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Rubrik Frag den Body Coach - Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen - Teil 160

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Rubrik Frag den Body Coachin der 160. Auflage der Rubrik "Frag den Body Coach" beschäftigt sich Fitnessexperte Holger Gugg folgenden Fragen: "Wie sollte der Keton-Wert im Urin bei einer ketogenen Diät aussehen?", "Macht es für eine Frau mit Silikonbrüsten Sinn die Brust zu trainieren?",  und "Laufe ich bei der Ergänzung mit HBN EAA-Code die Gefahr einer Mangelversorgung an bestimmten Nährstoffen?"

Wöchentlich beantwortet Holger Gugg, Body Coach und Autor des Ernährungskonzeptes Human Based Nutrition (HBN), die Fragen der PEAK-Community. Wenn auch Dir eine Frage zu den Themen Training, Ernährung und Supplementierung einfällt, auf die Du bisher keine Antwort finden konntest, dann frage den Experten und nutze die Möglichkeit, Dir Deine Frage von Holger Gugg persönlich beantworten zu lassen! Die Möglichkeit hierzu besteht wieder ab Samstag, dem 15.07.2017. Sobald dann um 10:00 Uhr der Aufruf zu "Frag den Body Coach" auf der offiziellen Facebook Fanpage von PEAK erscheint, kommentiere einfach Deine Frage unter diesen Beitrag und mit etwas Glück kommt sie in die Auswahl, die am Montagmorgen getroffen wird. Keine Frage bleibt unbeantwortet! Alle verbliebenen Fragen erhalten eine kurze und kompetente Antwort auf Facebook, ausnahmslos!

 

Frage 1: Wie sollte der Keton-Wert im Urin bei einer ketogenen Diät aussehen?

Frage von Patrick Bühler

Hallo Holger, ich mach grad die ketogene Diät. Hab letzten Sonntag damit begonnen. Hab momentan einen Ketone-Wert im Urin von 4mmol/L. Ist das in Ordnung oder soll der Wert noch höher sein? Aktuelle Makroverteilung: KH maximal 30g / Eiweiß 120-130g / Fett 120-130g.

Antwort von Holger Gugg

Lieber Patrick,
eine vermehrte Ausscheidung von Ketonkörpern im Urin signalisiert dir zunächst nichts weiter als eine vermehrte Ketonkörper-Bildung dank von dir herbeigeführtem Kohlenhydratdefizit. Du bildest vermehrt Ketonkörper, kannst diese derzeit aber energetisch noch nicht so umsetzen wie es gewollt ist. Ein Wert von 4mmol/l gilt schon als verhältnismäßig hoch. Idealwerte liegen im Bereich von 1 bis 3mmol/l. Die Aussage die du daraus treffen kannst ist nun, dass du, was das Kohlenhydratdefizit angeht, auf jeden Fall im Soll liegst mit deinen 30g/Tag. Im weiteren Verlauf würde ich dir empfehlen das Messen mit Keto-Stix auszusetzen! Warum? Die Werte werden mit eintretender Gewöhnung und Ökonomisierung des Ketonkörper-Stoffwechsels fallen, da immer effektiver damit gearbeitet wird und weniger davon zur Ausscheidung kommen. Diese Gegebenheit macht deine Keto-Stix unbrauchbar. Setze stattdessen auf Eigenbeobachtung. Bleibst du bei deinen 30g Kohlenhydraten pro Tag, wird sich oder hat sich der vorübergehende Zustand von Müdigkeit und schlechter Leistungsfähigkeit vielleicht schon zum Guten gewendet, was bedeutet, dass du in der Ketose angekommen bist. Einen besseren Indikator gibt es nicht! Was die Makronährstoffverteilung angeht, hast du mit einem Verhältnis von ca. 7% (KH) zu 28,5% (Pro) zu 64,5% (F) auch alles richtig gemacht! Für mich bist du auf einem guten Weg und solltest es darum derzeit so belassen.

Fazit
4mmol/l Ketone im Urin signalisieren bereits eine unüblich hohe Sättigung, die aber noch nicht als gefährlich anzusehen ist. Du kannst dies als Signal werten, dass du für den Eintritt in die Ketose alles richtig gemacht hast und kannst damit auch auf die Verwendung von Keto-Stix verzichten. Höre stattdessen auf deinen Körper.

 

Frage 2: Sollten Frauen mit Silikonbrüsten die Brustmuskulatur bedienen?

Frage von Karin Mederle

Ich habe eine Frage, die vielleicht einigen recht lächerlich scheint, aber in dieser Zeit doch für viele Frauen ein Thema ist. Hat es einen Sinn die Brust- Muskulatur zu trainieren, wenn man Silikonbrüste hat? Gibt es evtl. einen Unterschied beim Training, ob die Implantate über oder unter dem Muskel angebracht wurden?

Antwort von Holger Gugg

Liebe Karin,
eine alles andere als lächerliche Frage, die auch absolut zeitgemäß erscheint und angesichts dessen, was man tagtäglich an Fallbeispielen mitbekommt, ein echtes Problem darstellt. In Frauengruppen auf Facebook oder auch in Foren findest du unterschiedlichste Erfahrungsberichte und Statements von Ärzten und sonstigen Fachleuten zu diesem Thema.
Als Athletin liegt grundsätzlich die Überlegung nahe, die Implantate unter den Muskel zu setzen, da im Rahmen einer Reduktionsdiät insbesondere das Fettgewebe der Brust schnell zurückgeht. Sitzt dann ein Implantat auf dem Muskel, sieht das natürlich alles andere als „echt“ und schön aus, sondern aufgesetzt. Ich denke aus diesem Grund und auch wegen einem vermeintlich geringeren Risiko für eine Kapselfibrose lassen sich sportliche Frauen Implantate eher unter den Brustmuskel setzen.
Inzwischen habe ich selbst bereits so viele unterschiedliche Fälle gesehen, dass ich mich als Coach und auch Vertrauensperson für meine Schützlinge nicht mehr an eine uneingeschränkte Freigabe für Brusttraining heranwage, ganz egal wo sich die Implantate befinden. Die Gegebenheiten unterliegen einer starken Individualität und ebenso individuell fällt auch das Risiko für negative Veränderungen aus. Ich rate dir dazu, SEHR vorsichtig und stets beobachtend Brust zu trainieren. Mit steigernder Intensität steigt zweifelsohne auch das Risiko auf negative Veränderungen.

Fazit
Für Brusttraining mit Brustimplantaten gibt es definitiv keine verbindliche Empfehlung. Ebenso wenig gibt es gibt ein „besser“ oder „schlechter“, das gleichermaßen für alle Betroffenen gilt. Wer mit Implantaten trotzdem an der Entwicklung der Brustmuskulatur arbeiten möchte muss sich bewusst sein, dass individuell negative Veränderungen eintreten können, aber eben nicht müssen, darum ist äußerste Vorsicht geboten.

Frag den Bodycoach 160

Frage 3: Laufe ich bei eine Ergänzung mit HBN EAA-Code Gefahr in eine Unterversorgung mit B12 oder Eisen zu gelangen, weil ich weniger "echte Nahrungsmittel" esse?

Frage von Patrick Keil

Ich habe eine Frage zu HBN EAA CODE. Die Ergänzung/Aufwertung einer Mahlzeit durch EAAs erscheint mir auf jeden Fall sinnhaft. Aber EAAs als Ersatz? Wenn ich daraus letztlich nahezu die Hälfte meines Proteinbedarfs decke (so ist es glaube ich in etwa bei dir), laufe ich dann nicht Gefahr einen Mangel (B12 oder Eisen) herbeizuführen? Pro-Argument ist sicherlich, dass der Organismus entlastet wird, aber wenn Enzyme entlastet werden, ist das nur positiv? Es würde sich auch gut anhören zu sagen, iss wenig Ballaststoffe, damit dein Verdauungstrakt entlastet wird...wobei Faserstoffe wichtig sind, weil gerade der ja arbeiten soll. Weitere Frage wäre, wenn ich nach dem Training wirklich nur EAAs nehmen würde. Bildet der Körper dann daraus im Zweifel auch nicht essenzielle Aminosäuren - also wandelt diese je nach Bedarf zu solchen um? Um korrekt arbeiten zu können werden ja alle benötigt. Was passiert, wenn ich dann nur die essentiellen herbeiführe?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Patrick,
danke für deine Frage und auch für dein Interesse an HBN EAA CODE. Ich denke, dass du die Überlegung grundsätzlich weiter vorne aufmachen musst. Nach HBN liegt die Empfehlung für die Aufnahme von Protein bei 2,0g pro Kilogramm Körpergewicht (Zielgewicht) in hypo- und isokalorischen Phasen und 2,5g pro Kilogramm Körpergewicht in hypokalorischen Phasen. Die Deckung von 50% des Proteinbedarfs (beispielhaft an meinem Fall - 100kg Ist/Zielgewicht – isokalorische Ernährung) sieht hier immer noch die Aufnahme von 100g Protein über die Nahrung vor. In diesem Rahmen ist es mir bei gezielter Auswahl der Lebensmittel zumindest in der Theorie durchaus möglich, mich auch ohne jedwelche Supplementierung mit allen Mikronährstoffen, die sich vornehmlich in tierischen Produkten vorfinden, zu versorgen.
Unabhängig davon kann ich dir fernab vom Thema mit auf den Weg geben, dass wir uns aus diversen Gründen allesamt rein praktisch gesehen in einer Mangelversorgung mit etlichen Mikronährstoffen befinden, ganz egal wie viel Protein oder sonst etwas wir zuführen. Keiner will es hören oder lesen, es ist aber FAKT!
Der Vergleich mit Ballaststoffen hinkt, denn keine oder weniger davon zu verzehren würde bedeuten sie ersatzlos zu streichen, was wir bei EAA eben nicht tun. Wir ersetzen EAA aus natürlichen Quellen mit einer teilweise suboptimalen Matrix durch EAA mit der besten Gewichtung in Form einer Ergänzung. Auf Peptidasen als Eiweiß-Spalter kann mein Körper nicht verzichten, da er sich nach wie vor um 100g Nahrungsprotein täglich aus unterschiedlichsten Quellen kümmern muss.
Bei Frage zwei unterliegst du einer Fehlinformation, denn nachweislich werden zum Proteinaufbau ausschließlich EAA benötigt und keine NEAA. Recht gebe ich dir aber damit, dass sicher auch ein Bedarf für NEAA außerhalb der reinen Proteinsynthese besteht, der zwar theoretisch über körpereigene Bildung gewährleistet werden kann, dennoch aber auch bei Sportlern etwas höher ausfällt, weshalb für mich bis dato der Ersatz von 50% Nahrungsprotein durch HBN EAA CODE die Obergrenze darstellt. Dies unterscheidet letztlich auch meine Einstellung von der Theorie der MAP, bei der alles Nahrungsprotein durch die spezifische EAA-Matrix ersetzt wird.

Fazit
Mit 50% Ersatz von Nahrungsprotein durch HBN EAA CODE bleibt, basierend auf der Proteinzufuhrempfehlung in meinem Ernährungskonzept HBN (Human Based Nutrition), noch genug Protein übrig, um damit das Enzymsystem zu belasten oder ausreichend Mikronährstoffe zu beziehen. Für die reine Proteinsynthese benötigt unser Körper keine NEAA, dennoch besteht ein Bedarf für andere Funktionen, weshalb ich gerade für Sportler nach wie vor empfehle nicht mehr als 50% allen Nahrungsproteins durch HBN EAA CODE zu ersetzen.

 

Rubrik Frag den Body CoachSportliche Grüße

Dein

Holger Gugg