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Fabian Buchert`s Bericht zu der GNBF & seinem Sieg

Liebe Blog Leser und treue Peak Kunden, 2 Jahre nach meinem WM Titel der INBF in New York hatte ich mir das Ziel gesteckt einen erfolgreichen Einstieg in die Männerklassen der GNBF zu geben.  Am Samstag den 20.10.2012 ist diese Reise nun zu Ende gegangen. Der Ausgang war überwältigend: Der deutsche Meistertitel im Männerschwergewicht. Ich möchte ihnen in diesem Blog die letzten Tage meiner Vorbereitung, meine Gedanken und die Momente auf der Bühne beschreiben.

 

 

 

Fabian Buchert`s Bericht zu der GNBF & seinem Sieg

Donnerstag:

Der Spiegel kann der schlimmste Feind sein. Da ich Perfektionist bin, bin ich selten mit mir zufrieden. Dieses Gefühl der Unzufriedenheit beim Blick in den Spiegel verstärkt sich zusätzlich, wenn die Nervosität steigt, der Körper durch einen Kohlenhydrateentzug flach und leer erscheint und man einfach nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu beurteilen. In diesen Momenten ist es wichtig, sich nicht zu verrückten Maßnahmen hinreisen zu lassen, beim schon lange feststehenden Plan zu bleiben und sich auf ein zweites Paar Augen verlassen können. Mit zusätzlicher Wettkampferfahrung weiß ich nun besser mit diesen Momenten umzugehen, fokussiert zu bleiben und das Stressniveau niedrig zu halten. Glücklicherweise stand abgesehen von der Anreise am Donnerstag nur das Wiegen, sowie der Dopingtest an, sodass dieser Tag weitesgehend stressfrei verlief und ich Kraft für die anstehende Aufgabe sammeln konnte.

 

Freitag:

Nach den ersten Kohlenhydratmahlzeiten ist das Gefühl deutlich besser, der Körper wird zunehmend praller und voluminöser und fühlt sich gleichzeitig härter und trockener an. Dennoch erfordert es einige beruhigende Worte meines Trainingspartners Nicolas, um mich davon zu überzeugen, dass die Form passt und wir auf eine neue Bestform zu steuern. Und genau das ist das Ziel: Sich selbst zu schlagen, zu zeigen, dass man 2 Jahre hart an sich gearbeitet hat. Die Gegner kann man nicht beeinflussen, genauso wenig die Kampfrichter. Als Athlet kann man nur dafür sorgen, das Bestmögliche aus seinem Körper herauszuholen und dieses im richtigen Moment optimal zu präsentieren. Meine Gedanken werden zunehmend fokussierter, ich rieche förmlich die Bräunungscreme, sehe das Scheinwerferlicht auf der Bühne stelle mir das Publikum vor.

Samstag-Tag X:

Obwohl ich der Nacht kaum ein Auge zugemacht habe, ist das Gefühl gut. Die erste Schicht Farbe wird aufgetragen, ein paar Reiswaffeln gegessen und die Fahrt zum Austragungsort beginnt. Nun bin ich komplett im Tunnel, ich nehme kaum etwas um mich herum war und bin kaum ansprechbar. Dennoch bin ich froh, meinen Trainer, meine Freundin und Freunde um mich herum zu haben. Nach der Vorbesprechung geht es in den Umkleideraum. Da meine Klasse die letzte des Tages ist, heißt es nun warten. Als die Männerklasse international aufgerufen wird, wird eine 2. Schicht Farbe aufgetragen. Man spürt musternde Blicke auf sich ruhen. Ich versuche meine Konkurrenten zu ignorieren (was mir allerdings aufgrund einiger beeindruckender Gestalten hinter der Bühne nicht immer gelingt) und mich auf mich zu konzentrieren - Verunsicherung ist das Letzte, was man in diesem Moment gebrauchen kann. Ohnehin würde man in dieser Situation jeden Konkurrenten als überlegen einschätzen. Die Einschätzung meines Trainers, dass die Form passt, tut gut. Noch 2 Klassen bevor ich dran bin. Ich trinke 2 Red Bull shots und beginne mit dem Aufwärmen. Das Muskelgefühl ist da, die Durchblutung fühlt sich gut an. Hinter der Bühne ist eine angespannte Stimmung. Ich schaue nur meinen Trainer Nico an und ignoriere die anderen Konkurrenten, bevor es rausgeht auf die Bühne. Symmetrierunde und Pflichtposen. Das Publikum nehme ich nur als verschwommenen Schleier wahr. Der erste Vergleich: Nummer 53 bitte in die Mitte. Diese Worte lassen mir jedes Mal ein Schauer den Rücken runterlaufen und geben mir den letzten Adrenalinschub, um alles zu zugeben. Die Vergleiche nehme ich nur wie in Trance wahr, habe dennoch ein gutes Gefühl und Spaß auf der Bühne. Dann ist die erste Runde auch schon vorbei. Das Feedback ist geteilt. Dennoch wird mir von allen Beobachtern die beste Härte bescheinigt, mit der ich auch gegenüber den deutlich schwereren Athleten neben mir Punkten kann. Mir ist klar, dass es heute um den ersten Platz geht.

Es geht zurück in die Umkleide. Beine hoch und weitere 4 Stunden warten bis zum Finale. Als es wieder so weit ist, wird die Fabe wiederum nachgebessert. Die Worte „Du bist noch etwas schärfer als heute morgen“ geben mir ein gutes Gefühl. Noch einen starken, schwarzen Kaffee mit meinem Teamkollegen Tobi und es geht ans aufwärmen. Hinter der Bühne ist die Spannung förmlich am kochen. Alle sind deutlich angespannter. Ich konzentriere mich auf mich und schaue nur meinen Trainer und mein Freund Armin Memic an. Das Finale geht noch schneller vorbei als die Vorwahl. Im Moment der Bekanntgabe der Ergebnisse, bin ich selbstbewusst, kann es dennoch kaum glauben, dass mein Name der letzte ist der fällt: Sieg im Männerschwergewicht. Ein Traum wird war.

Im Gesamtsiegerstechen wurde es wie schon 2010 der 2. Platz. Der Titel ging verdientermaßen an den Sieger des Leichtgewichts. Ich sehe dies als sportliche Herausforderung, als Grund noch härter und intelligenter an mir zu arbeiten, um in Zukunft vielleicht einmal der letzte Mann zu sein, der auf der Bühne steht. Das nächste sportliche Ziel ist bereits ins Auge gefasst: Die Weltmeisterschaft 2013 in Miami.

Die deutsche Meisterschaft 2012 war der schönste Wettkampf meines Lebens, ich hatte nie so viel Spaß auf der Bühne. Ich danke allen, die mich begleitet haben. Allen voran meinem Trainingspartner Nico, der IMMER für mich da war und mich perfekt eingestellt hat (welcher Trainingspartner fährt sonst morgens um 7 eine halbe Stunde mit dem Auto, nur um mit mir 1 Stunde Cardio zu machen) meiner Freundin, die eine große Mentale Stütze war, meinen Eltern, Armin Memic, der mir immer als Berater zur Seite stand, Andreas Plate, der meine größte Motivation ist, und natürlich meine Sponsor Peak, ohne dessen Unterstützung das nicht möglich gewesen wäre, und allen anderen die mir geholfen haben. Danke, Danke, Danke! Ihr seid Spitze.

Mit sportlichen Grüßen

Euer Fabian Buchert

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