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Challenge Roth 2012 - Julia Bohn Erfahrungsbericht

Hallo liebe Blog Leser und treue Peak Kunden, unsere Triathlon Profi Athletin Julia Bohn hat mal wieder einen interessanten Erfahrungsbericht zur Challenge Roth für euch verfasst. Die Challenge Roth ist ein jährlicher Triathlon-Wettbewerb (Europameisterschaft), über die klassische Ironman-Distanz von 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und 42 km Laufen. "Triathlon in Roth ist wie Tennis in Wimbledon" schreibt die Frankfurter Allgemeine. Dort treffen sich also die besten Athleten, die der Triathlonsport zu bieten hat. Body Coaches Chef, Peak Freund und Julias Betreuer Holger Gugg war dieses Jahr auch vor Ort, um sich dieses Spektakel live anzuschauen.

Challenge Roth 2012 - Julia Bohn Erfahrungsbericht

Seid über 10 Jahren widme ich nun mein Leben schon dem Triathlon und erst dieses Jahr war ich ein teil der Legendären Challenge in Roth. Für 2012 sollte dies meine erste Langdistanz sein und damit auch einer meiner Saisonhöhepunkte. Ich habe mich Wochen, monatelang sehr sorgfältig vorbereitet und nichts dem Zufall überlassen und kein Tag ist vergangen ohne an mein Ziel, einem guten Finish bei der Challenge, zu denken. Nun ist alles schon wieder vorbei und trotzdem hat der 8.7.2012 wieder einmal wichtige Spuren in meinem Triathletinnenleben hinterlassen. Der Tag verlief , wenn ich es im Nachhinein betrachte, katastrophal, aber ich bin stolz auf mich wie ich aus einer nicht optimalen Situation mehr als das Beste gemacht habe.

Der Schwimmstart erfolgte um 6.30 im Main Donaukanal und mit meiner Schwimmleistung von 56 Minuten bin ich eigentlich sehr zufrieden. Die Strecke erschien mir sehr kurzweilig und ich konnte immer wieder eine gute Gruppe erwischen und einen für mich optimalen Rhythmus schwimmen.

Der Radkurs über 180 km ging über 2 Runden und ist unter Triathleten, als eine sehr schnelle Strecke bekannt….An diesem Tag aber leider nicht……denn….der Wind stand mehr als suboptimal, was keine Ausrede sein soll, nicht schnell fahren zu können, sondern was die Strecke einfach etwas langsamer machte als für gewöhnlich (was , wenn man eben auf Bestzeitjagd ist ungünstig ist). Die Erste Runde verlief für mich sehr gut. Ich konnte in einer Frauengruppe mitfahren und wir konnten uns gegenseitig etwas „Pushen“, jedoch……auch wenn ich nach meinen optimalen Wattwerten gefahren bin, um nicht zu schnell anzugehen, spielte nun mein Magen nicht mehr mit. Anfang der 2.Runde bekam ich Magenstechen und mir wurde schlecht und so stand ich vor der Entscheidung…1.Essen trotz Übelkeit und mehr Magenschmerzen riskieren oder 2. Nichts mehr essen und den Magen in Ruhe lassen. Ich habe mich für die Variante No.2 entschieden, musste dann aber natürlich durch das Energiedefizit erhebliches an Tempo einbüßen. Ich musste mich von der Gruppe zurückfallen lassen und habe mich mit Wasser und Salz Tabs über die Letzte Runde „gerettet“. Vorgenommen hatte ich mir eine Zeit von 5.05-5.10 nun kam ich in der Wechselzone 2 mit einer 5.15 an und vor allem….mit Bauchschmerzen…!!

Aber was ich aus vielen Wettkämpfen gelernt habe in denen ich gleiche oder andere Probleme hatte war und ist sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Es gibt immer einen Plan B, den Notfallplan. Wichtig ist konzentriert zu bleiben und sich nicht zu „verrückt“ über die suboptimale Situation zu machen. Somit bin ich also auf die Marathonstrecke , bin mein Tempo angegangen und habe mir mein Startnummerband mit der Startnummer einfach so hoch gezogen das sie meinen Bauch etwas warm halten konnte und dies hat auch gut getan, denn der Wind auf der Radstrecke hatte meinen Bauch eiskalt werden lassen was, so dachte ich mir, sicherlich einen teil der Problematik war.

Meine Pace für die Laufstrecke konnte ich locker angehen aber trotzdem wusste ich das ich meine Eigenverpflegung sehr wahrscheinlich nicht runter bekommen würde, so schlecht war mir…So entschloss ich mich für die Notfallverpflegung, die mir schon oft“ Das Leben gerettet hat“ Cola- Wasser- Salz Tabs!

Nun konnte ich davon profitieren, was ich sei dem letzten halben Jahr mit Holger von Body- Coaches erarbeitet hatte . Das von mir so sehr gehasste Fettstoffwechseltraining. Teilweise bin ich im Training 8 Stunden nur mit Öl in der Radflasche unterwegs gewesen und habe komplett auf Kohlehydrate verzichtet. Für meinen Körper war das also keine unbekannte Situation, keinen Energienachschub zu bekommen. Somit lief „Der Motor“ also und km für km gingen vorüber bis sich meine Verdauung meldete…Nun, auch hier versuchte ich Mental nicht aus dem Ruder zu laufen. „Auf die Toilette und dann einfach  weiter machen“ habe ich mir gesagt und so auch in die Tat umgesetzt.

Bei km 29, 30 konnte ich sogar noch 4 Profidamen vor mir überholen, welche „stehend k. o. waren“ Nun, darum wusste ich auch im Vorfeld, wenn ich eine Stärke habe dann ist es die Standfestigkeit auf der Marathonstrecke hinten heraus. Mit diesem Wissen und der Souveränität seinen Geist unter Kontrolle zu haben und seinen Körper zu kennen, konnte ich auch diesen noch schnellen Marathon laufen. Trotz der Unannehmlichkeiten.

Nach einem 3.19 lauf überquerte ich mit 9.37 als 14 Frau bei den Europameisterschaften in Roth die Ziellinie und ich habe wieder viel über mich kennen gelernt, worauf ich stolz sein kann, aber auch an was ich noch arbeiten kann um mir noch höhere Ziele zu stecken. Es geht immer weiter mit noch höheren Zielen und nur ich selber weiss was ich mir in den letzten Jahren durch Beharrlichkeit und en festen Glauben an meine Person ermöglicht habe.

Aber zum Schluss, wie mir auch immer wieder, gerade nach solchen für mich wichtigen sportlichen Erlebnissen klar wird, möchte ich vor allem Peter danken, ohne den ich niemals eine so starke Sportlerin und Persönlichkeit geworden wäre. Diese „Einzelkämpfersportart“ wird mit etwas Liebe zu einem noch schönerem Teil eines sicherlich jeden Lebens!

In Fünf Wochen steht die Challenge Kopenhagen vor der Tür und ich weiss das ich dort wieder mein Bestes geben werde. Ich freue mich sehr auf diesen Wettkampf denn nach wie vor ist er unangefochten in der schönsten Metropole, in der ich jemals war und ich werde den Tag genießen ob mit oder ohne „Hindernisse“!

Mit sportlichen Grüßen

Julia Bohn

 

Bilder von http://www.sportfotografie.biz/

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