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Rubrik Frag den Body Coach – Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen – Teil 45

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Frag den Body Coachworauf sollte man bei dem Kauf von Trinkwasser achten oder ist gar Leitungswasser eine Alternative? Stellt Vibrationstraining eine sinnvolle Ergänzung zum Krafttraining dar? Sollte man beim Kreuzheben das Gewicht nach jeder Wiederholung kurz absetzen? Holger Gugg, Body Coach und Autor des Ernährungskonzeptes HBN - Human Based Nutrition, stellt sich in der 45. Ausgabe von "Frag den Body Coach" diesen interessanten Fragen der Fitnessszene.

Nutzen auch Sie die Möglichkeit, Ihre Frage rund um die Themen Training, Ernährung und Supplementierung im Rahmen der wöchentlichen Rubrik beantworten zu lassen. Formulieren Sie hierzu einfach Ihre Frage unter den Aufruf, der jeden Samstag um 10 Uhr auf der offiziellen PEAK Facebookpräsenz erscheint. Drei auserwählte Fragen werden am darauffolgenden Freitag im PEAK-Blog veröffentlicht und ausführlich beantwortet. Aber auch die Fragen, die es nicht in die veröffentlichte Ausgabe schaffen, bleiben nicht unbeantwortet.

Frage 1 - Worauf sollte man bei dem Kauf von Trinkwasser achten oder ist gar Leitungswasser in Ordnung?

Frage von Sascha L.

Worauf sollte man beim Kauf von Trinkwasser / Selter achten oder ist Leitungswasser in Deutschland auch in Ordnung?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Sascha,

beim Thema Wasserkonsum gilt es mehrere Punkte zu berücksichtigen. Als erstes empfehle ich Dir, Dich an Wasser zu halten, welches tatsächlich als echtes „Mineralwasser“ ausgewiesen ist. Es handelt sich dabei um Wasser aus unterirdischen Quellen. Bei echtem Mineralwasser muss sich mindestens eine Erd/Gesteinsschicht zwischen Grundwasser und Quellwasser befinden. Im Laufe des „Versickerns“ passiert es unterschiedliche Gesteinsschichten und nimmt so einerseits Mineralstoffe, andererseits aber auch schädliche Substanzen wie Quecksilber, Blei und Arsen auf, weshalb Mineralwasser hier ständigen Kontrollen unterliegt. Der Unterschied zwischen Mineralwasser und Quell-, Trink- oder Tafelwasser liegt in der amtlichen Anerkennung als solches. Als anerkanntes Mineralwasser werden Verunreinigungen durch beispielsweise Pestizide aus dem Ackerbau oder sonstige Abbauprodukte nicht toleriert und kontrolliert. Kontrollen ankündigen und anzugeben, sich an Vorgaben halten ist das eine, die Umsetzung das andere, darum hat die Stiftung Warentest Mineralwasser auf deren Eigenschaften hin getestet und stellte stark unterschiedliche Ergebnisse fest. Folgende Mineralwässer wurden von insgesamt 30 verschiedenen Sorten als „ohne erkennbare Mängel“ ausgewiesen:

  • Vio (Apolliinaris)
  • K-Classic (Kaufland)
  • Frische Brise (Netto)
  • Saskia (Lidl)

Punkt 2 befasst sich mit der Verpackung, hierzu kann ich Dir uneingeschränkt zur Verwendung von Glasflaschen raten, da hier einerseits sicher keine Weichmacher oder kein Bisphenol-A enthalten sind und andererseits die Glasflasche eine bessere Haltbarkeit des Wassers verspricht.

Punkt 3 ist letztlich dann noch der Unterschied zwischen Leitungswasser und Mineralwasser. Hier schneidet Leitungswasser überraschend gut ab. Die Mineral- und Tafelwasserverordnung legt für Trinkwasser strengere Schadstoffkontrollen fest, als diese für Mineral- und Quellwasser bestehen. Richtig ist die Tatsache, dass Leitungswasser  weniger Mineralstoffe liefert als Mineralwasser. Es bestehen aber auch Untersuchungen, die feste Nahrung als hauptsächlichen Lieferanten von Mineralstoffen ausweisen. Als Sportler solltest Du diesen Punkt dennoch berücksichtigen.

Fazit

Achte beim Kauf von Wasser darauf, echtes „Mineralwasser“ zu kaufen. Bestimmte Marken sind hier hinsichtlich möglicher enthaltener Schadstoffe als unbedenklich getestet. Ebenfalls rate ich Dir zum Kauf von Wasser aus Glasflaschen. Wenn mal kein Mineralwasser im Haus ist, stellt Leitungswasser durchaus einen adäquaten Ersatz dar. Hier musst Du lediglich darauf achten, als Sportler einen möglichen Mehrbedarf an Mineralstoffen anderweitig auszugleichen.

Rubrik Frag den Body Coach

Frage 2 - Stellt Vibrationstraining eine sinnvolle Ergänzung zum Krafttraining dar?

Frage von Steff A. und Lars P.

Uns würde interessieren, was Du von Vibrationstraining hältst. Es ist sicherlich keine gleichwertige Alternative zum Krafttraining, aber macht es Sinn, das Vibra-Training als Ergänzung mit in den Trainingsplan einzubauen?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Steff, Lieber Lars,

der wissenschaftliche Background zu Effekten von Vibrationstraining steht auf wackeligen Beinen (welche Ironie in diesem Satz). Aus 2012 ist eine systematische Übersichtsarbeit bekannt, die sich mit Effekten von Vibrationstraining auf die Beinmuskulatur befasst. Die Probanden waren durchschnittlich 68 Jahre alt und bei weitem nicht alle „trainiert“. Im Ergebnis konnte hier kein signifikanter Vorteil für Vibrationstraining im Vergleich zu herkömmlichem Krafttraining in Sachen Maximalkraft festgestellt werden. Die Metaanalyse stellt Vorteile für die Entwicklung des Gleichgewichtsgefühls für altere Menschen heraus und bezeichnet Vibrationstraining als Trainingsvariante für Personen, die sich nur eingeschränkt bewegen können oder bei denen es Probleme mit dem Bewegungsapparat gibt, es finden sich aber auch Hinweise darauf, dass Effekte besser bei gänzlich untrainierten Personen ausfallen und genau das ist es auch, was ich Dir aus persönlicher Erfahrung beisteuern kann. Vibrationstraining liefert für eine erwachsene, krafttrainingserfahrene Person keinen Trainingsreiz, der mit dem von konventionellem Krafttraining vergleichbar ist.

Auch eine propagierte „Diät-unterstützende“ Wirkung von Vibrationstraining ist nicht zweifelsfrei belegt. Eine Studie aus 2010 stellt zwar sowohl mit Vibrationstraining als auch mit konventionellem Fitnesstraining bei einer gleichzeitig aufgestellten Diät mit 600kcal pro Tag eine Abnahme bei viszeralem Depotfett fest und sieht hier innerhalb von 12 Monaten die größten Effekte bei der Kombination Diät + Vibrationstraining, alleine schon die gewählte Kalorienzahl sollte uns aber hier zu denken geben, ob diese Studie wirklich praxistaugliche Ergebnisse liefert, oder ob die Vibrationsgruppe nur besser abschnitt, da sich die Probanden aufgrund eines niedrigeren Kalorienverbrauchs etwas weniger in einem stark defizitären Versorgungsbereich befanden.

Fazit

Ich persönlich sehe Vibrationstraining weder als Ersatz noch als sinnvolle Ergänzung für Krafttraining an. Während man aus „alternativen“ Trainingsmethoden wie TRX oder CrossFit sicher seine Benefits ziehen kann, solltet Ihr Eure kostbare Zeit nicht für Vibro-Board, Power-Plate und Co verschwenden.

 

Frage 3 - Sollte man beim Kreuzheben das Gewicht nach jeder Wiederholung kurz absetzen?

Frage von Olaf H.

Wie beurteilst Du Kreuzheben mit Absetzen des Gewichtes auf dem Boden bei jeder einzelnen Wiederholung? Lärmbelästigung im Gym und kontraproduktiv wegen der kurzzeitigen Entlastung bei jeder Wiederholung oder doch der absolute Geheimtipp?

Antwort von Holger Gugg

Hallo Olaf,

sieht man sich in Foren um, dann findet man zu diesem Thema zwar eine Menge Diskussionen, aber nichts Hieb- und Stichfestes, was vielleicht daran liegt, dass man sich diesbezüglich in der Trainingswissenschaft noch nie wirklich Gedanken gemacht hat. Ein Grund hierfür könnte sein, dass der Grundgedanke hinter Kreuzheben ein Absetzen der Hantel nach jeder Wiederholung vorsieht. Lässt man die Einzelwiederholung beim Kreuzheben auf dem Boden beginnen und auch wieder enden, dann benötigt man hierfür jeden einzelnen Muskel, der sich in den Beinen befindet und genau darauf zielt Kreuzheben ab. Neben dieser Gegebenheit sorgt man durch immer wieder neues Aufbauen auch dafür, seine Technik immer wieder neu zu kontrollieren, was gerade bei dieser Art von extrem komplexer Übung äußerst wichtig erscheint. Letztlich vermeidet das Absetzen einen Federeffekt und verhindert damit einen Kontrollverlust im Verlauf der Übung, was hier die Verletzungsanfälligkeit reduziert.

Fazit

Der Grundgedanke hinter Kreuzheben ist es, mehrere vollständige Einzelwiederholungen nacheinander abzuleisten. Die Wiederholung beginnt am Boden und endet auch wieder dort, bevor es nach einer kurzen Pause und neuem Aufbau in eine neue Wiederholung geht.

 

Frag den Body CoachMit sportlichen Grüßen

Ihr

Holger Gugg

 

 

Quellen:

Frage 2 - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20484941