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MMA Profi Fighter Martin Buschkamp über das perfekte Sparring

von MMA Profi Fighter Martin Buschkamp

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

MMA Sparring Martin Buschkampbald ist es endlich wieder soweit! Am 27.06.15 steige ich steige in Zürich wieder in den Cage. Dort treffe ich im Rahmen der Kampfsport-Veranstaltung Hit-FC auf den Tschetchenen Rasul Khataev.

Da ich mich in der heißen Phase der Vorbereitung  befinde, rücken die Sparringseinheiten in meinem Trainingsplan in den Vordergrund. Genau um dieses Thema soll es in meinem heutigen Blog gehen.

Das Sparring im Kampfsport

Beim Thema Sparring spalten sich die Geister. Jeder hat seine eigene Vorstellung davon, wie „richtiges Sparring“ geht. Grundlegend handelt es sich beim Sparring um eine Trainingsform im Kampfsport.

Im MMA vertreten die meisten Kämpfer die Meinung, dass hartes Sparring zur Tagesordnung gehören muss. In den meisten MMA Schulen wird Sparring so gemacht, wie gekämpft wird, es wird zugeschlagen und getreten wie in einem richtigen Kampf.

Obwohl beide Sportarten sehr viel gemeinsam haben, ist das MMA Sparring jedoch kaum zu vergleichen mit der Philosophie, die die Thaiboxer in Thailand vertreten, wenn sie im Sparring gegeneinander antreten. Da die Thaiboxer fast alle zwei Wochen kämpfen, können sie sich keine Verletzungen erlauben und es wird sehr locker  gekämpft. Das Miteinander ist wichtiger, die Partner sind rücksichtsvoll und einer passt auf den anderen auf.

Die Frage ist nun: Welche der beiden Sparringsarten ist die intelligentere Variante?    

Die Vorteile des harten Sparrings liegen auf der Hand. Der Kämpfer wird in jeder Hinsicht abgehärtet. Er lernt und verinnerlicht sehr früh die Kampfsituation, trainiert realistisch und kann sich auf die Belastung einstellen, die ihn später im Kampf erwartet.

Allerdings trägt der Kämpfer hier ein sehr hohes Verletzungsrisiko. Kratz- und Platzwunden sind nicht ungewöhnlich; bei größeren Verletzungen muss der Kämpfer teilweise tage- oder wochenlang sein Training unterbrechen. Auch neigen die Kämpfer beim harten Sparring dazu, Schläge und Techniken unsauber auszuführen, bis zu dem Punkt, an dem diese kleinen Unreinheiten sich in den Kampfstil einschleifen. Aufgrund der hohen Belastung sind die Trainingseinheiten auch nicht sehr lang. Es können nur wenige Runden gekämpft werden. Durch den großen Verschleiß kann der Sport zudem in den meisten Fällen nicht langfristig ausgeübt werden oder sogar auf Dauer zu schwereren Ausfallerscheinungen und Krankheiten wie etwa Parkinson führen.

Martin Buschkamp Sparring

Die Nachteile des harten Sparrings spiegeln sich in den Vorteilen des lockeren Sparrings wider. Das Verletzungsrisiko wird auf ein Minimum reduziert, die Gesundheit und das Wohlergehen der Sportler sind wichtiger. Die Runden sind bedeutend länger, zudem kann stärker auf die richtige und saubere Ausführung der Techniken geachtet werden. Ein weiterer Vorteil im kontrollierten Sparring ist, dass auch Anfänger früh einsteigen und auch mit erfahreneren Sportlern trainieren können. Der Sport kann die Kämpfer aufgrund des geringen Verschleißes ein Leben lang begleiten.

Umgekehrt besteht dann allerdings die Gefahr, dass die Kämpfer die reale Kampfsituation und tatsächliche Belastung dann nicht mehr realistisch einschätzen können und es in den Wettkämpfen dann meistens gerade bei Anfängern an der Kondition und dem Durchhaltevermögen scheitert.

Letztlich ist es so, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, was für ihn am besten und welche Sparringsart für ihn und seine Ziele am sinnvollsten ist.

Meiner Meinung nach ist ein bedächtiges, lockeres Sparring sinnvoller als regelmäßige harte Sparringseinheiten. Dies vor allem deshalb, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie lange sich hartnäckige Verletzungen ziehen können, und mir daran gelegen ist, meiner Leidenschaft noch möglichst lange nachzugehen.

Mein Sparring Im Video

Ich hoffe, Ihr begleitet mich auch weiterhin auf meinem Weg und ich konnte Euch heute eine etwas andere Betrachtungsweise aufzeigen, was das Sparring angeht.

Liebe Grüße,

Euer Martin