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Holger Gugg - Deutschland und Schweiz gemeinsam Vize-Int.-Deutsche Meister im Paarposing

von Holger Gugg

Liebe Leserinnen und Liebe PEAK-Kundinnen und –Kunden,

Holger Guggein „deutsch/schweizerisches“ Paar… Ob es so etwas schon einmal gegeben hat? Im wahren Leben bin ich mir da ziemlich sicher, in Sachen Paarposing denke ich aber nicht, zumindest nicht in den letzten Jahren. Paarposing erfreute sich bis vor etwa 10 Jahren noch großer Beliebtheit. Es war unmittelbarer Bestandteil einer jeden  Bodybuilding-Meisterschaft  und galt als renommierte Klasse mit großer Beteiligung. Leider verlief sich dieser Trend etwas und führte dazu, dass inzwischen nicht einmal mehr jede regionale Meisterschaft des DBFV/IFBB eine Kategorie „Paare“ zur Teilnahme anbietet.

Ich selbst bin seit jeher ein Freund des Paarposing und stand aus diesem Grund bereits 2009 mit meiner damaligen Frau zum Paarposing auf der Bühne des NAC. Leider ist es nicht ganz so einfach heutzutage eine passende Partnerin zu finden, die alle notwendigen Kriterien für eine erfolgreiche Teilnahme in dieser Klasse erfüllt:

  • Gutes Pendant zur eigenen optischen Präsenz
  • Die Frau muss kleiner sein als der Mann (alles andere ist mit Verlaub ein No-Go)
  • Muskulärer Einklang sollte zumindest einigermaßen gegeben sein
  • Die „Chemie“, die später an die Zuschauer weiter gegeben werden soll, muss zwischen den Partnern stimmen
  • Die Partnerin muss Freude am Paarposing finden und sich darauf einlassen wollen
  • Ausreichend Zeit für Ausarbeitung und Probe der Choreographie muss zur Verfügung stehen
  • Ein gewisses Bewegungstalent muss vorhanden sein

Ihr seht, es bedarf doch einiger Notwendigkeiten, bevor aus einem „Spleen“ ein wirklicher Start mit Erfolgsaussicht im Paarposing werden kann, weshalb auch diese Klasse als absolut vollwertige Kategorie im Bodybuilding anzusehen ist. Neben derselben Vorbereitung in Sachen Diät, gilt es zudem eine weitaus aufwändigere Choreographie mit dem Partner einzustudieren, die nicht nur aus schnöden abgewandelten Pflichtposen bestehen darf, sondern interessante gemeinsame Elemente beinhalten sollte, die man eben nur als PAAR zur Geltung bringen kann.

Fazit

Der Start als Paar ist vieles, aber sicher kein einfaches Unterfangen. Eine Reihe an Voraussetzungen muss gegeben, sein  bevor man sich an die Planung und Ausarbeitung von Ideen und Vorstellungen machen kann

 

Das erste Zusammentreffen zwischen Deutschland und der Schweiz

Deutschland

Ich für meinen Teil hatte, wie bereits erwähnt, schon einmal das Vergnügen eines Paarstarts und hatte im Rahmen meines immer weiter wachenden Babys “Body-Coaches“ die eigene Wettkampfkarriere eigentlich schon 2009 beendet, um genug Zeit für meine Schützlinge zu haben, die sich mir in meiner Funktion als Coach anvertrauen.

Auf der Schweizer Herbstmeisterschaft 2012 lernte ich dann aber eine Frau kennen, von der ich heute behaupten kann, dass Sie meine Planungen in Sachen Athletenkarriere nochmals ordentlich über den Haufen geworfen hat  --  ANNA LASKA, hier auch genannt als „Die Schweiz“

Die Schweiz

Anna ist seit vielen Jahren eine erfolgreiche Bodybuilderin. Zu ihren letzten  großen Erfolgen zählt der Sieg bei der int. deutschen Meisterschaft in Bochum in der Frauenklasse Body I. Anna ist eine beeindruckende Athletin mit einer außerordentlichen Konditionierung am Wettkampftag, einer tollen Ausstrahlung und einer sehr starken muskulären Entwicklung, mit der sie sicher so manchem männlichen Athleten das Fürchten lehren würde.

Wir hatten uns an besagter Meisterschaft nur kurz ausgetauscht, im Nachhinein dann aber Kontakt via Facebook aufgenommen und wie für gleichgesinnte Sportler üblich so begonnen, etwas über unseren gemeinsamen Sport Fach zu simpeln und zu philosophieren. Schnell kamen wir auch auf das Thema Paarposing und ich weiß noch heute Annas Wortlaut dazu: „In der Schweiz gibt es eine Menge Männer, die gerne mit mir Paarposing machen wollen, wird es dann aber Ernst, ziehen Sie alle den Schwanz ein“.

Anna Laska

Das erste Zusammentreffen

SO konnte ich die Ehre der Männer nicht stehen lassen und da Anna und ich uns nebenbei auch sehr sympathisch waren, beschlossen wir das waghalsige Projekt eines internationalen Paarstarts für die Wettkampfsaison Herbst 2013 beim IFBB. Wir wussten noch nicht genau wie und noch nicht genau wann. Das Gute an wahren Bodybuilderinnen und Bodybuildern ist aber, dass es Ihnen nicht an Konsequenz und Durchsetzungsvermögen mangelt und so vereinbarten wir den ersten Termin im August 2013.

Ein beschlossenes Projekt, ein erstes gemeinsames Treffen und ein gestecktes Ziel zur Teilnahme an der Bayrischen Meisterschaft für die Qualifikation auf die deutsche Meisterschaft in Bochum im November 2013. Soviel zu den nackten theoretischen Fakten

 

Wenn aus Theorie Praxis wird

Die Kür – Das Herzstück des Paarposings

Ein gutes Paarposing steht und fällt mit der Choreographie. Sie ist das Herzstück der Präsentation und dafür zuständig, dem Publikum die Chemie und dieses Gefühl eines Schauers, der kurzzeitig für Gänsehaut sorgt, zu vermitteln. Wenn man davon keine Ahnung hat, ist es sehr schwierig so etwas zu kreieren, zumal Anna und ich uns nur flüchtig kannten und nie gemeinsam Zeit im Studio oder dem Tanzsaal verbracht hatten. Wir überlegten uns aus diesem Grund evtl. einen Choreographen anzustellen,  der uns hierbei unterstützende Arbeit leistet und haben hier diverse Meinungen und Angebote eingeholt. Von Schweizern und Schwaben muss man wissen, dass beide äußerst geizige Völkchen sind und so stand für uns nach diesem kleinen Ausflug in die Welt der überteuerten Choreographen fest, dass wir das Ganze selbst in die Hand nehmen werden. Ich selbst konnte auf meine Choreographie in 2009 zurückgreifen und das Internet gab aus den Hochzeiten des Paarposings auch einiges her, weshalb die ersten Recherchen dazu bereits vor unserem ersten richtigen Treffen angestellt wurden.

Schweiz goes Deutschland

Die entscheidende ungeklärte Frage

Im August 2013 war es dann soweit. Anna und ich vereinbarten unser erstes gemeinsames Wochenende, an welchem sich alles um das Thema Paarposing drehen sollte. Kurz vor Annas Anreise fiel mir eine Frage ein, die ich erschreckender Weise überhaupt nicht beantworten konnte „mein Gott, wie groß ist Anna eigentlich“? Wir hatten so vieles besprochen nicht aber, ob ich als Mann vielleicht 2 oder sogar 5cm kleiner bin als sie, was natürlich ein absolutes KO-Kriterium dargestellt hätte. Anna klingelte, ich öffnete die Türe und sah sofort erst einmal nach unten (Richtung Schuhe) und dann nach oben (Richtung Kopfhöhe) und atmete erst einmal tief durch  --  ES PASSTE!! Anna hatte sich die Begrüßung sicher etwas anders vorgestellt, aber ich erklärte es ihr und schon hatten wir den ersten riesen Lacher dieses Wochenendes.

Choreo-Time

Es war August und es war heiß, weshalb wir unsere ersten Gehversuche zur Ausarbeitung der Choreographie im Freien unternommen haben. Ich kann Euch nicht mehr genau sagen wie das alles genau von Statten ging, aber es lief wirklich erstaunlich gut und schnell. Als erstes einigten wir uns auf unseren Titel: „Purple Rain“ von Prince. Ein 90-sekündiger Ausschnitt  eines Tracks, wie er „gänsehaut-trächtiger“ gar nicht sein kann und der für unsere Zwecke nahezu perfekt schien.  Dann ging es an die Planung der einzelnen Posen, des Einleitungsteiles, des Schlusses, der sog. Highlights und  dem „Zwischengeplänkel“. Wir waren uns schnell einig, dass wir rein logistisch mit dem wenigen zur Verfügung stehenden Übungsaufwand nicht mit aufwändigen Hebelfiguren und –techniken planen durften. Es musste eine Choreographie her, die schlicht und einprägsam und dennoch besonders ist. Inwieweit uns dies gelungen ist, könnt Ihr später selbst entscheiden.

Am Ende von Tag 1 stand die Choreographie zu 75%. An Tag 2 arbeiteten wir uns zu 100% vor, erstellten  einen Choreographieplan, verewigten das Ganze auf Band, probten den Ablauf und vergaßen bei all der Kreativität natürlich auch unser Training nicht. Abreise nach getaner Arbeit dann an Tag 3.

Holger Gugg

Nach unserem ersten Treffen stand die Choreographie! Wir waren soweit zuversichtlich das alles klappen würde, zumal wir zudem festgestellt hatten, dass die  Frau kleiner war als der Mann

Wettkampfdiät – Auch im Paarposing ein Muss!

Hinterher

Das Schöne am Paarposing ist, dass geteiltes Leid immer halbes Leid ist. Leider kommt man auch hier jedoch nicht umher, zwischen und auch während den Treffen Diät zu halten.

Hier war meine persönliche Stellung eine relativ Schlechte, da Anna sich an unserem ersten Treffen schon in einer weitaus besseren Verfassung befand. Soll nicht heißen, dass ich außer Form war (wer mich kennt weiß, dass ich das NIE bin), dennoch befand sich Anna zu diesem Zeitpunkt bereits auf einem Level, wie es 5 Wochen vor einem Wettkampf besteht, da für Sie eine Teilnahme bei den Arnold Classics in Madrid im September 2012 zur Debatte stand.

HBN goes Diät

Nun stand ich also da und machte erst einmal eine IST-Aufnahme meiner Situation. Dank HBN (Human Based Nutrition), meinem eigenen Ernährungssystem, welches im Dezember diesen Jahres noch als Buch erhältlich sein wird, sah es alles andere als schlecht aus. Mit einem Ausgangsgewicht von 95,6kg ging ich von etwa 10kg aus die bis zum Tag X purzeln würden und rechnete mir so die Wochen durch, um so weiter dann in die Maßnahmenplanung einsteigen zu können.

HBN sieht, im Vergleich zu einer Aufbauernährung, klare Richtlinien zur Körperfettreduzierung vor, die Änderungen im Bereich kalorische Versorgung und Makronährstoffverteilung sowie Makronährstoff-Timing bereithält. Da HBN beim Thema Lebensmittelauswahl großen Spielraum lässt, kann man auch hier noch sehr gut optimieren.

Zu den Veränderungen im Ernährungsplan führte ich regelmäßige Cardioeinheiten ein, die morgens noch vor Arbeitsbeginn (in meinem Fall um 04.20 Uhr) abgehalten wurden und passte auch meinen Krafttrainingsplan entsprechend an.

Beide Maßnahmen verhalfen mir vor dem Spiegel und zwar von Woche zu Woche, zu merklichen Verbesserungen. Auf der Waage machten sich jedoch in den ersten Wochen keinerlei Veränderungen bemerkbar. Was ich einem Schützling in einer solchen Konstellation nur sehr schwer weiß machen kann (und was besonders bei einer Frau schier unmöglich zu erklären ist J ) erlebe ich mit HBN nun schon mehrere Male in Coachings und letztlich nun auch bei mir selbst. Mit HBN ist es möglich, den Verlust an aktiver Muskelmasse bis auf das Letzte hinauszuzögern und stark zu minimieren und das auch in Zeiten starker Kalorienrestriktion. Man profitiert so enorm vom Forbestand eines hohen Grundumsatzes und einem  pralleren und muskulöseren Aussehen am Wettkampftag.

Holger Gugg

Holger Gugg

Holger Gugg

Der Milch-Mythos

An alle Feinde von Milchprodukten!! --  Eines meiner ganz persönlichen Geheimnisse ist und war es, bis zum letzten Tag vor der deutschen Meisterschaft Milchprodukte in Form von Quark zu mir zu nehmen. Ich bin fest davon überzeugt,  dass ich seiner Nährstoffkonstellation, dem Proteinaufbau und dem Time-Released-Effekt des Caseinanteils einen Teil des oben beschriebenen Effekts auf das aktive Gewebe zu verdanken habe. Vergesst also Mythen, die Euch verunsichern möchten und geht beim Einsatz von Milchprodukten nach Eurem persönlichen Biofeedback. Wenn Euch gewisse Mengen Milchprodukte pro Tag gut tun und ihr sie bzgl. der Nährstoffe in Euren Plan eingebaut bekommt….WHY NOT!!

Meine erste HBN-Diät, die ich am eigenen Leib erfahren durfte, bescherte mir einige außerordentlich positiv zu bewertende Erfahrungen. Fest steht: HBN ist wettkampftauglich!

2 weitere Treffen und die erste Meisterschaft

Das zweite Treffen

Anna und ich trafen uns im September noch ein weiteres Mal nur zur Probe der Kür und des Posings. Eines der Highlights dieses Wochenendes war ein Besuch bei Eddie Derzapf in Augsburg, der uns mit seinem geschulten, kritischen Auge unter die Lupe nahm und uns einige sehr hilfreiche Tipps zur Präsentation mit auf den Weg gab. Von ihm bekamen wir für unser Vorhaben in jedem Falle grünes Licht und das bekräftigte uns enorm, die Sache jetzt bis zum Schluss durchzuziehen. SEHR interessant war mit anzusehen, wie wir beide unabhängig voneinander durch die Diät in Sachen Paarpräsentation immer besser zueinander zu passen schienen.

Treffen Nummer 3 – Tag X Nummer 1 „Bayrische“

Treffen Nummer 3 stand dann schon in Verbindung mit unserem ersten Tag X, der bayrischen Meisterschaft in Erlangen. Anreisetag für Anna war Freitag. Es ging nach ihrem Eintreffen ab zur Probe und danach zum Auftragen des Posing-Tans. Ein letzter Check mit einem gemeinsamen, kleinen Foto-Shooting meines Schatzes Viola stimmte uns guter Dinge für den morgigen ersten großen Tag.

Holger Gugg

Samstag in den Morgenstunden ging es dann mit dem PKW nach Erlangen bei Nürnberg. Wir waren leider an diesem Tag das einzige gemeldete Paar und somit konkurrenzlos schon vor dem eigentlichen Auftritt Sieger unserer Klasse und hatten auch die Qualifikation für die DM schon in der Tasche. Wahrlich nicht ganz die Situation, die man sich als Wettkämpfer vorstellt, dennoch gab es aber noch eine für uns sehr wichtige Aufgabe zu meistern, nämlich den Beifall und den Zuspruch des Publikums für unsere Sache zu gewinnen und dafür legten wir uns jetzt umso mehr ins Zeug.

Die Waage zeigt bei mir am Wettkampftag 88,9kg an. Ein Nettoverlust von 6,7kg!! Ich war überwältigt. 10kg hatte ich zu Beginn prognostiziert mindestens zu verlieren. Dass es letztlich nun nicht einmal 7kg waren, hätte mir beinahe schon wieder die Chance eingeräumt, auch in der Männerklasse 3 konkurrenzfähig zu sein. Ich war darauf nicht vorbereitet, schön zu sehen wie die Entwicklung verlief war es trotzdem J

Der Rest des Tages zählte für Anna und mich sicher mit zu einem der schönsten Tage unserer sportlichen Karriere überhaupt. Unsere Präsentation verlief reibungslos, wir konnten ein ordentliches Pflichtposing ablegen und als es dann soweit war und wir unsere Kür zum Besten gaben, ging einige Male wirklich ein Raunen durch die Menge und wir wurden mit tosendem Applaus wieder von der Bühne entlassen. Wir fühlten uns einfach außerordentlich gut und ich denke, das hat man uns einfach angesehen.

Holger Gugg

Holger Gugg

Gegen 21.00 Uhr verließen wir die Halle und machten uns auf den Heimweg. Mein Facebook-Account erwachte jetzt gerade erst zum Leben. Mich erhielten wirklich unzählige Mails mit positivem Feedback, für welches ich mich bei jedem Einzelnen von euch recht herzlich bedanken möchte. Hier ein kleiner Auszug einer der rührendsten Mails überhaupt:

Wunderschönes posing. ... mega Respekt!!! Ihr macht dieser leider recht vernachlässigten Klasse eine riesen Ehre. .. bin dankbar,  dass ich das heute Abend mit „Pipi“ in den Augen sehen durfte. .. total schön! !! Wünsche euch alles Gute für die Deutsche .

Bis zur bayrischen Meisterschaft verlief alles nach Plan. Die erste Hürde war genommen. Nun hieß es nochmals aushalten und aus den restlichen 2 Wochen noch einmal alles herausholen

Spiel, Satz und Sieg nach Tag X - 1 – 2 weeks to go

…leichter gesagt als getan. Nach einem „fressreichen“ Sonntag, begann schon am drauf folgenden Montag wieder die Vorbereitungsphase für die int. deutsche Meisterschaft in Bochum. Diese 2 Wochen sind wahrlich kein Zuckerschlecken mehr. In Sachen Ernährung und Training unternahm ich keine größeren Veränderungen mehr, da ich aus Erfahrung weiß, dass hier der Faktor „Zeit“ als solches genügt, um einen Athleten noch weiter auszehren zu lassen. Zusätzliche Maßnahmen würden sich in meinem Falle definitiv zu Lasten meiner Muskelmasse auswirken und das hatte ich nicht geplant. Letztlich zeigte die Waage am Wettkampftag 87kg, was noch einmal einen Gewichtsverlust von knapp 2kg bedeutete und das wie gesagt ohne jegliche Veränderung der Taktik.

Ein kleines Geständnis

Eine meiner größten Ängste über die ganze Zeit war die, neben Anna wie ein untrainiertes Bürschchen mit zu wenigen Muskeln auszusehen. Wie ich erfahren habe, wurde unsere Konstellation auch in der Szene immer etwas belächelt. Letztlich waren wir beide aber mit dem Ergebnis doch sehr zufrieden – es passte!

Die deutsche Meisterschaft verlief sehr turbulent. Anna legte einen Doppelstart hin (Frauen Physique und Paarposing) und war aus diesem Grund schon vor mir dran mit dem Einwiegen. Sie kam heraus und sagte mir sie ginge jetzt in die Sauna „…0,5kg zu viel!!“  Gesagt getan, wir rannten kurz aufs Zimmer und weiter in die Sauna wo ich Anna nach 20 Minuten wieder abholte um zur Nachwaage anzutreten, bei der wir uns gleichzeitig auch als Paar einschrieben ließen.

Am Wettkampftag verzögerte sich die Vorwahl dank der regen Beteiligung in den Bikini- und Fitnessklassen um beinahe 2 Stunden. Wir leisteten um etwa 13.00 Uhr ein kurzes Line-Up mit Pflichtposen ab und machten uns dann ab 16 Uhr fertig für das anstehende Finale, den letzten Auftritt dieser Saison. 

Bevor es aber soweit war, erlebte ich noch Annas Sieg in der Frauen Physique-Klasse. Ein unbeschreiblicher Moment, der für etwas „Pipi“ in den Augen gesorgt hat und der mich sehr für Anna freute, mitunter weil der Schweizer Verband ihr die Teilnahme an der Physique-Klasse der Arnolds in Madrid mangels „Klassentauglichkeit“ mehr oder weniger untersagte. Nun war sie amtierende deutsche Meisterin in der Physique-Klasse und konnte sich auf diesem Weg wieder ein gutes Stück Selbstbewusstsein zurückerobern – NOCHMALS MEIN GLÜCKWUNSCH AN DICH ANNA

Anna Laska

Unser Final-Posing verlief richtig gut und wir hatten Spaß auf der Bühne, auch wenn das Publikum in Bochum mit dem in Erlangen über die gesamte Veranstaltung hinweg absolut nicht vergleichbar war (bei uns sagt man dazu „lahmarschig“). Zur Siegerehrung wurden wir letztlich dann auf Rang 2 aufgerufen, ein Platz hinter dem Ehepaar Szerny. Meiner Meinung nach eine vertretbare, wenngleich sicher keine einstimmige Entscheidung, dieses Feedback habe ich im Nachhinein auch von vielen Zuschauern erhalten. Unabhängig von der Platzierung, beendeten wir beide mit einem Lachen auf den Lippen diesen Auftritt, diese Meisterschaft und somit auch diese Wettkampfsaison.

Holger Gugg

Ich möchte die vergangenen Monate der Vorbereitung, der Zeit mit Anna und mein Bühnen-Comeback nicht missen, bin aber dennoch froh, dass jetzt wieder etwas mehr Alltag einkehren kann, der sich zumindest aus praktischer Sicht jetzt wieder mit etwas weniger aktivem Bodybuilding, Cardiotraining und Diäten befassen wird. Für meine Coachings sind derartige Erfahrungen mit Ausnahmesituationen in jedem Falle Gold wert!  

Die wichtigsten Dinge für mich waren die Erkenntnisse,

  • dass ich immer noch in der Lage bin, mich selbst ordentlich herauszufordern
  • dass die Leute noch immer etwas für Paarposing übrig haben
  • dass es möglich ist, mit genug Willen räumliche Distanzen für ein gemeinsames Projekt zu überbrücken
  • dass mein Ernährungssystem HBN (Human Based Nutrition) als absolut wettkampftauglich eingestuft werden kann

Ich bedanke mich bei allen Freunden, Bekannten und Verwandten sowie allen Anhängern von Body-Coaches für die Unterstützung, die Teilnahme und das Feedback. Besonderer Dank gilt meiner Viola, die mich über die letzten Monate hinweg ertragen musste und auf die ich immer zählen konnte, an meinen Schützling und besten Freund Tobias Gerblinger, an Jörn Dethloff, an Eddie Derzapf  sowie natürlich an „meine“ Anna!! „Ups“ und Co. machten Sie zur besten Posing-Partnerin ever J

In diesem Sinne hoffe ich, dass Euch mein kleiner Review erreicht hat und Euch zu neuen, eigenen Taten animieren konnte.

Für die, bei denen ich Interesse an HBN wecken konnte, besteht  bereits jetzt die Möglichkeit, eine Vorbestellung vorzunehmen. Die Veröffentlichung ist für Dezember 2013 geplant.

https://www.body-coaches.de/hbn-vorbestellen

Holger Gugg AgmatinSportliche Grüße

Euer

Holger Gugg

www.body-coaches.de

 

 

 

Fotos: privat, Matthias Busse / Thomas Koch von team-andro.com