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Natural Bodybuilder Fabrice Labako über alltägliche Hindernisse in einer Wettkampfdiät

von Natural Bodybuilder Fabrice Labako

(amtierender Deutscher Meister im GNBF Schwergewicht)

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Fabrice Labakoich hoffe, Ihr habt die FIBO-Tage gut überstanden! Es war meine zweite Messe im Team von Peak International und wir hatten eine tolle Zeit in Köln. Wie Ihr wisst, stehe ich kurz vor der 1. Internationalen Deutschen Meisterschaft der GNBF, die am 02.05.2015 in Neu-Ulm ausgetragen wird.

In meinem heutigen Blog möchte ich ein die kleinen Probleme des Alltags thematisieren, die einem das Sportler-Leben, insbesondere in einer Wettkampfvorbereitung, ganz schön schwer machen können. Ich werde häufig von anderen angesprochen, die mir sagen, dass sie es absolut bewundernswert finden, wie konsequent ich Training und Ernährung umsetze und, dass sie das selbst aufgrund beruflicher/privater Verpflichtungen nicht so könnten. Dazu kann ich nur eins sagen: Sorry Leute, aber „no excuses“. Denn wenn man etwas wirklich will, verschafft man sich diese Zeit auch. Es ist ja nicht so, dass ich selbst keine Verpflichtungen hätte oder Phasen, wo es einfach ganz schön schwer ist, Training und Ernährung unter einen Hut zu bringen. Wie Ostern zum Beispiel. Es ist echt hart, wenn Du keinen einzigen Osterhasen anpacken darfst – noch nicht mal ein klitzekleines Schokoladen-Osterei. Das ist bitter. Aber ich habe ein Ziel vor Augen und weiß, wofür ich das mache. Das ist alles eine Frage des Willens.

Die Wettkampfdiät im Urlaub

Anderes Beispiel: Ich war vor Kurzem im Ski-Urlaub. Es war das erste Mal nach drei Jahren und ich habe es wieder als tolle Erfahrung wahrgenommen, ABER: Ich war in einem Hotel untergebracht. Selber kochen war dort also nicht möglich. Den Koch nach speziellen „Bodybuilder-Menüs“ fragen schon mal gar nicht. An meine Diät konnte ich mich entsprechend Null halten. Ich habe lediglich versucht, möglichst wenig zu essen. Zum Frühstück gab es ein Brötchen mit Aufschnitt und zum Abendessen eben das, was auf dem Speiseplan stand. Aber auch da habe ich versucht, keine allzu großen Mengen zu essen. Die angebotenen Speisen waren meistens ziemlich fettig. Weshalb ich dann nach drei Tagen Probleme mit dem Bauch bekommen habe, weil ich solches Essen einfach nicht mehr gewohnt bin. Die extrem fettigen Speisen habe ich daraufhin komplett von meiner Speisekarte gestrichen. Was ich damit sagen möchte: Es gibt sicherlich immer mal wieder Situationen, in denen man seine Diät nicht einhalten kann. Aber auch da muss man einfach versuchen, das Beste draus zu machen und schauen, dass man es nicht übertreibt und sich gegebenenfalls etwas einschränkt. Ich habe nach der Woche Urlaub meine Diät wieder aufgenommen. Die zwei Kilo, die ich im Skiurlaub zugenommen habe, sind entsprechend wieder runter.

Fabrice Labako Alexey Shabunya

Es gibt allerdings auch Situationen, auf die man sich im Vorfeld einstellen und entsprechend vorsorgen kann. Beispiel: Essen in der Uni. In der Mensa  falle ich fast immer auf… (und das bestimmt nicht wegen meiner Figur). Ich steche deshalb hervor, weil ich vermutlich der Einzige bin, der mit Tupperdose am Tisch sitzt und sein eigenes Essen verzehrt (mache ich übrigens auch in den Vorlesungen so). Natürlich ist das umständlich (selber kochen, alles abpacken, etc.). Es ist ja auch nicht so, dass mich eine Lasagne in der Mensa nicht reizen würde. Aber es geht halt nicht. Deshalb gibt es für mich Reis und Hähnchen – und das ist ok so.

Die Wettkampfdiät und das Partyleben

Nächstes Beispiel: Feiern und Alkohol. Viele von den Leuten, die mich ansprechen, sagen, dass sie einfach nicht auf den Alkohol am Wochenende verzichten können. Das ist für die Diät natürlich absolut schädlich, denn Alkohol ist eine reine Kalorienbombe. Für viele Menschen gehört Alkohol zum Feiern aber dazu. Das kann ich bis zu einem gewissen Punkt auch nachvollziehen. Aber auch hier muss man Prioritäten setzen. Ich trinke in der Off-Season auch hin und wieder  mal was, aber nicht viel, da ich sehr gerne Bier trinke. Wenn ich in der Diät-Phase bin, lasse ich generell die Finger von alkoholischen Getränken. Ich trinke dann Wasser und Cola Zero - und soll ich Euch was sagen: Man kann sich auch ohne Alkohol vergnügen. Das Beste: Kein hässlicher Kater am nächsten Morgen. Ob ihr auf Alkohol verzichten könnt und wollt, ist eure Entscheidung. Falls nicht: Macht es in Maßen. Ein Wochenende mit viel Alkohol zerstört die harte Arbeit  nicht komplett, jedoch wirft es Euch zurück. Und da müsst Ihr Euch natürlich fragen, ob es euch das Wert ist. Vielleicht noch als keinen Anreiz dazu:  Nach dem Feiern hat man ja meistens Hunger. Da ich in der Diät-Phase nicht trinke, bleiben immer noch ein paar Kalorien übrig für einen kleinen „After-Party-Snack“. Und den lasse ich mir nur ungerne entgehen… 

Gar nicht auszugehen halte ich übrigens auch für Quatsch. Man lebt nur einmal und sollte die Dinge tun, auf die man Lust hat. Ich gehe gerne Feiern und dazu stehe ich, immerhin bin ich erst 22 und bin kein Profi-Bodybuilder, der von dem Sport lebt.

Die Wettkampfdiät und zwischenmenschliche Beziehungen

Letztes Beispiel. Die „aber meine Freundin findet das halt nicht so toll“-Ausrede. Da frage ich mich dann ganz ehrlich immer (und ich hoffe, es sei mir an dieser Stelle verziehen), ob die Leute keinen eigenen Willen haben. Ich kann absolut nachvollziehen, dass nicht jeder etwas mit Bodybuilding anfangen kann oder es als unästhetisch empfindet. Das ist absolut in Ordnung so. Aber ich denke, in einer gut funktionierenden Beziehung sollte man sich gegenseitig Freiraum lassen und den anderen bei seinen Zielen unterstützen – egal, ob man das selber so machen würde oder nicht. Ich glaube ehrlich gesagt auch, dass das sehr oft wirklich nur eine Ausrede ist. Um Euch hierzu mal ein Beispiel zu geben, plaudere ich  jetzt mal ein wenig aus dem Nähkästchen: Mit meiner Ex-Freundin war ich zwei Jahre zusammen. Als wir uns kennengelernt haben, habe ich bereits Bodybuilding betrieben und sie kannte es nicht anders von mir. Sie wusste also, worauf sie sich einlässt. Sie hat selber allerdings keinen Kraftsport gemacht und hatte auch nicht so wirklich den Draht zu der Sportart. Aber sie hat es akzeptiert. Es hat sie allerdings hin und wieder gestört, dass ich so auf meine Ernährung fixiert war und zum Beispiel keine Süßigkeiten oder Chips gegessen habe. Daraufhin haben wir einfach eine Lösung für das Problem gefunden und sind nicht mehr so oft zusammen auswärts  essen gegangen. Wenn wir zuhause gekocht haben, haben wir versucht, sowohl ihre als auch meine Vorlieben umzusetzen. Das ist sicherlich mit Arbeit verbunden gewesen, aber wenn man etwas wirklich will, dann setzt man das um. Hierzu muss ich aber sagen, dass das nur in der Diät der Fall war. In der Off-Season war es mir komplett egal.  Was ich damit sagen möchte: Es gibt immer eine Möglichkeit, um Konflikte zu klären und für beide Seiten eine passende Lösung zu finden. Und wenn Eure Freundin das wirklich alles nicht so toll findet mit dem „pumpen“, nehmt sie doch einfach mal mit zum Sport. Vielleicht gewinnt sie dann eine komplett neue Sichtweise auf die Dinge.

Für mich ist es bislang nicht wichtig gewesen, eine Partnerin zu haben, die auch aktiv Bodybuilding macht. Meiner Meinung nach muss es einfach passen zwischen zwei Menschen. Mir ist es allerdings wichtig, eine Partnerin zu haben, die mich und meinen Sport so akzeptiert. Ich denke mal, dass ist das A und O in einer Beziehung: Toleranz und Akzeptanz.

In diesem Sinne:  No excuse!

Bis bald

Euer Fabrice Labako

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