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Rubrik 207 -Body Coach Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen

In der 207. Auflage der Rubrik "Frag den Body Coach" beschäftigt sich Fitnessexperte Holger Gugg mit angemessenen Maßnahmen bei einem Tennisarm. Neben seinen Tipps zum Training mit bestehender Skoliose geht es um Maßnahmen die es ermöglichen können ein besseres Muskelgefühl auszubilden.

Wöchentlich beantwortet Holger Gugg, Body Coach und Autor des Ernährungskonzeptes Human Based Nutrition (HBN), die Fragen der PEAK-Community. Wenn auch Dir eine Frage zu den Themen Training, Ernährung und Supplementierung einfällt, auf die Du bisher keine Antwort finden konntest, dann frage den Experten und nutze die Möglichkeit, Dir Deine Frage von Holger Gugg persönlich beantworten zu lassen! Die Möglichkeit hierzu besteht wieder ab Samstag, 04.08.2018. Sobald dann um 10:00 Uhr der Aufruf zu "Frag den Body Coach" auf der offiziellen Facebook Fanpage von PEAK erscheint, kommentiere einfach Deine Frage unter diesen Beitrag und mit etwas Glück kommt sie in die Auswahl, die am Montag Morgen getroffen wird. Keine Frage bleibt unbeantwortet! Alle verbliebenen Fragen erhalten eine kurze und kompetente Antwort auf Facebook, ausnahmslos!

Holger Gugg 2018

Frage 1

Was kann man gegen einen sporadischen Tennisarm machen?

Frage von Martin Böttner

Lieber Martin,

als Tennisarm oder Tennisellbogen bezeichnet der Volksmund eine schmerzhafte Sehnen-Ansatzreizung (auch Insertionstendopathie genannt) der Handgelenk- und Fingergelenkextensoren am radialen Epicondylus (Knochenvorsprung oberhalb des Gelenkknorrens) des distalen Teils des Oberarmes. Die Epicondylitis humeri radialis gehört damit zu den Enthesiopathien (Sehnenansatzerkrankungen). Ausgelöst werden die Schmerzen in diesem Bereich primär nicht wie der Name vermuten lässt über die Entzündungsreaktion, sondern über eine degenerative Veränderung des Sehnenansatzes bei dem kleine Risse am Sehnenansatz entstehen. Einseitige Belastung aber eben auch Überbelastung sind die häufigsten Ursachen.

*entnommen aus (1)

Da ich zufälligerweise um deine Tätigkeit weiß kann ich mir durchaus vorstellen, dass stetiges Kisten schleppen der hauptsächliche Auslöser dafür ist. Umso schwieriger wird es hier natürlich eine sinnvolle Therapie auf die Beine zu stellen, denn Ruhigstellung ist natürlich mit das Erste und Effektivste das man hierbei anraten kann. Es gibt inzwischen Schienen die man bei der Arbeit trägt, vielleicht lässt du dir eine solche einmal ärztlich verschreiben. Ansonsten sorgt man akut für Entzündungshemmung mit entsprechenden Medikamenten (NSARs) und in schlimmen Fällen sogar lokalem Cortison. Mittelfristig stellt Bewegungstherapie eine wichtige Maßnahme dar. Hier werden Dehn- und Kräftigungsübungen unter einer sinnvollen Belastung kombiniert. Ich rate dir dazu einen Spezialisten aufzusuchen der in der Lage ist dies richtig zu dosieren und auch deine Belastung aus Alltag und Training in der Lage ist richtig einzuschätzen. Wechselbehandlungen mit Kälte und Wärme sowie Ultraschall können die Heilung bzw. Anpassung ebenfalls fördern.

Fazit

Tennisellbogen ist gerade für aktive Zeitgenossen eine äußerst unschöne Erscheinung. Da es sich nicht „nur“ um eine Entzündung, sondern um einen degenerativen Prozess handelt, darfst du die Symptomatik auf keinen Fall ignorieren oder mit Schmerzmitteln überspielen. Bemühe dich um Entlastung bei der Arbeit und eine entsprechende Therapie bestehend aus spezifischen Übungen und Wechseltemperaturen. In jedem Fall rate ich dir dazu einen Arzt hinzu zu ziehen der sich damit auskennt!

Quelle

(1)

https://www.gesundheitsinformation.de/tennisarm-tennisellenbogen.2605.de.html

Peak Hoodie

Frage 2

Wie kann ich das Muskelgefühl in meiner schwächeren Lat-Seite verbessern? Einarmige Übungen am Kabelzug z. b. sind im Trainingsplan enthalten.

Frage von Nina Englert

Liebe Nina,

wenn es dir nur um die Rückenmuskulatur bzw. um die Lats geht würde ich folgende Maßnahmen vorschlagen.

1.

Rückenmuskulatur hat etwas mit der Wirbelsäule zu tun. Nicht selten treten hier leichte Verschiebungen des passiven Bewegungsapparates auf, die ein gleichmäßiges Aktivieren beider Seiten erschweren. Fürs Erste rate ich dir, dich vor dem Rückentraining mit einer Faszienrolle auszurollen. Solltest du schmerzhafte Punkte bemerken die du damit nicht ausgemerzt bekommst rate ich zu einem Besuch beim Physiotherapeuten. Ziel muss sein für beide Lat-Seiten dieselbe Ausgangssituation zu schaffen.

2.

Beidarmig Übungen können nur dann beide Seiten gleichermaßen trainieren, wenn Stand / Sitzposition genau gerade sind und zwar in alle Richtungen. Weiter muss natürlich auch die Griffbreite gleich weit ausfallen. Mein Rat wäre dich diesbezüglich von einem Trainer kontrollieren zu lassen.

3.

Einarmige Übungen hast du bereits genannt. Diese sind auch meiner eigenen Erfahrung zur Folge der Schlüssel zur bestmöglichen Aktivierung gezielter Bereiche, darum nimm sie regelmäßig in dein Training mit auf.

4.

Eine Studie zeigt, dass mentale Fokussierung auf den während der Übung trainierten Muskel die Muskelaktivität um bis zu 20% erhöhen kann. Du maximierst Fokussierung in dem du Übungen mit geschlossenen Augen und mit einer etwas längeren exzentrischen Phase als sonst üblich (z.B. 3-4 Sekunden) ausführst.

Fazit

Meine 4 Tipps sollten dir von Grund auf helfen das Muskelgefühl in beiden Seiten deiner Lats gleichermaßen zu entwickeln. Viel Erfolg beim Ausführen.

Tim Budesheim

Frage 3

Training bei Skoliose. Ganzkörper oder Splittraining? Isolierte Übungen an Geräten oder Eigengewichtsübungen? Wie ist Deine Meinung dazu?

Frage von Bianca Gallian

Liebe Bianca,

zunächst einmal möchte ich das du weißt, dass ich mich selbst NICHT als Spezialist für den Bewegungs-Apparat verstehe. Zwar habe ich etliche Trainerausbildungen und auch Trainer für Sportrehabilitation darf ich mich offiziell nennen, dennoch würde ich von mir nicht behaupten das ich ein absoluter Fachmann bin. Was ich dir gerne mitteile sind meine Gedanken zur Sachlage.

Prinzipiell geht es bei einer Skoliose um eine Seitabweichung der Wirbelsäule mit Rotation und teilweise struktureller Verformung von Wirbelkörpern. Da man etliche verschiedene Ausprägungen von Skoliosen voneinander unterscheiden muss ist es sehr schwierig ausgehend von deiner Fragestellung wirklich präzise Tipps zu geben.

Was man denke ich guten Gewissens sagen kann ist, dass du dich mit Krafttraining zur Stabilisierung der Rückenmuskulatur des besten Instruments überhaupt bedienst deiner Fehlstellung entgegen zu wirken. Da davon auszugehen ist, dass deine Wirbelsäule dank der bestehenden Verformung nicht 100% der Stabilität einer normalen Wirbelsäule aufweist, wäre mein wichtigster Rat an dich speziell Übungen zu meiden, bzw. mit angepassten Trainingsgewichten auszuführen bei denen das Gewicht direkt auf die Wirbelsäule drückt. Konkret sind das beispielsweise Kniebeugen oder stehendes Wadenheben.

Ich persönlich sehe ansonsten keine Veranlassung zu einem außergewöhnlichen Trainingsaufbau. Du kannst ohne Rücksicht auf die Skoliose im Rahmen deines Makrozyklus mit Ganzkörper- und Splittraining arbeiten, darfst natürlich gerne auch schweres Trainingsgewicht verwenden und sowohl mehrgelenkige, als auch eingelenkig-isolierte Übungen ausführen. Je nachdem wo genau die Skoliose vorliegt müsste man vielleicht noch einmal speziell auf die Übungsauswahl eingehen.

Fazit

Skoliose versteht sich als Fehlstellung der Wirbelsäule die auf unterschiedliche Arten und in unterschiedlichen Bereichen auftreten kann. Eben danach müssen ganz spezifische Trainingsanweisungen getroffen werden. Generell rate ich dir unbedingt bei Krafttraining zur Stabilisierung der Wirbelsäule zu bleiben und Übungen bei denen die Last direkt auf der Wirbelsäule aufliegt zu meiden.