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Rubrik Frag den Body Coach – Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen – Teil 48

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Rubrik Frag den Body Coach Peakkann sich ein Sportler von Adaptogenen einen Vorteil versprechen? Welche Satzpause ist optimal für den Muskelaufbau? Deutet Heißhunger auf Schokolade auf einen Magnesiummangel hin? Diesen drei interessanten Fragen widmet sich Holger Gugg, erfolgreicher Body Coach und Autor des Ernährungskonzeptes HBN - Human Based Nutrition, und versieht diese mit einer ausführlichen Antwort.

Nutzen auch Sie die Gelegenheit, Ihre Frage rund um die Themen Training, Ernährung und Supplementierung professionell beantworten zu lassen. Die Möglichkeit zur Fragestellung bietet sich Ihnen jedes Wochenende, beginnend am Samstag um 10Uhr. Formulieren Sie hierzu einfach Ihre Frage unter den Aufruf "Frag den Body Coach", der zum angegebenen Zeitpunkt auf der offiziellen Facebookpräsenz von PEAK erscheint. Mit etwas Glück gehört auch Ihre Frage zu den drei Auserwählten, die am darauffolgenden Freitag im Rahmen der Rubrik "Frag den Body Coach" thematisiert wird.

Frage 1 - Kann sich ein Sportler von Adaptogenen einen Vorteil versprechen?

Frage von Kyle K.

Wie stehst Du zu Kräutern bzw. Wurzeln (z.B. Rosenwurz, Ashwaganda, Astragalus, Ginsengwurzel), welche „adaptogen“ wirken, Stress mindern und die Hormone ins Gleichgewicht bringen? Kann man sich allgemein auf Sport bezogen davon einen Mehrwert versprechen oder ist letztendlich die Dosis zu gering, um überhaupt eine entsprechende Reaktion im Körper auszulösen?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Kyle,

eine Frage, die man nicht jeden Tag gestellt bekommt, die aber sehr gut in die Rubrik passt, da im Sortiment von PEAK ein spezielles Supplement mit mehreren Adaptogenen wie Rosenwurz, Ginseng, Ashwagandha und Shilaijt erhältlich ist.

Die Einnahme eignet sich besonders zu Zeiten hoher Stressbelastung, sowohl psychischer als auch physischer Natur. Die wohl am besten untersuchte Substanz in diesem Gespann ist die Rhodiola Rosea auch genannt Rosenwurz. Unter seinem Einfluss soll eine gewisse Stressinduktion stattfinden, die jedoch nicht schadet, sondern den Körper zur Adaption, also zur Anpassung bewegen könnte und ihn dabei unterstützen könnte, Stresssituationen zu kompensieren. Aus diesem Grund werden derartige Substanzen auch als „Adaptogene“ bezeichnet. Rosenwurz vermittelt möglicherweise eigene antioxidative Effekte, könnte aber auch dafür sorgen, dass unser Immunsystem selbst einen Gang hoch schaltet. Untersuchungen sprechen von einem Apoptose-reduzierenden Effekt, einer schützenden Wirkung auf die Leber und einen Einfluss auf den Glukosestoffwechsel (gezielte Verteilung von Glucose in Richtung Muskelzellen). Erfahrungsberichten zur Folge kommt es mit der Aufnahme von Adaptogenen zu einer Stimmungsaufhellung sowie einem geminderten Stressempfinden. Letztlich sind auch meine eigenen Erfahrungen mit Adaptogenen hervorragend, weshalb ich sie für bestimmte Bedarfssituationen durchaus empfehlen kann.

Fazit

Die Kraft in Pflanzen wird in vielen Fällen hoffnungslos überschätzt und falsch interpretiert, im Falle von Adaptogenen könnte sich der Einsatz jedoch für alle diejenigen lohnen, denen hohe Belastungssituationen drohen.

peak adaptogen dose - anti Stress Formula

Frage 2 - Welche Satzpause ist optimal für den Muskelaufbau?

Frage von Maik B.

Wie "schädlich" sind 3 -5 Minuten Satzpausen? Ein Freund meinte, dann macht das ganze Training keinen Sinn.

Antwort von Holger Gugg

Lieber Maik,

Dein Freund übertreibt ein wenig smiley

Fest steht, dass nach einem intensiven Satz bis zum Muskelversagen bestimmte Vorgänge in unseren Muskeln ablaufen müssen, die dafür sorgen, dass wir auch im darauffolgenden Satz wieder Kraft haben. Eines dieser Puzzleteilchen ist die sog. ATP- (Adenosin-Tri-Phosphat) und CrP- (Creatin-Phosphat) Resynthese. Bei ATP handelt es sich um das einzige Energiesubstrat, mit dem unsere Muskeln überhaupt arbeiten können, während CrP dafür verantwortlich ist, die ATP-Bestände sofort nach dem Verbrauch wieder auszufüllen. In der Chronologie der vollständigen Regeneration von ATP und CrP findet dieser Vorgang innerhalb von 4 bis sogar 6 Minuten statt. Sportler, die also auf eine Maximierung von Kraftleistungen aus sind, tun gut daran, Satzpausen durchaus auf 4-5 Minuten auszudehnen, während für Muskelhypertrophie oder einen Trainingseffekt auf die Kraftausdauer (in diesem Zusammenhang die Laktattoleranz) kürzere Pausen sinnvoller erscheinen.

Du siehst also, dass die Sinnhaftigkeit einer Satzpause immer davon abhängt, was man im Training erreichen möchte. „Keinen Sinn“ macht es jedenfalls nicht bestimmte Zyklen in sein Trainingsjahr einzubauen, in welchen man die Satzpause ausdehnt und voll auf die Steigerung von Kraftleistungen trainiert.

Fazit

Besonders Kraftsportler setzen auf längere Satzpausen bis zu 5 Minuten, um von der vollständigen Resynthese schneller, alaktazider Energiespeicher zu profitieren und so in jedem Satz wirkliche 100% geben zu können.

Rubrik Frag den Body Coach

Frage 3 - Deutet Heißhunger auf Schokolade auf einen Magnesiummangel hin?

Frage von Sandra K.

Stimmt es, dass Heißhunger auf Schokolade auf einen Magnesiummangel hindeutet?

Antwort von Holger Gugg

Liebe Sandra,

ich kenne diese Art von These aus der Klatschpresse und diversen Internet-Foren, weshalb ich irgendwann auch damit in meiner Rubrik gerechnet habe. Um der Sache auf den Grund zu gehen, sollten wir uns zunächst ansehen, was die „Schulmedizin“ an Symptomatik bei einem Magnesiummangel bereithält. Hier finden sich Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Verwirrtheit, Schwäche, Rückenschmerzen, Durchblutungsstörungen, Reizbarkeit und Co, aber kein Heißhunger.

Magnesium Citrat

Es wird behauptet, dass unser Körper einen Magnesiummangel signalisiert, indem wir Heißhunger besonders auf Schokolade bekommen… warum Schokolade? Weil hier große Mengen Magnesium enthalten sind. Würde unser Körper gezielt nach Lebensmitteln verlangen, die eine Menge Magnesium enthalten, wäre es besser, wir würden Appetit auf Nüsse oder Kürbiskerne bekommen. Dies zeigt beigefügte Auflistung

  • Kürbiskern 402mg/100g
  • Mandeln 275mg/100g
  • Haselnuss 160mg/100g
  • Zartbitterschokolade 149mg/100g
  • Milchschokolade 98mg/100g

Letztlich ist bekannt, dass unser Körper Heißhunger aufgrund von Glukosemangel auslöst, da hier die Versorgung der für ihn wichtigsten Einrichtung, des Gehirns, gefährdet ist. Dieser Regulationsmechanismus hat etwas mit Steuerungshormonen wie Insulin und Glucagon zu tun und wird von Magnesium nicht primär beeinflusst, weshalb auch hier kein direkter Zusammenhang hergestellt werden kann.

Fazit

Unterm Strich ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass Magnesiummangel der Auslöser für wiederkehrende Heißhungerattacken ist.

 

Rubrik Frag den Body Coach PeakMit sportlichen Grüßen

Ihr

Holger Gugg