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Rubrik Frag den Body Coach – Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen – Teil 18

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, liebe PEAK-Kundinnen und Kunden,

Rubrik Frag den Body Coachist Xylitol wirklich eine Alternative zu Zucker? Ist Langhantelbankdrücken effektiver oder Kurzhantelbankdrücken? Leiden Frauen eher als Männer an einem Mangel der Fettsäure DHA? Diese drei interessanten Fragen beantwortet Holger Gugg ausführlich im Rahmen der heutigen Rubrik "Frag den Body Coach". Nutzen auch Sie die Gelegenheit, die sich Ihnen jeden Freitagabend um 18Uhr auf der PEAK Facebook Fanpage bietet, um Ihre Fragen rund um die Themen Training, Ernährung und Supplementierung professionell beantworten zu lassen. Stellen Sie hierzu Ihre Frage als Kommentar unter den entsprechenden Post. Drei ausgewählte Fragen werden am darauffolgenden Freitag ausführlich in der Rubrik thematisiert.

Frage 1 - Ist Xylitol eine echte Alternative zu Zucker?

Frage von Martin

Ich habe eine Frage zu Xylitol: Ist es wirklich eine Alternative zu Zucker? Wie wird es verstoffwechselt und ist es gut oder gesundheitlich bedenklich? Ebenfalls hätte ich diese Frage zu Sucralose, das ja auch in Proteinpulvern mit Geschmack vertreten sein kann.

Antwort von Holger Gugg

Lieber Martin,

bei Xylitol (auch genannt Xylit) handelt es sich nicht um keinen klassischen Süßstoff, sondern um einen Zuckeralkohol, sprich um einen Zuckeraustausch- und keinen Zuckerersatzstoff. Xylitol wird industriell hauptsächlich aus Birkenholz und Maiskolben gewonnen und dabei leicht chemisch modifiziert. Wie alle Zuckeraustauschstoffe verhält sich auch Xylitol nicht komplett neutral auf den Blutzuckerspiegel und liefert auch einen Brennwert, der sich pro Gramm in etwa bei 50% des Kaloriengehalts von Zucker bewegt. Zuckeraustauschstoffe haben die Eigenschaft, bei zu hohem Verzehr abführend zu wirken, da sie im Darm viel Wasser binden können. Dies ist auch bei Xylitol der Fall, wobei speziell hier von einer Anpassung des Darmes die Rede ist. Zuckeraustauschstoffe gelten als gesundheitlich unbedenklich!

Sucralose fällt in die Kategorie der typischen Süßstoffe. Mit der Aufnahme ist keine Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel oder das Insulinaufkommen zu erwarten. Sucralose liefert zudem keinen Brennwert. Die Süßkraft wird mit der 600-fachen Stärke von Zucker angegeben. Es findet im Körper keinerlei Verstoffwechslung von Sucralose statt. Der Süßstoff wird unverändert wieder ausgeschieden. Der ADI-Wert, mit dem die Unbedenklichkeit von Süßstoffen angegeben wird, liegt bei 15mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, d.h., bei 75kg ist bis 1,125g Sucralose pro Tag von keinen Nebenwirkungen auszugehen.

Fazit

Meine Meinung zu Zuckerersatz- und Zuckeraustauschstoffen ist, dass ein gemäßigter Einsatz als unbedenklich eingestuft werden kann und im Vergleich zum Verzehr von Haushaltszucker  aus gesundheitlicher Sicht einen Vorteil verspricht.

Rubrik Frag den Body Coach

Frage 2 - Langhantelbankdrücken vs. Kurzhantel- bankdrücken: Welche Variante ist effektiver?

Frage von Christopher I.

Langhantel vs. Kurzhantelbankdrücken: Welche Vorteile bietet das KH-Bankdrücken? Ist es für das Muskelwachstum entscheidend, das weniger Gewicht genommen werden kann als beim KH-Bankdrücken? Welche der beiden Varianten ist effektiver?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Christopher,

eine interessante Frage, auf die ich Dir teilweise aus eigener Erfahrung und teilweise wissenschaftlich fundiert antworten möchte.

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es Grund zur Annahme, dass bei der Ausführung mit Kurzhanteln die Muskelfaseraktivität signifikant höher ausfällt und das, obwohl weniger Trainingsgewicht verwendet werden kann.

Aus eigener Erfahrung kann ich dies in etwa bestätigen. Die Ausführung in der Version mit Kurzhanteln ermöglicht es mir, meinen Bewegungsablauf besser zu steuern und zu variieren. Die Art von Muskelgefühl, die sich daraus entwickelt, war für mich sehr wertvoll und ich mache dies auch für einen Teil meiner Erfolge in Sachen Brustmuskelentwicklung verantwortlich. Nicht zuletzt, weil Kurzhantelbankdrücken mir einen vollständigen Bewegungsablauf ermöglicht, während beim Langhantelbankdrücken der Brustkorb irgendwann zum limitierenden Faktor der Bewegung wird.

Weniger Gewicht verwendest Du wahrscheinlich aufgrund einer etwas höheren koordinativen Anforderung in Sachen Balance und Koordination. Diese Fähigkeit ist unmittelbar mit der Kraftleistung verbunden und sollte ebenfalls regelmäßig trainiert werden.

Der größte Nachteil der Kurzhantel-Variante liegt meiner Meinung nach im Aufnehmen und Ablegen von Trainingsgewichten. Hier muss man äußerste Vorsicht walten lassen, um eine Trainingsverletzung nicht herauszufordern. 

Fazit

Das Gewicht beider Bankdrückvarianten entscheidet nicht über die Fortschritte. Ich bin ein Freund von Kurzhantelbankdrücken, aber ich empfehle Dir, beide Varianten in Deinen Trainingsplan einzubauen bzw. diesbezüglich zu variieren.

 

Frage 3 - Leiden Frauen eher als Männer an einem Mangel der Fettsäure DHA und sind damit Problemzonen verbunden?

Frage von Hara K.

Meine Frage bezieht sich auf Fischölkapseln. Ich habe einen sehr interessanten Artikel über DHA gelesen, der sich speziell an die Frau richtet. Leider finde ich den nicht mehr. Dort wurde gesagt, dass ein Grossteil der Frauen einen DHA Mangel hat, was dazu führt, dass sich an Bauch, Hüften und Oberschenkel schneller Fett festsetzt. Ich esse zwar regelmäßig Fisch, aber ich behaupte mal, dass das nicht meinen Bedarf deckt. Wenn ich Omega 3 Fischöl jetzt supplementiere, kann ich dann eine Verbesserung an meinen Problemzonen erwarten? Ich hoffe, das war jetzt verständlich

Antwort von Holger Gugg

Liebe Hara Kiri,

ich werde versuchen, Dir das Thema einmal aus meiner Sicht zu beschreiben. Fest steht, dass es sich bei EPA und DHA um essentielle Fettsäuren handelt, d.h., wir sind auf eine Zufuhr von außen angewiesen. Ein spezifischer Mangel bei Frauen ist mir in diesem Zusammenhang erst ein einziges Mal unter Augen gekommen, als beschrieben wurde, dass offensichtlich die Umwandlung pflanzlicher Linolensäure bei Frauen nicht im gleichen Maße stattfindet wie dies bei Männern der Fall ist. Dies würde einerseits bedeuten, dass Frauen leichter einen Mangel ausbilden, wenn sie sich an pflanzliche Quellen halten, andererseits bestünde kein Zusammenhang, der einen spezifischen Mangel mit der Aufnahme tierischer Quellen belegt.

Generell gehe ich davon aus, dass ein Großteil aller Deutschen mit einem schlechten Omega6/Omega3-Verhältnis durchs Leben geht. Zu groß ist das Angebot an Lebensmitteln mit einem hohen Omega 6 Gehalt im Vergleich zu verfügbaren Quellen, die reich an Omega 3 sind. Genau hier gilt es anzusetzen!

Hinweise auf eine positive Beeinflussung des Fettstoffwechsels, die durch Omega 3 Fettsäuren hervorgerufen werden, gibt es zuhauf. Einiges deutet auf eine Interaktion mit Schilddrüsenhormon-Rezeptoren und damit auf eine Beeinflussung der Thermogenese hin, uvm. Das sich Fett bei Frauen verstärkt an den von Dir beschriebenen Zonen ablagert und auch hier am hartnäckigsten wieder weg zu bekommen ist, nennt sich „femorale Körperfettverteilung“ und ist eine Sache, die Du Mutter Natur zu verdanken hast. Ob mit oder ohne Omega-3-Fettsäuren, es wird sicher immer sehr schwierig sein, auch dieses Problemfett loszuwerden, aber es ist machbar!

peak epa dha gla dose - omega Fettsäuren

Fazit

Ich empfehle Dir die Ermittlung Deines Omega6/Omega3-Verhältnisses und eine Anpassung auf eine Verteilung von höchstens 3:1 besser 1:1. Wenn Du kein guter Fischesser bist, sind Fischöl-Supplements eine tolle Alternative. Durch die Einnahme kannst Du mögliche Umwandlungsdefizite aus pflanzlichen Quellen umgehen. Diese Maßnahme wird Dich in jedem Fall unterstützen und birgt zudem gesundheitliche Vorteile.

 

Rubrik Frag den Body CoachMit sportlichen Grüßen

Ihr

Holger Gugg