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Rubrik Frag den Body Coach - Holger Gugg antwortet auf Eure Fragen - Teil 97

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Rubrik Fag den Body Coachunterstützt mich der Einsatz von grünem Tee in einer Diät? Haben Diabetiker ein erhöhtes Risiko, eine Nierenerkrankung auszubilden, wenn sie zu viel Eiweiß konsumieren? Diese interessanten Fragen rund um die Themen Ernährung und Supplementierung beantwortet Euch Holger Gugg, Fitnessexperte und Herausgeber des HBN-Ernährungskonzeptes, in der 97. Auflage der Rubrik "Frag den Body Coach".

Im Wochenrhythmus nimmt sich Holger Gugg für Euch Zeit, um die Fachfragen der PEAK-Community zu beantworten. Wenn auch Du eine bisher unbeantwortete Frage rund um die Themen Training, Ernährung und Supplementierung auf dem Herzen hast, dann werde aktiver Part der Rubrik. Jeden Samstag erscheint auf der offiziellen Facebook Fanpage von PEAK ab 10 Uhr der Aufruf zur Fragestellung, unter welchem Du Deine Frage formulieren kannst. Am darauffolgenden Freitag wird eine Auswahl an Fragen ausführlich und kompetent im PEAK-Blog beantwortet. Da jedoch keine Frage unbeantwortet bleibt, erhalten die noch verbliebenen Fragen ihre Antwort in Facebook.

Frage 1 - Unterstützt mich der Einsatz von grünem Tee in einer Diät?

Frage von Michael J.

Unterstützt mich grüner Tee in der Diät wirklich oder ist das nur einer von vielen Fitnessmythen?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Michael,

die Frage ist deshalb gut, weil es in der Tat viel zu viele „Luftnummern“ gibt. Also Substanzen, die irgendeiner Werbeaussage zur Folge bei irgendetwas unterstützen sollen, diesen Effekt aber wenn überhaupt nur in einer schlecht aufgebauten Tierstudie gezeigt haben. Grüntee mit seiner hauptsächlich in diese Richtung wirksamen Komponente dem EGCG gehört für mich studiengestützt NICHT in diese Kategorie.

Schon 2011 habe ich mich eingehend im BLOG von PEAK mit Grüntee, seiner Zusammensetzung und seiner Wirkung befasst. Etliche Einzelstudien belegen einen antioxidativen, antiarteriosklerotischen, antikariogenen, antimikrobiellen und antikarzinogenen Nutzen, der bis zum heutigen Tage zwar nicht wissenschaftlich anerkannt ist, dennoch aber eindrucksvoll in Tier- und Humanstudien aufgezeigt wird, weshalb ich denke, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis es für EGCG einen Health Claim geben wird. Auch einen guten Überblick über Studien mit einem Effekt auf den REE (Ruheenergieumsatz), die Fettoxidation und im Ergebnis auf die Körperzusammensetzung gebe ich in besagtem Beitrag. Effekte potenzierten sich bis ca. 900mg EGCG pro Tag und nochmals in Verbindung mit Koffein, welches in Grüntee bereits enthalten ist.

Auch in den Jahren 2011 und den Folgenden stand die Wissenschaft in Hinblick auf Grüntee nicht still. Eine Meta-Analyse von Juli 2011 spricht sich für einen signifikanten Effekt von Grüntee-Katechinen auf die Fettoxidation aus. Zwischen den verschiedenen Studien gab es zwar erheblich unterschiedliche Ergebnisse, da man je nach Bevölkerung (Europäer oder Japaner) von unterschiedlichen Genpräpositionen ausgeht. Unter dem Strich gehen die Forscher jedoch davon aus, dass man mit jeder 200ml Tasse grünem Tee die Fettverbrennung um 5,7g anheben kann. Dies ist ein Wert, der gemessen an Körperfett etwa 40kcal entspräche und damit alles andere als unerheblich erscheint. Auch hier jedoch nochmals der Hinweis, wissenschaftlich anerkannt und via Health Claim belegt ist diese Wirkung nicht.

Etwas kritischere Studien sehen EGCG ohne Koffein als wirkungslos an, weshalb man immer entweder grünen Tee selbst oder EGCG + Koffein verwenden sollte, um voll von dieser Ergänzung zu profitieren.

Fazit

Auch wenn man sich offiziell noch nicht eindeutig für einen positiven Effekt von Grüntee auf die Fettverbrennung aussprechen kann bzw. darf, ist die Studienlage dennoch sowohl aufschlussreich als auch umfassend, weshalb ich persönlich Grüntee guten Gewissens empfehlen kann.

Frag den Body Coach

Frage 2 - Haben Diabetiker ein erhöhtes Risiko, eine Nierenerkrankung auszubilden, wenn sie zu viel Eiweiß konsumieren?

Frage von Mario K.

Was sagst Du zu der folgenden Studie?

http://www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de/wasistdiabetes/kontrollen/?TextID=2091

Da ich Typ-1-Diabetiker bin, wollte ich fragen, ob das noch dem aktuellen Kenntnisstand entspricht?

Antwort von Holger Gugg

Lieber Mario,

danke für den Link, ich fasse kurz zusammen:

  • Bis 20% Protein anteilig an Gesamtkalorien hält Albuminausscheidungen unter 20mg/l
  • Über 20% Protein anteilig an Gesamtkalorien führten zu erhöhten Albuminausscheidung
  • Die Gesamtproteinaufnahme, tierisches Eiweiß (nicht aber pflanzliches Protein) sorgten für statistische Signifikanz dieser Entwicklung

Die geringe Ausscheidung von Albumin gilt tatsächlich als unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung von mitunter Nierenerkrankungen und ist sowohl bei Diabetikern als auch bei Hypertonikern häufiger anzutreffen. Mit 20mg/l geht man von Normalwerten aus, ab 30 bis 300mg/l spricht man von der sog. Mikroalbuminurie oder auch Proteinurie. Zuckerkrankheit, Bluthochdruck aber auch ein erhöhter Bauchumfang fördern die Entstehung. Die konservative Therapie sieht für Diabetiker und Hypertroniker die Verwendung von ACE-Hemmern oder AT-1-Antagonisten vor. Beide finden sich in der Therapie von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wieder. Sucht man nach den typischen Ursachen einer Proteinurie, dann findet man etliche Informationen. Eine erhöhte Proteinaufnahme wird aber nicht als solche benannt. Wenn allerdings besagte Studie bei 3000 Typ-1-Diabetikern einen entsprechenden Zusammenhang herstellt, muss man diesen auch zur Kenntnis nehmen. Eine weitere Meta-Analyse spricht sich ebenfalls für eine sich verlangsamende Entwicklung von Nierenfunktionsstörungen mit Proteineinschränkung bei Diabetikern aus und auch Henrik et al stellen besagten Zusammenhang diesbezüglich neben einer antihypertensiven Therapie her.

Fazit

  • Vermeide Bluthochdruck
  • Vermeide Übergewicht
  • Vermeide eine zu hohe Proteinaufnahme bzw. eine zu hohe Menge tierisches Protein

Wenn diese drei Gegebenheiten erfüllt sind, tust Du willentlich alles, um die Entstehung einer Nierenerkrankung als Typ-1-Diabetiker zu vermeiden. Ausgehend von einem nicht unüblichen Kalorienbedarf von 3000 bei 80kg, läge die Aufnahme bei ca. 146g / 1,825g/kg pro kg und damit nicht in einem Bereich, der auch für Sportler durchaus vertretbar erscheint.

 

Rubrik Fag den Body CoachMit sportlichen Grüßen

Dein

Holger Gugg

 

 

 

Quellen

Quellen zu Frage 1

  • https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/gruntee-naturlicher-fatburner-mit-gesundheitlichen-vorteilen-teil-1
  • https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/gruntee-naturlicher-fatburner-mit-gesundheitlichen-vorteilen-teil-2
  • http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21366839
  • http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26701796

Quellen zu Frage 2

  • http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9349605
  • http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8607590
  • http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0085253815485394