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Rubrik Frag den Body Coach - Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen - Teil 149

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Rubrik Frag den Body Coachin der heutigen Rubrik befasst sich Holger Gugg mit folgenden Themen: Körperfettmessung, bioaktive Substanzen für den regelmäßigen Konsum und Fruchtucker nach dem Training.

Wöchentlich beantwortet Holger Gugg, Body Coach und Autor des Ernährungskonzeptes Human Based Nutrition (HBN), die Fragen der PEAK-Community. Wenn auch Dir eine Frage zu den Themen Training, Ernährung und Supplementierung einfällt, auf die Du bisher keine Antwort finden konntest, dann frage den Experten und nutze die Möglichkeit, Dir Deine Frage von Holger Gugg persönlich beantworten zu lassen! Die Möglichkeit hierzu besteht wieder ab Samstag, dem 22.04.2017. Sobald dann um 10:00 Uhr der Aufruf zu "Frag den Body Coach" auf der offiziellen Facebook Fanpage von PEAK erscheint, kommentiere einfach Deine Frage unter diesen Beitrag und mit etwas Glück kommt sie in die Auswahl, die am Montagmorgen getroffen wird. Keine Frage bleibt unbeantwortet! Alle verbliebenen Fragen erhalten eine kurze und kompetente Antwort auf Facebook, ausnahmslos! Und nun: Viel Spaß beim Lesen!

 

Frage 1: Wie genau gestaltest du die Körperfettmessung mittels Calipometrie?

Frage von Dominik Toretto

Ich hätte eine Frage an dich bezüglich der Körperfettmessung mittels Calipometrie. Du benutzt die 3 Falten Methode nach Jackson & Pollock und verwendest als Messstellen Trizeps-, Hüfte- und Bauchfalte. Diese Methode ist im Netz aber als "Frauenmethode" abgestempelt. Durch kleine Recherchen ist mir aufgefallen, dass sich die Koeffizienten zur Berechnung unterscheiden. Führt man die Messung für Männer durch, wirkt sich das Messergebnis positiver aus, als das der Frauenmethode. Nun zur eigentlichen Frage: Da du diese Messpunkte wählst, wie setzt sich nun deine Berechnungsformel zusammen? Messpunkte "Frau" und die Koeffizienten der "Männer" Methode? Würde mich über eine detaillierte Erklärung freuen.

Antwort von Holger Gugg

Lieber Dominik,

nach etlichen Jahren aktivem Coaching und gefühlten 100.000 Calipermessungen an den unterschiedlichsten Personen und natürlich auch an beiden Geschlechtern, gibt es einiges, das man hierzu anmerken kann. Du schreibst von Koeffizienten und Formeln, das ist alles gut und auch notwendig, meistens findet sich des Rätsels Lösung aber fernab davon im simplen Beobachten der Personen, die du vor dir hast.
Ein Beispiel aus der Praxis – du hast Daten im Netz gefunden, die Trizeps- Hüft- und Bauchfaltenmessungen als Messmethode des Körperfettgehalts für Frauen darstellen. Nun nimm deinen Caliper und gehe einmal in dein Studio. Biete dort 10 Frauen an, bei Ihnen kostenlos eine Körperfettmessung durchzuführen und sieh dir jede der 10 Frauen ganz genau in Hinblick auf die typische Körperfettverteilung an. Wenngleich es dafür auch einen wissenschaftlichen Begriff gibt (femorale Körperfettverteilung), sieht auch das wissenschaftlich nicht versierte Auge, dass sich Fettdepots bei Frauen (vielleicht in 2 von 10 Fällen) eher im unteren Extremitäten-Bereich ansammeln, also am Po und den Oberschenkeln (vielleicht auch noch an den Armen), wohingegen Bauch, Hüfte und Flanke meist relativ wenig Fett ansetzen (anders als beim Mann). Nun zurück zu deinen Recherchen – wir führen eine Calipermessung an Stellen durch, an denen Frauen eigentlich nur untypischer Weise größere Mengen an Fett ansetzen. Würdest du dieser Messmethode Glauben schenken, aus logischer Sicht? Das Ergebnis wird positiver ausfallen, als es ist (in den meisten Fällen…um es nochmals zu betonen). Hüfte, Bauch und Trizeps verstehen sich als Messpunkte, die explizit bei Männern sinnbildlich „voll ins Schwarze“ treffen. Bauchspeck, Hüftgold und dicke Flanken - so sieht der wohlgenährte Deutsche aus, mit eher mageren Oberschenkeln und einem kaum vorhandenen Po.
Ich denke, ich habe dir damit völlig unwissenschaftlich erklärt, wie du mit Logik und schlichter Beobachtung für die jeweilige Personen die richtigen Messpunkte zur Bestimmung des Körperfettfehalts auswählen kannst, oder anders herum, wie du Messergebnisse für feststehende Tests bei bestimmten Personen zu interpretieren hast.

Fazit
Nutze mehrere verfügbare Messmethoden und verwende ruhig auch mehr als 3 Messpunkte! Gehe dabei immer logisch vor und beobachte genau, wie es um die Fettverteilung der Person bestellt ist, die du misst, um die Ergebnisse richtig zu interpretieren.

Frag den Bodycoach 149

Frage 2: Welche bioaktiven Substanzen sollte ich regelmäßig konsumieren?

Frage von Sven Ny

Welche natürlichen Lebensmittel ( Zimt, Curcuma, Gerstengras etc.) sind sinnvoll regelmäßig zu sich zu nehmen?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Sven Ny,

ich denke es geht dir in deiner Frage um den Einsatz bioaktiver Substanzen, die weder als Makro- noch als Mikronährstoffe im Körper fungieren und dennoch einen gewissen Effekt auslösen. Ich denke, man kann diese Frage nicht pauschal beantworten, sondern muss immer im Einzelfall individuell bestimmen, was sinnvoll ist und was eben nicht. An oberster Stelle sollte die bedarfsoptimierte Versorgung mit Makro- und Mikronährstoffen sowie Flüssigkeit stehen. Ist dies gewährleistet, bedeutet es genau genommen bereits, dass dein Körper alles hat, was er für volle Funktionalität benötigt. Meist sind es dann individuelle Gegebenheiten, die den Einsatz weiterer Substanzen rechtfertigen. An meinem Beispiel möchte ich Dir das Thema Stressmanagement als eine solche Gegebenheit schildern. Ich bin von Natur aus eine Person, die schwer ruhig zu stellen ist, sowohl körperlich als auch geistig, was mir auch trotz ausreichend Schlaf und bedarfsgerechter Versorgung einen relativ hohen Stresslevel beschert. Um dies bestmöglich auszugleichen verwende ich Adaptogene, die sich in einigen Untersuchungen, insbesondere aber aus eigener Erfahrung äußerst förderlich auf den körpereigenen Umgang mit Stressoren und Einflüssen von außen bemerkbar machen. Curcuma versteht sich als hervorragende Substanz für Menschen, die aus irgendwelchen Gründen Probleme mit der Lebergesundheit haben. Es schaltet sich zudem positiv in den Zuckerstoffwechsel ein, was einen großer Vorteil bei kohlenhydratreichen Diäten oder aber bei Betroffenen mit Diabetes darstellen kann. Ähnlich verhält es sich mit MHCP, der bioaktiven Substanz in Zimt, die sich als äußerst effektiv zur Regulierung des Blutzuckers erwiesen hat. Auch hier geht es wieder darum festzustellen, ob man als Individuum von einer solchen Substanz profitieren kann.
Da wir dies nun geklärt haben noch ein Rat von mir – wenn du es auf eine ganz bestimmte bioaktive Substanz abgesehen hast, versuche diese in einer isolierten standardisierten Form zu bekommen, denn nur so kannst du sicher sein, auch tatsächlich die für dich wirksame Menge aufzunehmen.

Fazit
Der Einsatz bioaktiver Substanzen bestimmt sich über Befindlichkeiten sowie individuelle Gegebenheiten und kann aus diesem Grund nicht pauschal empfohlen werden. Es obliegt jedem selber sich, seinen Alltag und sein Umfeld entsprechend zu analysieren, um festzustellen, wo welche Substanz möglicherweise einen Vorteil birgt. Zur exakten Dosierung spezifischer bioaktiver Substanzen hat sich die Verwendung standardisierter Substrate als nützlich erwiesen.

Frage 3: Wird Fruchtzucker nach dem Training sofort als Leberglykogen gespeichert?

Frage von Marcel Müller

Stimmt es, dass Fruchtzucker nach dem Training direkt als Leberglykogen gespeichert wird? Zum Beispiel, wenn man nach dem Training eine Banane isst?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Marcel,

durchaus ein naheliegender Gedanke. Begründen lässt sich dieser über den Weg, den Fructose gehen muss, um überhaupt vom Körper als Energiequelle herangezogen werden können. Fructose wird teilweise von der Darmschleimhaut, aber auch zum einem gewissen Teil erst in der Leber in die Glykolyse (Glucosebildung) eingespeist. Fructose gelangt als solcher also zumindest teilweise zuerst in die Leber und wird dort enzymatisch aufgespalten. Da wir die Leber als großes Verteilerorgan des Körpers kennen, welches aber zudem auch einen eigenen Speicher für Glucose (hepatischer Glykogenspeicher) verwaltet, wird es stark von deiner bestehenden Zuckerversorgung nach dem Training abhängen, was genau der Körper mit der Fructose in diesem Fall anstellt. An oberster Stelle steht ein konstanter Blutzuckerspiegel. Ist dieser gegeben, liegt die Wahrscheinlichkeit sicher höher, dass die Leber zuerst angegriffene eigene Speicher befüllt, bevor sie Glucose an teilweise entleerte Glykogenspeicher in deinen Muskeln weitergibt.
Natürlich hat man den Effekt von Glucose und Fructose auf Glykogenspeicher bereits untersucht und dabei festgestellt, dass zwar eine vergleichbare Resynthese von intrazellulären Lipiden und Muskelglykogen stattfand, dennoch aber unter Fructose dank einer verstärkten Kohlenhydratoxidation sowohl die Gesamt-Glykogen-Resynthese (muskulär und hepatisch), als auch der Blutzucker insgesamt niedriger ausfielen, was die Trainingsleistung folgender Einheiten negativ beeinflussen kann.

Fazit
Glucose und Fructose verhalten sich nach dem Training teilweise unterschiedlich, was deren Verstoffwechslung bzw. die Bildung von Glucose zum Ausgleich verbrauchten Glykogens betrifft. Während die Fructose in einer Banane sicher keinen weitreichenden Effekt haben wird, solltest du auf größere Mengen insbesondere isolierten Fruchtzuckers nach dem Training verzichten.

 

Rubrik Frag den Body CoachMit sportlichen Grüßen

Dein

Holger Gugg

 

 

 

Quellen

Quelle zu Frage 2:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27618575

Quelle zu Frage 3:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28100512