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Testosteron

Testosteron – Das Königshormon

Möchten Sie erfahren, wie Sie Ihren Testosteronspiegel auf natürliche Weise optimieren können, um somit Ihre sportliche und sexuelle Leistungsfähigkeit zu maximieren? Lesen Sie, welchen entscheidenden Einfluss die Ernährung, Supplemente und das Training auf Ihren Testosteronspiegel haben können und was das für Sie im Endeffekt bedeutet. Erfahren Sie alle relevanten Daten und Fakten, welche zum Thema „Testosteron - das Königshormon“ durch wissenschaftliche Studien untermauert sind.

Dieser Artikel wird sich außerdem mit der Geschichte und der biochemischen Rolle von Testosteron befassen. Des Weiteren wird behandelt, welchen Einfluss Testosteron auf unser Sexualverhalten hat. Zudem thematisiert dieser Artikel, wie sich die Faktoren Schlaf und Krafttraining auf den Testosteronspiegel auswirken. Abschließend wagen wir einen Exkurs zum Thema Doping und begeben uns in den Bereich der Medizin, wo veranschaulicht wird, bei welchen Krankheitsbildern eine Behandlung mit Testosteron erfolgen kann.



Inhalt
1. Allgemeines   
1.1    Geschichte und Entdeckung   
2. Biochemische Rolle von Testosteron   
2.2 Biosynthese von Testosteron   
2.2.1 Hormonelle Regulation   
2.2.2 Testosteronsynthese im Hoden   
2.3 Testosteronwirkungen im menschlichen Organismus   
3. Testosteron und das Verhalten   
3.1 Testosteron und Verhalten   
3.1.1 Testosteron und männliches Sexualverhalten   
3.1.2 Testosteron und weibliches Sexualverhalten   
4. Einfluss der Ernährung auf den Testosteronspiegel   
4.1 Testosteron und Kalorien  
4.2 Testosteron und Protein   
4.3 Testosteron und Kohlenhydrate   
4.4 Testosteron und Fette   
5. Der Einfluss des Krafttrainings auf den Testosteronspiegel   
6. Der Einfluss von Schlaf auf den Testosteronspiegel   
7. Nahrungsergänzungen   
7.1 T-Booster im Bodybuilding   
7.1.1 Tongkat Ali (TA)   
7.1.2 D-Asparaginsäure   
7.1.3 Fenugreek-Extrakt   
7.1.4 Zink   
8. Testosteron und Doping   
8.1 Definitionen von Doping   
8.3.2 Testosteron/Anabolika im Kraftsport  (#63490164 -Bodybuilder showing his muscles)   
8.3.3 Testosteron und seine Abkömmlinge   
8.3.4 Mögliche Nebenwirkungen   
8.3.5 Bekämpfung von Nebenwirkungen   
9. Testosteron in der Medizin   
9.1 Anabole Steroide/Testosteron und Osteoporose   
9.2 Testosteron und Hormonersatztherapie   
10. Fazit und abschließende Worte   

 1. Allgemeines

Um später die Funktionen des Testosterons verstehen zu können, werden wir uns kurz mit dem Begriff „Hormon“ auseinandersetzen. Die Ursprünge des Namens „Hormon“ entstammen aus dem Griechischen und bedeuten so viel wie: „In Bewegung setzen, antreiben“. Sie sind lebensnotwendige, extrem wichtige und sehr effektive biochemische Botenstoffe (Informationsträger), die sowohl in der ganzen Tier- und Pflanzenwelt und natürlich auch beim Menschen (lat. Homo sapiens) vorkommen. Sie übernehmen spezifische Aufgaben und sind an den verschiedensten Regulationsmechanismen des Körpers beteiligt.

Testosteron ist ein vom Körper selbst hergestelltes Androgen. Androgene gehören neben Estrogenen und Gestagenen zu den Sexualhormonen und sind unter dem Überbegriff Steroidhormone anzusiedeln. Wie bereits erwähnt, gehört das Testosteron zu den Steroidhormonen und ist gleichzeitig auch noch das für den Mann qualitativ und quantitativ wichtigste Androgen. Es besitzt viele wichtige Eigenschaften wie z. B. die Ausbildung der männlichen Attribute (Bartwuchs, Stimmvertiefung, Talgdrüsenaktivität, muskuläres Aussehen sowie die Bildung der männlichen Genitalien uvm.). Das Dihydrotestosteron (DHT) ist ein Abkömmling des Testosterons und wird hier nur aufgrund von Informationszwecken erwähnt. Daneben gibt es noch weitere Androgene, die aber für uns in diesem Artikel nicht von Relevanz sind.

1.1    Geschichte und Entdeckung  

 

Abb. 1: Gladiator mit einem hohen Testosteronwert


Das Wort Testosteron selbst ist ein künstlich kreiertes Wort und leitet sich ursprünglich aus den Begriffen „testis“ für Hoden und Steroid ab. Die Bedeutung des Wortes Testosteron hat es seiner Isolierung aus Stierhoden im Jahr 1935 zu verdanken. Wenn es um die Geschichte des Testosterons geht, begeben wir uns jetzt auf eine über 4000 jährige Reise durch die Zeit. Begonnen hat das Ganze vor 4000 Jahren mit dem Inder Sushruta. Dieser beschrieb in seinen Ayurveda-Aufzeichnungen einen Vorgang, bei dem er zur Behandlung von Impotenz die Extrakte aus Tierhoden verwendete. Jetzt machen wir einen Sprung nach vorn ins Jahr 1889, das war die Zeit des Medizinprofessors Charles-Eduard Brown-Sequard. Dieser verlautbarte im Juni 1889 inmitten der Pariser Öffentlichkeit, er sei derjenige, der den Quell des ewig jungen Lebens gefunden hat, den Jungbrunnen. Er bezog sich dabei auf seine Experimente, bei denen er sich die Extrakte aus den Hoden von Hunden und Meerschweinchen mittels einer Spritze selbst verabreichte. Inwiefern er von diesem Vorgehen profitieren konnte, ist unklar. Dennoch gilt er als der Begründer der modernen Endokrinologie, was er seinem Fund zu verdanken hatte. Er hat nämlich als Erster herausgefunden, dass die menschlichen Organe in der Lage sind, Botenstoffe zu produzieren, die nicht nur an ihrem Ort der Synthese, sondern auch an anderen Organen wirken können. Doch bis das Testosteron dann doch endlich isoliert und künstlich hergestellt werden konnte, verging noch etwas Zeit. Ganze 42 Jahre verstrichen, bis der deutsche Forscher Butenandt im Jahre 1931 gerade mal eine kleine Ausbeute von 15 mg bzw. 15000 µg Androsteron aus immerhin 15.000 Litern Urin erzielen konnte. Dann aber endlich, im Jahre 1935, gelang es David et al., 5 mg aus einer Tonne Rinderhoden zu isolieren. Außerdem gelang es den Wissenschaftlern Butenandt und Ruzicka im selben Jahr, die chemische Struktur von Testosteron zu analysieren. Kurz darauf erfolgte auch schon die Synthese. Butenandt und Ruzicka erhielten für diese sensationelle Entdeckung 1939 den Nobelpreis. Da das Testosteron jetzt industriell herstellbar war, folgten schon 1941die ersten Patente für das Testosteron-Propionat und das Testosteron Cypionat. 4 Jahre später für das Methyltestosteron. Dann folgte das Testosteron-Enantat im Jahre 1958, worauf es gleich vorgestellt und patentiert wurde.


2. Biochemische Rolle von Testosteron

2.1 Chemische Strukturen

Bei Testosteron C19H28O2 handelt es sich um ein Steroidhormon, das den Sexualhormonen zuzuordnen ist. Es ist das primäre männliche Sexualhormon, welches auch in wesentlich niedrigerer Dosierung bei der Frau endogen synthetisiert wird. Es ist in der Chemie auch unter der Bezeichnung 17b-Hydroxyandrost-4-en-3-on bekannt.

    
Abb. 2: Struktur und 3-D-Modell des Testosterons

 

2.2 Biosynthese von Testosteron

Für die Synthese von Testosteron benötigt man mehrere Komponenten:

  • die Schaltzentrale, die alles steuert
  • die Produktionsstätten für die Synthese
  • der Grundstoff, aus dem das Testosteron entsteht


Die Schaltzentrale
Die Schaltzentrale, wie sollte es anders sein, ist unser Gehirn. Der Teil des Gehirns, welcher die zentrale Kontrolle in der Hormonherstellung einnimmt, ist die Hypophyse (Hirnanhangdrüse), welche mit dem Hypothalamus verbunden ist. Die Hypophyse selbst besteht aus dem:

  • Hypophysenvorderlappen
  • Hypophysenhinterlappen
  • Hypophysenzwischenlappen


Für uns ist der Hypophysenvorderlappen vorrangig von Bedeutung, dieser synthetisiert folgende Hormone:

  • Luteineinisierendes Hormon (LH) -> Mit dem Einfluss auf die Gonaden werden sie kombiniert auch Gonadotropine genannt.
  • Follikelstimulierendes Hormon (FSH)
  • Adrenokoticotropes Hormon (ACTH)
  • Melanozytenstimulierendes Hormon (MSH)
  • Thyreoideastimulierendes Hormon (TSH)
  • Human Growth Hormone (HGH)
  • Prolaktin


Die Produktionsstätten

Die Produktionsstätten des Testosterons sind die Leydig-Zwischenzellen des Hodens, sie bilden mit 95% den Löwenanteil der Testosteronsynthese. Daneben gibt es noch die Nebennierenrinde, die aber gerade mal noch die restlichen 5% synthetisiert. Der gesunde und potente Mann synthetisiert täglich zwischen 6-7 mg Testosteron (Rommerts 1998).

Die Blutabnahme für die Messung des Testosteronspiegels sollte morgens zwischen 8:00 und 10:00 Uhr stattfinden; Hintergrund ist hier der zirkadiane Rhythmus. Unter dem zirkadianen Rhythmus versteht man, wie man es umgangssprachlich nennt, "die innere Uhr des Menschen". Sie befähigt den menschlichen Organismus dazu, einen bestimmten Schlaf-Wach- Rhythmus einzuhalten. Die unten dargestellte Tabelle gibt die Testosteronreferenzwerte von Männern und Frauen wieder.

Tab. 1: Testosteronreferenzwerte von Männern und Frauen

Testosteronreferenzwerte von Männern und Frauen
  Serum Plasma
Erwachsene Männer 3,5 - 8,6 µg/l 12 - 30 nmol/l
Kastraten und Männer vor der Pubertät   0,3 - 1,2 µg/l    1 - 4 nmol/l
Geschlechtsreife Frauen und Mädchen   < 0,6 µg/l < 2,1 nmol/l
Frauen, Postmenopause < 0,8 µg/l < 2,8 nmol/l


Der Grundstoff

Als Grundstoff für die Herstellung des Testosterons und aller Steroidhormone dient das Cholesterin. Sollte es unerwartet zu einem Cholesterinmangel kommen, z.B. aufgrund einer zu geringen Nahrungsaufnahme, so ist der Körper in der Lage, es aus Acetyl-Coenzym A zu synthetisieren (Michal 1999).

2.2.1 Hormonelle Regulation

Für die Herstellung des Testosterons werden die Signalhormone direkt vom Hypothalamus (Teil des Gehirns) ausgeschüttet. Das dort sezernierte Gonadotropin-Releasing Hormon (GnRH) gelangt in die Hirnanhangsdrüse. Dies hat die Ausschüttung des luteinisierenden Hormons (Lutropin oder auch LH) und des follikelstimulierenden Hormons (Follitropin oder auch FSH) zur Folge. Das ausgeschüttete FSH regt die in den Hoden befindlichen Sertoli-Zellen (teilungsunfähige Zellen) zur Synthese der Spermien an. Die Aufgabe des LH ist es, die Leydig-Zwischenzellen zu stimulieren. Durch diesen Stimulus kommt es zur Testosteronproduktion.


2.2.2 Testosteronsynthese im Hoden

Nachdem wir nun alle Komponenten der Testosteronsynthese aufgelistet haben, werden wir uns nun mit der Herstellung des Testosterons innerhalb der Hoden widmen. Prinzipiell ist der menschliche Organismus in der Lage, über 2 Wege das Testosteron herzustellen. Als Ausgangssubstrat dient aber immer das Cholesterin. Das untere Schaubild stellt den Delta 4 und den Delta 5-Syntheseweg des Testosterons dar.



Abb. 3: Der Delta 4- und der Delta 5-Syntheseweg des Testosterons

 
Wie an dem Schaubild schön zu sehen ist, durchlaufen beide Synthesewege mehrere Zwischenstufen. Dabei benötigt der Delta 5 Syntheseweg eine Zwischenstufe mehr. Für das Erreichen der jeweiligen Stufe werden dabei bestimmte Enzyme wie z.B. 17 ß-HSD oder 17,20 Desmolase verwendet.

2.3 Testosteronwirkungen im menschlichen Organismus

Dass das Testosteron das wichtigste Sexualhormon für den Mann ist, haben wir bereits erfahren. Jetzt werden wir zusätzlich noch aufzeigen, welche wichtigen Wirkungen das Testosteron allgemein auf den menschlichen Organismus hat.

Hämatopoese
Eine von seinen vielen Funktionen ist der Einfluss des Testosterons auf die Hämatopoese (Blutzellenbildung). Es stimuliert dabei die Erythropoese (Bildung der roten Blutkörperchen). Je älter wir werden, desto größer ist dabei der Einfluss des Testosterons auf die Erythropoese (Coviello et al. 2008). Im Umkehrschluss heißt dies aber auch, dass niedrige Testosteronwerte einen nicht unerheblichen Risikofaktor für eine Blutarmut darstellen (Ferruci et al. 2006).

Muskulatur
Durch das Testosteron kommt es zu einer Ansammlung von Sticksoff in der Muskulatur, dies ist ein lebenswichtiger Vorgang für die stoffwechselbedingten Funktionen und Entwicklungen innerhalb der Muskelzellen. Es kommt zur Proteinsynthese (Muskelzunahme) und zur Reduktion des Fettgewebes (Wang C. et al. 2004).

Knochenstoffwechsel
Im Knochenstoffwechsel nimmt das Testosteron die Funktion eines Botenstoffes (Vermittlers) ein und ist dazu noch ein Regler der Dichte der Knochenmasse. Den Einfluss auf die Knochen übermittelt das Testosteron mittels dem Androgenrezeptor sowie nach der Umwandlung zu Estradiol, welches dann den Estrogenrezeptor ansteuert. Die Wirkung des Estrogenrezeptors auf die Osteoblasten (Knochenaufbauer) geschieht mittels Inhibition (Unterdrückung) der Knochenresorption. Mittels dem DHT wird der Androgenrezeptor direkt oder indirekt aktiviert, was eine Stimulation der Osteoblasten und somit einen Knochenwachstum verursacht (Teloken et al. 2005).

Stimmung
Unser Gehirn ist ein wahres Wunderwerk der Natur, neben den genannten Steroidhormonen werden noch viele weitere Hormone und Neurotransmitter produziert und sezerniert. Ja sogar eine Vielfalt an Rezeptoren, darunter auch Steroidrezeptoren, darf es sein Eigen nennen. Durch das Andocken der Hormone an spezifischen Rezeptoren entfalten sie ihre Wirkung. Dies geschieht dadurch, dass sie das Wachstum der neuronalen Zellen anregen, eine verstärkte Durchblutung fördern und die Spiegel der Neurotransmitter anheben. Als Neuro-Modulatoren besitzen sie die Eigenschaft, den Serotonin-Transportmechanismus zu beeinflussen, was sich auf die Stimmung ausschlägt.

Kognitive Funktion
Gerade die kognitiven Funktionen sind vom Einfluss des Testosterons geprägt. Es ist bekannt, dass Testosteron schon im Jugendalter, konkret im Stadium der Pubertät, Teile des Hypothalamus, der Area präoptica, das Septum und das limbische System nachhaltig beeinflusst. Gerade diese Gehirnareale steuern unser Verhalten und entscheiden, wie wir uns später, sei es als Mann oder als Frau, verhalten werden. Als Beispiele können hier das räumliche Denken des Mannes und die sprachlichen Fertigkeiten der Frau genannt werden. Es konnte in Tests dargestellt werden, dass Männer im räumlichen Denkvermögen den Frauen überlegen sind, wogegen die sprachlichen Fertigkeiten der Frauen meist besser als die der Männer abschnitten. Moffat et al. 2002, konnte diesbezüglich in einer Studie feststellen, dass Männer mit sehr niedrigen Testosteronwerten sichtlich schlechtere verbale und visuelle Leistungen erbrachten, als die Männer, die über einen hohen Testosteronwert verfügten.

Sexualität
Bei der Entwicklung der geschlechterspezifischen (männlichen und weiblichen) neuronalen Ausprägung spielt das Testosteron eine entscheidende Rolle. Daneben beeinflusst es als Neuromodulator (siehe Stimmung) wahrscheinlich auch bestimmte Verhaltens- und Reaktionsweisen, wie wir auf bestimmte äußere Reize reagieren. Wie sich das sexuelle Verhalten geschlechterspezifisch äußert, wird bei Punkt 3. Testosteron und das Verhalten genauer dargestellt.

3. Testosteron und das Verhalten  

 

Abb. 4: Sex für die Fortpflanzung


3.1 Testosteron und Verhalten

Um es uns nochmals ins Gedächtnis zu rufen, es befinden sich ca. 95% des zirkulierenden Testosterons in den Leydig-Zwischenzelle der Hoden, die restlichen 5% werden hauptsächlich von der Nebennierenrinde sezerniert (Aloisi, 2007; Dressler & Zink, 2003). Die Synthese des Testosterons findet bei den Frauen in den Ovarien und wie beim Mann in der Nebenniere statt. Es gilt diesbezüglich etwas zu berücksichtigen. Gerade mal 2% des Gesamttestosterons ist in freier Form verfügbar, dierestlichen 98% sind an das sexualhormonbindende Globulin (SHGB) und an die Aminosäure Albumin gebunden. Inwiefern sich der Testosteronspiegel auf das geschlechterspezifische Verhalten auswirkt, wird im folgenden Unterkapitel näher betrachtet.

3.1.1 Testosteron und männliches Sexualverhalten

Wenn man Frauen befragt, inwiefern sich Männer in Bezug auf das Thema Sex verhalten, kommen oft solche Kommentare wie „Die wollen doch immer nur das Eine“. Doch Meinungen sind das eine, Studien was anderes. Diesbezüglich sind mehrere Studien mit gesunden, sexuell aktiven Männern durchgeführt worden. Als Ergebnis konnte man signifikante Zusammenhänge zwischen den erotischen Reizen, den entstanden psychologischen Reaktionen sowie der Höhe des im Blut zirkulierenden Sexualhormones Testosterons schließen (Lange, Brown, Wincze & Zwick, 1980; Rubin, Henson, Falvo & High, 1979). Rupp & Wallen 2007 wollten herausfinden, inwiefern erotisches Bildmaterial den Testosteronspiegel bei Männern beeinflusst. In der Studie nahmen 15 Männer teil, vor Beginn der Präsentation wurde bei allen Männern der Testosteronspiegel gemessen. Als Referenz wurde genommen:

  • Die Serumtesoteronkonzentration vor der Bildpräsentation.
  • Die Dauer der Bildbetrachtung, was als Merkmal für sexuelles Interesse gilt.


Bei dieser Studie konnte ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Serumtestosteronspiegel und der Betrachtungsdauer von erotischen Bildern festgestellt werden.  
Eine weitere Studie befasste sich mit der Höhe des Testosteronspiegels. Je höher dieser bei den Männern war, desto attraktiver fanden sie die Frauen, welche feminine Gesichtszüge aufwiesen (Welling, Jones, DeBruine, Smith, Feinberg, Little & Al-Dujaili, 2008).

3.1.2 Testosteron und weibliches Sexualverhalten

Sherwin 1988, führte eine Studie durch, bei dem es das Ziel war, herauszufinden, welches Hormon sexuelles Verlangen bei Frauen auslösen könnte. Seine Ergebnisse zeigten, dass der Sexualtrieb eher von den Androgenen anstatt dem Östrogen ausgelöst wird. Durch die Einnahme eines Verhütungsmittels, z.B. einer Antibabypille, sollte der Menstruationszyklus der Frau in regelmäßigen Abstanden (28 Tage) kommen. Dabei sind die hormonellen Werte sehr schwankend, gerade beim Eisprung ist der Testosteronspiegel besonders hoch und flacht  danach wieder ab. Bei einer weiteren Studie, bei der die Teilnehmerinnen ihren Eisprung bekamen, berichteten sie, dass sie genau zu diesem Zeitpunkt ein deutlich gesteigertes Verlangen nach Sex bekamen (Stanislaw & Rice 1988). Mehrere Wissenschaftler (Sherwin, 1985; Sherwin, Gelfand & Brender, 1985) waren daran interessiert, welches Hormon sexuelles Verlangen bei Frauen auslösen könnte. Dazu führten sie klinische Studien mit Frauen durch, bei denen beide Eierstöcke sowie die Gebärmutter operativ entfernt worden sind. Eine Injektion mit ausschließlich dem Androgen (Testosteron) führte kurz darauf zu einer Steigerung der sexuellen Lust.


4. Einfluss der Ernährung auf den Testosteronspiegel  



Abb. 5: Salat mit Hähnchenbrust


Ludwig Andreas Feuerbach, ein deutscher Anthropologe und Philosoph, der im 19. Jahrhundert in Landshut geboren wurde, prägte den Begriff "Der Mensch ist, was er isst". Wer hätte gedacht, dass sein damaliger Satz genau das aussagt, was die heutige Wissenschaft bewiesen hat. Wir werden uns unter Punkt 4 die Zusammenhänge zwischen unserer täglichen Ernährung und dem Testosteronspiegel anschauen. Unser Augenmerk wird hier auf den Kalorien sowie den einzelnen Makronährstoffen liegen. Außerdem befassen wir uns mit deren Auswirkungen auf den Testosteronspiegel.

4.1 Testosteron und Kalorien

Wie unter Punkt 2.2 zu sehen war, hängt die Testosteronausschüttung und Spermatogenese von der Hypothalamus-Hypophysen-Achse (HPT) und deren ausgeschütteten Menge der Hormone LH, FSH und GnRH ab. Der Frage, inwieweit die Kalorienaufnahme den Testosteronspiegel beeinflussen kann, gingen Aloi JA et al. 1997 und seine Kollegen in einer klinischen Studie nach. Die protokollierten Ergebnisse zeigten eine um 30-50% reduzierte Menge des gesamten sowie des freien Testosteronaufkommens und das schon nach einer Fastenphase von gerade mal 5 Tagen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine Kalorienrestriktion mit einer verringerten Sezernierung des Hormones GnRH einhergeht. Da das GnRH das Signalhormon für das LH ist, hat dies eine Senkung des Gesamt-LH-Spiegels zur Folge. Der verringerte LH-Spiegel gibt somit nur noch ein verringertes Signal an die Hoden ab und die Testosteronspiegelkonzentration sinkt.

4.2 Testosteron und Protein

Die Studien, welche sich mit gerade diesem Thema auseinandersetzen, sind wirklich sehr rar gesät. Jay R. Hoffmann, et al. 2006, führten eine Studie mit 23 durchtrainierten Kraftsportlern durch, bei der sie herausfinden wollten, welchen Einfluss eine erhöhte Proteinzufuhr auf die Kraft, Körperzusammensetzung und die hormonellen Werte hat. Die Ergebnisse der Studie waren ernüchternd, selbst eine hohe Proteinzufuhr hatte keinen merklichen Einfluss auf den Testosteronspiegel und die physischen Attribute, sie blieben alle relativ konstant.

4.3 Testosteron und Kohlenhydrate

Neben den Kalorien und dem Protein widmen wir uns jetzt den Kohlenhydraten und erörtern, inwiefern diese einen Einfluss auf den Testosteronspiegel haben können. Anderson KE. et al. 1987, führten genau zu diesem Thema eine Studie durch, die wie folgt aufgebaut war.

Verteilung der Makronährstoffe der Kohlenhydratgruppe

  • 70% Kohlenhydrate → 429 g
  • 10% Eiweiß               →   62 g
  • 20% Fett                     →   55 g


Vergleichsgruppe mit proteinlastiger Ernährung:

  • 44% Protein                   →  270 g
  • 35% Kohlenhydrate     →   215 g
  • 21% Fett                         →     58 g


Personenanzahl

  • 7 Männer


Zeitraum

  • 10 Tage

Nachdem die Studie beendet war, konnten sie in der Kohlenhydratgruppe einen durchschnittlich um 28% höheren Testosteronspiegel gegenüber der Gruppe, die sich überwiegend proteinlastig ernährte, feststellen.

4.4 Testosteron und Fette

Als letzten Makronährstoff ziehen wir die Fette heran und untersuchen, welchen Einfluss diese auf den Testosteronspiegel haben können. Eine großangelegte Crossover Studie durchgeführt von Dorgan JF, et al. 1996, wollte es genauer wissen. Für diese Studie wurden 43 männliche Probanden rekrutiert. Die Studie wurde wie folgt aufgebaut:

  • Teil 1:

Ernährung mit reichlich Fett und ballaststoffarm

  • Teil 2:

Ernährung mit wenig Fett und ballaststoffreich

Nach Beendigung der Studie und Auswertung aller Daten sind folgende Ergebnisse notiert worden. Die Ernährungsform mit fett- und ballaststoffreichem Essen führte zu einem hohen Testosteronausfluss über den Urin. Des Weiteren konnte ein wesentlicher Anstieg des SHGB-gebundenen Testosterons verzeichnet werden.

5. Der Einfluss des Krafttrainings auf den Testosteronspiegel

 Abb. 6: Bodybuilder beim Sport


Wie wir bereits sehen konnten, ist der Einfluss der Ernährung auf den Testosteronlevel nicht von der Hand zu weisen. Nun, wie verhält es sich jetzt mit Sport und vor allem, welchen möglichen Einfluss könnte das Krafttraining auf das Testosteron haben? Genau dieser Frage gingen Craig BW. et al, 1989 und seine Kollegen nach. Für ihre 12-wöchige Studie rekrutierten sie Männer im Alter von 23 und 63 Jahren. Vor Beginn der Studie wurde allen Probanden Blut abgenommen und die Wachstumshormon- (GH) und Testosteronwerte gemessen und festgehalten. Aufbau der Studie:

  • Aufteilung der Teilnehmer in eine junge Gruppe (23 Jahre) und eine ältere Gruppe (63 Jahre).Training an Nautilus Geräten
  • Zeitrahmen der Studie 45-60 Minuten
  • Sätze zu je 8-10 Wiederholungen
  • Identische Übungen in beiden Gruppen
  • Zusätzliche Abnahme des Blutes vor und nach jedem Training für die Messung des GH-Hormones und des Testosterons.


Bei beiden Gruppen stiegen die Werte des Wachstumshormones und des Testosterons merklich an. Allerdings fielen die Testosteronwerte der älteren Gruppe nicht so hoch aus wie die der jungen Gruppe. Aufgrund dieser Ergebnisse folgerten die Wissenschaftler, dass Krafttraining unabhängig vom Alter ein gutes Mittel ist, um den Wachstumshormon-und Testosteronspiegel zu erhöhen.

6. Der Einfluss von Schlaf auf den Testosteronspiegel

Abb. 7: Mann beim Schlafen


Neben der Ernährung und dem Training ist ein ausreichender und vor allem hochwertiger Schlaf ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn es um den Testosteronspiegel geht. Es ist allgemein bekannt, dass ein Schlafmangel den Testosteronspiegel negativ beeinflussen kann. Hierzu führten die Wissenschaftler Leproult, R. et al, 2011 eine Studie mit 10 gesunden jungen Männern durch. Diese Probanden waren eine Schlafdauer von 8 Stunden gewohnt und mussten diese in der Testwoche auf 5 Stunden pro Nacht reduzieren. Nach Abschluss der Studie konnte festgestellt werden, dass der Tagestestosteronspiegel der Männer um ganze 10-15% niedriger war, als gegenüber den Referenzwerten, als die Männer noch 8 Stunden Schlaf pro Nacht bekamen. Mit fortschreitendem Schlafentzug konnte ebenfalls eine Reduzierung der allgemeinen Energie der Probanden festgestellt werden.

Ein Artikel, veröffentlicht im „Deutschen Ärzteblatt mit dem Titel „Schlaf und der Hormonhaushalt“, zeigt eine 3-wöchige randomisierte Studie mit 800 gesunden Männern. Die Altersstruktur der Probanden war dabei bunt gemischt, von ganz jung, bis ins hohe Alter. Die Ergebnisse der Studie legten dar, dass je länger die Schlafdauer anhielt, desto mehr stieg auch der Testosteronspiegel an. Dieser erreichte nach 8 Stunden Schlaf seinen Spitzenwert. Schliefen die Probanden jedoch länger als 8 Stunden, so sank der Spiegel des Testosterons deutlich ab.

Nach der Auswertung dieses Studienmaterials lässt sich die Empfehlung schlussfolgern, mindestens 8 Stunden pro Nacht zu schlafen, um ein optimales Hormonmillieu zu schaffen.

7. Nahrungsergänzungen

Abb. 8: Junger Bodybuilder mit T-Booster


7.1 T-Booster im Bodybuilding

Kaum eine Fitnesszeitschrift, die im Handel erhältlich ist, trotzt nicht vor Werbung mit Supplementen. Auf der Suche nach einem guten T-Booster wird man sprichwörtlich von den Anzeigen erschlagen. Viele dieser Werbeaussagen versprechen dem Verwender durch den Verzehr dieser T-Booster mehr Kraft, mehr Muskelmasse, mehr Libido, mehr Testosteron und sogar bessere als Ergebnisse als "Anabolika". Die Liste der weiteren Aussagen ließe sich noch ewig weiter führen. Jetzt ist es an der Zeit, diese T-Booster genauer unter die Lupe zu nehmen.

7.1.1 Tongkat Ali (TA)  

Abb. 9: Tongat Ali Jack

Die Pflanze Tongkat Ali (Eurycoma longifolia Jack) hat ihren Ursprung in den asiatischen Ländern wie Laos, Vietnam, Kambodscha, Thailand, Myanmar, Malaysia, Philippinen und Indien. Sie selbst gehört zu der Familie der Bittereschengewächse (Simaroubacea). In den Ländern, in denen sie beheimatet ist, wird sie auch "Alis Spazierstock" genannt, was eine Anspielung auf ältere Männer ist, die diese Pflanze in der traditionellen Naturheilkunde verwenden, um ihre Vitalität und Libido zu stärken. Was in der traditionellen Pflanzenkunde Verwendung findet, ist oft nicht zu unterschätzen und findet oft seinen Weg in den Bereich der westlichen Welt. Aber was können wir von dieser Pflanze wirklich erwarten? Erst eine im Jahre 2014 von Henkel RR. et al., veröffentlichte Studie stellte interessante Ergebnisse dar. Bei dieser Studie waren 25 Probanden involviert, darunter 13 Männer und 12 Frauen. Sie bekamen über einen Zeitraum von 5 Wochen 400 mg (TA) täglich verabreicht. Für aussagekräftige Fakten wurden nach dem Ende der Studie, neben dem allgemeinen Testosteronwert, noch folgende Parameter gemessen:

  • freies Testosteron
  • Dihydroepiandrosteron (DHEA)
  • Cortisol
  • insulinähnlicher Wachstumfaktor-1 (IGF-1)

Die oben genannten Blutparameter wiesen keinerlei Veränderungen auf, allerdings hatte sich die Höhe des Gesamttestosteronspiegels erheblich gesteigert. Die wissenschaftliche Anerkennung dieser Wirkung steht jedoch noch aus.

Bei der Einnahme sollte man folgendes beachten:

  • Dosismenge von etwa 400 - 500 mg.
  • Die Einnahme sollte ca. 1 Stunde vor dem Training oder vor dem sexuellen Akt erfolgen.

7.1.2 D-Asparaginsäure

Ein weiterer Vertreter dieser Kategorie ist die D-Asparaginsäure. Sie selbst ist eine proteinogene Aminosäure und wird im Hypothalamus sowie in den Hoden synthetisiert. Eine recht interessante Studie wurde dazu im Jahre 2009 von den Forschern Enza Topo et al. durchgeführt. An der Studie waren 43 Männer zwischen 27 und 37 Jahren beteiligt. Sie bestand aus der Kontrollgruppe mit 23 Männern und der Placebogruppe mit 20 Männern. Parameter der Studie:


Kontrollgruppe:       Jeder Proband erhielt täglich eine Dosis von 3,12 g D-Asparaginsäure
Placebogruppe:      Jeder Proband erhielt ein Placebo
Studienzeitraum:    12 Tage

Nach Abschluss der Studie konnte bei der Kontrollgruppe eine 42%ige Steigerung des Testosteronspiegels und eine Erhöhung des LH-Wertes um 33 % verzeichnet werden.  

Die untere Grafik zeigt nochmal die Ergebnisse:

 

Abb. 10: Ergebnisse der D-Asparaginsäure-Studie

Quelle: Enza Topo et al.: The role and molecular mechanism of D-aspartic acid in the release and synthesis of LH and testosterone in humans and rats. Reprod Biol Endocrinol. 2009 Oct 27;7:120.

Die aus Italien stammenden Wissenschaftler führten dann noch weitere Experimente mit Ratten durch. Sie versetzten das Trinkwasser der Ratten mit der Aminosäure und nahmen nach 12 Tagen Proben. Die Ergebnisse waren auch hier erstaunlich, siehe Grafik.

Abb. 11: Ergebnisse der Ratten nach 12 Tagen des Verzehrs mit D-Asparaginsäure

Quelle: Enza Topo et al.: The role and molecular mechanism of D-aspartic acid in the release and synthesis of LH and testosterone in humans and rats. Reprod Biol Endocrinol. 2009 Oct 27;7:120.

Es konnte ein Anstieg des Cyclischen Guanosinmonophosphat (cGMP) in der Hypophyse festgestellt werden. Das cGMP selbst ist ein Botenstoff, der Informationen chemisch weiterleitet. Dieser wird auch als Second Messenger bezeichnet, da er die Informationen aus der Hypophyse direkt an unsere Desoxyribonukleinsäure (DNA) weitergibt. Ein erhöhter Wert des cGMP hat einen steigenden LH-Wert zur Folge. Zusätzlich konnte festgestellt werden, das die D-Asparaginsäure das Signalmolekül cAMP positiv in den Hoden beeinflusst. Die Funktion des cAMP ist unter anderem seine Regelfunktion im Hormonsystem. Eine wissenschaftliche Anerkennung dieser Studienergebnisse steht allerdings noch aus.

Die D-Asparaginsäure sollte dabei wie folgt eingenommen werden:

  • 3 g täglich aufgeteilt auf 2 Gaben zu je 1,5 g  
  • 1,5 g ca. 45 Minuten vor dem Training/oder Vormittags und 1,5 g vor dem Zubettgehen
  • Einnahmedauer ca. 4-6 Wochen

7.1.3 Fenugreek-Extrakt

Der Dritte in unserem Quartett ist der Fenugreek-Extrakt. Die deutsche Übersetzung dazu lautet Bockshornklee-Extrakt. Nun was hat es mit diesem Extrakt auf sich? Genau das wollten die Forscher von Indus Biotech herausfinden (Chris Poole et al. 2010) und führten dazu eine Studie durch. An der Studie nahmen 49 Männer mit einem Durchschnittsalter von ca. 20 Jahren teil. Jeder der Teilnehmer hatte mindestens 1 Jahr Trainingserfahrung im Kraftsportbereich hinter sich. Die Kriterien der Studie waren wie folgt:Krafttraining 4-mal die Woche

  • Alle Teilnehmer erhielten den gleichen Trainingsplan.
  • Die Kontrollgruppe (ca. 50% der Teilnehmer) erhielten 500 mg Bockshornklee-Extrakt
  • Die andere Gruppe ein Placebo.
  • Studiendauer 8 Wochen

Die Probanden der Kontrollgruppe (Bockshornklee-Extrakt) konnten nach diesen 8 Wochen ca. 2,3 kg Muskelmasse zulegen und den Fettgehalt um ca. 2,1 kg reduzieren. Die Placebogruppe verlor nur ca. 0,5 kg Fettmasse. Auch hier zeigen die Studien recht interessante Ergebnisse. Wissenschaftlich anerkannt sind diese Wirkungen allerdings bisher noch nicht.

Der Fenugreek-Extrakt sollte dabei wie folgt eingenommen werden:

  • 600 – 800 mg Fenugreek-Saponins mit ausreichend Flüssigkeit ca. 250 ml Wasser oder Fruchtsaft
  • Die Einnahme sollte an Trainingstagen direkt nach dem Training erfolgen.
  • An trainingsfreien Tagen direkt morgens mit einem Proteinshake

7.1.4 Zink

Abb. 12: Mineralien gemahlen


Als letzten Vertreter haben wir das lebenswichtige Spurenelement Zink. Spurenelemente sind anorganische Stoffe, die der menschliche Organismus zwar nur in Spuren benötigt, aber diese sind dafür absolut essentiell. Sie übernehmen im menschlichen Organismus eine Bau- und Regelfunktion. Zink selbst wirkt an einer Vielzahl von Stoffwechselvorgängen in unserem Körper mit. Es ist unter anderem bei der Funktion der Zellteilung, bei der Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels und an einem normalen Fettstoffwechsel beteiligt. Des Weiteren ist es für den Erhalt normaler Knochen, Nägel, Haare und der normalen Funktion des Immunsystems entscheidend. Kaya O. et al 2006, untersuchten in einer Tierstudie, welchen möglichen Einfluss Zink auf den Testosteronspiegel haben könnte. Es waren insgesamt 30 Ratten bei der Studie, die in 3 Gruppen zu je 10 Tiere aufgeteilt wurden. Die 3. Gruppe erhielt täglich über 4 Wochen 3 mg Zink pro kg/Körpergewicht in den Dünndarm injiziert. Nach den 4 Wochen wurden alle 2 von den 3 Gruppen einem Schwimmtest unterzogen. Der Studie war wie folgt aufgebaut:

  • Gruppe 1: Kontrollgruppe ohne Zinkinjektionen und kein Schwimmtest
  • Gruppe 2:  Schwimmkontrollgruppe musste ein 30 –minütiges Schwimmen absolvieren
  • Gruppe 3: Musste ebenfalls ein 30-minütiges Schwimmen absolvieren
  • Studiendauer: 4 Wochen


Unmittelbar nach dem Test wurden beiden Schwimmgruppen Blut abgenommen und der Testosteron- und Laktatspiegel gemessen. Der Testosteronspiegel an freien und gesamten Testosteronspiegel war in der 3. Gruppe am höchsten gefolgt von der Gruppe 2 und 1. Die höchsten Laktatwerte hatte die 2. Gruppe. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass eine Zinksupplementierung zu einem wesentlichen Anstieg des Testosteronspiegels und Reduktion des Laktatspiegels führte. Inwieweit diese Studienergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, ist ungewiss. Eindeutig wissenschaftlich erwiesen ist jedoch, dass Zink zu einem normalen Testosteronspiegel beiträgt.

Das Zink sollte dabei wie folgt eingenommen werden:

  • 12,5 mg mit Flüssigkeit zu den Mahlzeiten

8. Testosteron und Doping  

Abb. 13: Medizinische Dopingmittel

8.1 Definitionen von Doping

Wenn es um die Beschreibung des Wortes „Doping“ geht, gibt es bis jetzt keine allumfassende Definition. Viele Verbände und Komitees haben über die Jahre dazu ihre eigenen Definitionen herausgebracht, dazu gehören z.B.:

  • Der Deutsche Sportärztebund (DSÄB), 1952
  • Die Expertenkommission des Europarates, 1963
  • Die Internationale Konferenz über Doping bei Sportler, 1963/1965
  • Die Österreichische Dopingkommission, 1964


Es gibt noch einige mehr, doch als Maßstab wird heute die Definition der WADA anerkannt.


Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat 2004 den Artikel 1 für die Erklärung von Doping wie folgt niedergeschrieben, Zitat

„Doping ist definiert als ein Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln, wie sie in Artikel 2.1 bis 2.8 ausgewiesen sind“.


Wenn man es allgemein ausdrücken möchte, könnte man sagen, als Doping versteht man die Verwendung von unerlaubten Methoden und Substanzen, um die körperliche Leistungsfähigkeit anzuheben.

 8.3.2 Testosteron/Anabolika im Kraftsport

Abb. 14: Bodybuilder beim Posing

Das Wort „Anabolika“ hat seinen Ursprung im Griechischen und bedeutet so viel wie anabole „Aufwurf“, wobei sich dies nochmals in ana „auf“ und ballein „werfen“ unterteilt. Wir sprechen hier von Substanzen, die vorwiegend die menschliche Proteinsynthese verstärkt anregen und somit einen Anabolismus (Aufbau von  körpereigenen Strukturen) auslösen. Wie bereits unter 1.1 gesagt, hat der moderne Anfang des Testosterons mit Charles-Eduard Brown-Sequard angefangen, der sich damals damit rühmte, den Jungbrunnen gefunden zu haben, indem er sich als Erster Extrakte aus den Hoden von Hunden und Meerschweinchen injizierte. Bereits 1941 wurde dann das erste künstliche Testosteron in Europa hergestellt. Die Ersten, die es verabreicht bekamen, waren Unterernährte und Kriegsgefangene, welche in einem körperlich schlechten Zustand waren. Das Testosteron sollte den Wiederherstellungsprozess (Proteinsynthese) beschleunigen. Bei den Soldaten sollte auch die Aggressivität auf dem Schlachtfeld gesteigert werden. Ende der vierziger Jahre entdeckten dann russische Athleten das leistungsfördernde Potenzial von exogenem Testosteron. Der Öffentlichkeit blieb es nicht verborgen, dass die damaligen Ostblockstaaten im Gewichtheben einen Rekord nach dem Anderen brachen und immer wieder neue Bestmarken aufstellten. Heutzutage wird das Wort Steroide/Anabolika sehr leichtfertig in den Mund genommen. Die meisten verbinden diese mit der Wirkung von anabolen Steroiden. Dem ist aber nicht so und wir müssen hier eine strikte Trennung vornehmen! Der Begriff „Steroid“ ist nämlich der Oberbegriff für:

  • Gluco- und Mineralcorticoide
  • Östrogene- und Gestagene
  • Androgene


Der Begriff „Anabolika“ beschreibt nur eine Sparte von künstlich hergestellten Hormonen, die genaue Erklärung ist unter Punkt 8.3.3 zu finden.

Von all den genannten Unterkategorien der Steroide bleiben wir bei den Androgenen, vor allem seinen wichtigsten Vertreter, dem Testosteron.

8.3.3 Testosteron und seine Abkömmlinge

Es handelt sich bei den heutigen Anabolika um synthetisch hergestellte Verbindungen, welche die Funktion des männlichen Geschlechtshormons nachahmen. Die Verwendung des Testosterons wurde seit Ende der vierziger Jahre immer beliebter, doch die androgenen Nebenwirkungen traten auch immer mehr und mehr in den Vordergrund, je höher die Dosierungen wurden. Die Athleten wünschten sich ein Präparat, welches stark anabol ist, jedoch keine androgenen Nebenwirkungen besaß. So machten sich die Chemiker ans Werk, um dieses Problem zu lösen. Sie nahmen das Testosteron als Referenzhormon und experimentierten mit seinen Molekülen und veränderten dessen Struktur. Das war der Beginn einer neuen Generation von Testosteron-/Anabolika. Es entstanden neue Varianten dieses Hormons, die sogar noch stärker androgen waren als das Testosteron selbst. Seitdem werden Testosteron sowie seine Abkömmlinge wie folgt unterschieden:

  • Anabole Steroide:        - sie besitzen eine geringere androgene Wirkung als das

                                                        Testosteron, jedoch eine stärkere anabole Komponente

  • Androgene Steroide:   - sie besitzen stärkere oder gleich starke androgene Wirkung

                                                         wie das Testosteron, jedoch ist die anabole Komponente schwächer ausgeprägt

Wir werden hier nur aufgrund von Informationszwecken ein paar der Abkömmlinge aufzählen:

  • Methyltestosteron
  • Testosteron Buccal
  • Testosteron Cypionat
  • Testosteron Enantat
  • Testosteron Heptylat
  • Testosteron Propionat
  • Testosteron Suspension
  • Testosteron Undecanoat
  • Testosteron Undecanoat

8.3.4 Mögliche Nebenwirkungen

Bei der Verwendung von exogenem Anabolika/Testosteron zur Leistungssteigerung kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, von denen, wohl gemerkt, einige irreversibel sind! Zu den allgemeinen Nebenwirkungen gehören:

  • Verstärkte Aknebildung
  • Erhöhung des Blutdrucks
  • Mögliche Vergrößerung der Prostata beim Mann
  • Schädigung des Herzmuskels
  • Schädigung der Leber und der inneren Organe
  • Schädigung der endogenen Testosteronsynthese und somit auftreten eines Testosteronmangels.
  • Anstieg des LDL- und Senkung des HDL-Spiegels im Blut
  • Entstehung von Blutgerinnseln
  • Verminderte Viskosität des Blutflusses

 

Virilisierung

  • Stimmenvertiefung der Frau (irreversibel)
  • Bartwuchs und Köperbehaarung
  • Beeinflussung des Menstruationszyklus


Gynäkomastie

  • Verweiblichung der männlichen Brust aufgrund des Wachstums der Brustdrüsen.


Bei pubertären Jugendlichen

  • Einfluss auf das Längenwachstum


Psychische Störungen

  • Superman/Frau-Syndrom
  • Gereiztheit
  • Stimmungsschwankungen

8.3.5 Bekämpfung von Nebenwirkungen

Wenn man sich all diese möglichen Nebenwirkungen (siehe Punkt 8.3.4.) vor Augen hält, wundert es einen nicht, das gegen die Nebenwirkungen wieder Medikamente eingenommen werden. Hier kommen z.B. Medikamente wie:

  • Blutdrucksenker
  • Blutverdünner
  • Thrombozytenaggregationshemmer
  • Schmerzmittel (NSAR)
  • Harte und härteste Schmerzmittel (Opiode)
  • Antiöstrogene
  • Armoatasehemmer
  • Mittel gegen Akne
  • Cholesterinsenker u.v.m zum Einsatz.

Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass die Einnahme von solchen Medikamenten, wiederum Nebenwirkungen mit sich bringen können.


9. Testosteron in der Medizin

Exogenes Testosteron wird auch in der Medizin eingesetzt. Die Anwendungsgebiete richten sich je nach der Indikation des Patienten. Einige dieser Indikationsgebiete werden wir uns jetzt ansehen.

9.1 Anabole Steroide/Testosteron und Osteoporose

Wie bereits unter dem Punkt 2.3 dargestellt, nimmt das Testosteron im Knochenstoffwechsel die Funktion eines Informationsträgers ein und ist essentiell bei dessen Stoffwechsel. Wie hängt jetzt das Testosteron mit der Osteoporose zusammen? Die Entstehung der Osteoporose ist ein komplexer Prozess, der hauptsächlich aufgrund eines Ungleichgewichtes zwischen den aufbauenden Osteoblasten, die für den Aufbau der Knochenstruktur verantwortlich sind, und den knochenabbauenden Osteoklasten entsteht (Allen 1994, 207). Mehrere Wissenschaftler konnten in ihren Studien nachweisen, dass auf den Osteoblasten spezielle Rezeptoren sitzen, welche auf androgene und anabole Steroide ansprechen. Was wiederum den oben genannten Informationsaustausch zwischen dem Testosteron/Androgen und dem Knochen erklärt (Benz et al. 1990; Orweoll et al. 1991 beide in Kemmler 1996, 63). Bei den Frauen über 65 Jahren liegt der Anteil der auftretenden Osteoporose gemessen an der Gesamtbevölkerung bei über 15%! Bezüglich dessen wurde eine Studie durchgeführt, bei der Frauen über 29 Monate anabole Steroide (Stanonzolol) verabreicht wurden. Hierbei konnte ein erhöhter Status des Gesamtkalziumgehaltes notiert werden. Des Weiteren verringerte sich die Anzahl der Brüche im Bereich der Wirbelsäule. Dazu muss man wissen, dass alle Frauen postmenopausal (Zeitraum nach der letzten Menstruation der Frau und somit nicht mehr fruchtbar) waren und an einer manifestierten Osteoporose litten (Chesnut et al.. 1983, 571).

9.2 Testosteron und Hormonersatztherapie

Es ist bekannt, dass Frauen mit zunehmendem Alter hormonelle Veränderungen durchlaufen. Hervorzuheben ist hier vor allem die Menopause. Aber das betrifft nicht nur die Frauen. Man hat festgestellt, dass mit fortschreitendem Alter auch das männliche Geschlecht mit einem absinkenden Androgenspiegel zu kämpfen hat. Man spricht hier auch von einem Testosteronmangel. Dabei vermindert sich der Level des freien Testosterons ab dem 40. Lebensjahr pro Jahr um ganze 1,2% (Gray et al. 1991).
Die Ursache für einen verminderten Testosteronspiegel kann eine Krankheit, ein Unfall, eine genetische Disposition oder auch einfach das Alter sein. Sollte ein Androgenmangel vorliegen, können bestimmte Symptome auftreten:

  • Stimmungsschwankungen
  • Antriebsarmut gepaart mit psychischem und physischem Leistungsabfall
  • Konzentrationsprobleme
  • Muskelabbau
  • Weibliche Körperfettverteilung
  • Rückgang des Bartwuchses
  • Rückgang des Knochminersalzgehaltes
  • Rückgang der Erythropoese
  • Uvm.


Ab einem gewissen Alter sollte jeder Mann den Gang zum Urologen nicht scheuen und seine Werte nehmen lassen, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Sollten die Testosteronwerte zu niedrig sein und der betreuende Arzt hält es für angemessen, kann hier Abhilfe in Form von Testosteronpräparaten geschaffen werden. Diese sind als Tabletten, Pflaster, Gel oder in Spritzenform erhältlich. Diese werden dann in regelmäßigen Abständen mit der jeweils eingestellten Dosierung eingenommen oder direkt vom Arzt verabreicht, um einen normalen Androgen/Testosteronspiegel wiederherzustellen. Es wurden bezüglich der Substitution mit exogenem Testosteron sehr viele Studien durchgeführt. Bei den meisten der Studien wurde das Testosteron-Enantat verwendet. Es wurden Dosierungen von 200-250 mg alle 2-3 Wochen intramuskulär verabreicht. Was sich allerdings inzwischen als hervorragende Applikationsart bei exogenem Testosteron herauskristallisiert hat, ist das Testosterongel. Das Gel war in Sachen Effizienz dem Testosteron-Enantat ebenbürtig und dazu noch extrem einfach zu verwenden (Swerdloff RS. et al. 2000).

 

10. Fazit und abschließende Worte    

Testosteron – Das Königshormon, so lautet der Titel dieses Artikels. Als ersten Punkt haben wir uns die Geschichte und die Entdeckung des Testosterons vorgenommen. Hier konnten wir einen über 4000-jährigen Sprung in die Vergangenheit machen und sehen, wo alles seinen Anfang nahm. Dann kamen wir zur Biochemie und konnten darstellen, welche elementare Bedeutung das Hormon hier einnimmt und wie es sich auf das Sexualverhalten beider Geschlechter auswirken kann. Beim nächsten Punkt ging es um die Kalorien von den Makronährstoffen Protein, Fett und Kohlenhydraten und wie diesen den Testosteronspiegel beeinflussen können. Hier konnten wir sehen, dass ein erhöhter Proteinkonsum keinen Einfluss auf den Testosteronspiegel besitzt. Jedoch führte eine kohlenhydratreiche Ernährung sowie eine fettlastige Ernährungsform zu einem merklichen Anstieg des Testosteronlevels. Kurz darauf folgte schon die Darstellung der Studien zu den attraktivsten T-Boostern wie Tongkat Ali, D-Asparaginsäure, Fenugreek-Extrakt sowie Zink. Wir warfen auch einen kurzen Blick in die Welt des Dopings und sahen uns an, wie das Testosteron in den Ostblockstaaten, vor allem in den Disziplinen Gewichtheben und Bodybuilding, seinen Siegeszug feierte. Fernab von der Welt des Sports blickten wir in den Bereich der Medizin und konnten uns ein Bild über die möglichen praktischen Einsatzmöglichkeiten in der Osteoporose und in der Hormonersatztherapie machen. Wird das Testosteron jetzt seinem Ruf als das Königshormon gerecht? Ja, definitiv, die Position, die dieses Hormon beim Mann und bei der Frau einnimmt, ist elementar und wirkt sich sowohl auf den Körper und auf den Geist aus. Es bleibt noch abzuwarten, welche Entwicklungen und Entdeckungen mit diesem Hormon noch gemacht werden und inwiefern wir davon profitieren können.




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