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Natural Bodybuilding Weltmeister Fabian Buchert - Strategien zum Erfolg

von Natural Bodybuilding World Champion Fabian Buchert

Liebe Bodybuildingfreunde und Treue Peak Kunden,

Fabian Buchertin meinem letzten Blog habe ich beschrieben, wie Sie von einer guten Trainingsplanung sowie einer sauberen Technik profitieren können. In diesem Blog möchte ich versuchen einige Strategien darzulegen, die in Stresssituationen hilfreich sein können.

Leistungssport und Studium haben viele Gemeinsamkeiten. Prüfungszeiten und Wettkampfvorbereitungen ähneln sich im Besonderen. Sowohl Prüfungszeiten als auch Wettkampfvorbereitungen zeichnen sich durch ein hohes Arbeitspensum, selbstgestellte Ansprüche und die Angst, diesen nicht gerecht zu werden, aus.

„Erreiche ich meine Topform bis zum Tag X?“ „Bewältige ich den Lernstoff bis zur Klausur?“ „Kann ich meine Hausarbeit in gewünschter Qualität bis zur Deadline einreichen?“

„Was sagen die Kampfrichter zu meiner Form?“ „Schaffe ich meinen gewünschten Durchschnitt?“

In den folgenden Zeilen möchte ich Ihnen ein paar Ratschläge auf den Weg geben, die vielleicht helfen können schwierige Situationen zu meistern. Dabei werde ich auch auf eigene Erfahrungen eingehen.

Arbeitsaufwand

Eigentlich sollte man meinen, dass ein hohes zu bewältigendes Arbeitspensum, einen zum effizienten Arbeiten zwingt. Oft ist jedoch das Gegenteil der Fall: Wenn es zu viel zu bewältigen gibt, weiß man nicht, mit was man anfangen soll. Zudem hält man sich heute gerne mit Dingen auf, die vielleicht weniger unangenehm sind und verschiebt die unangenehmen, aber dringenden Dinge auf morgen, unter der (falschen) Annahme, dass man diese morgen erledigt.

Hier ist es hilfreich, wenn man sich einfache eine Prioritätenliste nach dem Schema „Was muss bis wann erledigt sein und was ist wirklich wichtig“ erstellt. Aber vorsichtig: Zu optimistisch erstellte Pläne, die nicht eingehalten werden können, führen zu Frustration. Daher sollte man, wenn möglich, für jede Aufgabe etwas mehr Zeit einplanen.

Fabian Buchert

Ruhepausen

Egal wie nahe die Deadline für eine Hausarbeit oder der Wettkampf ist, kann es ratsam sein, für einen Moment zu pausieren, die Gedanken zu sammeln und Kraft zu tanken. Wettkampfathleten werden Situationen kennen, in denen es trotz täglichem Training, Cardio und geringer Kalorienaufnahme mit der Form nicht vorangeht und Leistungen stagnieren. Das gleiche gilt in Prüfungsphasen: Lesen, bis man 5 Minuten braucht, um einen einzigen Satz zu verstehen. Rechnen, bis sich die Zahlen im Kopf drehen und man von Gleichungen träumt.

Optimal ist es, diesen Punkt nicht zu erreichen. Gezielte und vorher geplante Pausen- und Ladetage im Sport können die körperliche und mentale Erholungen bringen, die es für langfristige Höchstleistungen braucht. Lernpausen und gemeinsame Zeit mit Freunden bewirken das gleiche in der Uni. Wenn der kritische Punkt des Leistungsabfalles schon überschritten ist, ist es ratsam, sich auch spontan eine Pause zu gönnen.

Falscher Ehrgeiz und Stolz ist hier absolut unangebracht. In früheren Wettkampfvorbereitungen habe ich beispielsweise auf Lade- und Pausentage verzichtet, da ich diese als mentale Schwäche angesehen habe. In den letzten Jahren habe ich jedoch gelernt, dass sich diese positiv auf Leistung und Stoffwechsel auswirken.

Leistungsdruck und selbstgestellte Ansprüche

Leistungsdruck kann zu Höchstleistungen anspornen. Leistungsdruck kann jedoch auch bremsen und geradezu lähmen. Ich erinnere mich gut an meine Wettkampfvorbereitung 2010. Damals wollte ich als 2 maliger Deutscher Meister der juniorenklasse ein letztes Mal verteidigen. Alles andere als ein Sieg wäre damals für mich nicht weniger als eine absolute Katastrophe gewesen. Bis zu einem gewissen Punkt ging das gut. Ich brachte trotz extrem geringer Kalorienaufnahme Bestleistungen im Training und konnte eine für einen Junioren extrem gute Form auf die Bühne bringen. Nachdem ich jedoch 4 Wochen später als Junior meinen ersten Männer WM Titel holte, wendete sich das Blatt. In meinem Kopf war nur noch der Gedanke, dass ich es jetzt als jüngster Weltmeister immer Höchstleistungen bringen muss. Ich realisierte nicht, dass  dieser Anspruch nicht von meinem Umfeld, sondern nur von mir selber an mich gestellt wurde. Die Trainingsleistungen brachen ein, das Selbstbewusstsein verschwand und aus Aufgaben wurden Probleme.

Fabian Buchert Weltmeister

Es kann sehr schwer sein, externen Druck zu reduzieren. Es gibt Dinge, die erledigt werden müssen-auch unter Druck. Es ist jedoch ratsam,  die Ansprüche an sich selbst auf ein realistisches Maß zu reduzieren. Ziele sind gut. Hohe Ziele sind gut. Nicht zu erreichende Ziele jedoch nicht.

In diesem Sinne: Ab ins Training,

Ihr Fabian Buchert