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Bericht über die Vorbereitung und die WM 2008 von Thomas Scheu

Bericht über die Vorbereitung und die WM 2008 von Thomas ScheuDa in den letzten Jahren meine Wettkampfform aus meiner kritischen Betrachtung noch zu verbessern war, wollte ich mich in diesem Jahr besonders konsequent vorbereiten. Geplant war die Teilnahme beim Body Xtreme, die Weltmeisterschaft in Bahrain und die Männer WM over 40 in Pilsen.

Teilnehmen auf der Body Xtreme wollte ich allerdings nur dann, wenn ich eine deutlich bessere Form hätte als im Jahr zuvor. Der Fettgehalt meines Hinterns sollte für die Entscheidung zur Teilnahme ausschlaggebend sein. Leider ist es mir nicht gelungen, die Form meiner Vorstellung entsprechend hinzubekommen. Aufgrund einiger Fotoberichte, auf der Teilnehmer dieser Meisterschaft im Vorfeld gezeigt wurden, war ich nahe daran, doch zu starten. Da ich aber mit mir noch nicht ganz zufrieden war, habe ich auf eine Teilnahme verzichtet, obwohl ich im Nachhinein aufgrund des wesentlich geringeren Qualitätsstandards der diesjährigen Teilnehmer im Vergleich zum Vorjahr (dort starteten 4 Weltmeister, 1 Europameister), mit meiner Form (meine persönliche Einschätzung, die meist sehr korrekt ist) wohl sicherlich den 2. Platz gemacht hätte.

Gegen eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Bahrain habe ich mich schon sehr früh entschieden, da ich die Befürchtung hatte, dass die arabischen Teilnehmer dort eine sehr große Lobby haben. Die Ergebnisse der WM in Bahrain und die Aussagen einiger Kampfrichter bestätigen leider auch diese Einschätzung.

Blieb mir also nur die Weltmeisterschaft in Pilsen, um zu zeigen, dass ich noch immer ein sehr gefährlicher Gegner bin, der noch steigerungsfähig ist.

Bei Grand Prix Veranstaltungen in Holland und Belgien war ich mit der Form auf dem richtigen Weg und konnte diese beiden Wettkämpfe gewinnen. Bei der WM-Quali in Duisburg wollte ich eine Form haben, die von Anfang an klarstellen sollte, dass zumindest bei diesen Teilnehmern niemand eine Chance gegen mich hatte. Mein beim Wiegen festgestelltes Körpergewicht lag bei 95,5 kg. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich drei Monate strengste Diät hinter mir. Nachdem ich nun meine Form hatte und nicht mehr weiter Gewicht verlieren musste, konnte ich meine Kalorienzahl um ca. 800 - 900 Kalorien auf ca. 3000 steigern. Somit füllte ich meine Muskulatur wieder mit Gewicht auf, ohne die Fettdepots wieder zu füllen.

Auf der internationalen deutschen Meisterschaft wurde ich bei der Pokalübergabe aufgefordert, das Hemd auszuziehen. Bereits beim Ausziehen des Hemdes war dem Publikum ersichtlich, in welcher brutalen Form ich mich befinde. Ich zeigte nur drei oder vier Posen. In diesen wenigen Minuten habe ich wohl die stärkste Publikumsresonanz meines Lebens erfahren. Eine größere Belohnung als eine solche Publikumsreaktion kann man als Sportler nicht erhalten. Dafür meinen großen Dank an alle!

Dass ich auf der WM beim Wiegen 98,8 kg hatte, hing wohl auch mit der Mahlzeit, die ich kurz zuvor eingenommen hatte, zusammen. Trotzdem war auch beim Wiegen ganz eindeutig erkennbar, dass ich zu den Härtesten der gesamten WM gehörte, auf jeden Fall der Härteste in meiner Klasse (16 Teilnehmer) war.

Da das Schwergewicht auf der WM over 40 mit 90 kg beginnt und nach oben offen ist, war ich der kleinste und leichteste Teilnehmer in meiner Klasse. Es ist mir sehr wohl bewusst, dass ich in dieser Position Gefahr laufe, von den deutlich größeren und schwereren Athleten erdrückt zu werden. Trotzdem der amtierende Schwergewichtsweltmeister over 40, Anatoly in meiner Klasse und der diesjährige Super-Schwergewichtsweltmeister Ahmet Hamouda nicht annähernd meine Qualitätsform hatten, war mir klar, dass eine Platzierung unter den ersten Drei sehr schwer werden würde. Es war schon unglaublich, bei der Vorwahl zu sehen, wie eine extreme Farbbeschichtung und ein hervortretendes Krampfadernetz auf der Bühne eine vermeintliche zu mir nicht vergleichbare Härte vortäuschen können. Ein großes Problem ist, dass die Kampfrichter ca. 10 m von den Athleten entfernt sitzen und diese Feinheiten nicht mehr ganz wahrnehmen können. Trotz allem bin ich zufrieden, dass ich aufgrund der Fotos, die ich bisher sah, doch recht wuchtig in dieser Klasse wirkte. Auch meine Beine sind deutlich massiver geworden. Klare Abstriche musste ich eben in der riesigen Gesamtmasse hinnehmen, mit der Hamouda allein durch seine Körpergröße auftreten kann. Etwas schleierhaft ist allerdings, dass seine Posingkür genauso hoch bewertet wurde, wie meine. Ob ein ägyptischer Bauchtanz für einen Super-Schwergewichtsweltmeister das richtige Thema für seine Kür ist, sei dahingestellt!

Das Endergebnis ist auch von meiner Seite her klar vertretbar und akzeptabel. Zeigt es doch, dass eine wirklich gute Form in Endeffekt positiv auf die Wertung Einfluss nimmt.

Wirklich schön ist es, zu erfahren, wie eine solche Form außerhalb der Wertungen von den anwesenden Teilnehmern, Offiziellen und Zuschauern geschätzt wird. Der Zuspruch, den ich erfahren habe, war überwältigend.

Die Fotographen der Sport Revue, die vor Ort waren, waren schier begeistert von der Form. Die gemachten Fotos sollen groß in der Sport Revue erscheinen. Auch ich soll alle Bilder erhalten und werde in den nächsten Tagen einige davon Peak zur Verfügung stellen.

Für’s erste nur mal ein paar private Fotos von der WM.

Ich danke allen, die mir die Daumen gedrückt haben und auch der Firma Peak, die mich schon seit so vielen Jahren tatkräftig unterstützt.

Da ich für zwei weitere Auftritte gebucht bin, werde ich meine Form noch etwa bis Weihnachten halten. Ab dann werde ich mir auch mal wieder etwas gönnen.

Euer Tom

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