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Der Mr. Olympia 2015 aus der Perspektive von Tim Budesheim

von Tim Budesheim

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Tim Budesheim Mr Olympia 2015„hello guys“ wie es so typisch amerikanisch heißt. Wie einige von Ihnen vielleicht mitbekommen haben, haben meine Freundin Pia und ich in diesem Jahr eine USA Reise gemacht und in diesem Zuge zum ersten Mal den Mr. Olympia in Las Vegas besucht.

In meinem nachfolgenden Blog möchte ich darüber berichten, wie es mir in den USA ergangen ist und welche Eindrücke ich vom größten und bedeutendsten Bodybuilding Wettkampf der Welt mitgenommen habe.

 

 

Training im legendären Golds Gym in Kalifornien

Begonnen hat unsere Reise in Los Angeles. Dort haben wir neben einigen Sightseeing-Touren sehr viel Sport getrieben. Hier haben wir schon unser erstes sportliches Highlight erlebt, da wir u.a. im Original Venice Golds Gym trainiert haben.

Das Golds Gym ist mit sehr vielen coolen Maschinen ausgestattet, was das Training zu einem echten Erlebnis macht. Dort sind wir natürlich einigen bekannten Leuten über den Weg gelaufen, wovon es leider keine Bilder gibt, da ich nicht während des Trainings stören wollte, um nach einem Bild zu fragen.

Tim Budesheim Golds Gym Kalifornien

Ansonsten waren wir noch am Muscle Beach und einigen anderen Trainings Domizilen. Ich wurde in LA sogar mehr als fünf Mal erkannt, was mich sehr gefreut hat. Hollywood und der „Walk of fame“ waren selbstverständlich Pflicht, wobei es etwas enttäuschend war, da es dort voller Heimatloser und Müll war.

Mr. Olympia in Las Vegas - Der wichtigste Bodybuilding Wettkampf der Welt

Unsere Reise ging nach einigen Tagen weiter nach Las Vegas, wo wir mit Edward Connors gefahren sind. „Ed Connors“ ist der Gründer der Golds Gym Kette und hat schon sehr viele Bodybuilder zu sich eingeladen. In Las Vegas waren wir direkt im Orleans Hotel untergebracht, wo auch der Mr. Olympia stattfindet. In diesem Hotel sind die meisten Mr. Olympia Teilnehmer untergebracht. Auch unsere Freunde Matthias und Regiane Botthof (Regiane Da Silva) waren hier untergebracht. Regiane und Matthias waren natürlich sehr ortskenntlich, da Regiane schon seit zehn Jahren an dem Olympia Wettkampf teilnimmt.

Des Weiteren trafen wir Dennis Wolf und seine Frau Katja. Auch das „German Beast“ Markus Rühl war zusammen mit dem Team Andro Reporter Matthias Busse vor Ort, somit hatten wir das Glück, den gesamten Mr. Olympia aus erster Nähe zu beobachten und mitzuverfolgen. Im Gegensatz zum Vorjahr war es bei der Pressekonferenz diesmal recht ruhig. Es wurden nur wenige Kampfansagen gemacht, was natürlich ansonsten auch nur Show wäre. Aus der Sicht eines Athleten kann ich bestätigen, dass jeder in dieser Situation die Hosen voll hat und sich auf sich konzentriert. Die meisten Daumen habe ich in diesem Jahr für Dennis Wolf gedrückt, da er sich gut verbessert hat und auf dem besten Weg zum Titel war (zumindest schien es so).

Schön fand ich aus deutscher Sicht, dass sich mein ehemaliger Teamkollege Ronny „The Rock“ Rockel wieder bis zum Mr. Olympia hochgekämpft hat. Wer Ronny kennt, der weiß, dass er an Diabetes leidet und dadurch oft Probleme hatte, den letzten Feinschliff mit Härte und „Muskelpralle“ hinzubekommen. Abends war noch das traditionelle „Meet the Olympians“. Dort hatte ich auch wenig Gelegenheit, um Bilder zu machen, da ich mich nicht in die sehr langen Schlangen stellen wollte. Am gesamten Wochenende waren wir oft mit Markus Rühl und den Botthof‘s unterwegs. Besonders amüsant war das tägliche Frühstück bei Dennys, bei dem Matthias und ich jeweils 20 Eiklar bestellten.

Tim Budesheim Markus Rühl Matthias Botthof Mr Olympia 2015

Das Pre-Judging

Einen Tag nach der Pressekonferenz ging es dann los mit den Vorwahlen der Bikini-Klasse und der Fitness-Figur-Klasse, in der Regiane antrat. Die Vorwahl fand auf der Show Bühne der Expo statt. Dies war nicht so spannend, da sowohl das Bühnenlicht als auch die Bühne selbst nicht so spektakulär erschienen. Die Expo selbst war auch nicht sehr interessant, da können sich die „Amis“ von unserer FIBO eine Scheibe abschneiden. Am Freitagabend ging es endlich ins Orleans Konvention Center, wo die Finals von Bikini, Regianes Fitness-Figur-Klasse und den dicken Jungs der offenen Bodybuilding-Klasse stattfanden.

Mr Olympia Bühne

Die Bühne war cool hergerichtet, wobei ich finde, dass man noch viel mehr aus so einer Night Show machen könnte. Ich glaube, an dieser Stelle können sich alle mal ein Beispiel an Stellan Bossen und seinem Loaded Cup nehmen. Dennoch, es war sehr beeindruckend, die ganzen schweren Jungs live zu sehen. Jeder Teilnehmer wurde kurz einzeln vorgestellt, hat ein paar Posen gemacht und ging wieder. Bei jedem einzelnen Athleten dachte man, dies ist die Bestform, aber als sie in den Vergleichen nebeneinander standen, waren schon deutliche Unterschiede zu erkennen.

Tim Budesheim Mr Olympia 2015

Markus Rühl, Matthias Botthof und ich haben nach dem Wettkampf ein Team Andro Interview gemacht, welchen man sich unter folgendem Link anschauen kann:

Es war eindeutig zu sehen, das Phil Heath in der Vorwahl nicht in seiner besten Form war und ihm auch der „Arsch auf Grundeis“ ging. Bei den Athletinnen der Bikini-Klasse ist mir aufgefallen, dass bei den US Profis ganz andere Schwerpunkte gelegt werden wie bei einem internationalen Amateur Wettkampf. Teilweise war sogar ein ganz anderes Posing zu sehen. Regiane konnte sich in ihrer Klasse den 4. Platz sichern, wobei sie meiner Meinung nach den 3. Platz hätte belegen müssen, aber das ist wie immer Geschmackssache. Komisch fand ich nur, dass die Kampfrichter sehr weit von der Bühne entfernt saßen. Wer schon mal einen Wettkampf aus nächster Nähe betrachtet hat, der weiß, was für entscheidende Details man sehen kann.

Das Finale

Samstag war letztlich das Finale einiger Frauen Klassen, der 212 Pfund Gewichtsklasse und letztlich der dicken Jungs. Die Klasse der 212 Pfund Bodybuilder war beeindruckend. Insbesondere wie prall die Jungs bei gerade einmal ca. 96kg sind. Aus diesem Grund fand ich es äußerst schade, dass diese nicht den gleichen Hype genießen wie die Athleten, die in der offenen Klasse starten. Mein Vorbild Flex Lewis hat mit seinem 1.Platz in dieser Klasse gerade einmal 40.000$ gewonnen. Um einen Vergleich herzustellen: Der Mr. Olympia der offenen Klasse verdient 400.000$.

Tim Budesheim Mr Olympia 2015

Während die schweren Jungs ihre Kür performten, dachte ich, ich müsste einschlafen. Je schwerer das Gewicht, desto kuscheliger die Kür. Die Präsentationen waren für Profis, die ihr Geld damit verdienen, ziemlich enttäuschend. Bei den Vergleichen konnte man sehen, dass sich einige im Vergleich zur Vorwahl stark verbessert hatten und andere etwas schlechter aussahen. Wieder haben wir ein Interview für Team Andro nach dem Wettkampf geführt:

Alles in allem war es ein Highlight für mich und hat mich motiviert, weiter an meinem Ziel zu arbeiten, eines Tages am Mr. Olympia teilzunehmen. Der Urlaub ging nach den vielen sportlichen Highlights ziemlich ruhig und entspannt weiter Richtung Grand Canyon, einigen Nationalparks und schließlich Richtung San Francisco, wo er letztlich endete.

Tim Budesheim Grand Canyon

Interessant war dabei mein kleiner Selbstversuch. Ich hatte bis auf einem Beutel Whey Fusion keine Supplemente dabei. Auch habe ich wenig und unregelmäßig gegessen. Oft war das Essen zudem mit den, sagen wir mal, falschen Makronährstoffen versehen. Trotzdem habe ich trainiert und hatte kaum Muskelgefühl, mein Muskel hat sich anschließend sehr schlecht regeneriert und ich hatte Muskelkater ohne Ende. Kaum zuhause angekommen, hatte ich wieder meine tägliche Ration an Supplementen (EAA TST, Agmatin Sulfat, Arginin, Createston Professional, Whey Fusion) und mein geliebtes Rinder Tatar mit Reis. Ich hatte sofort wieder ein besseres Gefühl und meine 2kg Körpergewicht, die ich im Urlaub verloren hatte, waren wieder drauf.

Tim Budesheim Doppelbizeps Pool

Beste Grüße

Ihr Tim Budesheim

 

Bildquellen: privat, Matthias Busse / www.team-andro.com