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Rubrik Frag den Body Coach - Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen - Teil 133

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Rubrik Frag den Body Coachdiese Woche stellt sich Body Coach Holger Gugg erneut Euren Fragen zu Ernährung, Training und Supplementierung!

In Teil 133 unserer Rubrik "Frag den Body Coach" verrät Holger, ob es ein Einschlafen des Stoffwechsels wirklich gibt und was man machen kann, um Entzündungshemmung zu erreichen.

Wöchentlich beanwortet Holger Gugg, Fitnessexperte und Autor des Ernährungskonzeptes Human Based Nutrition (HBN), die Fragen der PEAK-Community. Wenn auch Dir eine Frage zu den Themen Training, Ernährung und Supplementierung einfällt, auf die Du bisher keine Antwort finden konntest, dann frage den Experten und nutze die Möglichkeit, Dir Deine Frage von Holger Gugg persönlich beantworten zu lassen! Die Möglichkeit hierzu besteht wieder ab Samstag, dem 17.12.2016. Sobald am Samstag um 10.00 Uhr der Aufruf zu "Frag den Body Coach" auf der offiziellen Facebook Fanpage von PEAK erscheint, kommentiere einfach Deine Frage unter diesen Beitrag und mit etwas Glück kommt sie in die Auswahl, die am Montagmorgen getroffen wird. Dann erscheint sie am darauffolgenden Freitag im Rahmen der Rubrik. Keine Frage bleibt unbeantwortet - alle verbliebenen Fragen erhalten eine kurze und kompetente Antwort auf Facebook - ausnahmslos! Beim Lesen der dieswöchigen Antworten wünschen wir Euch viel Spaß!

 

Frage 1: Gibt es ein "Einschlafen des Stoffwechsels" wirklich ?

Frage von Franzi Schreck

Wenn man in einer kalorienreduzierten Diät ist, verlangsamt sich der Stoffwechsel wirklich? Und wenn ja, nach wie vielen Tagen? Klar kommt es wahrscheinlich darauf an, wie viel man im Defizit ist, richtig? Aber eigentlich ist unser Körper doch darauf vorbereitet, dass uns mal Nahrung fehlt für längere Zeit? (Evolutionsbedingt meine ich...) Ist am „eingeschlafenen Stoffwechsel also etwas dran, oder handelt sich um einen Mythos? Wie kann man dagegen vorgehen in der Diät?

Antwort von Holger Gugg

Liebe Franzi,
metabolische aber auch hormonelle Veränderungen im Rahmen von Fastenphasen bzw. bei anhaltender stark hypokalorischer Ernährung, werden als „Einschlafen des Stoffwechsels“ bezeichnet und ja, so etwas gibt es wirklich. In meinem Beitrag, den ich Dir im Quellenverzeichnis verlinke, beschreibe ich das Phänomen der adaptiven Thermogenese und damit einen Vorgang, vom dem man binnen eines 8-wöchigen Versuchs bereits einen reduzierten Kalorienverbrauch, von täglich 230 Kalorien bei Männern und 147 Kalorien bei Frauen, festgestellt hat. Auch der Einfluss auf Hormone wie Testosteron, IGF-1, Schilddrüsenhormon, Insulin, Cortisol, Ghrelin und Leptin, dank anhaltender hypokalorischer Diät, ist belegt. Testosteron, IGF-1 und Schilddrüsenhormon sind auch beim bekannten Modell des IF (Intermittend Fasting) betroffen, wie eine aktuelle Studie an trainierten Probanden wieder einmal zeigt. Besonders interessant ist der Einfluss von Fasten, Hungern oder schlichtweg von Gewichtsreduzierung auf letztgenanntes Leptin, DAS dominante Hungerhormon unser Körpers, welches seinen Einfluss nicht nur auf Dein Hungerempfinden, sondern auch auf etliche Einrichtungen unseres Körpers ausübt, die mitunter für den Stoffwechsel verantwortlich sind. Bei Leptin geht es sehr schnell. Schon 12-stündiges Fasten reduziert das Aufkommen, welches sich aber auch relativ schnell wieder anheben lässt. Alle hierzu interessanten Infos findest du in meinen Beiträgen zu Hunger und Sättigung, sowie zum Thema Refeed. Auch hier hinterlasse ich dir entsprechende Links in den Quellen.

Entscheidende Faktoren sind:
⦁    Gewichtsreduzierung
⦁    Höhe des Kaloriendefizits
⦁    Kohlenhydrataufnahme
⦁    Dauer der Maßnahme

Eine gute Diätplanung hält das Ausmaß aller beschriebenen Faktoren auch über länger andauernde Diätphasen, wie beispielsweise eine Wettkampfdiät im Zaun, indem es og. Faktoren berücksichtigt. Die „Diät-Ansätze“ in meinem Ernährungskonzept HBN (Human Based Nutrition), beschreiben wie Du am besten vorzugehen hast, um Deine Diät richtig einzustellen. Wenn das getan ist, sollte man sich für „die perfekte Diät“ natürlich auch noch um dem zweiten Faktor „Kalorien-Verbrauch“ und damit alle Maßnahmen rund um das Training kümmern.

Fazit
Der „eingeschlafene Stoffwechsel“ zählt zu den am häufigsten diskutierten Themen in Fitness-BLOGs und Foren. Leider werden dabei eine Menge Halbwahrheiten verbreitet, sodass viele an seine Existenz gar nicht mehr glauben.
Wenn dem so ist, so ist mein Rat:
Lest meine Beiträge, macht eine Diät und beobachtet Euch und Euren Körper. Ihr werdet feststellen, dass viele der beschriebenen Erscheinungen ganz klar vom Körper signalisiert werden. Je größer die Gewichtsreduzierung, je länger die Diät, je niedriger der Körperfettgehalt und je höher das Kaloriendefizit ausfallen, desto deutlicher wird das Ganze!

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Frage 2: Welches Nahrungsergänzungsmittel ist das potenteste hinsichtlich Entzündungshemmung?

Frage von Jeffrey Ax

Welches Nahrungsergänzungsmittel ist das potenteste hinsichtlich Entzündungshemmung?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Jeffrey,
die Frage nach einer potenten anti-inflammatorischen Ergänzung, die kein Medikament ist (also nicht Cortison ect … ), würde ich mit Bromelain beantworten. Es handelt sich dabei um den Sammelbegriff zweier Enzyme aus der Familie der Cysteinproteasen, die mitunter bei akuten und chronischen Entzündungen zum Einsatz kommen. Die bekannte Ergänzung Wobenzym wird von etlichen Sportmedizinern und auch in Leistungskadern vielfach verwendet. Aktiver Bestandteil ist hier eben vorgestelltes Bromelain, welches in der Natur der Ananas entstammt und auf dessen Schultern sich auch schwachsinnige Dinge, wie die „Ananas-Diät“ begründen. Ein therapeutischer Nutzen kann bei Bromelain ab 160 – 1000mg/Tag oder ca. 1000 F.I.P nachgewiesen werden. „F.I.P.“ (Federation Internationale Pharmaceutique) bezeichnet dabei den Richtwert der Enzymkapazität. 1 mg Bromelain liefert etwa 5 F.I.P, was umgerechnet etwa 32 kg Ananas pro Tag bedeuten würde. Vergiss hier also bitte den „natürlichen“ Weg, wenn es effektiv sein soll. Die Kombination mit Rutosid verstärkt den antientzündlichen Effekt dann nochmals.
Wenn es Dir grundsätzlich um das „Entzündungs-Management“ geht, solltest Du Dich, neben Ergänzungen, mit der sog. „Anti-Inflammatorischen Diät“ und dem DDI (Dietary Inflammatory Index) auseinandersetzen. Studien belegen, dass unser Lifestyle und in diesem Zusammenhang auch die Ernährung, Entzündungen beeinflussen und diese in einen überschwelligen Bereich ausdehnen können. Aus Studien zeichnet sich insbesondere die mediterrane Ernährung als besonders „anti-inflammatorisch“ aus, mit einem niedrigen DII.
Anbei die Zusammenstellung eines typisch mediterranen Tages

Morgens Mittags Abends
Joghurt Griechischer gem. Salat Couscous
Grapefruit Olivenöl Tilapia
Walnüsse Essig Olivenöl
Honig Vollkornbrötchen Knoblauch
Kräuter-Tee Kaffee Fenchel
    Zwiebel
    Tomate
    Minzblätter
    Blaubeeren
    Rotwein

 

Fazit
Sowohl auf Seiten Lifestyle, also auch auf Seiten der Ernährung, lässt sich das Ausmaß entzündlicher Vorgänge im Körper beeinflussen. Neben der vorgestellten Ergänzung und dem Beispieltag der mediterranen Kost mit niedrigen DII, zählt übrigens auch sportliche Betätigung zu den Maßnahmen mit positivem Effekt.

 

Rubrik Frag den Body CoachMit sportlichen Grüßen

Dein Holger Gugg

 

 

 

 

Quellen:

Quellen zu Frage 1
https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/was-passiert-wirklich-mit-dem-stoffwechsel-wenn-wir-auf-diaet-sind
https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/body-coach-holger-gugg-refeed-days-wie-effektiv-sind-sie-wirklich
https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/was-macht-wirklich-satt-teil-1-steuerung-und-saettigung
https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/was-macht-wirklich-satt-teil-2-sattheit
https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/was-macht-wirklich-satt-teil-3-orexisches-netzwerk-und-die-praxis

 

Quellen zu Frage 2
https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/ananas-kalorienarmes-enzymwunder-teil-1
https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/ananas-kalorienarmes-enzymwunder-oder-etwa-nicht-teil-2

https://www.researchgate.net/profile/Fred_Tabung/publication/264554956_The_Dietary_Inflammatory_Index_A_New_Tool_for_Assessing_Diet_Quality_Based_on_Inflammatory_Potential/links/54c8c06c0cf289f0ced0cc42.pdf