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Rubrik Frag den Body Coach - Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen - Teil 116

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Rubrik Frag den Body Coach welches Protein sollte vor dem Training eingenommen werden; ein Mehrkomponenten Protein oder ein Whey Protein? Wie beurteilst Du aus ernährungs- und sportphysiologischer Sicht die Unmengen an Nahrungsmitteln, die der Olympiaschwimmer Michael Phelps zu sich nimmt? Die 116. Auflage der Rubrik "Frag den Body Coach" hält ausführliche und fachkompetente Antworten auf diese interessanten Fragen bereit.

Wöchentlich stellt sich Holger Gugg, Fitnessexperte und Autor des Ernährungskonzeptes Human Based Nutrition (HBN), den Fragen der PEAK-Community. Wenn auch Dir eine Frage zu den Themen Training, Ernährung und Supplementierung unter den Nägeln brennt, auf die Du bisher keine Antwort finden konntest, dann nutze die Chance, Deine Frage im Rahmen der Rubrik zu stellen. Die Möglichkeit hierzu besteht über jedes Wochenende, sobald am Samstag um 10Uhr der Aufruf zu "Frag den Body Coach" auf der offiziellen Facebook Fanpage von PEAK erscheint. Kommentiere einfach Deine Frage unter diesen Beitrag und mit etwas Glück ist Deine Frage in der Auswahl, die am Montagmorgen getroffen wird, und erscheint am darauffolgenden Freitag im Rahmen der Rubrik. Da keine Frage unbeantwortet bleiben soll, erhalten auch die verbliebenen Fragen in Facebook ihre Antwort.

Frage 1 – Welches Protein sollte vor dem Training eingenommen werden, ein Mehrkomponenten Protein oder ein Whey Protein?

Frage von Doreen K.

Ich würde gerne wissen, ob es von Vorteil ist, Mehrkomponenten Protein vor dem Training einzunehmen oder Whey wegen der höheren Insulinausschüttung? Oder ist es egal?

Antwort von Holger Gugg

Liebe Doreen,

mehrere Faktoren spielen beim Thema Pre-WO-Supplementierung eine Rolle. Grundsätzlich findet man die beste Antwort hier, wenn man sich die Frage stellt, was man von seiner Pre-Workout-Nutrition erwartet. Hier geht es dann explizit an die Frage, inwieweit Wheyprotein oder ein anderes Protein mit niedrigerem Insulin-Index vorzuziehen wäre.

Soll Deine Pre-Workout-Supplementierung möglichst schnell viele Aminosäuren ins Blut befördern? In diesem Fall müsstest Du auf einen freien Aminokomplex bzw. auf essenzielle Aminosäuren zurückgreifen. Im speziellen Falle vom HBN EAA Code findet die Aufnahme unterhalb der 23-Minuten-Marke statt, was vergleichbar mit einem Wheyhydrolisat ist, welches im Rahmen der Herstellung  bereits vorverdaut (hydrolisiert) wurde.

 Insulin aus Protein, ohne gleichzeitige Verabreichung von Kohlenhydraten, wäre sinnlos, da Du damit eher eine leichte Unterzuckerung (Hypoglykämie) förderst. Ein Zustand, den kein Trainierender zum Training haben möchte.

Insulin aus Protein in Verbindung mit Carbs zum Pre-Workout machen dann Sinn, wenn akut noch Bedarf besteht, da die Glykogenspeicher nicht ausreichend befüllt sind und damit die Gefahr besteht, dass Dir buchstäblich „der Dampf“ ausgeht. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass dieser Zustand extrem selten eintritt, sollte es aber bei Dir so sein, wäre die Verabreichung von Carbs + Whey eine Option.

Rubrik Frag den Body Coach 116

Fazit

Ob es ein Vorteil ist, Whey als Pre-Workout einzusetzen, hängt davon ab, welches Ziel man mit seiner Pre-Workout-Nutrition verfolgt. Mehrere Konstellationen sind denkbar, in mehreren Fällen macht es KEINEN Sinn, sich vor dem Training explizit um eine höhere Insulinausschüttung aus Protein mit hohem Insulinindex zu bemühen.

Frage 2 – Wie beurteilst Du aus ernährungs- und sportphysiologischer Sicht die Unmengen an Nahrungsmitteln, die der Olympiaschwimmer Michael Phelps zu sich nimmt?

Frage von Andre A.

Aktuell ist ja wieder Olympia in Brasilien. Der amerikanische Schwimmer Michael Phelps würde pro Tag angeblich 10.000 bis 12.000 kcal essen. Klar, ist er ein absoluter Leistungssportler mit einem hohen Verbrauch. Allerdings erscheint mir die Kcal-Zahl doch sehr hoch, zumal das, was er isst, nicht gerade gesund ist (siehe link: http://tinyurl.com/hytqpkt). Kannst Du aus ernährungs- und sportphysiologischer Sicht dazu Stellung nehmen, ob es sein kann, dass hier wirklich solche Unmengen an Nahrungsmitteln aufgenommen und verarbeitet werden können, um dann auch noch Weltrekorde zu schwimmen?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Andre AS,

ich danke Dir für diese Frage, darum liebe ich meine Rubrik, weil es eben nicht immer nur um Protein und Creatin geht smiley.

Ich habe mir beigefügten Link angesehen und fasse für alle Leserinnen und Leser einmal kurz das Ernährungsprotokoll vom „12.000 Kalorien Mann“ zusammen:

  • 3 Sandwiches
  • 3 Spiegeleier, 6 Scheiben Toast, Zwiebeln, Salat, Tomate und Mayo
  • Omelett aus 5 Eiern plus Maisgrütze
  • 3 Schokopancakes, 3 „Arme Ritter“ (also alte Brötchen frittiert mit Zucker)
  • 2 x 500 g Nudeln
  • 2 Brote mit Schinken und Käse + Mayo
  • 2 x 1000 flüssige Kalorien via isotonisches Getränk
  • 1 Pizza

Was man bei der groben Durchsicht schon mal sagen kann – JA DAS SIND 12.000 Kalorien! smiley Die Lebensmittelauswahl ist bescheiden, dient hier aber einzig und allein dem Zweck der Bereitstellung von möglichst vielen Kalorien, die unser Schwimmer aus irgendwelchen Gründen benötigt. Etwas derartiges versteht sich als kurzfristige Maßnahme, um den Leistungslevel einige Tage lang auf dem höchsten Level zu halten, darum auch kaum gezieltes Protein. Es geht rein um die energetische Versorgung, um Glykogensuperkompensation und damit um das Abrufen einer maximalen Leistung zum jeweiligen Wettkampf. Mit gedämpftem Reis, Brokkoli, fettarmem Hühnchen oder Obst ist so etwas nicht zu schaffen! Ich kann mir vorstellen, dass unser Athlet generell einen hohen Kalorienbedarf hat, vor den Wettkämpfen schon einen De-Load genossen hat und jetzt eben auf solche Mittel zurückgreifen muss. Vorstellbar – JA, wie gesagt als kurzfristige Maßnahme und keinesfalls zu verstehen als regelmäßige Essgewohnheit!

Fazit

Für die Maximierung der Energiebereitstellung, explizit zum Wettkampf, ist es denkbar, einige Tage tatsächlich derart hohe Mengen an Kalorien über genannte Lebensmittel aufzunehmen. Die Lebensmittel liefern reine Energie mit einer möglichst hohen Dichte. Wichtig ist zu differenzieren – eine derartige Ernährung kann nur wenige Tage zielführend sein!

 

Rubrik Frag den Body Coach Mit sportlichen Grüßen

Dein

Holger Gugg

 

 

 

 

 

 

Quellen:
Quelle zu Frage 1

  • https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/insulin-index-die-uebersehene-groesse-in-der-sporternaehrung

Quelle zu Frage 2

  • http://www.handelsblatt.com/archiv/fruehstuecken-wie-goldfisch-michael-phelps-der-12000-kalorien-mann/3004150.html