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Deutsche Meisterschaft der GNBF 2011 - Ein Erlebnisbericht von Stefan Rajewski

Stefan Rajewski Naturalbodybuilding AthletHallo liebe Freunde des Naturalbodybuildings, liebe Peak Kunden,

mit einigen Tagen Abstand wieder zurück aus Brunsbüttel möchte ich euch meine Eindrücke von meiner Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Natural Bodybuilding der GNBF mitteilen.

Zunächst einmal die Fakten, ich konnte mir in dem mit 25 Teilnehmern nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ sehr gut besetzten Leichtgewicht einen Finalplatz sichern und wurde als Fünfter gewertet. Unter den gegebenen Umständen bin ich mit dieser Platzierung zufrieden. Zwar habe ich mich rein statistisch im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz „verschlechtert“, jedoch muss man das größere Teilnehmerfeld sowie das erneut stark gestiegene Niveau berücksichtigen. Die Jury hatte insbesondere in meiner Klasse eine enorm schwierige Aufgabe eine Reihenfolge festzulegen. Ich denke aber, es ist ihr gelungen, die besten fünf Athleten herauszufiltern.

Stefan Rajewski Naturalbodybuilding AthletStefan Rajewski Naturalbodybuilding Athlet

Dabei lief die Vorwahl für mich überhaupt nicht zufriedenstellend. Aufgrund der vielen Teilnehmer wurde das Feld in zwei Gruppen gewertet. Demnach entstanden viele Vergleiche und ich durfte drei unmittelbar hintereinander durchlaufen. Dies war eine sehr anstrengende und nervenaufreibende Prozedur. Ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, dass ich mich nicht richtig präsentieren konnte. Meine Posen gefielen mir vom Gefühl her nicht und es entstanden aufgrund des mangelnden Platzes teilweise kleinere Rangeleien mit den Ellenbogen.

Stefan Rajewski Naturalbodybuilding Athlet bei der GNBF Meisterschaft 2011

Ebenfalls musste man sich fortwährend behaupten, um nicht von anderen Teilnehmern verdeckt zu werden und somit Gefahr zu laufen, dem Auge der Jury zu entgehen. Insbesondere im dritten Vergleich in Folge ging mir sprichwörtlich die Puste aus und ich konnte die Posen nicht mehr lange halten. Schwarze Punkte vor meinen Augen bestätigten mir, dass ich an der Grenze meiner Leistungsfähigkeit angekommen war. Folglich hielt sich der Spaß in Grenzen. Anhand der Vergleiche konnte man zumindest die Top 3 schnell ausmachen. Ausgepumpt und auch etwas enttäuscht verließ ich die Bühne.

Hinter der Bühne erwartete mich mein Peak Kollege und dreifacher Junioren Deutscher Meister der GNBF sowie INBF Weltmeister Fabian Buchert und munterte mich mit seiner Einschätzung, dass er mich auf 4. oder 5. sieht, etwas auf. Gleichzeitig fand er aber auch einige kritische anregende Worte hinsichtlich meiner Präsentation. Die Beine waren nicht immer unter Spannung und ich solle mehr Dominanz in der Grundstellung zeigen, mich „größer machen“. Dankend nahm ich diese Anregungen entgegen. Auch während der Vorwahl –  sowie auch später im Finale – rief er mir wertvolle Anmerkungen zu. An dieser Stelle möchte ich mich herzlich dafür bedanken!

In der Pause war ich sehr unsicher was einen möglichen Finalplatz anging. Kurze Euphorieschübe „Ja, du kannst es geschafft haben“ wurden doch recht schnell von „Nein, es hat sicher nicht gereicht“ unterdrückt. Körperlich gings mir auch nicht so gut, mir war sehr warm und nach etwa 30 Stunden ohne Wasser trank ich die ersten Schlücke in den Armen meiner Freundin, die liebenswerterweise meine Betreuerin spielte. Da ich mit meinen Beinen das Problem einer enormen Wassereinspeicherung habe, legte ich so oft es geht die Beine hoch und versuchte mich – so wie auch schon die Tage vor dem Wettkampf – so wenig wie möglich auf den Füßen zu halten. Rückblickend muss man wirklich sagen, dass sich diese Maßnahme mehr als bewährt hat.

In der langen Pause wurde immer wieder geladen mit weißem Reis, Bananen sowie dem einen oder anderen leckeren Proteinriegel. Wie auch schon im letzten Jahr zog sich die Veranstaltung sehr in die Länge und das lange Warten forderte schon seinen Tribut.

Am späten Nachmittag - also circa 5 Stunden nach der Vorwahl - begab ich mich wieder in die Hände des Pro Tan Teams Gemany rund um Leo Pippinger. Leo übernahm in diesem Jahr meine Bräunung für den Wettkampf, nachdem ich im letzten Jahr in der Vorwahl viel zu blass ausgeschaut habe. An dieser Stelle ein großes Dankeschön für die gute und sehr zuverlässige Arbeit! Pünktlich unmittelbar kurz vor meinen Bühnenauftritten stand das Team für den finalen Anstrich bereit.

Stefan Rajewski Naturalbodybuilding Athlet bei der GNBF Meisterschaft 2011

Nach der Vorstellung der einzelnen Athleten dann der spannende Moment hinter der Bühne. Die besten Fünf des 25-köpfigen Leichtgewichtes wurden für die Finalteilnahme aufgerufen. Dies versetzte mich gedanklich zurück ins vergangene Jahr, ein voller Spannung und innerer Anspannung gefüllter Moment. Als zweite Startnummer ertönte die 86 und mein Name schallte durch die Lautsprecher und Freude legte sich über meine Mimik…

Stefan Rajewski Naturalbodybuilding Athlet bei der GNBF Meisterschaft 2011

 

Danach ging es Schlag auf Schlag zu den Küren der einzelnen Teilnehmer. Ich war als zweiter aufgereiht und es ging auf die Bühne. Wie auch im letzten Jahr hatte ich die letzten Bewegungen meiner Kür nicht vollständig einstudiert, ich musste also wieder improvisieren… Bei einer erneuten Teilnahme in den nächsten Jahren werde ich das wohl als gute Tradition weiterführen smiley

Stefan Rajewski Naturalbodybuilding Athlet bei der GNBF Meisterschaft 2011

Stefan Rajewski Naturalbodybuilding Athlet bei der GNBF Meisterschaft 2011

Bis auf einen kleineren Wackler gelang mir die Präsentation doch recht gut und ich ging zufrieden von der Bühne. Dann gings in die Vergleiche der besten Fünf Athleten der Klasse. Endlich Platz auf der Bühne zum Posen, im Vergleich zur Vorwahl stieg der Spaßfaktor bei Kür und Finalvergleichen um 100% an. Im Posedown machte ich noch die eine oder andere Faxe mit meinem Mitstreiter Gregor David Werneburg, u.a. die Most Muscular Pose Kopf an Kopf kam beim Publikum gut an. Obwohl wir direkte Konkurrenten sind, pflegen wir ein freundschaftliches und faires Verhältnis, in dem jeder dem anderen den Erfolg gönnt. Im Allgemeinen ist der Kontakt unter den Athleten äußerst fair und herzlich, fast schon familiär.

Bei der Siegerehrung fiel dann meine Startnummer als erstes und ich bekam die Urkunde für den 5. Platz überreicht. Für mich ein gelungener und zufriedenstellender vorzeitiger Abschluß zwei Jahre Wettkampfbodybuilding bei der GNBF e.V. Der ganz große Wurf ist zwar ausgeblieben, aber dennoch konnte ich zwei Jahre in Folge bestätigen, zu den Top 5 Natural Bodybuildern Deutschlands im Leichtgewicht zu gehören. Insbesondere konnte ich mich dieses Jahr wesentlich verbessern und präsentierte mich rund 2kg schwerer als noch in 2010. Meine Beine waren für meine Verhältnisse hart und hinkten dem Oberkörper, wenn überhaupt, nur noch leicht hinterher.

Stefan Rajewski Naturalbodybuilding Athlet bei der GNBF Meisterschaft 2011

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Unterstützern der vergangenen zwei Jahre bedanken – insbesondere bei meinem Kollegen, Freund und Vorbereitungsleidgenossen Fabian Maresch und unserem Vorbereiter Holger Gugg. Die Pute und Brokkoliexzesse haben vorerst ein Ende smiley

GNBF Athlet Stefan Rajewski

 

Nächste Woche wird noch Fabian von seinen Erlebnissen auf seiner ersten Deutschen Meisterschaft im Natural Bodybuilding berichten. Bilder und die ersten Videos aus Brunsbüttel sind in der Peak Galerie.

 

In diesem Sinne heißt es für mich – Reach your Peak in 2013 !!

 

Viele Grüße

Stefan Rajewski

 

 

 

 

 

 

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