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Rubrik 194 -Body Coach Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen

In der 194. Auflage der Rubrik "Frag den Body Coach" beschäftigt sich Fitnessexperte Holger Gugg mit der Frage was es bei bestehender Unterfunktion der Schilddrüse in Verbindung mit einem Muskelaufbau-Programm und regelmäßigem Krafttraining zu beachten gilt. Ausserdem erfahren wir heute, was der Body Coach zum neunen Hype um CBD mit zu teilen hat.

Wöchentlich beantwortet Holger Gugg, Body Coach und Autor des Ernährungskonzeptes Human Based Nutrition (HBN), die Fragen der PEAK-Community. Wenn auch Dir eine Frage zu den Themen Training, Ernährung und Supplementierung einfällt, auf die Du bisher keine Antwort finden konntest, dann frage den Experten und nutze die Möglichkeit, Dir Deine Frage von Holger Gugg persönlich beantworten zu lassen! Die Möglichkeit hierzu besteht wieder ab Samstag, 28.04.2018. Sobald dann um 10:00 Uhr der Aufruf zu "Frag den Body Coach" auf der offiziellen Facebook Fanpage von PEAK erscheint, kommentiere einfach Deine Frage unter diesen Beitrag und mit etwas Glück kommt sie in die Auswahl, die am Montag Morgen getroffen wird. Keine Frage bleibt unbeantwortet! Alle verbliebenen Fragen erhalten eine kurze und kompetente Antwort auf Facebook, ausnahmslos!

Holger Gugg 2018

Frage 1
Wie ernährt man sich bei einer Schilddrüsenunterfunktion im Aufbau? Ich trainiere 4x die Woche also 4er Split und bin gerade arbeitslos.

Frage von Lust Molch

Lieber Lust Molch,

bei einer Schilddrüsenunterfunktion geht man im Volksmund davon aus, dass die Stoffwechselaktiviät derart stark gedrosselt ist, dass sich dies sogar nachhaltig auf den Kalorienumsatz in Ruhe auswirkt. Stark kalorien- und kohlenhydratarme Ernährung würde diesen Zustand dann sogar noch weiter verschlimmern so heißt es.

Tatsächlich haben etliche Menschen mit einer Unterfunktion der Schilddrüse zu kämpfen. Sofern dir nicht ständig kalt ist, du kraftlos und ständig müde bist kannst du davon ausgehen, dass das Ausmaß noch nicht sehr ausgeprägt ist. Man geht davon aus, dass der Grundumsatz selbst bei einer ausgeprägten Unterfunktion der Schilddrüse um höchstens 100 Kalorien pro Tag vermindert ausfällt.

Du solltest in jedem Fall (falls noch nicht oder schon lange nicht mehr geschehen) beim Arzt vorsprechen und ein aktuelles Blutbild mit den drei Schilddrüsenmarkern TSH, T3 und T4 beauftragen. Wird eine echte Unterfunktion und damit ein Mangel an aktivem Schilddrüsenhormon T3 festgestellt wird dein Arzt dir eine entsprechende orale Ersatz-Therapie verordnen die den Normalstatus wiederherstellen wird. Wenn dies geschehen ist brauchst du dich um das Thema Schilddrüsenunterfunktion im Aufbau nicht mehr zu sorgen, es gelten exakt dieselben Regeln wie für jeden anderen gesunden Athleten auch.

Wie du deine Aufbauphase in Sachen Ernährung gestalten solltest habe ich in meinem Ernährungskonzept HBN – Human Based Nutrition definiert. Du solltest rein lesen und damit zu deinem eigenen Coach werden.

Fazit

Sofern eine echte Schilddrüsenunterfunktion vorliegt wird diese für gewöhnlich medikamentös behoben und damit der Zustand eines gesunden Athleten hergestellt. Gehe zum Arzt, lass die Werte prüfen und dich gegebenenfalls einstellen, danach plane deine Aufbauphase in Sachen Ernährung am besten nach den Vorgaben meines Konzepts HBN.

Frage 2

CBD Kapsel/Tropfen neuer Hype Was kann es? Was Bringt es? Schlägt ein Drogentest an?

Frage von Marv Berg

Lieber Marv,

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol. Es handelt sich hier um einen Wirkstoff aus der Hanfpflanze die schon vor tausenden Jahren als Heil- und Wunderpflanze entdeckt wurde. Das als berauschend geltende THC und Cannabidiol sind zwei von insgesamt 113 in Hanf befindlichen bekannten Cannabinole. CBD spricht man die meisten positiven Eigenschaften auf die Gesundheit zu, zudem wirkt es nur sehr schwach bis gar nicht psychoaktiv, weshalb man keine Angst zu haben braucht beim Drogentest auffällig zu werden.

Man liest nun von jeder Menge Effekten wie einer antipsychotischen Wirkung, Schmerzlinderung, dem Einsatz bei chronischen Schmerzen, bei degenerativen Veränderungen des Gedächtnisses, bei Krebs, bei Allergien, gegen Akne, bei Epilepsie, bei Multipler Sklerose und Hirntumoren, gegen Depressionen und Angstzustände aber auch von antioxidativen, Schlaf-fördernden (6) und entzündungshemmenden Effekten sowie einer Auswirkung auf Adenosin welches wir alle als Teil der universellen Energiequelle ATP (Adenosin-Tri-Phispohat) kennen. Auch bei Diabetes oder Adipositas soll CBD hilfreich zum Einsatz kommen.

Trotz aller hier aufgeführter Eigenschaften darf Stand heute KEINE dieser potenziellen Effekte nach Health Claim für die Bewerbung beim Verkauf von CBD verwenden da entweder die Genehmigungsverfahren hierzu noch laufen oder die Belege als noch nicht ausreichend eingestuft werden (muss nichts heißen ist aber als Hinweis der Vollständigkeit halber zu erwähnen).

Der deutsche Hanfverband (1,2) äußerst sich auch noch weit vorsichtiger zu den Effekten von CBD. Viele Erkenntnisse über die medizinische Wirkung von CBD seien noch wenig gesichert. Neben umfangreichen Erfahrungsberichten gäbe es kaum fundierte Studien, meist Zellversuche, Tierexperimente oder Einzelfallbeschreibungen. Zur Diabetes-Thematik heißt es es werde angenommen, dass CBD eine Reduktion des Diabetesrisikos bewirkt. CBD könnte für den nachgewiesenen präventiven Effekt von Cannabis bei Diabetes verantwortlich sein. Konkret erforscht wird in diesem Zusammenhang derzeit jedoch ein anderes Cannabinoid (THCV) (5). Diese Aussagen decken sich mit einer Studie aus 2017 (3) die sich mit der Sicherheit einer chronischen Verabreichung von CBD befasst und zu dem Schluss kommt, dass bisherige Arbeiten entweder nicht am Menschen (7), nicht ausreichend lange oder mit zu wenig Probanden (8) durchgeführt wurden. Es gäbe zudem noch keine aussagefähigen Ergebnisse zu chronischer CBD-Verabreichung und Gentoxizität, einem negativen Effekt auf das Immunsystem oder auch die Wirkung auf Hormone.  

Letztlich ist interessant zu sehen, dass sich bereits Fachartikel für einen Effekt von CBD auf die Leistungsfähigkeit (4,9) aussprechen. Ein Blick auf die entsprechenden Quellenverzeichnisse zeigt vieles, nicht aber Studienverweise an Athleten mit signifikanten Auswirkungen (4).

Wenn es CBD sein sollte, vergewissere dich, dass Öle mit der CO2-Extraktionsmethode gewonnen wurden. Auch die Herkunft und dementsprechend die Belastung mit Schadstoffen wie Schwermetallen aus dem Boden spielt eine Rolle. Hierzu sollte man beim Hersteller um entsprechende Nachweise bitten. Eine bessere Bioverfügbarkeit als die via oraler Aufnahme würden rektale Verabreichung oder rauchen ermöglichen, weshalb es spannend wird, wer sich als erstes an CBD-Zäpfchen heranwagt :-)

Fazit

Es gibt in der Tat zahlreiche Untersuchungen zu Hanf und seiner aktiven Bestandteile zu denen auch CBD zählt. Alternativ medizinische Anwendung gepaart mit etlichen Studien lassen auf den ersten Blick den Schluss zu, dass es sich tatsächlich um einen Hype handelt den man nicht verpassen sollte. Bei genauem Hinsehen bröckelt das CBD-Image jedoch wieder, da die Qualität der vorhandenen Untersuchungen als Basis für eine Empfehlung zur chronischen Einnahme bei gesunden sportlichen Personen zu wünschen übriglässt. Unklar ist ebenso, welche Nebenwirkungen sich mit chronischer Einnahme ergeben. CBD-Anwender verstehen sich also derzeit noch als klare „Versuchskaninchen“, weshalb ich persönlich KEINE uneingeschränkte Empfehlung aussprechen möchte. Das Thema CBD bleibt jedoch interessant. Ich selbst bin gespannt, wann wir uns über Studien von und mit Athleten für Athleten freuen dürfen! Einen positiven Drogen-Test hast du mit der Einnahme NICHT zu erwarten.

Quellen

(1)

https://hanfverband.de/node/3430

(2)

http://www.gwpharm.com/

(3)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5569602/

(4)

https://dreemnutrition.com/pages/cbd-and-athletic-performance

(5)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23684393

(6)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28349316

(7)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22543671

(8)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8257923

(9)

https://lifesum.com/blog/enhancing-athletic-performance-with-cbd/