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Rubrik Frag den Body Coach - Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen - Teil 152

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Rubrik Frag den Body Coachin der 152. Auflage der Rubrik "Frag den Body Coach" behandelt Holger Gugg ausführlich das Thema "Zyklusstörungen bei Frauen durch Unterernährung".

Wöchentlich beantwortet Holger Gugg, Body Coach und Autor des Ernährungskonzeptes Human Based Nutrition (HBN), die Fragen der PEAK-Community. Wenn auch Dir eine Frage zu den Themen Training, Ernährung und Supplementierung einfällt, auf die Du bisher keine Antwort finden konntest, dann frage den Experten und nutze die Möglichkeit, Dir Deine Frage von Holger Gugg persönlich beantworten zu lassen! Die Möglichkeit hierzu besteht wieder ab Samstag, dem 20.05.2017. Sobald dann um 10:00 Uhr der Aufruf zu "Frag den Body Coach" auf der offiziellen Facebook Fanpage von PEAK erscheint, kommentiere einfach Deine Frage unter diesen Beitrag und mit etwas Glück kommt sie in die Auswahl, die am Montagmorgen getroffen wird. Keine Frage bleibt unbeantwortet! Alle verbliebenen Fragen erhalten eine kurze und kompetente Antwort auf Facebook, ausnahmslos! Und nun: Viel Spaß beim Lesen!

 

Frage 1: Wie sollte man einen Ernährungsplan für eine Frau gestalten, die unterernährungsbedingte Zyklungsstörungen aufweist?

Frage von Stefan Wille

Hallo Holger. Worauf sollte man bei der Ernährungsplanerstellung für eine Frau achten die keine Menstruation hat, bzw. Zyklusstörungen aufweist und als Grund dafür Unterernährung anführt?

Antwort von Holger Gugg

frag-den-body-coach-152Lieber Stefan,

tatsächlich stehen Zyklusstörungen bis hin zum Ausbleiben der Menstruation in direktem Zusammenhang zum nutritiven Status. In einem unlängst veröffentlichten Artikel aus dem BLOG von PEAK geht es um Veränderungen, wie sie im Rahmen einer Wettkampfdiät bei aktiv trainierenden Athletinnen auftreten. Das Kaloriendefizit war insgesamt moderat, die Proteinversorgung hoch und dennoch verzeichneten 44% der diätenden Athletinnen verglichen mit nur 22% einer nicht-diätenden Kontrollgruppe einen Ausfall der Menstruation. Auch Unregelmäßigkeiten bei Menstruationsblutungen traten im Rahmen der Maßnahmen zur Wettkampfvorbereitung bei 63%, statt nur 30% in der Kontrollgruppe auf. Eine weitere interessante Tatsache aus der Studie ist die, dass auch nach einer mehrwöchigen Erholungsphase nicht direkt ein normaler Zyklus zu verzeichnen war. Zu tun hat dies sicher mit Veränderungen des Hormonaufkommens an Östrogen, die sogar 4 Monate nach der Diätmaßnahme noch teilweise messbar waren.
Nun hast du diese Situation bereits bei einer kontrolliert eingestellten Diätmaßnahme mit einem moderaten Kaloriendefizit, da ist es durchaus vorstellbar, welche Konsequenzen sich nachhaltig und lange andauernd bei falschen Reduktionsmaßnahmen wie Crash-Diäten mit wenig Protein, schlechter Mikronährstoffversorgung und dazu auch noch wenig oder der falschen Bewegung einstellen können. Tipp Nummer 1 ist an dieser Stelle also : SEID GEDULDIG!! Du wirst bei deiner Kundin nicht schon nach 2 Wochen eine vollständige Wiederherstellung der Hormon-Homöostase bewerkstelligt bekommen, das solltest du vorab auch so kommunizieren.
Beginne bei der Ermittlung des IST-Bedarfs an Kalorien, werte aktuelle Ernährungspläne aus und setze dir dann das Ziel, Stück für Stück mit ihr in den isokalorischen Bereich zu gelangen. Die Ernährung muss zwangsläufig ausgewogen sein, d.h. muss ausreichend Protein, auch Kohlenhydrate und Fett liefern und eine Vollversorgung bei Mikronährstoffen sowie Omega-3-Fettsäuren gewährleisten. Sicher wirst du hier auf die ein oder andere Ergänzung zurückgreifen müssen, solltest dich davor aber nicht scheuen, denn es ist notwendig und sinnvoll! Im Detail kannst du dich bei der Gewichtung der Makros an die Vorgaben aus meinem Ernährungskonzept HBN (Human Based Nutrition) richten, da hier Protein in Abhängigkeit vom Zielgewicht und Carbs in Abhängigkeit vom tatsächlich Bedarf ermittelt werden. Achte auf etwas Cholesterin zur Steroidhormon-Biosynthese und darauf, dass deine Kundin genug Flüssigkeit abbekommt (ca.35ml/kgkg pro Tag).
Nach und nach wird sich so der Zustand verbessern, Organismus und Stoffwechsel werden sich anpassen und in diesen Zusammenhang wird sich zwangsläufig auch der Hormonhaushalt mit samt Menstruationszyklus wieder normalisieren. Von einer Einnahme hormonhaltiger Kontrazeptiva rate ich in dieser Situation ab, da so natürlich die Eigensynthese immer exogen beeinflusst wird.

 

Fazit
Über den Versorgungsstatus ergibt sich ein direkter Zusammenhang zum Verlauf des Menstruationszyklus. Es wird einige Zeit dauern, bis sich alles wieder normalisiert hat. Anzustreben ist eine bedarfsgerechte Versorgung auf den Ebenen Makro- und Mikronährstoffe. Hierfür kann es zunächst nötig werden auf die eine oder andere Ergänzung zurückzugreifen.

Rubrik Frag den Body CoachMit sportlichen Grüßen

Dein

Holger Gugg

 

 

 

Quelle:
https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/wettkampfvorbereitung-fuer-frauen-teil-2-wissenschaftlich-bewiesene-tatsachen-was-funktioniert-was-nicht