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„Bio-Doping“ – Leistungssteigerung mit roten Beeten? Teil 2

Liebe BLOG-Leserinnen und Leser, Liebe PEAK-Kundinnen und Kunden,

Bio Doping Rote Beete Blogin Bio Doping - Leistungssteigerung mit roten Beeten? Teil 1 habe ich Ihnen bereits so ziemlich alles über Rote Beete verraten. Sie wissen mit wem sie verwandt ist, wie sie wächst, welche Inhaltstoffe enthalten sind und wie sich diese auswirken.

Eine kleine Sache habe ich Ihnen jedoch verschwiegen…..steigert die Aufnahme von Rote Beete tatsächlich die Leistung?

Heute ist der Tag, an dem Sie es erfahren werden.

Viel Spaß

Leistungssteigerung durch rote Beete?

Studie 1

An der Universität Exeter wurden Fahrrad-Belastungstests unter submaximaler Belastung einmal über 4 km und einmal über 16 km durchgeführt. Die Probanden erhielten dazu im Vorfeld (2,5 Stunden vorher) entweder 500ml rote Beete Saft oder 500ml Johannisbeersaft (als Placebo)

In beiden Gruppen benötige die Placebogruppe signifikant länger für die Belastungseinheit.  Zudem wurden bei den Testgruppen deutliche höhere Power-Outputs gemessen. Die Autoren der Studie machen die Auswirkungen der hohen Nitratwerte für die festgestellten Erkenntnisse verantwortlich.

Die Fahrer aus der Roten Beete-Gruppe über die Distanz von 4 km waren 2,7% schneller, die Fahrer aus der Rote-Beete-Gruppe über die Distanz von 16 km waren 2,8% schneller als die Placebogruppen.

Anbei die Veränderungen der 4 km Gruppe

Darstellung_4km

und die Veränderungen der 16 km Gruppe

Darstellung_16km

Studie 2

Auch an der Universität Sant-Luis wurde der leistungssteigernde Effekt von Roter Beete belegt, dieses Mal bei Läufen über 5 km.  Im Vergleich zu Testläufen bei denen Preiselbeersaft verabreicht wurde, stieg die durchschnittliche Geschwindigkeit mit Rote Beete von 11,9 km/h auf 12,3 km/h an.

Studie 3

Larsen et al stellen bereits 2007 fest, dass die Gabe von Nitrat den Wirkungsgrad bei Muskelarbeit anhebt und so der Sauerstoffbedarf bei submaximaler Belastung gesenkt wird.

Fazit

Mehrere Studien scheinen einen leistungssteigernden Effekt durch die Aufnahme von Rote Beete tatsächlich zu belegen. Doch wie kommt dieser zustande…..

 

O2 – sparender Effekt und mehr

Man geht davon aus, dass unter dem Einfluss von Nitraten, bzw. deren abgewandelter Form, den Nitriten,  die Sauerstoffverwertung der Mitochondrien (Kraftwerte der Zelle) ökonomischer von statten geht und sich somit der Sauerstoffbedarf der Muskulatur verringert. Es kommt so weniger schnell zu Ermüdungserscheinungen, Laktatakkumulation und Leistungseinbußen. Die Nitrite reagieren dazu mit Enzymen der Zellatmung.

Ein Effekt der besonders im Ausdauersport zu tragen kommt

Kritik

Der Rückgang des Sauerstoffverbrauchs geht zu etwa 1/3 nicht auf das Konto von Nitrat, sondern auf das Konto einer vermehrten Kohlenhydratverwertung bzw. eines Anstiegs des respiratorischen Quotienten RQ, wie er bei submaximalen Belastungstests auftritt.

Auch Temperaturschwankungen und damit verbundene Veränderungen beim Gesamtenergieumsatz und dem Sauerstoffbedarf im Rahmen der Belastungstests können das Ergebnis verfälschen.

Auch das in der Sportlerszene gefäßerweiternde NO (Stickstoffmonoxid) wird über Umwege aus Nitraten bzw. Nitrit gebildet und wird von einigen Experten für die Effekte verantwortlich gemacht. Diese Eigenschaft ist für jede Sportart interessant, da so ein effektiverer Kreislauf, also der Antransport von Nährstoffen sowie Sauerstoff und im Gegenzug ein Abtransport von Stoffwechselendprodukten stattfinden kann, der durchaus für Leistungserhalt sorgen kann.

Fazit

Wenn gleich die volle Auswirkung aus den Studien leicht kritisiert werden kann, scheint Rote Beete dennoch einen signifikanten Einfluss auf die Erbringung von Leistungen im submaximalen Bereich zu haben. Alles was unter Einfluss von Sauerstoff verstoffwechselt wird, kann mit Rote Beete ökonomischer abgewickelt werden und so den Wirkungsgrad steigern. Auch im Kraftsport kann der NO-steigernde Einfluss für verbesserte Leistungserbringung sorgen.

 

Krebserregende Nitrate

Lebensmittel mit hohem Gehalt an Nitrat wie beispielsweise Wurstwaren, Spinat oder eben Rote Beete stehen immer wieder in Verruf wegen eines vermeintlich krebserregenden Risikos, ausgelöst über die Umwandlung von Nitrit in krebserregende Nitrosamine.

Tatsächlich können unter Anwesenheit sekundärer Amine sowie Nitrit, bei einem vorherrschenden ph-Wert unter 5,5 und unter Einwirkung von Hitze krebserregende Nitrosamine entstehen. Hitzeeinwirkung zu meiden ist also sicher eine Sache die in Hinblick auf Rote Beete nun schon zum zweiten Mal vermieden werden sollte. Wer dies berücksichtigt, muss dann aber nicht mit einer hohen Umwandlungsrate zu Nitrosaminen rechnen. Interessant ist zudem, dass der hohe Anteil Vitamin C die Entstehung von Nitrosaminen zusätzlich hemmt.

Interessant

Bis zu 500ml Rote Beete Saft pro Tag ist auch nicht mit Radikalschäden zu rechnen

Rote Beete

Zusammenfassung

Es scheint tatsächlich so, als behalten all die Ausdauersportler Recht, die Rote Beete als Saft oder Pulver einsetzen, um damit deren Leistungsfähigkeit zu pushen. Es existieren mehrere Studien mit positiven Belegen und Kritikpunkten, die das Ergebnis zwar etwas schmälern jedoch nicht komplett widerlegen.

Auch Kraftsportler können von dem hohen Nitratanteil profitieren, da diese die Blutversorgung der arbeitenden Muskulatur ankurbeln.

Vor einer signifikanten Bildung krebserregender Nitrosamine muss man sich beim richtigen Umgang nicht fürchten. Wenn überhaupt bedenklich, ist der aus Teil 1 bekannte hohe Gehalt an Oxalsäure, der sich wiederum auf die Eisenversorgung auswirken kann.

Man sollte den Einsatz von Rote Beete also auch hier nicht übertreiben, um von den Vorteilen zu profitieren und ohne die Nachteile ausbaden zu müssen.

Nun müssen Sie sich eigentlich nur noch vor roten Flecken auf hellen Trikots Sorgen machen.

Peak Blogger Holger GuggSportliche Grüße

Ihr

Holger Gugg

www.body-coaches.de

 

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