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Julia Bohn - Challenge Kopenhagen die 2.

Hallo liebe Blog Leser und treue Peak Kunden, heute haben wir wieder einen interessanten Erfahrungsbericht von Profi Thrathletin Julia Bohn für Sie.

 

Julia Bohn - Challenge Kopenhagen die 2.

Vergangenes Wochenende bin ich nun endlich wieder bei der Challenge Kopenhagen an den Start gegangen. Wie schon mehrmals erwähnt meine Lieblingslangdistanz.. Kopenhagen ist eine traumhaft schöne Stadt und vom schwimmen bis zum Zieleinlauf in der Kopenhagener Innenstadt ist der Wettkampf wirklich nur zu empfehlen. Am Donnerstag sind wir, diesmal mit dem Auto (Vielen Dank an die Firma Belowelk!!!!!!!), nach Kopenhagen angereist. Meine Regenerationszeit von der Challenge Roth betrug bis dahin nur 5 Wochen was für mich auch eine „ Wanderung auf dem schmalen Grad „ bedeutet hat, denn diese Zeit verletzungsfrei, gesund und hoch motiviert zu verbringen ist doch jedes Mal ein „Drahtseilakt“. Aber ich war mehr als das. Schon auf der Anreise konnte ich meine Vorfreude auf das Rennen kaum zurückhalten und auch von Verletzungen war ich bis dahin verschont geblieben. Freitag und Samstag habe ich mit der unmittelbaren Vorbereitung verstreichen lassen. Essen, nochmals kurze Vorbelastungen trainieren, einfach nur ausruhen und auch ein kleines bisschen Sightseeing durfte nicht fehlen.

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Der Schwimmstart, Sonntag morgen erfolgte am Amager Strand um 7 Uhr. Ich versuchte mich gleich zu Anfang an die richtigen Füße zu hängen um so möglichst Kräfte sparend durch das schwimmen zu kommen. So fand ich auch schnell meinen Rhythmus und die 3,8 km vergingen wie im Flug. In 57 Minuten stieg ich aus dem Wasser in einer kleinen Frauengruppe, und los ging es auf die 180 Radkilometer, welche zwar nicht besonders viel Höhenmeter hat aber doch von erheblichen technischen „Schikanen“ geprägt ist. 2 runden a 90 km sind zu fahren davon jeweils eine halbe Runde am Meer entlang und dann, die jeweils 2. Hälfte, durch das Landesinnere wo es dann deutlich kurviger und winkliger zugeht, so dass man sehr viel schalten muss und immer wieder Rhythmus Veränderungen in Kauf nehmen muss.

Ich konnte mich auf dem Rad in der 2.Runde sogar vom Tempo noch steigern und auch die Nahrungsaufnahme verlief dieses Mal hervorragend. An 4.Position im Damenfeld konnte ich nach 5.09 Minuten auf die Marathonstrecke wechseln.

Ich fühlte mich sehr gut und stark und konnte die erste Runde in meinem Tempo mehr als locker anlaufen. Katja Konschak kam dann bei ca. km 3 an mir vorbeigezogen. Von ihr wusste ich dass sie auf der Laufstrecke einiges zu bieten hat und musste sie somit auch laufen lassen. Gleichauf mit mir war die Italienerin Edith Niederfinginger. Auch sie, eine sehr starke Athletin. Also lief ich mein Tempo und die Zuschauer trugen mich Förmlich über die ersten 12 km. Vorbei an den meisten Sehenswürdigkeiten die Kopenhagen zu bieten hat, immer am Meer entlang untermalt von Anfeuerungsrufen und Musik. Es war grandios!!!!! Aber der Ironman kommt nun mal erst zu seinem Namen wenn der km 18-22 erreicht ist. Genau da bekam ich stechende Bauchschmerzen…… Mir blieb nichts anderes Übrig als immer wieder eine Toilette aufsuchen zu müssen .Auch schon in Roth hatte ich auf der Laufstrecke mit Magenproblemen zu kämpfen, nur hier war es besonders ärgerlich weil ich durch die „dringlichen pausen“ Edith ziehen lassen musste. Immer wieder ein kurzen Toilettenstop und weiter ging es. Km für km, von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation. Die letzten 15 km waren sehr, sehr hart aber auch in den Gesichtern meiner Konkurrentinnen konnte ich die Qualen ablesen. „Nun ist es soweit….“ die Minuten der probe wieweit man sich quälen und konzentrieren kann“ habe ich mir gesagt und habe mein leid zu meiner Aufgabe gemacht. Ich konnte Rang 6. trotz der widrigen Umstände noch sehr gut halten. Die  letzten 5 km bis zum Ziel hatte ich den  Blick nur auf die Kirchturmuhr gerichtet um in meiner Zeit zu bleiben, kaum noch wahrgenommen habe meine Beine die angefangen haben zu krampfen und mein Kopf war so schwer war das ich ihn kaum auf dem hals tragen konnte . Nach  9.36 bin ich in den Zielkanal eingebogen wo mich hunderte von Menschen in empfang genommen haben. Diesen einzigartigen Zieleinlauf den ich schon Vorjahr kannte hat mich 226 km getragen und bestärkt. Zu Recht, es war mal wieder ein Meer von Emotionen das mich überspült hat und meiner großen Liebe, dem Triathlon gerecht wurde.

Nun blicke ich schon wieder zurück auf einen Tag für den es sich gelohnt hat viele Stunden des harten Trainings zu investieren und ich werde die Gefühle und Erfahrungen wieder mitnehmen wenn es wieder heißt bei Wind und Wetter zu trainieren, auszustehen wenn andere noch lange schlafen und mich zu weiter zu pushen wenn man denkt das eigentlich nichts mehr geht.

Ich bin wieder zu Hause und werde nun ein paar Tage regenerieren. In drei Wochen werde ich bei einer Olympischen Distanz in Ratingen am Start sein und dann auf meinen 3. und letzten Saisonhöhepunkt der Challenge Barcelona hinarbeiten. Auch auf diese freue ich mich sehr, denn sie macht das Jahr für mich komplett. Sie wird wieder von völlig anderen Schwierigkeiten geprägt sein….Grosse Hitze, Einsamkeit und eine Laufstrecke die ich wüstenähnlich in Erinnerung habe. 2010 bin ich dort schon mal gestartet und habe sehr gelitten. Dieses Mal werde ich versuchen einiges anders und besser zu machen und freue mich darauf.

Mit sportlichen Grüßen

Eure Julia!

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