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Rubrik Frag den Body Coach - Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen - Teil 169

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Rubrik Frag den Body Coachin der 169. Auflage der Rubrik "Frag den Body Coach" beschäftigt sich Fitnessexperte Holger Gugg mit folgenden Fragen: "Wie beeinflusst EGCG den Stoffwechsel?", "Kann Milchkonsum die haut dick machen?" und "Welche Makronährstoff-Verteilung sollte man bei einem langsamen Stoffwechsel bevorzugen?".

Wöchentlich beantwortet Holger Gugg, Body Coach und Autor des Ernährungskonzeptes Human Based Nutrition (HBN), die Fragen der PEAK-Community. Wenn auch Dir eine Frage zu den Themen Training, Ernährung und Supplementierung einfällt, auf die Du bisher keine Antwort finden konntest, dann frage den Experten und nutze die Möglichkeit, Dir Deine Frage von Holger Gugg persönlich beantworten zu lassen! Die Möglichkeit hierzu besteht wieder ab Samstag, dem 16.09.2017. Sobald dann um 10:00 Uhr der Aufruf zu "Frag den Body Coach" auf der offiziellen Facebook Fanpage von PEAK erscheint, kommentiere einfach Deine Frage unter diesen Beitrag und mit etwas Glück kommt sie in die Auswahl, die am Montagmorgen getroffen wird. Keine Frage bleibt unbeantwortet! Alle verbliebenen Fragen erhalten eine kurze und kompetente Antwort auf Facebook, ausnahmslos!

 

Frage 1: Wie beeinflusst EGCG den Stoffwechsel?

Frage von Kathrin Schmidt

In welcher Form beeinflusst EGCG den Stoffwechsel, gerade beim durchschnittlich Trainierenden? Stimmt es, dass damit das Wachstum von Blutgefäßen gehemmt wird?

Antwort von Holger Gugg

Liebe Kathrin,
bei EGCG (Epigallocatechingallat) handelt sich um eine der bioaktiven Substanzen die sich in Grüntee wiederfinden und für einen nicht unerheblichen Teil seiner positiven Eigenschaften verantwortlich sind. Die von dir angesprochene Wirkung auf den Stoffwechsel konnte bis dato schon in etlichen Studien nachgewiesen werden. So ist die Rede von einer Anhebung der metabolischen Rate, der Lipolyse, der Fettoxidation und in diesem Zusammenhang des Energieverbrauchs über 24 Stunden bis zu einem Bereich von 4% (immerhin 120 Kalorien bei 3000 Kalorien Gesamtverbrauch). Leider gibt es auch gegenläufige Studien, die von ausbleibenden Effekten berichten, so dass man hier eine gewisse Individualität vermutet. Was einen negativen Effekt von EGCG auf das Wachstum von Blutgefäßen angeht ist mir hierzu noch kein einziger Hinweis untergekommen. Auf der anderen Seite belegen Studien eine Verbesserung kardiovaskulärer Marker wie LDL-Cholesterin und Triglyceriden, sowie eine Anhebung der Antioxidationskapazität im Blut, welche Cholesterin-Partikel vor der Oxidation schützt. Alles zusammen führt letztlich dazu, dass Grüntee-Trinker ein bis zu 31% verringertes Risiko auf Herz-Kreislauferkrankungen aufweisen als Nicht-Grüntee-Trinker.

Fazit
EGCG hat als aktiver Bestandteil in Grüntee stoffwechselaktivierende Effekte in Richtung Fettmetabolismus und Kalorienumsatz, die individuell mehr oder weniger stark auftreten und sicher auch mit dem energetischen Gesamtumsatz in Verbindung stehen. Ein negativer Effekt auf die Gefäße ist mir in Zusammenhang mit EGCG noch nicht aufgefallen, wohl aber etliche positive Meldungen für die Gesundheit des kardiovaskulären Systems in seiner Gesamtheit.

 

Frage 2: Kann Milchkonsum wirklich die Haut dick machen?

Frage von Michael Jung

Macht Milchkonsum wirklich eine dicke Haut?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Michael,
ein nach wie vor beliebter und bekannter Mythos der Fitness- und Bodybuilding-Szene, der für mich persönlich zu einem der Oberflächlichsten überhaupt zählt. In einem Beitrag für den BLOG von Flavio Simonetti habe ich mich vor einiger Zeit mit jeder denkbar möglichen Ursache einer solchen These befasst. Genau diesen Beitrag möchte ich dir in den Quellen hinterlegen, damit du dir selbst ein Bild von der Absurdität einer solch verallgemeinernden Aussage machen kannst. Um es kurz zu umschreiben: „Weder ein besonders hoher Natriumgehalt, noch der Gehalt an Calcium oder Wachstumsfaktoren kann in Zusammenhang mit einer besonders ausgeprägten Wasserspeicherung unter der Haut bei Milchprodukten beitragen“. Bestehen Unverträglichkeiten gegenüber einem der Bestandteile in Milch, wie beispielsweise Milchzucker oder Milchprotein, ist mit bestimmten Erscheinungen zu rechnen, die wenn überhaupt in geringem Maße so etwas hervorrufen können. Wenn du mit der Aufnahme von Milchprodukten an keinerlei Unverträglichkeitserscheinung leidest und ggf. wie ich sogar ein positives Biofeedback damit verbindest, sollte dich ein Schwachsinns-Mythos wie dieser nicht dazu verleiten Milchprodukte zu meiden. Ebenso wenig wie Gerüchte über negative Effekte auf die Gesundheit, die beinahe wöchentlich über neues Studienmaterial entkräftet werden.

Fazit
Diejenigen, die Milchprodukte einwandfrei vertagen, sollten sich weder Gedanken über Wasser unter der Haut noch über sonst einen vermeintlich negativen Effekt von Milchprodukten machen. Ein moderater Verzehr kann bei guter Verträglichkeit zum aktuellen Zeitpunkt uneingeschränkt empfohlen werden. Wenn Du wissen möchtest, ob du eine Unverträglichkeit gegenüber einem Milchbestandteil aufweist, melde Dich gerne bei mir!

rubrik-frag-den-bodycoach-169

Frage 3: Welche Makronährstoffverteilung sollte bei einem langsamen Stoffwechsel nach einer Reduktionsphase bevorzugt werden?

Frage von Lust Molch

Wie sieht die Makronährstoff-Verteilung bei langsamen Stoffwechsel aus wenn man nach einer Reduktionsphase in den Aufbau einsteigen möchte?

Antwort von Holger Gugg

Ich möchte hier noch einmal auf die Infos aus der letzten Rubrik zurückgreifen und diese gerne nochmals hier anführen, weil es passt. Der Text stammt aus einem meiner Artikel für die FLEX:
„Nach jeder Reduktionsdiät unterliegen wir dem Einfluss der Autoregulation unseres Körpers. Auch hierzu kann man wieder auf einschlägige Untersuchungen aus dem Minnesota-Experiment zurückgreifen, die dies belegen. In Abhängigkeit vom Ausgangskörperfettgehalt kommt es bei einem plötzlichen „Overfeeding“ mehr oder weniger stark zu einer beträchtlichen Zunahme an Körperfett und nicht wie so oft vermutet zu einem besonders starken Muskelwachstum. Während sich die sog. unspezifische Thermogenese mit der Kalorienerhöhung zeitgleich zu erhöhen scheint, lässt sich die fett-spezifische Thermogenese noch etwas länger Zeit, bis Sie zu ihrem Ursprung zurück kehrt. Wer mit einem hohen Körperfettgehalt in die Diät gestartet ist, begibt sich diesbezüglich in noch größere Gefahr als derjenige dessen Körperfettprozent schon vor der Wettkampfdiät nicht besonders hoch ausfiel. Bis eine Wiederherstellung des normalen Hormon- und Enzymaufkommens stattgefunden hat, arbeiten auch diese erst einmal darauf hin, verloren gegangenes Körperfett nach der Wettkampfdiät wieder auf den Ausgangslevel zu bringen. Zu allem Übel scheint zumindest Jackmann et al zur Folge der stetige Wechsel zwischen sehr hohem „Off-Season-Gewicht und sehr niedrigem „On-Season-Gewicht“ ein mit den Jahren größer werdendes Problem für Wettkampfathleten darzustellen. In der Diskussion steht sogar eine Adipozyten-Hyperplasie, also eine Neubildung von Fettzellen in Verbindung mit aggressiven Reduktionsmaßnahmen wie einer Wettkampfdiät, hierzu fehlen jedoch bis dato noch eindeutige Belege.“
Ungeachtet des Stoffwechseltyps rate ich dir also, es nach einer Reduktionsdiät LANGSAM anzugehen, insbesondere was die Aufstockung bei Kalorien und Kohlenhydraten angeht.

Fazit
Wenn etwas nach einer Reduktionsdiät nach ANABOLISMUS schreit, dann sind das die Fettzellen. Unabhängig vom Stoffwechseltyp, vielleicht aber noch ein klein wenig mehr wenn du dich selbst zur Gruppe mit „langsamem Stoffwechsel“ zählst, solltest du mit der Aufstockung der Kalorien und Kohlenhydrate äußerste Vorsicht walten lassen. Ich empfehle dir konkret Dich bei Kalorien in 10%-Schritten langsam nach vorne zu tasten.

 

Rubrik Frag den Body CoachSportliche Grüße

Holger Gugg

 

 

 

 

Quellen

Quellen zu Frage 1
http://ajpregu.physiology.org/content/292/1/R77
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16176615
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10584049
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18326618
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19445822
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19083445
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0955286397000211
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0021915099002397
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0940299397800966
http://jn.nutrition.org/content/138/8/1548S.short
http://jn.nutrition.org/content/138/8/1548S.short
https://academic.oup.com/aje/article/154/6/495/74999/Does-Tea-Affect-Cardiovascular-Disease-A-Meta

 

Quellen zu Frage 2
http://www.body-coaches.de/speichern-milchprodukte-wasser-haut