KOSTENLOSE HOTLINE +49 (0) 800-4252150

Bestell-Hotline von 07:00 - 18:00 Uhr

VERSAND KOSTENLOS SCHON AB 20,- €*

*außerhalb DE ab 100,- € kostenlos

GRATIS GESCHENK*

*bei jeder Bestellung über 100,- €

Rubrik Frag den Body Coach - Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen - Teil 1

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, liebe PEAK-Kundinnen und Kunden,

Rubrik Frag den Body Coachesin der neu ins Leben gerufenen Rubrik "Frag den Body Coach", haben Sie ab sofort die Möglichkeit, Ihre Fragen rund um die Themen Training, Ernährung und Supplements zu stellen und diese durch Holger Gugg, Body Coach und Autor des Ernährungskonzeptes Human Based Nutrition, professionell beantworten zu lassen. Die Möglichkeit zur Fragestellung haben Sie jeden Freitag bis Montag auf der offiziellen Facebookpräsenz von Peak, in dem Sie hierzu einfach Ihre Frage unter den entsprechenden Beitrag als Kommentar formulieren.

Frage 1 - Casein und Whey im Post-Workout-Shake?

Frage von René R.:

Ich habe bereits häufiger die Empfehlung gelesen, Casein und Whey zusammen im PWO (Post-Workot-Shake) zu verwenden. In HBN wird diese Aussage ebenfalls getroffen. In einem der vorhergehenden Artikel im Buch, ist wunderbar versinnbildlicht, das Casein im Magen verklumpt und es durch die erschwerte Verdauung dem Körper nur nach und nach zur Verfügung steht. Der Sinn von Whey wiederum ist eine möglichst schnelle Resorption. Werden beide Proteine nun zusammen verabreicht, wird dann nicht das Whey mit dem zäheren Casein verbunden und verliert somit seine Eigenschaft der schnellen Verwertbarkeit?

Antwort von Holger Gugg:

Lieber Rene,

bevor wir uns der eigentlichen Frage widmen, ist es wichtig zu klären, dass Whey nicht gleich Whey und auch Casein nicht gleich Casein ist. Bei Whey unterscheidet man hauptsächlich folgende 3 Arten:

Bei Casein unterscheidet man hauptsächlich in folgende 3 Arten:

Alle Arten unterscheiden sich in deren Analyse (also dem Gehalt an Protein und sonstigen Inhaltsstoffen), im Geschmack (besonders Hydrolisate schmecken etwas bitter) und auch in Sachen Resorptionsgeschwindigkeit.

Über die jeweiligen Herstellungsverfahren werden die Proteine teilweise schon „vorverdaut“ und nehmen dem Magen-Darm-Trakt so Verdauungstätigkeit ab, die sich dann in einer schnelleren Resorptionsgeschwindigkeit niederschlägt und jetzt kommt es, AUCH  wenn andere Proteine oder andere Lebensmittel gleichzeitig dazu verabreicht werden.

Um Dir das Ganze zu verdeutlichen, werde ich eine Darstellung aus meinem Artikel zum Insulin-Index zweckentfremden:

Insulin Index

Du siehst hier die „Insulin-Response“, also die Insulin-Antwort verschiedener Lebensmittel wie Milch, Käse, Weißbrot, Wheyprotein etc.. Trotzdem, das sich in Milch, Käse und Co. neben Molkenprotein (Whey) auch andere Lebensmittelbestandteile (Casein, Fett, Kohlenhydrate) befinden, tritt der Insulin-Peak, also der Höchststand, der in diesem Fall auf das höchste Aufkommen an insulinogenen Aminosäuren schließen lässt, immer zur selben Zeit, nämlich nach etwa 30 Minuten auf.

Du siehst also, dass Deine Angst hinsichtlich der Resorptionsgeschwindigkeit unbegründet ist und Du den Empfehlungen von HBN und Co durchaus folgen solltest.

Studien zeigen deutliche Vorteile in Sachen anhaltende Proteinsynthese und Antikatabolismus, unter der Verwendung beider Proteinarten nach dem Training. Im Rahmen unserer bald erscheinenden Supplement-Linie „HBN-Signatured-Series“ wird dies berücksichtigt sein und Du wirst die Möglichkeit haben, alle wirklich wichtigen Komponenten POST-Workout mit einem einzigen Produkt aufnehmen zu können. Wenn Du zur FIBO kommst, möchte ich Dich hiermit auf mein Seminar am Stand von PEAK einladen. Solltest Du Interesse haben, setze Dich bitte mit mir in Verbindung.

Frag den Body Coach

Frage 2 - Vegane oder vegetarische Ernährung?

Frage von Michael K.:

Was hältst du von veganer oder vegetarischer Ernährung?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Michael,

ein schwieriges Thema, das  man grundsätzlich unterscheiden muss. Vegetarismus als Ernährungsform, schließt, je nach Ausprägung, unterschiedlich streng tierische Lebensmittel aus:

  • Halbvegetarier: Verzehren lediglich kein Fleisch
  • Ovo-Lakto-Vegetarier: Verzehren nichts, was getötet wurde, aber Produkte von lebenden Tieren, wie bspw. Eier oder Milchprodukte
  • Lakto-Vegetarier: Verzehren nichts, was getötet wurde und keine Eier, aber Milchprodukte
  • Ovo-Vegetarier: Verzehren keine getöteten Tiere und keine Milchprodukte, aber Eier
  • Veganismus: Nur sie enthalten sich jeglicher Art tierischen Produktes

Du siehst also, dass bei weitem nicht alle Veganer nach denselben Richtlinien leben und genau darum muss man auch ganz klar unterscheiden, welche Art der Ernährung noch „sporttauglich“ ist und welche nicht.

In Hinblick auf die Aufnahme hochwertiger Proteinquellen, lässt sich immer dann eine vernünftige biologische Wertigkeit herstellen, wenn pflanzliche Proteinquellen mit einer tierischen kombiniert werden können. Diese Möglichkeit besteht immer mit Ausnahme des Veganismus. Natürlich gibt es auch pflanzliche Proteinquellen mit einer hohen biologischen Wertigkeit (bspw. Sojaprotein). Sich aber komplett über Sojaprodukte mit Protein zu versorgen, wird schnell andere Probleme auf den Plan rufen, da diese Produkte nicht ganz „hormon-neutral“ sind.

Wer Fleisch und Milch meidet, muss sich mindestens um eine ausgleichende Versorgung mit Calcium, Vitamin D, Vitamin B12, Eisen und Zink kümmern, da hier pflanzliche Ersatzprodukte nur schwer für eine Vollversorgung sorgen können. Vor allem bei Eisen darf man sich von vermeintlich hohen Angaben in pflanzlichen Lebensmitteln nicht täuschen lassen, da die Resorption aus diesen Vertretern deutlich schlechter stattfindet, als die Aufnahme von Eisen aus tierischen Lebensmitteln.

Eine ausbleibende Aufnahme von Seefisch kann bei gleichzeitig natriumarmer Ernährung (Jodsalz) einen Jodmangel begünstigen.

Nachteilig ist bei vielen vegetarischen Lebensmitteln deren schlechtes Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6-Fettsäuren anzumerken. Es besteht eine starke Omega 6 Dominanz, die unbedingt ausgeglichen werden sollte. Letztlich nehmen Vegetarier natürlich auch kein natürliches Creatin und möglicherweise auch zu wenig Carnitin auf.

Unter dem Strich kann man sagen, dass sich die Probleme in Verbindung mit einer guten Sporternährung je nach Ausprägungsform des Vegetarismus häufen. Man kann sich meiner Meinung nach als Vegetarier durchaus sportartgerecht ernähren, anders als bei einer Mischkost, bedarf es dazu aber eines gehobenen Wissensstandes zum Thema Sporternährung. Ebenfalls von Nöten sind gute Kenntnisse in Sachen Lebensmittelanalysen. Liegen diese Vorkenntnisse nicht vor, würde ich als Ernährungs-Coach von dem Versuch in eine vegetarische Ernährung umzusteigen, eher abraten.

Weiterführende Informationen erhälst Du in meinem Blog Vegetarismus als alternative Ernährungsform im Sport

Frage 3 - Beeinträchtigt eine Low Carb Ernährung die Schilddrüsenfunktion?

Frage von Anastasia S.: 

Beeinträchtigt Lowcarb die Schilddrüsenfunktion?

Antwort von Holger Gugg:

Liebe Anastasia,

unter dem Titel: “The effect of varying carbohydrate content of a very-low-caloric diet on resting metabolic rate and thyroid hormones” kann ich dir hierzu die Ergebnisse einer Studie zitieren, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt hat. Im Ergebnis kam es sowohl bei VLCD (Very Low Carb Diäten) als auch bei LCD (Low Carb Diäten) zu einem signifikanteren Rückgang an Schilddrüsenhormon T3 (der aktiven form) im Vergleich zu HCD (High Carb Diäten). Der verminderte Glykogengehalt in der Leber bei Low Carb ist es, der vermutlich zu einem ausgeprägteren T3-Rückgang führt. Eine interessante, aber auch etwas kontroverse Randbemerkung hierzu ist, dass die Abnahme des Ruheumsatzes in beiden Gruppen in etwa gleich ausgeprägt stattfand.

Genau diese Ergebnisse haben mich auch bei der Erstellung von HBN (Human Based Nutrition) beeinflusst. Statt pauschal Low-Carb oder High-Carb basiert mein Konzept darauf, gerade bei der Versorgung mit Kohlenhydraten immer für eine weitestgehende Versorgung muskulärer und hepatischer (Leber) Speicher zu sorgen, um eben genau DIESEN Effekt, der leider bewiesen ist, zu verhindern.

Ich freue mich auf weitere Fragen und werde versuchen, alle nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten.

Rubrik Frag den Body CoachesSportliche Grüße

Euer

Holger Gugg