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Muskelversagen - Anaboles Feuerwerk oder katabole Fehlzündung?

alexey lesukovLiebe BLOG-Leserinnen und Leser, liebe PEAK-Kundinnen und Kunden,

„Manchmal ist gerade das Versagen der größte Erfolg“Anke Maggauer – Kirsche, deutsche Lyrikern

Diese oft zitierte Lebensweisheit erhält auch in den Ohren der nach Muskelmasse strebendenden Athleten regen Anklang. Das Thema um ein Training bis zu dem Punkt des Muskelversagens spaltet die Eisenszene wie kaum ein anderes. Während Befürworter dieses Trainingsstils ihre Muskeln Tag ein Tag aus bis zum Versagen belasten, um Muskelwachstum förmlich zu erzwingen, lächeln sich die Gegner dieser Theorie ins Fäustchen und warten auf den Tag, an dem der Trainingsversager sprichwörtlich zu einem solchen wird.

Zündet ein solch aggressiver Trainingsstil ein hypertrophisches Feuerwerk oder führt es den Sportler gnadenlos in die gefürchtete Übertrainingsfalle? Ist ein dauerhaftes Training bis zum Muskelversagen in der Form einer oftmals praktizierten Selbstzerstörung effektiv oder gar notwendig? Die Meinungen vieler Bodybuilding- und Fitnessathleten zu diesem Thema sind gespalten. Grund genug also, sich einmal näher mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Was ist Muskelversagen?

Der Begriff Muskelversagen im Bodybuilding bezeichnet in der Regel den Punkt einer Übung, an dem es dem Sportler nicht mehr möglich ist, eine weitere vollständige Wiederholung auszuführen. In diesem Falle spricht man von einem konzentrischen Muskelversagen. Für viele harte Eisenkrieger reicht dieser Punkt des Muskelversagens meist allerdings noch nicht aus und es wird über den Punkt des konzentrischen Versagens hinaus trainiert. Kann das Trainingsgewicht statisch nicht mehr gehalten werden, erreicht der Muskel ein isometrisches Versagen. Das exzentrische Training bis zum Muskelversagen stellt schließlich die letzte Stufe des Muskelversagens dar. Hier ist es der erschöpften Muskulatur des Athleten nicht mehr möglich, dass Gewicht kontrolliert in die Ausgangsposition der Übung abzulassen.

Ist Muskelversagen notwendig um Muskelwachstum auszulösen?

Um Muskelwachstum auszulösen, ist ein überschwelliger Trainingsreiz erforderlich. Unser Körper hat die Gabe, sich der erlebten Trainingsbelastung anzupassen, um somit der gleichen Belastung das nächste Mal besser standhalten zu können. So funktioniert Muskelaufbau im Rahmen der Superkompensation. In diesem Zusammenhang drängt sich nun also die Frage auf, an welchem Punkt des Trainings wir diesen zum Muskelaufbau notwendigen überschwelligen Trainingsreiz auslösen. Leider lässt sich hier keine allgemeingültige und für jedermann brauchbare Vorgehensweise aufstellen. De facto ist die Auslösung eines solchen Reizes in der Trainingspraxis des Einzelnen sehr individuell. Demnach sind allgemein gültige Aussagen wie „Das Training bis zum Muskelversagen ist für jeden unbedingt notwendig“ mit Vorsicht zu betrachten. Auch das oftmals und regelmäßig betriebene hineinarbeiten in die Phasen nach dem Eintritt des konzentrischen Muskelversagens sollte der Sportler überdenken. Denn ein stark überschwelliger Trainingsreiz, welcher durch diese Art der Selbstzerstörung provoziert wird, kann den gewünschten Trainingsfortschritt nicht nur einschränken, sondern im schlimmsten aller Fälle gar gänzlich zum Erliegen bringen. Eine erhöhte Intensität geht einher mit einem erhöhten Regenerationsbedarf, denn wie wir lange wissen, kann Muskelaufbau nur bei einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Be- und Entlastung stattfinden. Da auch der Regenerationsbedarf bei jedem Menschen unterschiedlich ist, läßt sich also auch hier keine allgemeingültige Empfehlung aussprechen.

Alexey Lesukov

Fazit

Ob ein Training zum Muskelversagen wirklich notwendig ist, möchte ich abschließend nicht allgemeingültig beurteilen. Die Praxis allerdings zeigt, dass auch solche Athleten wachsen, die nicht bis zu dem Punkt des Muskelversagens oder gar darüber hinaus trainieren. Fakt ist, dass der Sportler seine Muskulatur durch einen überschwelligen Trainingsreiz zum Muskelwachstum anregen muss. Wie so oft im Leben gilt wohl auch hier die Devise, einen gesunden Mittelweg finden zu müssen und seinen Körper weder zu unter- noch zu überfordern, um das gewünschte Muskelwachstum auszulösen. Hören Sie auf Ihr Trainingsgefühl und beschließen Sie instinktiv, wann es Zeit dafür ist, einen Satz zu beenden um erfolgreich Muskelwachstum auszulösen. Sie wissen nun, dass es in Ihrer Hand liegt.

Mit sportlichen Grüßen

Stefan Rajewski

 

 

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