KOSTENLOSE HOTLINE +49 (0) 800-4252150

Bestell-Hotline von 07:00 - 18:00 Uhr

VERSAND KOSTENLOS SCHON AB 20,- €*

*außerhalb DE ab 100,- € kostenlos

GRATIS GESCHENK*

*bei jeder Bestellung über 100,- €

Rubrik Frag den Body Coach - Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen - Teil 139

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Rubrik Frag den Body Coach

in Teil 139 der Rubrik Frag den Bodycoach beschäftigt sich Holger Gugg mit dem Thema Sucralose, sowie der täglichen Einnahme von GABA.

Wöchentlich beanwortet Holger Gugg, Fitnessexperte und Autor des Ernährungskonzeptes Human Based Nutrition (HBN), die Fragen der PEAK-Community. Wenn auch Dir eine Frage zu den Themen Training, Ernährung und Supplementierung einfällt, auf die Du bisher keine Antwort finden konntest, dann frage den Experten und nutze die Möglichkeit, Dir Deine Frage von Holger Gugg persönlich beantworten zu lassen! Die Möglichkeit hierzu besteht wieder ab Samstag, dem 04.02.2017. Sobald dann um 10.00 Uhr der Aufruf zu "Frag den Body Coach" auf der offiziellen Facebook Fanpage von PEAK erscheint, kommentiere einfach Deine Frage unter diesen Beitrag und mit etwas Glück kommt sie in die Auswahl, die am Montagmorgen getroffen wird. Dann erscheint sie am darauffolgenden Freitag im Rahmen der Rubrik. Keine Frage bleibt unbeantwortet - alle verbliebenen Fragen erhalten eine kurze und kompetente Antwort auf Facebook - ausnahmslos! Und nun: Viel Spaß beim Lesen! smiley

 

Frage 1: Ist der Süßstoff Sucralose schlimmer als Zucker?

Frage von Felix Kölsch

Sucralose, da gibt es etliche Mäuse-Studien und mittlerweile auch ein negatives Statement in Filmform. Aber ist der Ersatzstoff nun schlimmer als Zucker selbst? Was sagt deine Erfahrung?

Antwot von Holger Gugg

Lieber Felix,
zur Verwendung von Süßstoffen gibt es tatsächlich immer wieder aktuelle Veröffentlichungen von mir. Eine der neuesten Studien zu „echten“, durchgängig belegten Effekten stammt von Romo-Romo (1) und untersucht den Effekt mehrerer Süßstoffarten in einem systematischen Review, in den auch Sucralose involviert war.
Ich möchte Dir anbei einen Auszug speziell zu diesem Vertreter geben, hinterlege Dir aber gern auch nochmal in den Quellen den Link zum vollständigen Beitrag (2).
 
Weiter im Text kannst Du auch zu Aspartam eine sehr neutral gehaltene Arbeit von mir nachlesen, die nach wie vor dem aktuellen Kenntnisstand entspricht (3). Dann möchte ich Dir noch einen aktuellen Beitrag meiner Fanpage mit auf den Weg geben, ebenfalls zu einer aktuellen Studie, die dieses Mal aber „Real-Life-Charakter“ hat, da Sie die Effekte von Süßstoff auf Hunger und Sättigung, Insulin und Co in fertigen Diätlimonaden, oder in mit Süßstoff versetztem Wasser, verglichen mit reinem Wasser untersuchte. Auch hier war die von Dir angefragte Sucralose (+Aspartam) mit an Bord. Die Forscher werteten über 130 Minuten nach der Einnahme Veränderungen bei Blutzucker, Insulin, GLP-1, GLP, Magenentleerung und den Einfluss auf die Sättigung aus. Im Ergebnis erhöhte sich bei Diät-Limonaden das GLP-1-Aufkommen stärker als bei reinem Wasser, oder Wasser versetzt mit Süßstoffen. Erhöhungen des Insulinspiegels traten bei keinem künstlich gesüßten Getränk signifikant auf. Der Ausschlag war so gering, dass man es als physiologisch irrelevant bezeichnen kann. Es gab keine Beeinflussung des Blutzuckerspiegels mit allen Getränken und ebenfalls keine Beeinflussung der Magenentleerung oder des Sättigungsempfindens, verglichen mit Wasser. Trotz der ausbleibenden Signifikanz, hob sich der Insulinspiegel mit allen Süßstoff-Getränken ein klein wenig stärker an. Da alle Getränke Sucralose enthielten und nur eine Diät-Limonade mit Aspartam versehen war, bleibt als mögliche Ursache nur das enthaltene Acesulfam übrig. Möglich ist auch eine Wechselwirkung, ausgehend von den Geschmacksrezeptoren die mit "süß" anschlagen. Selbiges gilt für den Ausschlag bei GLP-1, der letztlich nur in einer der beiden getesteten Diät-Limonaden signifikant stärker auftrat.     

Fazit                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      Fest steht, wer heutzutage eindeutig zum Thema Süßstoffe Stellung bezieht, tut dies aus persönlicher Überzeugung heraus und nicht, weil es eine eindeutige Studienlage gibt (übrigens auch noch lange nicht in Hinblick auf Veränderungen der Darmflora). Meine persönliche Meinung zu Süßstoffen ist, dass ich mir die Kalorien aus Zucker inkl. aller Begleiterscheinungen wie den Anstieg von Blutzucker, Insulin und Co spare, indem ich Süßstoff nach dem Minimalprinzip verwende – „So viel wie nötig – So wenig wie möglich“. Wer so handelt und Süßstoffe wirklich bewusst einsetzt, braucht sich nach aktuellem Stand der Wissenschaft keine Sorgen zu machen, irgendwie negativ davon zu beeinflusst zu werden. Was ich in 1 Jahr darüber schreiben werde, weiß ich nicht. Was ich jedoch nicht tun werde, ist mich zu einem vollständigen Pro oder Contra hinreißen zu lassen, solange dies nicht eindeutig belegt ist.
Wenn Du mich fragst, ob ich Süßstoffe der Verwendung von Zucker vorziehe, bekommst Du ein klares "JA"!

Rubrik 139

Frage 2: Ist das Supplement GABA zur täglichen zur täglichen und langfristigen Anwendung geeignet?

Frage von Roman Käppeler

Ist Gaba als Supplement täglich und zur langfristigen Einnahme geeignet?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Roman,
GABA, auch bekannt als γ-Aminobuttersäure oder 4-Aminobuttersäure, ist eine natürliche Aminosäure. Als biogenes Amin kann es im Körper mit Hilfe der Glutamat-Decarboxylase (GAD) aus Glutamat gebildet werden. Nach Gebrauch wird GABA wieder in Glutamat zurückgewandelt. GABA kommt nicht im Muskelgewebe oder in Lebensmitteln, sondern im zentralen Nervensystem (ZNS), in den pankreatischen Inselzellen der Bauchspeicheldrüse sowie in den Nieren vor. GABA ist eine sogenannte nicht-proteinogene Aminosäure, das heisst, sie kann nicht zum Aufbau von Proteinstrukturen (z.B. für Muskelaufbau) verwendet werden. Im zentralen Nervensystem ist GABA hingegen der wichtigste hemmende Neurotransmitter. Er versucht die elektrochemische Aktivität und somit die Erregbarkeit der Nervenzellen zu vermindern. Die Einnahme von GABA hat im Allgemeinen eine anxiolytische (beruhigende) und spasmolytische (krampflösende) Wirkung. Folgende Untereinheiten des GABA- Rezeptors sind bekannt:
⦁    α1-Untereinheiten
Sie vermitteln die sedierende (antriebshemmende) Wirkung von Benzodiazepinen
⦁    α2-Untereinheiten

Sie vermitteln anxiolytische (angstlösende) Wirkung.
⦁    α3-Untereinheiten
Sie vermitteln eine muskelrelaxierende (entspannende) Wirkung.

Vermittelt vom GABA-Rezeptor besteht ein gewisses Suchtpotential. GABA-Rezeptoren unterliegen zudem dem Phänomen der sog. pharmakologischen Toleranz, was bedeutet, dass bei Gabe von Medikamenten (oder Ergänzungen), die den Rezeptor beeinflussen, eine Desensibilisierung eintritt. Eine relativ „themenfremde“ Arbeit untersuchte die Langzeiteffekte von GABA und kam zu dem Schluss, dass ein antiepileptischer Effekt keiner Toleranzentwicklung unterliegt. Praktisch relevant für uns? Eher nicht (2). Das allermeiste an Untersuchungen zu GABA fällt ansonsten in die Kategorie „Short-Term“, vielleicht nicht ohne Grund (1). Unbedenklichkeit zur Monotherapie wurde 1999 von Beydoun nachgewiesen, hier aber bei Gebapentin, einer Substanz, die lediglich strukturell mit GABA verwandt ist, und nur bis zu einer Behandlungsdauer bis 5 Monaten.
Abschließend finden sich Informationen dieser Darstellung in „Heilpraxis heute“. Hier wird zu einer kurweisen Anwendung von 3 Wochen, gefolgt von einer 4-wöchigen Pause der Einnahme geraten.
   
Fazit
Einen eindeutigen Beleg für absolute Unbedenklichkeit einer langfristigen Einnahme von GABA kann ich dir nicht bieten. Vielmehr spricht einiges für eine kurweise Anwendung.

Rubrik Frag den Body CoachMit sportlichen Grüßen

Dein

Holger Gugg

 

 

 

Quellen zu Frage1

(1)
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27537496
(2)
http://www.body-coaches.de/weiterhin-keine-eindeutigen-beweise-fuer-nachteile-von-suessstoff
(3)
http://www.body-coaches.de/aspartam-die-ganze-wahrheit-ueber-diesen-suessstoff
(4)
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27777606

Quellen zu Frage 2
(1)
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=26357
(2)
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/4061051
(3)
Bierbach, Elvira: „Naturheilpraxis heute“, 4. Auflage, Juni 2009, Elsevier Verlag