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Pinitol als Anabolic Accelerator

Pinitol oder genauer geschrieben D-Pinitol ist eine monomethylierte Form von D-Chiro-Inositol welches wiederum eine Inositolform ist.
Chemische Namen:
3-O-methyl-1,2,4 cis-3,5,6 trans hexahydroxycyclohexanol
3-O-methyl-Chiroinositol
Molecular Formula: C7H14O6
Molecular Weight: 194

 Pinimentol


Pinitol kommt in vielen Gemüsesorten, Sojabohnen, Pinien und anderen Pflanzen als natürlicher Inhaltsstoff vor.

Pinitol hat durch Studien, in welchen es den Blutzuckerspiegel senken kann und die Retention von Creatine im Körper verbessert, Aufmerksamkeit bei Diabetikern und bei Sportlern, die es als anaboles Ergogenic nutzen, erregt.

Wie leider bei neuen, in gewisser Weise „sensationellen“ Substraten oft üblich, wird auch Pinitol derzeit als „Wundermittel“ mittels einiger Studien hochgelobt und von der Gegenseite mittels anderer Studien als wirkungslos bezeichnet.

Bei der folgenden objektiven Betrachtung stellt man leicht fest, dass Pinitol in gewissen Fällen (bei hypoinsulogenen Menschen, Sportlern mit nicht übermässigem Kohlenhydratverzehr) vielleicht nicht gerade Wunder bewirken kann, aber doch äußerst respektable Wirkungen erzielt und in anderen Fällen (bei Diabetikern Typ II, Sportlern die eine Kohlenhydratmast durchführen) gar nichts bewirkt.

Im Folgenden sollen vor allem die ergogenen Eigenschaften von Pinitol für Sportler betrachtet werden, daher wir der Effekt von Pinitol im Diabetesbereich allenfalls nebenbei angesprochen.

Um die Zusammenhänge zu verstehen, muss man zunächst, zu mindestens ganz kurz, Insulin betrachten:
Insulin gilt als anabolstes Hormon (anaboler als Testosteron), weil es den Transport von Nährstoffen in die (Muskel-) Zellen stark fördert und die Synthese von endogenen Proteinen in den Muskeln anregt.

Sportler sorgen für hohe Insulinvorkommen im Blutpool üblicherweise durch den Verzehr von 100 g Dextrose oder Maltodextrin (evtl. mehrmals am Tag – was meist zu Körperfettansatz führt und auf Dauer die Gefahr von Diabetes heraufbeschwört) oder durch Insulininjektionen, was illegal und weitaus gefährlicher als ein hoher Kohlenhydratkonsum ist.

Pinitol induziert bzw. erzeugt kein Insulin, aber es wirkt bezüglich des Transports von Nährstoffen (Glucose, Creatine, Aminos ...) in die Zellen ähnlich wie Insulin.

Der Wirkmechanismus ist noch nicht ganz geklärt (aber in der Praxis nachgewiesen). Offensichtlich werden, wenn Insulin an den Rezeptoren der (Muskel-) Zellen andockt, Phophatidylinositol-Phosphate gebildet, die den Zellen signalisieren, über die Aktivierung von Phosphatidylinositol-3-kinase (PI3K) und Protein Kinase B (PKB) den Transport der Nährstoffe in die Zellen zu verstärken.

D-Pinitol und das daraus endogen gebildete D-chiroinositol sind chemisch sehr ähnlich den oben genannten Phophatidylinositol-Phosphaten und regen die Zellen zur Aufnahme der Nährstoffe über den eben beschriebenen Mechanismus, allerdings ohne dass Insulin nötig ist, an. Einfach gesagt sind die Signale, die von Insulin an die Zellen geschickt werden mit denen gleich, die durch Pinitol geschickt werden.

Insulin kommt – bezüglich des verstärkten Nährstofftransports – wirklich signifikant wirkungsvoll nur durch hohe (100 g) Mengen von hochglykämischen Kohlenhydraten oder Insulininjektionen (wie von Diabetikern angewendet) in den Blutpool bzw. an die Zellen, was beides auf Dauer beim gesunden Menschen ungesund und schädlich ist.

Pinitol erreicht diesen Zelltransport-Effekt aber schon bei 2 – 3 Gaben à 500 mg am Tag und Pinitol ist unschädlich (in Asien werden durch den Sojaverzehr täglich über 1000 mg verzehrt).

Aus oben beschriebenem Prinzip wird ersichtlich, dass Pinitol bei übergewichtigen Diabetikern Typ II nicht wirken kann. Bei diesen Leuten ist das Signalsystem, welches die normalerweise bei gesunden Menschen durch Insulin oder Pinitol induzierten Nährstoffaufnahmemechanismen der Zellen anregt, "kaputt".

Mit dem oben beschriebenen Wirkprinzip lässt sich auch erklären, dass (ist durch neuere Studien belegt) Pinitol besonders gut wirkt, wenn zu wenig Insulin im Blutpool ist, also bei hypoinsulogenen Diabetikern Typ I und/oder bei gesunden Menschen, die aus bestimmten Gründen (z.B. um nicht fett zu werden) nicht all zu viele hochglykämische Kohlenhydrate zu sich nehmen und dennoch den vollen anabolen Insulineffekt erzielen wollen.
Bei Menschen, deren Kohlenhydratverzehr recht hoch ist, wirkt daher auch Pinitol weniger oder bei einem Kohlenhydratverzehr der so hoch ist, dass Insulin in optimal hoher Menge erzeugt wird, wirkt Pinitol gar nicht.

Gleichzeitig lässt sich mit dem oben beschriebenen Wirkmechanismus auch erklären, dass Insulin und Pinitol sich nicht synergistisch ergänzen, sondern gegeneinander konkurrieren (durch in vitro Studie nachgewiesen – wobei sich die Wirkung von Insulin durch Pinitol leicht reduziert). Beide Substrate greifen offensichtlich auf das gleiche Enzymsystem zu und entleeren dieses.

In der sportlichen Praxis heißt das, dass der Athlet, der 100 g Dextrose mit seinem Creatine/Aminos nimmt, um einem maximalen insulogen-anabolen Nährstofftransport in die Muskelzellen zu erzeugen, nichts davon hat, wenn er noch zusätzlich Pinitol nimmt. Umgekehrt braucht er, wenn er Pinitol nimmt, nicht die 100 g Kohlenhydrate um den maximalen Transport der Nährstoffe in die Zellen zu erzielen.

Aus oben ausgeführtem lässt sich auch ersehen, dass Pinitol kein Muskelwachstum über die natürlichen Grenzen hinaus ermöglicht (wie z.B. weit über das Normalmass zugeführte Steroide, HGH, Insulin usw.).

ALLERDINGS KANN PINITOL SEHR EFFEKTIV DAZU BEITRAGEN EIN MAXIMALES NATÜRLICHES MUSKELWACHSTUM BEI GERINGEM KÖRPERFETTGEHALT ZU ERZIELEN, da man nicht die fett machenden hohen Kohlenhydratmengen, die für eine maximale Insulinausschüttung notwendig sind, verzehren muss sondern sie durch praktisch kalorienfreies Pinitol ersetzen kann.

Was noch zu klären wäre, ist die Wirkung von Pinitol bei Hardgainern, also bei Menschen, die viel essen und trotz hohem Kohlenhydratverzehr "zu dürr" bleiben. Es steht zu vermuten, dass solche Athleten obwohl sie natürlich keine Diabetiker sind, dennoch auch bei hohem Kohlenhydratverzehr zu wenig Insulin endogen synthetisieren und daher schlecht Muskelmasse und Körperfett aufbauen. Hier könnte Pinitol natürlich auch voll seine Wirkung entfalten (aber das muss noch in Studien und in der Praxis überprüft werden bevor man definitiv eine solche Behauptung aufstellen kann).

Übrigens ist die hohe anabol-aufbauende Wirkung der Protein-Kohlenhydrat-Vitamin-Mineral-Formular "Createston" zum Großteil auf Pinitol zurückzuführen. Obwohl diese All-in-One-Muscle Builder nur etwa 25 g Kohlenhydrate enthält, wird ein maximaler insulogen-anaboler Nährstofftransport in die Muskelzellen erreicht, da das zugesetzte Pinitol bzw. dessen Wirkung, mit der, durch die Kohlenhydrat-Proteinmischung, induzierten (kleineren) insulogenen Wirkung addiert wird und so ein maximaler Aufbausubstrattransport in die Muskelzellen stattfindet.
Eventuell kann die Createston-Wirkung durch den pinitolhaltigen „Anabolic Juice“ noch etwas gesteigert werden kann (Createston enthält im Moment eventuell etwas zu wenig Pinitol um mit den zusätzlichen 25 g Kohlenhydraten und den 35 g Protein den maximal erzielbaren Nährstofftransport in die Zellen zu erzielen). Das ist aber vorerst nur eine Vermutung und wir müssen noch die praktischen Erfahrungen unserer Athleten bezüglich Createston in Verbindung mit Anabolic Juice abwarten, um Näheres sagen zu können.

Letztendlich noch was zu den Kohlenhydraten…
Kohlenhydrate sind an sich ja Nährstoffe (Energielieferanten) und ihre insulogene Wirkung ist eigentlich nur Nebensache (die zum Muskelaufbau gewünscht - wegen dem Fettaufbau aber geschmäht wird).
Kohlenhydrate wären, dank Pinitol theoretisch eigentlich nicht mehr notwendig um Aminosäuren, Creatine usw. in die Muskelzellen zu bringen (also um die anabol-insulogene Wirkung zu erzielen), aber sie sind als Energielieferanten zur Regeneration, Gehirnleistung, Bildung von ATP, Enzymen, Hormonen usw. als Nährstoffe notwendig.

Daher wäre es schwachsinnig jetzt alle Kohlenhydrate durch Pinitol ersetzen zu wollen, da Pinitol auf keinen Fall nennenswerte Engergie liefert und schon allein aus Energiemangel viele Körperfunktionen nicht optimal ablaufen könnten.

WICHTIG IST ES VIELMEHR NUR SO VIELE KOHLENHYDRATE ZUZUFÜHREN WIE ES FÜR DEN REINEN NÄHRSTOFFBEDARF NOTWENDIG IST UND SIE NICHT IM ÜBERMASS ZU FUTTERN, UM MEHRMALS TÄGLICH DEN INSULOGEN-ANABOLEN EFFEKT DAMIT ZU ERZIELEN - DAS KANN DANN PINITOL BESSER, GESUNDER UND OHNE DIE GEFAHR VON KÖRPERFETTANSATZ.


Referenzen:
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