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„Bio-Doping“ – Leistungssteigerung mit roten Beeten? Teil 1

Liebe BLOG-Leserinnen und Leser, Liebe PEAK-Kundinnen und Kunden,

Rote BeeteRote Beete sind seit jeher fester Bestandteil vieler Salat- und Gemüsevariationen. Farblich machen rote Beete auf jeden Fall etwas her. Geschmacklich sind sie nicht jedermanns Sache.  

Seit einiger Zeit findet man im Internet diverse Verweise auf eine möglicherweise leistungssteigernde Wirkung von roter Beete. Sie werden besonders im Ausdauersport, in Form von Säften oder auch als Pulver, eingesetzt.

Grund genug, dieses Gemüse im heutigen Peak Blog einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Viel Spaß

Rote Beete

Rote Beete

Allgemein

Die rote Beete ist eine enge verwandte von Mangold und der Zuckerrübe. Sie stammt von der Wildbeete und der wilden Rübe ab. Rote Beete wachsen an krautigen Pflanzen mit einem bis zu 1,5m hohen Blütenstand. Die Frucht kann bis zu 600g schwer werden und hat eine birnenförmige bis runde Form. Unter einer dünnen Schale versteckt sich das saftig-aromatische Gemüse, welches sich hier zu Lande großer Beliebtheit erfreut.

Interessant

Neben der roten Beete kann man auch „weiße“ und „gelbe“ Beete erwerben

 

Inhaltstoffe

Rote Beete

Nährstoffe

Rote Beete zählen mit 30kcal pro 100g zu den kalorienarmen Lebensmitteln. Der geringe Energiegehalt setzt sich zusammen aus einem moderaten Anteil Kohlenhydraten, etwas Protein und sehr wenig Fett.

Auf Seite der Vitamine haben rote Beete besonders im rohen bzw. gegarten Zustand einen hohen Anteil an B-Vitaminen und Vitamin C zu bieten. Interessant ist, dass besonders der Gehalt an Vitamin C in konservierter roter Beete deutlich geringer ausfällt, als in der gegarten Version.

Rote Beete sind eigentlich natriumarm. Der konservierten Form wird allerdings meist Natrium zugesetzt, weshalb der Gehalt hier höher ausfällt. Signifikante Mengen liegen in roter Beete ebenfalls bei Eisen und Kalium und Zink vor.

Fazit

Rote Beete sind kalorienarme Lieferanten vieler B-Vitamine, Vitamin C, Eisen Zink und Kalium

 

Betanin

Farbstoff

Betanin lautet die Substanz, der rote Beete hauptsächlich seine grelle Farbe zu verdanken hat. Betanin zählt zur Gruppe der Betalaine. Der isolierte Farbstoff trägt die Bezeichnung E 162. Saftkonzentrate aus roten Rüben gelten in der Lebensmittelindustrie als „färbende Lebensmittel“ für die keine E-Nummer erforderlich ist. Mit Betanin werden Fruchtzubereitungen, Molkereiprodukte, Süßigkeiten, Marmeladen und viele weitere Lebensmittel eingefärbt.

Interessant

Betaninreste im Urin und Stuhl  färben diese bei hoher Verzehrmenge leicht rötlich – eine völlig ungefährliche Sache, die jedoch verstärkt auftritt wenn Ungereimtheiten im Eisenstoffwechsel bestehen

 

ph-Indikator

Eine Betanin-Lösung ändert abhängig vom ph-Wert die Farbe. Es fungiert daher auch als ph-Indikator. Violette Lösungen deuten auf ein stark saures Milieu hin. Rote Lösungen kennzeichnen ein Milieu ab ph –Wert 4. Stark basische Lösungen färben sich gelblich-braun.

Antioxidant

Neben seiner Funktion als Farbstoff konnte Betanin auch eine starke antioxidative Eigenschaft nachgewiesen werden. Unter dem Einfluss von Betanin kommt es zu einer verringerten Oxidation von LDL. Der Einfluss ist hier stärker als bei Catechin. Auch den Abbau von Häm (eisenhaltiger Blutfarbstoff) vermag Betanin zu reduzieren. Anscheinend greift Betanin unterstützend in die Tätigkeit der wichtigsten antioxidativen Einrichtung, dem Glutahion, ein. Da Betanin selbst sehr anfällig auf Angriffe freier Radikale ist, hat Mutter Natur rote Beete mitunter seinen hohen Gehalt an Vitamin C zum Schutz mitgegeben.

Die Absorption und Verwertung von Betanin findet sehr unterschiedlich statt. Untersuchungen aus den Vereinigten Staaten offerieren, dass es offensichtlich so etwas wie einen „Betanin-Responder“ gibt, also Personen bei denen Aufnahme und Verwertung so gut ablaufen, dass seine antioxidativen Eigenschaften voll zu tragen kommen. Der Anteil der amerikanischen Bevölkerung wird mit 10-15% angegeben. Für die deutsche Bevölkerung ist mir leider keine vergleichende Studie bekannt. Höchststände an Betanin im Blut werden 2-4 Stunden nach der Verabreichung festgestellt.

Wichtig ist zu wissen, dass im Laufe der Zubereitung von roter Beete signifikante Mengen Betanin verloren gehen. Die Garzeit sollte daher auf maximal 15 Minuten begrenzt werden.

Entzündungshemmer

Betanin vermag auch proinflammatorische Vorgänge im Körper abzuschwächen. Hauptsächlich verantwortlich dafür ist seine Fähigkeit die Aktivität  von Cyclooxygenase-Enzymen zu hemmen. Sie werden immer dann produziert wenn Entzündungen im Körper ausgelöst werden sollen.

Unterstützung der Biotransformation

Biotransformation ist ein anderer Begriff für „Entgiftung“. Sie beschreibt den Vorgang im Stoffwechsel, bei dem über chemische Prozesse nicht ausscheidbare Stoffe in ausscheidbare Stoffe umgewandelt werden. Nötig ist dies bei allen Substanzen, die wir nicht direkt über den Harn oder den Stuhl ausscheiden können. Eine Ansammlung (Akkumulation) derartiger Substanzen im Körper stellt eine hohe Belastung dar und kann sogar zum Tod führen. Betanin unterstützt hier besonders Phase 2 dieses Vorgangs, bei welchem die Wasserlöslichkeit nicht ausscheidbarer Stoffe stark erhöht wird oder bei dem diese weiter entgiftet werden, bis eine Ausscheidung über die Nieren, die Atmung oder den Schweiß möglich ist. Auch hierbei spielt der Einfluss von Betanin auf Glutahion und ein Enzym mit dem Namen Glutahion-S-Transferase eine Rolle.

Fazit

Mit Betanin enthält rote Beete neben Vitamin C einen weiteren effektiven Radikalfänger mit zusätzlich entzündungshemmender und entgiftender Wirkung

 

Oxalsäure

Negativ wird bei roter Beete der hohe Gehalt an Oxalsäure bewertet. Sieht man sich Lebensmittelanalysen an, gibt es zwar Lebensmittel die durchaus höhere Werte liefern, das Problem bei roter Beete ist jedoch, dass diese in hohen Mengen (500ml Saft und mehr) konsumiert wird. So summiert sich auch die Aufnahmemenge an Oxalsäure auf.

Rote Beete

Oxalsäure erschwert nicht nur die Aufnahme von Eisen, sondern kann auch das Risiko auf Nierensteine erhöhen. Oxalsäure führt zudem zur Verarmung mit Calcium

Fazit

Bei Oxalsäure handelt es sich um eine antinutrive Substantz, die in roter Beete in signifikanter Menge vorkommt

 

Nitrat

Rote Beete liefert einen hohen Gehalt an Nitrat und zählt mitunter zu den Gemüsevarianten mit den höchsten Anteilen neben Radieschen, Rettich, Kohl, Spinat, Wirsing und Kopfsalat.

Dieser wird vor allem in der Szene der Ausdauersportler als Grund für eine vermeintlich leistungssteigernde Wirkung von roter Beete angesehen. Ebenso belegen Studien einen Blutdruck senkenden Effekt mit der Aufnahme von Rote Beete-Saft, der ebenfalls auf den Nitratgehalt und seinen gefäßerweiternden Effekt zurückgeführt wird.

Rote Beete Nitrate

Fazit

Rote Beete enthalten hohe Mengen Nitrat

 

Zusammenfassung

Rote Beete sind enge Verwandte der Zuckerrübe, was sich über die Konsistenz des Gemüses auch erahnen lässt. Rote Beete haben einen niedrigen Energiegehalt, liefern aber gerade bei B Vitaminen, Vitamin C und Eisen hohe Mengen, die signifikant zur täglichen Versorgung beitragen. Nachteil beim Eisengehalt ist, dass die Absorption durch die gleichzeitige Aufnahme von Oxalsäure gehemmt wird.

Eine sehr interessante Substanz in Rote Beete ist das Betanin. Es verleiht roter Beete seine auffällig rote Farbe und ist daher auch als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie im Einsatz. Viel interessanter ist jedoch seine ausgeprägte antioxidative und entzündungshemmende Wirkung, die Betanin immer dann vermittelt, wenn Rote Beete nicht unter zu starkem Einfluss von Hitze zubereitet wird.

Nitrat lautet das Zauberwort, wenn es um das Thema Leistungssteigerung geht. Fest steht, dass rote Beete hohe Mengen an Nitrat liefern. Ob man sich davon aber tatsächlich einen leistungssteigernden Effekt erhoffen darf und wenn ja wie Nitrat hier seine Wirkung vermittelt, werde ich Ihnen erst mit Teil 2 beantworten.

Peak Blogger Holger GuggBis dahin verbleibe ich

Mit sportlichem Grüße

Ihr

Holger Gugg

www.body-coaches.de

Quellen

http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/661894/rote-beete-saft-dopingmittel.html

http://german.ruvr.ru/2012_05_23/75742111/

https://www.fitforfun.de/abnehmen/gesund-essen/rote-beete-natuerliches-doping_aid_12315.html

http://scienceblogs.de/3vor10/2009/08/11/biodoping-mit-rotebeetesaft-cannabis-lagert-sich-in-fettdepots-ab-gefuhle-sind-korpersache/

http://www.netzathleten.de/Sportmagazin/Sportler-Ernaehrung/Bessere-Ausdauer-durch-Rote-Beete/5608827385425576243/head

https://www.greif.de/nl-rote-bete-pulver-erlaubtes-gesundes-und-natuerliches-doping.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Betanin

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11714300

http://www.whfoods.com/genpage.php?tname=foodspice&dbid=49

https://de.wikipedia.org/wiki/Biotransformation

https://de.wikipedia.org/wiki/Oxals%C3%A4ure

https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/warengruppen/wc_25_frischgemuese/et_nitrat_frischgemuese.htm

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