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Rubrik Frag den Body Coach – Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen – Teil 67

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Rubrik Frag den Body Coachtreibt Kaffe in Verbindung mit Kohlenhydraten den Insulinspiegel in die Höhe? Warum wird das Gesicht in einer Diät so schmal? Riecht der Schweiß nach Ammoniak, wenn die Kohlenhydratspeicher im Training geleert werden? Mit diesen drei interessanten Fragen beschäftigt sich Holger Gugg als erfolgreicher Body Coach und Autor des HBN-Ernährungskonzeptes in der 67. Auflage der Rubrik "Frag den Body Coach".

Brennt auch Ihnen eine Frage zu den Themen Training, Ernährung und Supplementierung unter den Nägeln, auf die Sie bisher keine Antwort finden konnten? Dann nutzen Sie die Gelegenheit und stellen Sie Ihre Frage, um diese professionell und ausführlich von unserem Experten beantworten zu lassen. Ihre Chance ergibt sich jedes Wochenende, sobald am Samstag um 10 Uhr der Aufruf zur Fragestellung auf der offiziellen Facebook Fanpage von PEAK erscheint. Kommentieren Sie einfach Ihre Frage unter diesen Beitrag und am Montag treffen wir die Auswahl, welche der Fragen am darauffolgenden Freitag im Rahmen der Rubrik aufgegriffen werden. Aber auch die Fragen, die es nicht in die veröffentlichte Ausgabe schaffen, bleiben nicht unbeantwortet und erhalten ihre Antwort direkt unter Ihrem Kommentar in Facebook.

Frage 1 - Treibt Kaffee in Verbindung mit Kohlenhydraten den Insulinspiegel in die Höhe?

Frage von Uli B.

Treibt Kaffee in Verbindung mit Kohlenhydraten den Insulinspiegel in die Höhe? Ich vertrage ihn nicht mehr bei langen und intensiven Rennradeinheiten. Mein Blutzucker fällt nach dem Kaffeegenuss mit etwas Süßem zwischendurch. Weißt Du dazu etwas? Ich rede von Einheiten, die mindestens drei Stunden andauern und sehr intensiv sind.

Antwort von Holger Gugg

Lieber Uli,

es gibt dazu mehrere Untersuchungen, die sich leider nicht 100% einig sind. Fest steht, dass die „treibende“ Kraft im Kaffee wieder mal das Koffein ist. In einer Studie aus 2002 stellte man an 12 gesunden Probanden via intravenöse Gabe von Koffein eine Reduzierung der Insulinsensibilität um 15% fest. Vermutet wird, dass dieser Effekt aus der koffein-vermittelten Erhöhung des Epinephrinspiegels resultiert. 2001 verabreichte man gesunden erwachsenen Probanden 5mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht (also eine durchaus gängige Dosierung im Sport) oder ein Placebo und etwa eine Stunde später 75g Dextrose. Das für Dich interessante Ergebnis, ist eine 60%-ige Erhöhung des Insulinspiegels, die sich aber nicht gleichzeitig senkend auf den Blutzucker auswirkte, sondern im Gegenteil, dieser wurde in der Koffeingruppe im Vergleich zur Placebogruppe um 24% höher gemessen. Insgesamt lassen auch diese Daten darauf schließen, dass es in Verbindung mit Koffein zu einer Desensibilisierung von Insulinrezeptoren kommt. 2001 erhielten letztlich auch ruhende Menschen entweder 5mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht oder ein Placebo. Wenngleich sich hier die Insulinkonzentration nicht signifikant zwischen beiden Gruppen unterschied, fand in der Koffein-Gruppe eine um 35% geringere Glucoseeinlagerung statt.

Alles deutet also darauf hin, dass es bedürftige Zellen unter dem Einfluss von Koffein schwerer haben, an eine ausreichende Kohlenhydratversorgung zu kommen. Katecholamine sorgen für eine Downregulation von Speichervorgängen zu Gunsten einer Freisetzung von Energiesubstraten ins Blut. Diese Tatsache kann bei falschem Umgang mit Koffein gerade bei andauernder Belastung über mehrere Stunden durchaus zum Problem werden.

Fazit

Für längere Belastungen, bei denen die Gefahr besteht, dass die Glykogenspeicher stark in Mitleidenschaft gezogen werden, muss beim Einsatz von Koffein die Auswirkung auf Insulin und den Blutzuckerspiegel berücksichtigt werden.

Rubrik Frag den Body Coach

Frage 2 - Warum wird das Gesicht in einer Diät so schmal?

Frage von Ki K.

Bei Körperfettreduzierung leidet das Volumen. Aber warum verliert man soviel im Gesicht und wird dort so schmal?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Ki Ko,

ich habe ein wenig herum gesucht, dazu aber keine fundierte Datenquelle gefunden, weshalb ich Dir diese Frage als Betroffener dieses Mal aus eigener Erfahrung erläutern muss.

Ich führe den Effekt auf mehrere Ursachen zurück. Nummer 1 ist die naheliegendste, nämlich eine Reduzierung des Fettanteils. Auch im Gesicht verfügen wir über einen mehr oder weniger hohen Anteil und Füllstand von Adipozyten. Reduzieren wir den Gesamtkörperfettgehalt, dann reduziert sich dieser bekanntlich in vielen Fällen von oben nach unten (eine festgelegte Reihenfolge, die bei Mann und Frau etwas unterschiedlich ausfällt). Folglich nehmen wir als erstes im Gesicht ab, dann an den Schultern, am Oberbauch und erst dann geht es an die hartnäckigen Fettdepots.

Viele Personen reagieren besonders im Gesicht auch stark auf eine unterschiedlich hohe Zufuhr von Natrium und Flüssigkeit. Beides zusammen im Übermaß lässt den Kopf Betroffener von heute auf morgen gerne mal auf den doppelten Umfang anschwellen. Auf Diät achten etliche Athletinnen und Athleten (warum auch immer) stark auf die Aufnahme von Natrium und erhöhen gleichzeitig die Flüssigkeitsaufnahme. Beides zusammen ergibt eine stärkere Ausscheidung extrazellulärer Wasserbestände auch im Gesicht, weshalb dies für mich Ursache 2 darstellt.

Fazit

Unser Gesicht ist, wie jedes andere Körperteil auch, sowohl mit Fettzellen als auch mit einem gewissen Wasserspeicherungsvermögen versehen und reagiert besonders schnell auf typische Reduktionsdiäten.

 

 

Frage 3 - Riecht der Schweiß nach Ammoniak, wenn die Kohlenhydratspeicher im Training geleert werden?

Frage von Daniel K.

Stimmt es, dass wenn die Kohlenhydratspeicher während dem Training leer werden, es dazu führt, dass der Schweiß nach Ammoniak stinkt?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Daniel,

Du liegst schon relativ gut mit Deiner Vermutung, denn in der Tat besteht hier ein Zusammenhang. Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen dem „obstartigen-süßlichen“ Geruch von Aceton und einem tatsächlichen Geruch von Ammoniak.

Aceton entsteht gerne bei Stoffwechselstörungen wie Diabetes oder aber bei stark defizitären Ernährungszuständen, insbesondere bei Kohlenhydratmangel. Es ist das Ergebnis der sog. Ketoazidose, also einer Übersäuerung des Blutes mit Ketonkörpern, die immer dann entstehen, wenn nicht genug Glucose zur Versorgung glucoseabhängiger Systeme, wie z.B. dem Gehirn, zur Verfügung steht. Mit dem Muskelstoffwechsel hat dies eher wenig zu tun, da dieser bei mangelnder Kohlenhydratversorgung auf eine vermehrte Oxidation von Fettsäuren zurückgreifen kann und hierzu auf einen Zugewinn an Mitochondrien setzt.

Riechen Schweiß und Atem auf stechende Art und Weise nach Ammoniak, dann heißt dies, dass eine Störung des Stoffwechsels oder eine drastische Mangelversorgung vorliegt, die den Körper dazu veranlasst, Ammoniak zu bilden und neben den Nieren auch über die Haut und den Atem auszuscheiden. Die Leber verstoffwechselt das Hauptendprodukt des Protein- und Aminosäurestoffwechsels, Harnsäure in diesem Fall, in Ammoniak und Kohlendioxid, weshalb auch eine Leberdysfunktion Ammoniakgeruch begünstigen kann. In diesem Fall wird aus irgendeinem Grund vermehrt Protein abgebaut/oxidiert, d.h. es besteht Handlungsbedarf!

Fazit

Riechen Schweiß und / oder Atem nach Ammoniak, dann ist dies kein Zeichen für eine besonders gute, effektive Diät, sondern für einen vermehrten Abbau von Proteinen und Aminosäuren. Du solltest es als Warnsignal verstehen und tätig werden.

 

Rubrik Frag den Body CoachMit sportlichen Grüßen

Ihr

Holger Gugg

 

 

 

Quellen Frage 1:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11478588

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11815511

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11574419