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Rubrik Frag den Body Coach – Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen – Teil 83

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Rubrik Frag den Body Coachwie sinnvoll ist Bulletproof-Coffee als Fatburner? Wie bekomme ich heraus, welche Supplemente ich benötige und welche die richtigen sind? Welche Blutwerte sollte man als Kraft- und Ausdauersportler messen lassen? Drei interessante Fragen, die Holger Gugg, erfolgreicher Body Coach und Autor des Ernährungskonzeptes Human Based Nutrition (HBN), im Rahmen der 83. Auflage der Rubrik "Frag den Body Coach" ausführlich und professionell beantwortet.

Auch Sie haben eine noch offene Frage zu den Themen Training, Ernährung und Supplementierung? Dann nutzen Sie die Möglichkeit, aktiv an der Rubrik teilzunehmen, um eine fachmännische Antwort zu erhalten. Jeden Samstag ab 10 Uhr erscheint auf der offiziellen Facebook Fanpage von PEAK der Aufruf zur Fragestellung, unter dem Sie die Möglichkeit haben, Ihre Frage in die Kommentare zu formulieren. Am darauffolgenden Freitag wird eine Auswahl dieser Fragen im Rahmen der veröffentlichten Ausgabe "Frag den Body Coach" beantwortet.

Frage 1 - Wie sinnvoll ist Bulletproof-Coffee als Fatburner?

Frage von Alex W.

Was hältst Du von "Bulletproof-Coffee"? Wäre es eine Alternative zum Frühstück bzw. ist es als Booster vor dem Sport geeignet und was ist mit der Butter darin?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Alex,

über Bulletproof-Coffee stolpere ich immer wieder, da er in der Tat als wirksamer Fatburner angepriesen wird. Sehen wir uns zur Klärung Deiner Frage einmal die Zutaten an, die im Internet beschrieben werden (beispielhaft):

  • 250-400ml Pulver-Kaffee
  • 2 Esslöffel (ca. 80g) Butter von Gras gefütterten Kühen
  • wahlweise zusätzlich 1-2 Esslöffel MCT-Öl
  • wahlweise eine Prise Zimt

Ohne groß auf die Thematik BIO oder nicht einzugehen, möchte ich Dir das eigentliche KO-Kriterium dieses Gebräus aufzeigen, nämlich den Kaloriengehalt. Zum kalorienfreien Kaffee kommen mit bis zu 80g Butter pro Einheit ca. 570 Kalorien und dann noch einmal 70 bis 150 Kalorien, wenn man sich zudem für MCT-Öl entscheidet.

Ich gebe daher die Frage an Dich zurück:

Denkst Du, dass ein fettverbrennendes Getränk derart viele Kalorien haben sollte?

Bei Bulletproof-Coffee frage ich mich in der Tat, wer auf eine derart doofe Idee kommt und welcher Vorteil ganz genau gegenüber einer herkömmlichen Tasse Kaffee aus den hoch kalorischen Zugaben entstehen sollte? Koffein könnte pro-lipolytisch wirken, enthaltene Chlorogensäuren könnten eine Sättigung herbeiführen, MCT-Öl fungiert als insulinneutraler Energieträger und wäre in angemessener Menge noch irgendwo erklärbar, aber Butter ist eben Butter. Egal, ob BIO oder nicht, Butter zählt zu den Lebensmitteln, welche die höchste Kaloriendichte überhaupt liefern.

Fazit

Bulletproof-Coffee ist in meinen Augen eine der schwachsinnigsten Erfindungen der Szene. Wer Fett verbrennen möchte, muss sich um eine hypokalorische Energiebilanz kümmern und nicht darum, möglichst viele Fettkalorien in flüssiger Form aufzunehmen. Arbeite mit Kaffee pro Lipolyse, contra Hunger und versorge Dich vor dem Training mit Protein aus einer Quelle mit weniger hohem Energiegehalt, zu der Du gerne ein bis zwei Esslöffel MCT zugeben kannst, wenn Du auf Kohlenhydrate verzichten möchtest.

Rubrik Frag den Body Coach

Frage 2 - Wie bekomme ich heraus, welche Supplemente ich benötige und welche die richtigen sind?

Frage von Rosen R.

Wie bekomme ich heraus, welche Supplemente ich benötige und welche die richtigen sind?

Antwort von Holger Gugg

Liebe Rosen Rot,

zwei äußerst berechtigte Fragen, mit der sich in meinen Augen viel zu wenige wirklich befassen und stattdessen einfach auf Teufel komm raus alles in sich hinein werfen, was groß beworben wird und günstig ist.

Supplements können gerade für Sportler äußerst gewinnbringend eingesetzt werden, vorausgesetzt man behandelt sie als das, was sie sind, nämlich Nahrungsergänzungen. Ein echter Bedarf kann möglicherweise bei den Ergänzungen bestehen, die in die Versorgung mit Makronährstoffen oder Mikronährstoffen eingreifen. Bei beidem gibt es zu sagen, dass Du Dich primär immer um eine Vollversorgung im Rahmen natürlicher Lebensmittel kümmern solltest. Meine Erfahrung aus mehr als 10 Jahren Ernährungs-Coaching zeigt mir, dass dies in den meisten Fällen leichter gesagt ist als getan und das es so gut wie niemanden gibt, der wirklich von sich behaupten kann, sich zumindest bei Mikronährstoffen ausschließlich über natürliche Lebensmittel zu versorgen. Zu den häufigsten Missständen zählen B-Vitamine, Vitamin D (das Sonnenvitamin) sowie Omega-3-Fettsäuren, während bei Vegetariern oftmals noch Eisen und Jod defizitär auftreten. Studien zeigen auf, bei welchen Mikronährstoffen weltweit die größten Defizite bestehen, hierauf solltest Du Dich als Einzelperson aber nicht stützen und stattdessen auf eine individuelle Bestimmung setzen. Möglich ist eine solche über eine Analyse der Ist-Ernährung wie sie jeder qualifizierte Ernährungs-Coach für Dich anfertigen kann. Angelehnt an eine ausgewählte Richtlinie erfährst Du so, wo eine Supplementierung angebracht ist und wo es keiner zusätzlichen Einnahme über eine Ergänzung bedarf. Natürlich lässt sich auch über Blutanalysen letztlich die akute Versorgungssituation bestimmen. Hierzu rate ich Dir ganz besonders im Falle des Omega-3-Status und des 25D-Status.

Nach der Versorgung mit Makros und Mikros geht es dann an eine Supplementierung zur Leistungssteigerung bzw. zur Förderung sportlicher Ziele. Hier gibt es etliche Lockangebote mit fadenscheinigen Ergänzungen, aber auch ein paar Vertreter, die wirklich sehr gute Arbeit in jede Richtung leisten. Auch hier wird Dich ein guter Ernährungs-Coach individuell beraten, was nach aktuellem Stand der Wissenschaft wirkt und was nicht.

Die Wahl der richtigen Bezugsquelle steht dann nochmals auf einem anderen Papier. Hier ist es schwierig, den Wald vor lauter Bäumen zu erkennen, da die Angebotspalette schier unüberschaubar ist. Aus persönlicher Erfahrung und Überzeugung kann ich Dir den Rat geben, Dich an renommierte Firmen mit einem generell guten Ruf zu halten. Bei einer solchen sind wir gerade. PEAK ist in der Sportlerszene etabliert und steht für hohe Qualität. Generell ist es wichtig, Nahrungsergänzungen nicht nur nach dem Preis und der Produktaufmachung zu kaufen, sondern danach, was sich darin verbirgt.

Fazit

Wer alles richtig machen möchte, kümmert sich vor dem Kauf von Supplements um die Frage des individuellen Bedarfs. Du hast das hier und heute getan und kannst jetzt mit meinen Informationen voll in die Planung einsteigen.

 

Frage 3 - Welche Blutwerte sollte man als Kraft- und Ausdauersportler messen lassen?

Frage von Martin S.

Ich möchte einmal im Jahr bei meinen Hausarzt ein Blutbild machen lassen. Welche Werte sind für mich als Ausdauer- und Kraftsportler relevant?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Martin,

ich pflichte Dir in jedem Fall bei, Dein Blut mindestens einmal jährlich untersuchen zu lassen. Soweit ich informiert bin, bezahlt die Krankenkasse sogar einmal halbjährlich ohne Murren und Knurren ein großes Blutbild, nutze diese Gelegenheit. Mit einem großen Blutbild erhältst Du Informationen zur Beschaffenheit des Blutes, dem Aufkommen an roten Blutkörperchen, Immunkörpern, Leukozyten sowie zur Blutdicke, dem sog. Hämatokritwert. Für gewöhnlich werden zudem Triglyceride, Cholesterin sowie Harnsäure und Harnstoff bestimmt. Je nach Arzt und Vereinbarung über Laborwerte wird standardisiert auch noch ein Wert bestimmt, der sich TSH nennt und eine indirekte Aussage darüber betrifft, wie es um die Aktivität der Schilddrüse bestellt ist.  Die Werte des großen Blutbildes geben einen generellen Überblick, den es nun sportlerspezifisch noch zu erweitern gilt. Folgende Blutmarker wären hierzu interessant, auch wenn Du die Kosten dafür möglicherweise selbst tragen musst:

  • T3  -  Zeigt das Aufkommen an aktivem Schilddrüsenhormon
  • 25D –  Gibt Aufschluss über die Versorgung mit Vitamin D
  • Testosteron frei – Zeigt an, wie viel aktives Testosteron vorliegt
  • Cortisol – Zeigt das Stresshormonaufkommen (Abnahme morgens oder via Urin)
  • CK – Zeigt mögliches Übertraining an, sofern der Wert auch nach einigen trainingsfreien Tagen immer noch erhöht ist

Etwas, das Du in keinem gewöhnlichen Labor bestimmen kannst, das aber auch sehr interessant ist, wäre der Omega-3-Status. Die Kosten dafür sind es definitiv Wert!

Fazit

Ich rate jedem Sportler dazu, in regelmäßigen Abständen Blutbilder anfertigen zu lassen und das nicht erst, wenn sich irgendwelche Symptome eines Mangels oder Missstandes bemerkbar machen, sondern prophylaktisch, um mit einem guten Gefühl seinem Sport nachgehen zu können.

 

Rubrik Frag den Body CoachMit sportlichen Grüßen

Ihr

Holger Gugg