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Karlsruhe: 80 Km Nachtlauf - ein Erfahrungsbericht von Viola Schulz

Peak Athletin Viola SchulzVon Viola Schulz

Mein heutiger Blog handelt von der Vorbereitung und den Erfahrungen, die ich letztes Wochenende (22.6.2013) bei einem 80 Km Nachtlauf gesammelt habe.

Am besten, wir fangen von vorne an...

 

Vorbereitung

Wie bereitet man sich auf einen 80 Km Ultralauf vor? Ganz einfach man läuft!!! smiley

Ca. 70-80 Km die Woche waren keine Ausnahmen und der lange Lauf einmal die Woche, ging weit über die 30 Km hinaus.

Dank Ernährungsumstellung durch meinen Coach Holger Gugg und die Supplements von Peak konnte ich meinen Fettstoffwechsel ausreichend trainieren und somit meine Leistung optimieren. Ich war bereit für den langen Kanten! wink

Am Vortag des Wettkampfes hieß es für mich nochmal ordentlich Carboloading in Form von Nudeln und Müsli, das genauso wichtig ist, wie ausreichend zu trinken (ca. 4 Liter),  um für diesen Lauf gerüstet zu sein. Der Rucksack wurde gepackt mit wichtigen Utensilien wie Taschenlampe, Laufjacke, Nummernband, Laufmütze, Schweden-Tabletten und ein Pulvermix aus Glucofast und Whey Isolat das während des Wettkampfes vor Ort mit Wasser vermischt, mir als Energielieferant dient. Mein rechtes Bein wurde von meiner Ergotherapeutin Nicole Gürster noch zur Prophylaxe getapt und getriggert. Ich war gerüstet.

Peak Athletin Viola Schulz

Der Tag X - 80 Kilometer Nachtlauf

Der Tag war da, an dem ich an meine Grenzen gehen sollte.Ich reiste mit meiner Fahrradbegleidung Tina mit dem Auto an und uns erwartete ein strahlend blauer Himmel mit Temperaturen um die 28 Grad. Es war heiß und die Läufer mussten vor dem Start schon alle schwitzen.

Nachdem ich meine Startnummer geholt und meine Laufausrüstung gecheckt hatte, fiel pünktlich um 17 Uhr der Startschuss zu diesem 80 Km Lauf, der von Karlsruhe aus durch den Kraichgau und den nördlichen Schwarzwald führte. Der Lauf begann und ich war mitten drin. 182 Ultraläufer stellten sich dieser Herausforderung.

Die erste Strecke von 20 Km fiel mir leicht, ich fühlte mich gut, obwohl die Sonne erbarmungslos brannte. Ich versorgte mich ab Kilometer 15 mit meinem Glucofast-Mix und trank genügend Wasser an den großzügig verteilten Versorgungsstellen, die es auf der gesamten Strecke gab.

Ab Kilometer 20 begannen dann die Steigungen und ich musste mein Tempo drosseln, damit ich durch die Hitze und die Anstrengung der Berganstiege nicht zu viel Kraft schon in der ersten Hälfte des Rennens verlor. Um durch das Schwitzen verloren gegangene Natrium ausgleichen zu können, nahm ich in regelmäßigen Abständen Schweden Tabletten zu mir. Bis Kilometer 40 kam ich so gut über die Runden.

Noch fühlte ich mich gut, verspürte keine Schmerzen oder Müdigkeit und ich konnte mich angeregt mit meiner Fahrradbegleidung unterhalten. Nach 5 Stunden laufen brach die Dunkelheit herein und mit ihr auch die Kälte. Ein Temperatursturz von 28 Grad auf 10 Grad um Mitternacht rum verursachte mir für den Rest des Laufes eine laufende Nase und kalte Hände. Nun ging es in Intervallen nur noch Bergauf und Bergab. Ca. 700 Höhenmeter liegen auf der gesamten Strecke und die erschwerten zusätzlich den Lauf und verlangsamten meine Geschwindigkeit. Teilabschnitte mussten im tiefsten Schwarzwald gelaufen werden, die so dunkel waren, dass man die Hand vor Augen nicht erkennen konnte. Mit Taschenlampe und Fahrradlicht ausgerüstet, fanden wir dann auch im Dunkeln die spärlich ausgelegten Streckenmarkierungen und die winzig kleinen Pfeile auf der Straße, die uns die Richtung wiesen.

Ab Kilometer 55 versprach das Streckenprofiel nur noch negative Höhenmeter. Doch die haben es in sich. Die Beinmuskulatur von den zurückgelegten Kilometern schon geschwächt, musste jetzt ganze Arbeit leisten, um den Schwung Bergab zu bremsen. Dennoch muss ich erwähnen, dass der berühmt berüchtigte „Mann mit dem Hammer“ (Energiegewinnung aus den Fettspeichen) mich nicht erwischt hatte und ich ihm durch mein vorrangegangenes Training und die Versorgung während des Laufes mit Glucofast und Whey Isolat ein Schnippchen geschlagen habe.

Einsetzender Regen und Windböen auf den letzten 15 Kilometern ließen die Kleidung nass und kalt werden, ich kämpfte gegen Müdigkeit und beginnende Schmerzen in den Knien und Schienbeinen an und wusste, ich habe es bald geschafft. Die letzten 5 Kilometer konnte ich nur noch gehen, dies zwar in einem ordentlichen Tempo aber an Laufen war nicht mehr zu denken. Das Wissen um eine heiße Dusche und ein warmes Bett trieben mich an und trotz Erschöpfung, Schmerzen und Müdigkeit war ich der glücklichste Mensch, als ich mit letzten Reserven nach einer Zeit von 10:31 Stunden über die Ziellinie trabte.

Peak Athletin Viola Schulz

Ich hatte es geschafft! Ein unglaublich schönes Gefühl. Ich bekam meine hartverdiente Finishermedalie umgehängt und als ich meine Urkunde entgegen nahm, konnte ich es kaum glauben, ich hatte den dritten Platz in meiner Altersklasse erkämpft und erhielt für meine Leistung einen Pokal. Ich war happy! smiley

Viola Schulz Siegerpokal

Durch die tolle Betreuung von Holger Gugg und das Sponsoring von Peak war dieser 80 Km Lauf ein voller Erfolg und bringt mich meinen Sportlichen Zielen ein weiteres Stück näher. In diesem Sinne: Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf.

Lasst es laufen

Eure Viola

 

 

 

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