of protein degradation in skeletal muscle after oral feeding of leucine in rats.  J Nutr Biochem.  13(2):121-127, 2002.

Phillips, B.  Uncensored Q&A.  Muscle Media.  53:36-37, 1996.

Rogers, L. L., et al.  Effects of glutamine on IQ scores of mentally deficient children.  Tex Rep Biol Med.  15:84-90, 1957.

Roth, E., et al.  Glutamine:  An anabolic effector.  J Parent Ent Nutr.  14:1305-1365, 1990.

Saito, H., et al.  Glutamine as an immunoenhancing nutrient.  J Parenter Enteral Nutr.  23(5 Suppl):S59-61, 1999.

Tapiero, H., et al.  II. Glutamine and glutamate.  Biomed Pharmacother.  56(9):446-457, 2002.

 

Quellen ohne Autorangabe:

Monograph:  Glutamine.  Alternative Medicine Review.  6(4), 2001.

 

 

 .

Hinterlasse eine Antwort

Um einen Kommentar zu hinterlassen, musst du angemeldet sein.