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Rubrik Frag den Body Coach - Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen - Teil 145

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Rubrik Frag den Body Coachin der 145. Auflage der Rubrik "Frag den Body Coach" widmet sich Holger Gugg der Frage, wie man überschüssige Haut los wird und ob eine anabole Diät für eine Massephase geeignet ist. Außerdem gibt er Auskunft zur zweifelhaften Behauptung, Eiweißshakes könnten den Blutdruck steigern. Wöchentlich beantwortet Holger Gugg, Body Coach und Autor des Ernährungskonzeptes Human Based Nutrition (HBN), die Fragen der PEAK-Community. Wenn auch Dir eine Frage zu den Themen Training, Ernährung und Supplementierung einfällt, auf die Du bisher keine Antwort finden konntest, dann frage den Experten und nutze die Möglichkeit, Dir Deine Frage von Holger Gugg persönlich beantworten zu lassen! Die Möglichkeit hierzu besteht wieder ab Samstag, dem 18.03.2017. Sobald dann um 10:00 Uhr der Aufruf zu "Frag den Body Coach" auf der offiziellen Facebook Fanpage von PEAK erscheint, kommentiere einfach Deine Frage unter diesen Beitrag und mit etwas Glück kommt sie in die Auswahl, die am Montagmorgen getroffen wird. Dann erscheint sie am darauffolgenden Freitag im Rahmen der Rubrik. Keine Frage bleibt unbeantwortet! Alle verbliebenen Fragen erhalten eine kurze und kompetente Antwort auf Facebook, ausnahmslos! Und nun: Viel Spaß beim Lesen!

 

Frage 1: Wie werde ich überschüssige Haut los?

Frage von Stefan Krupp

Ich habe sehr viel abgenommen, folglich ist jetzt einiges an Resthaut vorhanden und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Kann man um eine OP herum kommen, wenn man viel Muskelmasse aufbaut und dein Supplement zur Unterstützung der Hautstraffung nimmt?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Stefan,
es ist absolut nachvollziehbar, dass dich diese Frage brennend interessiert, denn all die verlorenen Kilos auf der Waage sollen sich letztlich ja neben der Gesundheit auch optisch bemerbar machen und überschüssige Haut ist da tatsächlich etwas, das hierzu im Wege steht. Grundsätzlich muss man wissen, dass sich mit den Jahren des Übergewichts auch die Hautstruktur verändert. Es kann zu Beschädigungen an Kollagen- und Elastinfasern kommen. Diese haben Elastizätsverlust zur Folge und damit verliert die Haut letztlich die Fähigkeit, sich nach erfolgter Gewichtsabnahme zurückzubilden.
Eine Reihe von Faktoren beeinflusst nachhaltig die Elastizität der Haut:

  • Dauer bestehenden Übergewichts
  • Ausmaß des Übergewichts
  • Alter
  • Genetik / Hautstruktur
  • Sonnenexposition
  • Rauchen

Wir hatten diesbezüglich schon einmal Kontakt, darum hatte ich tatsächlich noch 2 Fotos von Dir zur Hand um das Ganze zu beurteilen. Wie es scheint, hat es mit der Hautrückbildung bei Dir eigentlich bis auf die Bauchregion überall gut geklappt. Krafttraining, eine ausreichende Proteinversorgung sowie eine mögliche Ergänzung mit Omega-3-Fettsäuren (Anzustreben ist hier ein guter Omega-3-Index) bilden die Basis. Eine weitere Ergänzung mit Vitamin C (nicht über Bedarfsdeckung hinaus!!) oder Kollagen kann dir möglicherweise einen weiteren kleinen Vorteil verschaffen. Auch genug zu trinken hält die Haut hydriert und damit elastisch!
Die Haut um die Bauchregion ist sichtbar angegriffen und die Hautstruktur teilweise zerstört. Da in dieser Region auch der Muskeltonus nicht groß via Krafttraining gesteigert wird (anders als z.B. bei den Armen), kannst du dir auch davon keine größeren Effekte versprechen. Zurückkommend auf deine Frage, rate ich Dir tatsächlich den Weg zum Chirurgen für ein aufklärendes Erstgespräch und zur Abschätzung der Kosten, sowie möglicher Behandlungsergebnisse. Ich habe schon großartige Verwandlungen nach einer Bauchdeckenstraffung gesehen und würde dir wünschen, dass auch du zeitnah mit einem echten Sixpack glänzen kannst.

Fazit

Solange die Hautstruktur intakt ist, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten das „Zurückziehen“ der Haut nach erfolgter Gewichtsabnahme ein wenig zu beschleunigen, bzw. für Ausgleich zu sorgen. Schäden in der Hautstruktur bedeuten, dass diese Maßnahmen nicht greifen, darum rate ich in solchen Fällen zum aufklärenden Erstgespräch beim Chirurgen.

 

Frage 2: Ist die anabole Diät für eine Massephase geeignet?

Frage von Robin Andres Walter

Kann man mit der anabolen Diät eine Massephase machen? Ich stelle fest, dass ich bei knapp 3500 Kalorien nicht zunehme. Sind es nur die Ladetage, durch die man zunehmen könnte?

Lieber Robin,
man kann vielleicht schon, die Frage ist nur: Warum sollte man? Ich persönlich sehe in ketogenen Diäten eine einseitige, stark einschränkende Ernährungsform, die für kurzzeitigen Gewichtsverlust (auch Körperfettverlust) sehr effektiv sein kann, sich ansonsten aber nicht als auserwählte Ernährungsform eignet, insbesondere nicht für Personen, deren Energiebereitstellung im dominaten anaeroben Bereich stattfindet und damit in der Kohlenhydratverbrennung. Etliche Studien liefern wirklich gute Ergebnisse mit VLCD (Very Low Carb Diets) in Hinblick auf die Körperfettreduzierung und auch auf orbeugung des Muskelverlusts. Meistens werden VLCD jedoch an Übergewichtigen oder mit Ausdauersportlern durchgeführt. Evidenzbasierte Guidelines zu Wettkampfvorbereitungen im Bodybuilding sprechen sich insgesamt eher gegen ketogene Diäten aus. Untersuchungen, die sich mit Performance befassen, bescheinigen ketogenen Diäten trotz erhöhter Fettoxidation eher Leistungseinbußen sowie sogar eine Beeinträchtigung der Proteinsynthese unter High-Fat nach der Belastung.
Studien, die sich mit Bodybuildern (Zielsetzung Hypertrophie) und ketogenen Diäten befassen sind Mangelware. Was dir bleibt, ist auf Erfahrungswerte zu setzen und hierzu rate dir letztlich auch! Verschaffe dir einen Erfahrungswert und sei damit insgesamt klüger als alle um dich herum, weil du für dich herausgefunden hast, wie genau diese Taktik bei dir funktioniert (oder eben nicht).
Aus theoretischer Sicht (und aus meiner eigenen Sicht als jemand, der schon mehr als 20 Jahre isst und lebt wie ein Sportler), gibt es absolut keinen Grund einen Makronährstoff zu Zwecken des Muskelaufbaus aus seiner Ernährung zu verbannen, oder die Aufnahme auf nur 1 oder 2 Tage die Woche zu beschränken. Man möge mir die Vorzüge näher bringen?! Ich für meinen Teil sehe als beste Taktik, die ich auch in HBN vertrete, die jeweils bedarfsoptimierte Verabreichung von Makro- und Mikronährstoffen. So erscheint es mir am ehesten zielorientiert und am wenigsten einseitig.

Fazit
Als ein am Muskelaufbau orientierter Sportler, der es mit der anabolen Diät versuchen möchte, spielst du sozusagen Versuchskaninchen, da es keine einschlägige Literatur hierzu gibt. Mache aus diesem Grund deine eigene Erfahrung und bewerte die Ergebnisse für dich kritisch. Enorm wichtig ist mir, dich an die starke Einseitigkeit ketogener Ernährungsformen und in diesem Zusammenhang mit der Zeit eintretender Mangelerscheinungen bei Mikronährstoffen hinzuweisen. Wenn schon AD, dann bitte auf kluge Art und Weise. Viel Erfolg!

 

Frag den Bodycoach 145

Frage 3: Kann die regelmäßgie Einnahme von Eiweißshakes den Blutdruck erhöhen?

Frage von Oliver Schell

Kann durch eine regelmäßige Einnahme von Protein via Eiweißshakes der Blutdruck steigen? Dies meinte nämlich ein Arzt diese Woche zu mir.

Antwort von Holger Gugg

Lieber Oliver,
ich nehme jetzt mal einen Monolog an: „Herr Schell verwenden sie Protein-Shakes? Falls ja, seien sie damit vorsichtig, da Ihnen damit der Blutdruck ansteigen kann!“.

Wenn dem so, oder so ähnlich war, kann ich nur sagen: "Glückwunsch, bitte direkt den Arzt wechseln!“, denn dann bist du bei einem dieser (sorry für den Ausdruck) Vollpfosten gelandet, die sich zwar absolut nichts denken, wenn sie stoffwechselkranken Leuten Diabetes-Präparate, Cholesterinsenker und Co verschreiben, gänzlich aber eine Abneigung gegen Nahrungsergänzungen haben, die man auch zum Muskelaufbau verwendet. Erkennst du den Widerspruch? Ich reagiere so emotional darauf, da ich selbst auch schon meine Erfahrungen mit einem Weißkittel wie diesem hatte. Das Gespräch verlief anders, als er es sich vorgestellt hatte, denke ich. Die Praxis habe ich direkt gewechselt.
Würde sich dein Arzt nur mittelmäßig selbst informieren, wären ihm sicher Schlagzeilen wie diese nicht entgangen: „BLUTHOCHDRUCK - Eiweiß wirkt fast so gut wie Medikamente“. Einen Schritt weiter berichtet eine Studie aus 2016 dies: „Whey protein lowers blood pressure and improves endothelial function and lipid biomarkers in adults with prehypertension and mild hypertension“, also genau das Gegenteil! Dann gibt es da die sogenannte "DASH-Diet", die als Vorgabe für eine Ernährung gegen Bluthochdruck hohe Anerkennung genießt. Empfohlen werden hier:
2-3 Gaben Milchprodukte pro Tag
6 oder weniger Portionen Fleisch oder Fisch pro Tag, davon maximal 2x pro Woche rotes Fleisch und nur selten sehr fettreiches Fleisch.
Du siehst, es gibt keinen Grund dafür, Protein aus Angst vor einem zu hohen Blutdruck zu meiden und auch Shakes sind ok, sofern man sich mit Protein insgesamt innerhalb seines individuellen Bedarfs versorgt und nicht darüber hinaus.
Klüger wäre gewesen, dein Arzt hätte dir folgendes geraten:

  • Treiben sie regelmäßig Sport
  • Reduzieren sie die Salzaufnahme (nicht bei jedermann effektiv!!)
  • Trinken sie nur wenig Alkohol
  • Essen Sie kaliumreich
  • Schrauben sie die Koffeineinnahme zurück
  • Seien sie ausgeglichen
  • Essen sie regelmäßig dunkle Schokolade
  • Reduzieren Sie Gewicht, wenn Sie übergewichtig sind
  • Hören Sie mit dem Rauchen auf
  • Reduzieren Sie die Aufnahme raffinierter Lebensmittel
  • Essen sie calciumreich

All diese Tipps wären besser gewesen, als der, den du von deinem Arzt erhalten hast.

Fazit
Mein Tipp – Wechsel den Arzt!

 

Rubrik Frag den Body CoachMit sportlichen Grüßen

Dein

Holger Gugg

 

 

 

 

Quellen:

Quelle zu Frage 1:
http://www.body-coaches.de/was-tun-gegen-ueberschuessige-haut-nach-dem-abnehmen

Quellen zu Frage 3:
https://www.welt.de/gesundheit/article115165548/Eiweiss-wirkt-fast-so-gut-wie-Medikamente.html
http://ajcn.nutrition.org/content/early/2016/10/25/ajcn.116.137919.abstract